Salzburger Landesrelief Hellbrunn: Unterschied zwischen den Versionen

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Es entstand ab [[1906]] in der Nähe von [[Hellbrunn]] bei Salzburg im Maßstab 1:3 000 und stellte Salzburg und angrenzenden Teile von Kärnten  dar.
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Es entstand von [[1904]] bis 1914 in der Nähe von [[Hellbrunn]] - damals noch - bei [[Stadt Salzburg|Salzburg]] im Maßstab 1 : 3 000 und stellte das Land Salzburg und direkt angrenzende Teile des [[Salzkammergut]]es und [[Berchtesgadener Land]]es dar. Die ursprüngliche Fassung reichte allerdings mit fast 3 000 m² Größe bis zum Brenner und bis nach Siegsdorf in [[Bayern]].
  
Bis zum Jahr 1910 sollte dann das Objekt bereits eine Fläche von 3 000 Quadratmeter bedeckt haben. Es wurde teilweise aus Natursteinen der dargestellten Regionen angefertigt. Der Rest bestand aus Zement. Dieses begehbare Relief konnte auch von einer Tribüne aus betrachtet werden. Die Gebirgszüge hatten bis zu zwei Meter Höhe.
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Es war seit den Jahren nach dem [[Ersten Weltkrieg]] etwa 1 500 m² groß und wurde teilweise aus Natursteinen der dargestellten Regionen angefertigt. Der Rest bestand Ziegel und darauf modelliert aus aus Zement. Dieses begehbare Relief konnte auch von zwei Tribünen aus betrachtet werden. Die Gebirgszüge hatten bis zu zwei Meter Höhe. Es handelt sich um das bei weitem größte in dieser Zeit hergestellte Relief.  
  
Zeitungsberichten nach musste das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Trotzdem belasteten den Kosten der Errichtung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] nutzte ein Regiment aus Prag das Relief überdies zu feldmässigen Übungen. Aber trotz Restaurierungen konnten nur mehr 1 500 Quadratmeter gerettet werden, der Rest war zerstört.  
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Zeitungsberichten nach muss das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Allerdings belasteten die Kosten der Errichtung und Erhaltung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Die Einnahmen deckten in der Folge bei Weitem nicht die Kosten für die Erhaltung des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von der [[Stadtgemeinde Salzburg|Stadt Salzburg]] und verschiedenen Geldgebern musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief daher bald nach dem Ersten Weltkrieg verkaufen. Während des Ersten Weltkriegs hatte übrigens das Relief auch zu militärstrategischen Planspielen gedient. Aus Kostengründen konnten nur 1 500 Quadratmeter, also der Raum des eigentlichen Landes Salzburgs und deren unmittelbare Umgebung in den Jahren nach dem Krieg restauriert und wiederhergestellt werden, der Rest schien in der Wiederherstellung und in der langfristigen Erhaltung zu teuer.
  
Die Einnahmen deckten bei weitem nicht die Kosten für den Erhalt des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von Stadt Salzburg und verschiedenen Geldgebern  musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief nach dem Ersten Weltkrieg an eine gewisse Frau Zell verkaufen. Diese wiederum musste ihrerseits 1922 Liegenschaft und Relief an die Gräfin Schenk-Castell verkaufen. Gräfin Schenk-Castell emigrierte 1938 dach dem Einmarsch der [[Nationalsozialisten]] . Das Haus beim Relief übernahmen Offiziere der Deutschen Wehrmacht, die das Relief 1942 sprengten. Der Grund soll die Verhinderung von Spionage gewesen sein.
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Auch Frau Zell musste als Käuferin ihrerseits Liegenschaft und Relief bald an die Gräfin Schenk-Castell weiterverkaufen. Gräfin Schenk-Castell (später verheiratet mit dem Nachnamen Blühbach) emigrierte [[1938]] nach der Machtergreifung der [[Nationalsozialisten]]. Das Haus beim Relief übernahmen darauf Offiziere der [[Deutschen Wehrmacht]]. Das Relief selbst fiel [[1944]] einem [[Bomben auf Salzburg im Zweiten Weltkrieg|Bombenangriff]] zum Opfer.
 
