Kobler-Spängler-Briefe von 1860 bis 1869: Unterschied zwischen den Versionen

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Über seine Tochter Johanna Spängler (* [[1882]]; † [[1973]]), verheiratet mit dem Schuldirektor in Krems, Rupert Holzapfel (* [[1868]]; † [[1940]]), kam die Sammlung aus dem Nachlass von dessen Tochter Gertraud Holzapfel (* [[1917]]; † [[2001]]), verheiratet Saska in Krems, an [[Otto Holzapfel]] (* [[1941]]) in [[Freiburg im Breisgau]] in [[Deutschland]].  
Über seine Tochter Johanna Spängler (* [[1882]]; † [[1973]]), verheiratet mit dem Schuldirektor in Krems, Rupert Holzapfel (* [[1868]]; † [[1940]]), kam die Sammlung aus dem Nachlass von dessen Tochter Gertraud Holzapfel (* [[1917]]; † [[2001]]), verheiratet Saska in Krems, an [[Otto Holzapfel]] (* [[1941]]) in [[Freiburg im Breisgau]] in [[Deutschland]].  


Die Briefe sind zum Teil übertragen, zum Teil zusammenfassend registriert; eine genauere Auswertung steht noch aus. Die ältesten Briefe stammen aus der Beziehung zwischen [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] (* [[1796]]; † [[1886]]) und Franz ''Francesco'' Castelli (* 1796; † [[1832]]). Deren Tochter [[Zäzilia Amalia Kobler]] wird [[1821]] geboren und heiratet [[1846]] [[Richard Franz Schlegel]], stirbt aber bei der Geburt des ersten Kindes [[1848]]. Diese Tochter, [[Franziska Schlegel|Franziska "Fanni" Schlegel]] (* [[1848]]; † [[1905]]), heiratet [[1872]] in der [[Stadt Salzburg]] den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den oben genannten Dr. Franz Xaver Spängler. Ein großer Teil des Briefwechsels spiegelt die besonders enge Beziehung zwischen Großmutter "Fanny" und Enkelkind "Fanni".<ref>Trotz unterschiedlicher Schreibweise in den Briefen vereinheitliche ich [O. H.] zu Großmutter "Fanny" [Kobler] und Enkelin "Fanni" [Schlegel-Spängler].</ref>
Die Briefe sind zum Teil übertragen, zum Teil zusammenfassend registriert; eine genauere Auswertung steht noch aus. Die ältesten Briefe stammen aus der Beziehung zwischen [[Franziska Kobler|Franziska "Fanny" Kobler]] (* [[1796]]; † [[1886]]) und Franz ''Francesco'' Castelli (* 1796; † [[1832]]). Deren Tochter [[Zäzilia Amalia Kobler]] wird [[1821]] geboren und heiratet [[1846]] [[Richard Franz Schlegel]], stirbt aber bei der Geburt des ersten Kindes [[1848]]. Diese Tochter, [[Franziska Schlegel|Franziska "Fanni" Schlegel]] (* [[1848]]; † [[1905]]), heiratet [[1872]] in der [[Stadt Salzburg]] den späteren Oberlandesgerichtsrat in Krems, den oben genannten Dr. Franz Xaver Spängler. Ein großer Teil des Briefwechsels spiegelt die besonders enge Beziehung zwischen Großmutter "Fanny" und Enkelkind "Fanni".<ref>Trotz unterschiedlicher Schreibweise in den Briefen vereinheitliche ich, [[Otto Holzapfel]], zu Großmutter "Fanny" [Kobler] und Enkelin "Fanni" [Schlegel-Spängler].</ref>


== 1860 ==
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Briefe 1860 ff. an Nr. 18 Franz II. Xaver Gregor Spängler = Briefe (rot verschnürt, nicht gelesen) von (vor allem) Freunden und (einigen) Verwandten (die meisten Namen sind für mich leider unlesbar = XX; ich habe die Briefe nur chronologisch geordnet, zusammengebunden waren sie bereits: Ort/Datum/Absender) an Nr. 18 Franz Spängler: 27. 10. 1860 Julius PlazXXy [Julius Ritter von Plazer]; Aschermittwoch 1862 Cousine Therese [v. Lürzer?]; 19. 5. 1862 Freund Jul. PlazXX [Julius Ritter von Plazer]; Innsbruck 14. 6. 1862; Salzburg 13. 12. 1868 Freund KoXX; Ried 2. 2. 1869 Otto Dunkler; mit Umschlag Gesangsfest August 1869 in Salzburg, Einladung dazu und Programm; 30. 6. 1870 Freund Al. KXX; Lainz 14. 9. 1871 Freund Fr. Fenzl; Wien 24. 9. 1871 Cousin und Cousine Vinzenz und Josefine A. [Arrigler?]; Innsbruck 1. 10. 1871 Vetter Adolf; Zara 13. 10. 1871 Vetter LoXX; Salzburg 1. 12. 1871 Anna Lanser; Wien 12. 4. 1872 Freund Kaserer; Mödling 12. 4. 1872; mit Umschlag Salzburg 10. 10. 1872 Wappensiegel Weiß (?); Wien 27. 9. 1874.  
