Gstättentor: Unterschied zwischen den Versionen
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Dieses [[Stadttore in Salzburg|Stadttor]] hatte im Laufe der Geschichte verschiedene Namen. Das Wort "[[Gstätten]]" leitet sich vom Wort "Gestade" = "Ufer" ab. Die [[Salzach]] war im Stadtgebiet bis [[1852]] nicht reguliert, sodass der Fluss seinen Lauf und das Bett - vor allem durch ein [[Hochwasser]] - ändern konnte. Die natürliche Fluss-Uferzone reichte in historischer Zeit bis an die ''Gstätten'' heran, nur ein kleiner Bereich im Raum des heutigen [[Badergässchen]]s und direkt am Fuß des [[Mönchsberg]]felsens war im Mittelalter bebaut. | Dieses [[Stadttore in Salzburg|Stadttor]] hatte im Laufe der Geschichte verschiedene Namen. Das Wort "[[Gstätten]]" leitet sich vom Wort "Gestade" = "Ufer" ab. Die [[Salzach]] war im Stadtgebiet bis [[1852]] nicht reguliert, sodass der Fluss seinen Lauf und das Bett - vor allem durch ein [[Hochwasser]] - ändern konnte. Die natürliche Fluss-Uferzone reichte in historischer Zeit bis an die ''Gstätten'' heran, nur ein kleiner Bereich im Raum des heutigen [[Badergässchen]]s und direkt am Fuß des [[Mönchsberg]]felsens war im Mittelalter bebaut. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
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<div class="greenboxleftheader">Salzburgs Geschichte nach Josef Eder</div> | |||
<div class="greenboxleft" style="padding-bottom:0.2em;">Der folgende Abschnitt beruht auf der [[#Quellen|Quelle]] "Josef Eder". | |||
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<!-- <includeonly>[[Kategorie:Geschichte (Josef Eder)]]</includeonly> --> | |||
Das Tor war vor [[1300]] eines der drei Haupttore der [[mittelalter]]lichen Stadt. Zudem waren die Stadttore damals nur einfach vorhanden. Das Westertor führte über [[Mülln]] nach Westen, das [[Inneres Ostertor|Ostertor]] am [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechten Salzachufer]] nach Osten und das [[Inneres Nonntaler Tor|Nonntalertor]] nach Süden ins Gebirge. | Das Tor war vor [[1300]] eines der drei Haupttore der [[mittelalter]]lichen Stadt. Zudem waren die Stadttore damals nur einfach vorhanden. Das Westertor führte über [[Mülln]] nach Westen, das [[Inneres Ostertor|Ostertor]] am [[Altstadt (rechtes Salzachufer)|rechten Salzachufer]] nach Osten und das [[Inneres Nonntaler Tor|Nonntalertor]] nach Süden ins Gebirge. | ||
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[[1896]] wurde bergseitig der Gehweg von der [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadtgemeinde]] errichtet. Bis etwa [[1925]] stand das Gebäude im Besitz der Familie Feichtner. | [[1896]] wurde bergseitig der Gehweg von der [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadtgemeinde]] errichtet. Bis etwa [[1925]] stand das Gebäude im Besitz der Familie Feichtner. | ||
[[File:Salzburg_Gstättentor_Innen_Wappen_und_Inschrift.jpg|thumb|Südseite des Tors, Inschrift und Wappen]] | |||
[[File:Salzburg_Gstättentor_Außenseite_Wappen_und_Inschrift.jpg|thumb|Nordseite des Tors, Inschrift und Wappen]] | |||
== Wappen und Inschriften == | == Wappen und Inschriften == | ||
=== Innere Seite des Gstättentores === | === Innere Seite des Gstättentores === | ||
An der inneren Seite nach Süden gegen die Getreidegasse befindet sich ein Rundbogen-Portal aus Steinquadern, dessen Schlusskeil die bronzene [[Hausnummern|Ziffer]] "26" trägt. Darüber befindet sich eine Tafel mit Rollwerkumrahmung und der lateinischen Inschrift: | An der inneren Seite nach Süden gegen die Getreidegasse befindet sich ein Rundbogen-Portal aus Steinquadern, dessen Schlusskeil die bronzene [[Hausnummern|Ziffer]] "26" trägt. Darüber befindet sich eine Tafel mit Rollwerkumrahmung und der lateinischen Inschrift: | ||
: '' | : ''<span style="font-variant:small-caps"> Publico decoro Marcus Sitticus Salisburgensium prӕsul erexit A(nno) d(omini) m.dc.xviii.</span>'' | ||
: ( | : (Zur öffentlichen Zierde hat Markus Sittikus, das Oberhaupt der Salzburger, es (das Gebäude) errichtet im Jahr des Herrn 1618.) | ||
Darüber befindet sich ein [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] mit dem [[Steinbock]] als Wappentier. | Darüber befindet sich ein [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] mit dem [[Steinbock]] als Wappentier. | ||
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An der äußeren Seite nach Norden gegen die Gstättengasse befindet sich ein Rundbogen-Portal aus [[Konglomerat]] mit gequaderter Torumrahmung, beidseitig gequaderte toskanische Lisenen, darüber dreiteiliges Gebälk mit gesprengtem Segmentgiebel, dazwischen das Wappen des Markus Sittikus von Hohenems. | An der äußeren Seite nach Norden gegen die Gstättengasse befindet sich ein Rundbogen-Portal aus [[Konglomerat]] mit gequaderter Torumrahmung, beidseitig gequaderte toskanische Lisenen, darüber dreiteiliges Gebälk mit gesprengtem Segmentgiebel, dazwischen das Wappen des Markus Sittikus von Hohenems. | ||
Darüber zwischen den Fenstern im ersten Stock eine Tafel mit | Darüber zwischen den Fenstern im ersten Stock eine mit Rollwerkumrahmung verzierte Tafel mit der lateinischen Inschrift: | ||
:''<span style="font-variant:small-caps">Marcus Sitticus Ex AltaEmbsiis Comitibus Archiep(iscopus) et Princeps. Indecoram prius et angustam Portam in hanc amplexitudinem apervit et ornavit. Anno d(omi)ni m.dc.xviii.</span>'' | |||
:'' | : (Markus Sittikus aus dem [[Hohenems#Bezug zu Salzburg|Geschlecht der Grafen von Hohenems]], Erzbischof und Fürst, hat das zuvor schmucklose und enge Tor zu dieser Weite geöffnet und geschmückt im Jahr des Herrn 1618.) | ||
: Markus Sittikus aus dem Geschlecht | |||
== Geschäfte == | == Geschäfte == | ||