 
== Weblinks ==
 
[https://fbcdn-sphotos-a.akamaihd.net/hphotos-ak-ash3/561801_341718259223409_270686449659924_946273_970086871_n.jpg  historische Postkarte]
 
  
 
==Siehe auch==
 
==Siehe auch==
 
* [[Salzburger Landesrelief|Salzburger Landesrelief (im Haus der Natur)]]
 
* [[Salzburger Landesrelief|Salzburger Landesrelief (im Haus der Natur)]]
  
== Quelle ==
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== Quellen ==
* [http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/CAR_101_0081-0102.pdf www.landesmuseum.at www.landesmuseum.at/pdf Seite 83]
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* [https://www.zobodat.at/pdf/CAR_101_0081-0102.pdf www.landesmuseum.at www.landesmuseum.at/pdf Seite 83]
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* "Toni Mair, Riesenreliefs als Prestigeobjekte". In: Toni Mair, Susanne Grieder:  "Das Landschaftsrelief. Symbiose von Wissenschaft und Kunsthandwerk." 2006 hier + jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden, und Schweizerisches Alpines Museum, Bern. S. 56 ff. (57), der Link war bei einer Überprüfung am 12. November 2025 technisch nicht mehr verwendbar, daher gelöscht
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* [[Josef Brettenthaler|Brettenthaler, Josef]]: "[[Anif. Portrait einer Gemeinde.]]" Seite 124f
  
[[Kategorie:Geografie|Landesrelief Hellbrunn, Salzburger]]
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{{SORTIERUNG: Landesrelief Hellbrunn, Salzburger}}
[[Kategorie:Stadt Salzburg|Landesrelief Hellbrunn, Salzburger]]
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[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Hellbrunn|Landesrelief Hellbrunn, Salzburger]]
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[[Kategorie:Geografie]]
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Hellbrunn]]

Aktuelle Version vom 12. November 2025, 15:50 Uhr

Das Salzburger Landesrelief Hellbrunn war ein Werk des Salzburger Bildhauers Josef Pörnbacher.

Allgemeines

Es entstand von 1904 bis 1914 in der Nähe von Hellbrunn - damals noch - bei Salzburg im Maßstab 1 : 3 000 und stellte das Land Salzburg und direkt angrenzende Teile des Salzkammergutes und Berchtesgadener Landes dar. Die ursprüngliche Fassung reichte allerdings mit fast 3 000 m² Größe bis zum Brenner und bis nach Siegsdorf in Bayern.

Es war seit den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg etwa 1 500 m² groß und wurde teilweise aus Natursteinen der dargestellten Regionen angefertigt. Der Rest bestand Ziegel und darauf modelliert aus aus Zement. Dieses begehbare Relief konnte auch von zwei Tribünen aus betrachtet werden. Die Gebirgszüge hatten bis zu zwei Meter Höhe. Es handelt sich um das bei weitem größte in dieser Zeit hergestellte Relief.

Zeitungsberichten nach muss das Relief einen gewaltigen Eindruck bei den Besuchern hinterlassen haben. Allerdings belasteten die Kosten der Errichtung und Erhaltung Pörnbacher stark, da die Witterung dem Relief immer wieder stark zusetzte. Die Einnahmen deckten in der Folge bei Weitem nicht die Kosten für die Erhaltung des Reliefs. Trotz finanzieller Unterstützung von der Stadt Salzburg und verschiedenen Geldgebern musste Pörnbacher die Liegenschaft samt Relief daher bald nach dem Ersten Weltkrieg verkaufen. Während des Ersten Weltkriegs hatte übrigens das Relief auch zu militärstrategischen Planspielen gedient. Aus Kostengründen konnten nur 1 500 Quadratmeter, also der Raum des eigentlichen Landes Salzburgs und deren unmittelbare Umgebung in den Jahren nach dem Krieg restauriert und wiederhergestellt werden, der Rest schien in der Wiederherstellung und in der langfristigen Erhaltung zu teuer.

Auch Frau Zell musste als Käuferin ihrerseits Liegenschaft und Relief bald an die Gräfin Schenk-Castell weiterverkaufen. Gräfin Schenk-Castell (später verheiratet mit dem Nachnamen Blühbach) emigrierte 1938 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Das Haus beim Relief übernahmen darauf Offiziere der Deutschen Wehrmacht. Das Relief selbst fiel 1944 einem Bombenangriff zum Opfer.

Siehe auch

Quellen