Briefe 1860 ff. an Nr. 18 Franz II. Xaver Gregor Spängler = Briefe (rot verschnürt, nicht gelesen) von (vor allem) Freunden und (einigen) Verwandten (die meisten Namen sind für mich leider unlesbar = XX; ich habe die Briefe nur chronologisch geordnet, zusammengebunden waren sie bereits: Ort/Datum/Absender) an Nr. 18 Franz Spängler: 27. 10. 1860 Julius PlazXXy [Julius Ritter von Plazer]; Aschermittwoch 1862 Cousine Therese [v. Lürzer?]; 19. 5. 1862 Freund Jul. PlazXX [Julius Ritter von Plazer]; Innsbruck 14. 6. 1862; Salzburg 13. 12. 1868 Freund KoXX; Ried 2. 2. 1869 Otto Dunkler; mit Umschlag Gesangsfest August 1869 in Salzburg, Einladung dazu und Programm; 30. 6. 1870 Freund Al. KXX; Lainz 14. 9. 1871 Freund Fr. Fenzl; Wien 24. 9. 1871 Cousin und Cousine Vinzenz und Josefine A. [Arrigler?]; Innsbruck 1. 10. 1871 Vetter Adolf; Zara 13. 10. 1871 Vetter LoXX; Salzburg 1. 12. 1871 Anna Lanser; Wien 12. 4. 1872 Freund Kaserer; Mödling 12. 4. 1872; mit Umschlag Salzburg 10. 10. 1872 Wappensiegel Weiß (?); Wien 27. 9. 1874.  


Bei diesen Briefen wurden bei den anderen Jahreszahlen keine Verweise geschrieben. - Ohne Ort und Datum. - ["1"] Briefumschlag (Stempel Salzburg 20. 2. XX) "Sr. Wohlgeboren Herrn Dr. Franz Xaver Späng[ler] k.k. Landesgerichts Auskultant zu Salzburg." [Briefmarke herausgeschnitten] mit mehreren Briefen von Rudolf Handel = Freising 17. 9. 1865 Verehrtester Freund... Ihr aufrichtig ergebener Rudolf Handel; Linz 30. 3. 1866 (1,5 Bogen); Linz 19 .4. 1866 Lieber Dr. Spängler... Ihr ergebener Rudolf Ha[ndel]; 19. 6. 1866 Verehrtester Freund...; Freising 26. 10. 1866 Verehrter Freund... Ihr ergebener Frd Rudolf Ha[ndel]; Linz 10.12.1866 Lieber Doktor Spängler... (1,5 Bogen); o. O. u. J. Verehrter Freund.... – ["2"] Briefumschlag (Stempel Salzburg 19. 1. XX; rotes Siegel) "Sr. Wohlgeboren Herrn Franz Xaver Spängler der Rechte Doktor, und k.k. Landesgerichts Auskultant zu Salzburg." [Briefmarke herausgeschnitten] mit mehreren Briefen von Rudolf Handel = Linz 14. 7. o. J. Verehrtester Freund...; 20. 2. 1867 Mein verehrter Freund...; Linz 4. 3. 1867 Verehrter Freund... Ihr ergebener Rudolf Handel; Linz 21. 4. 1867; 5. 7. 1867 Lieber Freund... Ihr aufrichtiger Rudolf Ha; Freising 30. 10. ohne Jahr; Linz 17. 6. 1868.
Bei diesen Briefen wurden bei den anderen Jahreszahlen keine Verweise geschrieben. - Ohne Ort und Datum. - ["1"] Briefumschlag (Stempel Salzburg 20. 2. XX) "Sr. Wohlgeboren Herrn Dr. Franz Xaver Späng[ler] k.k. Landesgerichts Auskultant zu Salzburg." [Briefmarke herausgeschnitten] mit mehreren Briefen von Rudolf #Handel = Freising 17. 9. 1865 Verehrtester Freund... Ihr aufrichtig ergebener Rudolf Handel; Linz 30. 3. 1866 (1,5 Bogen); Linz 19 .4. 1866 Lieber Dr. Spängler... Ihr ergebener Rudolf Ha[ndel]; 19. 6. 1866 Verehrtester Freund...; Freising 26. 10. 1866 Verehrter Freund... Ihr ergebener Frd Rudolf Ha[ndel]; Linz 10.12.1866 Lieber Doktor Spängler... (1,5 Bogen); o. O. u. J. Verehrter Freund.... – ["2"] Briefumschlag (Stempel Salzburg 19. 1. XX; rotes Siegel) "Sr. Wohlgeboren Herrn Franz Xaver Spängler der Rechte Doktor, und k.k. Landesgerichts Auskultant zu Salzburg." [Briefmarke herausgeschnitten] mit mehreren Briefen von Rudolf Handel = Linz 14. 7. o. J. Verehrtester Freund...; 20. 2. 1867 Mein verehrter Freund...; Linz 4. 3. 1867 Verehrter Freund... Ihr ergebener Rudolf Handel; Linz 21. 4. 1867; 5. 7. 1867 Lieber Freund... Ihr aufrichtiger Rudolf Ha; Freising 30. 10. ohne Jahr; Linz 17. 6. 1868.


["3"] Briefumschlag (Briefmarke mit Stempel herausgeschnitten) Herrn Dr. Franz Xaver Spängler k.k. Landesger[.] Auskultant Wohlgeboren Salzburg." [Briefmarke herausgeschnitten] mit mehreren Briefen von Rudolf Handel = o. O. u. J. ...Ihr ergebener Rolf Han; mit Trauerrand 5. 1. 1870 ...Ihr ergebener Freund Rolf Han; 14. 1. 1870 Lieber Doktor...; Linz 19. 1. 1870 blaues Papier, "Herrn Baron Seiller zur Einsicht."; 31. 12. 1870; beigelegt gedruckte, kleine "Einladung zum Abiturienten-Valete im [[St. Joseph (Gutshof)|Kaserer-Hof]] am 5. August 1858".  
["3"] Briefumschlag (Briefmarke mit Stempel herausgeschnitten) Herrn Dr. Franz Xaver Spängler k.k. Landesger[.] Auskultant Wohlgeboren Salzburg." [Briefmarke herausgeschnitten] mit mehreren Briefen von Rudolf Handel = o. O. u. J. ...Ihr ergebener Rolf Han; mit Trauerrand 5. 1. 1870 ...Ihr ergebener Freund Rolf Han; 14. 1. 1870 Lieber Doktor...; Linz 19. 1. 1870 blaues Papier, "Herrn Baron Seiller zur Einsicht."; 31. 12. 1870; beigelegt gedruckte, kleine "Einladung zum Abiturienten-Valete im [[St. Joseph (Gutshof)|Kaserer-Hof]] am 5. August 1858".  


Bei den Handel-Briefen wurde nur ein Verweis bei 1865 geschrieben ["mehrere Briefe 1865 bis 1870"]. Über Handel habe ich bisher nichts gefunden. - Bei den Stammbuchblättern für Nr. 18 Franz Spängler = Julius Ritter von #Plazer.
Bei den Handel-Briefen wurde nur ein Verweis bei 1865 geschrieben ["mehrere Briefe 1865 bis 1870"]. Über Handel habe ich bisher nichts Näheres gefunden. Vgl. im blauen Umschlag Telegramm, aufgegeben in Linz am 15. September 1871: ''Herrn Dr. Franz Spängler // Salzburg // Mit freudiger Überraschung die herzlichsten Glückwünsche'' [zur Verlobung] ''Handel.''
 
Bei den Stammbuchblättern für Nr. 18 Franz Spängler = Julius Ritter von #Plazer.


== 1861 ==
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Es steht "gedeilich" für "gedeihlich", "Wärtherin" für "Wärterin", "Mahl" für "Mal" ("zum 3 te[n] Mahl" (das n in -ten fällt praktisch immer weg). An anderen Stellen (in den folgenden Briefen) schreibt sie u. a. "geschmählert", "theuer", "Banhof", "Thee", "Urtheil", "Leuthe", "bethen" usw. Das Dehnungs-h ist gewöhnliche Schreibweise der Zeit, allerdings nicht an allen Stellen, wo die Schreiberin es setzt (z. B. "gefählt" für "gefällt"). – "Otto Sattlerischen" steht für "Otto Sattler", d. h. Otto aus der Familie der Sattler[ischen]. Schwierig ist die Übertragung von Eigennamen, weil z. B. in einer möglichen Folge von e und n, ja sogar manchmal einschließlich a, o, u und r [!] die Schreiberin einfache "nnn" verwendert, z. B. "nnnndlich" für "unendlich" (auch ohne u-Bogen). Selbst in kürzeren Wörtern sind "a" und "e" oft nicht zu unterscheiden. Ob es "fast" oder "fest" heißen muss, versuche ich aus dem Zusammenhang zu entscheiden. "Onkl" am Schluss des Briefes vom 25. und 26. Mai 1861 belasse ich; an vielen Stellen vermute ich einen Anklang an den Dialekt.
Es steht "gedeilich" für "gedeihlich", "Wärtherin" für "Wärterin", "Mahl" für "Mal" ("zum 3 te[n] Mahl" (das n in -ten fällt praktisch immer weg). An anderen Stellen (in den folgenden Briefen) schreibt sie u. a. "geschmählert", "theuer", "Banhof", "Thee", "Urtheil", "Leuthe", "bethen" usw. Das Dehnungs-h ist gewöhnliche Schreibweise der Zeit, allerdings nicht an allen Stellen, wo die Schreiberin es setzt (z. B. "gefählt" für "gefällt"). – "Otto Sattlerischen" steht für "Otto Sattler", d. h. Otto aus der Familie der Sattler[ischen]. Schwierig ist die Übertragung von Eigennamen, weil z. B. in einer möglichen Folge von e und n, ja sogar manchmal einschließlich a, o, u und r [!] die Schreiberin einfache "nnn" verwendert, z. B. "nnnndlich" für "unendlich" (auch ohne u-Bogen). Selbst in kürzeren Wörtern sind "a" und "e" oft nicht zu unterscheiden. Ob es "fast" oder "fest" heißen muss, versuche ich aus dem Zusammenhang zu entscheiden. "Onkl" am Schluss des Briefes vom 25. und 26. Mai 1861 belasse ich; an vielen Stellen vermute ich einen Anklang an den Dialekt.
[[Datei:Brief vom 14. April 1861, Seite 1.JPG|thumb|Brief vom 14. April 1861, Seite 1]]
[[Datei:Brief vom 14. April 1861, Seite 1.JPG|thumb|Brief vom 14. April 1861, Seite 1]]
Problematisch wird es für jemand, der keine bzw. kaum Kenntnis von Salzburger Lokalitäten hat, und so ist etwa "Peterennental" im Brief vom 14. April 1861<ref> Im Brief vom 24. Mai 1861 sieht das Wort etwas anders aus: "Peterennenberl".</ref> , erste Seite unten, für mich nur mit Fragezeichen lesbar (wenn jemand die Lösung kennt, korrigiere ich gern). Soweit nur diese erste Seite dieses Briefes, die m. E. nur scheinbar "leicht lesbar" ist (man vergleiche dazu das Foto "Brief vom 14. April 1861, Seite 1"). – Auch an weiteren Stellen in diesem Brief (und in anderen, folgenden Briefen) versuche ist buchstabengetreu zu übertragen. Selten meine ich durch einen Buchstaben in eckigen Klammern verdeutlichen zu müssen, dass es nicht mein Tippfehler ist, sondern die Schreiberin auf diesen Buchstaben tatsächlich "verzichtet". Ab und zu muss ich einen Buchstaben ergänzen, der offenbar aus Flüchtigkeit fehlt, z. B. "Donner[s]bach" im Brief vom 25. und 26. Mai 1861.
Problematisch wird es für jemand, der keine bzw. kaum Kenntnis von Salzburger Lokalitäten hat, und so ist etwa "Peterennental" im Brief vom 14. April 1861<ref> Im Brief vom 24. Mai 1861 sieht das Wort etwas anders aus: "Peterennenberl".</ref> , erste Seite unten, für mich nur mit Fragezeichen lesbar (wenn jemand die Lösung kennt, korrigiere ich gern). Soweit nur diese erste Seite dieses Briefes, die m. E. nur scheinbar "leicht lesbar" ist (man vergleiche dazu das Foto "Brief vom 14. April 1861, Seite 1"). – Auch an weiteren Stellen in diesem Brief (und in anderen, folgenden Briefen) versuche ich buchstabengetreu zu übertragen. Selten meine ich durch einen Buchstaben in eckigen Klammern verdeutlichen zu müssen, dass es nicht mein Tippfehler ist, sondern die Schreiberin auf diesen Buchstaben tatsächlich "verzichtet". Ab und zu muss ich einen Buchstaben ergänzen, der offenbar aus Flüchtigkeit fehlt, z. B. "Donner[s]bach" im Brief vom 25. und 26. Mai 1861.


Im Brief vom 21. April 1861 schreibt sie auf Seite 1, zweite Zeile, "Glükswunsch" (und so durchgehend in all ihren Briefen), ohne "c", aber mit einem Schluss-s im Wort. Da das Wort nicht getrennt geschrieben ist, markiere ich das nicht. An der gleichen Stelle, eine Zeile weiter, schreibt sie "Geburtstag" wiederum mit einem Schluss-s, ebenfalls zusammengeschrieben. Im Brief vom 22. Juni 1861 belasse ich jedoch ein "Glü[c]ks wünsche", weil einerseits nach dem Schluss-s ein deutlicher Abstand ist, andererseits ein winziger Haken vor dem "k" ein "ck" markieren könnte. (Konsequente Übertragung ist das nicht immer, und das mögliche Häkchen vor dem k ist ein generelles Problem in allen Briefen, auch in den Briefen anderer.) Oben vermerkt ist, dass sie durchgehend "das" für "daß" (d. h. nach Komma, Bedeutung: "welches") schreibt, in anderen Wörtern verwendet sie jedoch durchgehend "ß": "fleißig", "gewiß", "beßer", "Außsehen", "Genuß", "läßt", "grüßen", "außgebreitet" und so weiter. Sie verwendet allerdings auch ss in z. B. "lassen", kann jedoch "dies" auch mit einem Schluss-s schreiben. Getrennt belasse ich im Brief vom 25. und 26. Mai 1861 (auf der dritten Seite) "Oberlandes gerichts rath", weil nach den beiden Schluss-s ein deutlicher Abstand besteht.
Im Brief vom 21. April 1861 schreibt sie auf Seite 1, zweite Zeile, "Glükswunsch" (und so durchgehend in all ihren Briefen), ohne "c", aber mit einem Schluss-s im Wort. Da das Wort nicht getrennt geschrieben ist, markiere ich das nicht. An der gleichen Stelle, eine Zeile weiter, schreibt sie "Geburtstag" wiederum mit einem Schluss-s, ebenfalls zusammengeschrieben. Im Brief vom 22. Juni 1861 belasse ich jedoch ein "Glü[c]ks wünsche", weil einerseits nach dem Schluss-s ein deutlicher Abstand ist, andererseits ein winziger Haken vor dem "k" ein "ck" markieren könnte. (Konsequente Übertragung ist das nicht immer, und das mögliche Häkchen vor dem k ist ein generelles Problem in allen Briefen, auch in den Briefen anderer.) Oben vermerkt ist, dass sie durchgehend "das" für "daß" (d. h. nach Komma, Bedeutung: "welches") schreibt, in anderen Wörtern verwendet sie jedoch durchgehend "ß": "fleißig", "gewiß", "beßer", "Außsehen", "Genuß", "läßt", "grüßen", "außgebreitet" und so weiter. Sie verwendet allerdings auch ss in z. B. "lassen", kann jedoch "dies" auch mit einem Schluss-s schreiben. Getrennt belasse ich im Brief vom 25. und 26. Mai 1861 (auf der dritten Seite) "Oberlandes gerichts rath", weil nach den beiden Schluss-s ein deutlicher Abstand besteht.
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[[Datei:Deutsche Schrift um 1861.JPG|thumb|Deutsche Schrift um 1861]]
[[Datei:Deutsche Schrift um 1861.JPG|thumb|Deutsche Schrift um 1861]]
Genau wie bei den Söhnen Franz und Otto (und in den Briefen anderer) ist bei "d" nicht (oder kaum) zu unterscheiden, ob es als Groß- oder Kleinbuchstabe gedacht ist (so auch vielfach bei b und f, vgl. Fußnote zum Brief vom 1. Jänner 1862). Darauf wird in den Fußnoten zu anderen Briefen mehrfach hingewiesen; ich übertrage sinngemäß. – Sie will einen Brief "Siglen" für "siegeln" (Brief vom 25. und 26. Mai, Anfang eines beiliegenden Blattes); das belasse ich. Und es folgt das "Gewölb". Auch hier kann man wohl Mundart-Anklang vermuten. Sie schreibt "Lebensmitl" (mit Schluss-s, aber zusammengeschrieben). Die Groß- und Kleinbuchstaben sind ein generelles Problem. Sie schreibt in der Regel "Abends" (Brief vom 24. Mai 1861, erste Seite, oben) und an gleicher Stelle "Morgen" für "morgen". Es geht ihm "beßer Gottlob" (mit großem G) u. ä. Manchmal ist das "g" so klein, dass ich "gottlob" übertrage. Auch schreibt sie, dass jemand "kranck" ist, aber auch "er ist Kranck" und etwa "sterbfälle" u. ä. – Wie sie ihre Großbuchstaben formt, sieht man an meinem beigefügten Versuch einer Darstellung "deutsche Schrift um 1861", die vielleicht eine Schulschrift aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist). Das ist für mich selbst hilfreich. Neben dem Großbuchstaben ist manchmal eine Variante vermerkt. Natürlich ist der Schriftzug einer fließenden Schreibschrift entsprechend eher nach rechts geneigt.
Genau wie bei den Söhnen Franz und Otto (und in den Briefen anderer) ist bei "d" nicht (oder kaum) zu unterscheiden, ob es als Groß- oder Kleinbuchstabe gedacht ist (so auch vielfach bei b und f, vgl. Fußnote zum Brief vom 1. Jänner 1862). Darauf wird in den Fußnoten zu anderen Briefen mehrfach hingewiesen; ich übertrage sinngemäß. – Sie will einen Brief "Siglen" für "siegeln" (Brief vom 25. und 26. Mai, Anfang eines beiliegenden Blattes); das belasse ich. Und es folgt das "Gewölb". Auch hier kann man wohl Mundart-Anklang vermuten. Sie schreibt "Lebensmitl" (mit Schluss-s, aber zusammengeschrieben). Die Groß- und Kleinbuchstaben sind ein generelles Problem. Sie schreibt in der Regel "Abends" (Brief vom 24. Mai 1861, erste Seite, oben) und an gleicher Stelle "Morgen" für "morgen". Es geht ihm "beßer Gottlob" (mit großem G) u. ä. Manchmal ist das "g" so klein, dass ich "gottlob" übertrage. Auch schreibt sie, dass jemand "kranck" ist, aber auch "er ist Kranck" und etwa "sterbfälle" u. ä. – Wie sie ihre Großbuchstaben formt, sieht man an meinem beigefügten Versuch einer Darstellung "deutsche Schrift um 1861", die vielleicht eine Schulschrift aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist). Das ist für mich selbst hilfreich. Neben dem Großbuchstaben ist manchmal eine Variante vermerkt. Natürlich ist der Schriftzug einer fließenden Schreibschrift entsprechend eher nach rechts geneigt.
Es wäre reizvoll (aber von mir, [[Otto Holzapfel]], nicht zu leisten), die Entwicklung der Schriftform weiterzuverfolgen bis nach der Jahrhundertwende; ab 1911 wird sie normiert. Ein Vergleich ergäbe sich mit der Schulschrift, wie sie zum Brief vom 9. April 1890 skizziert wird.
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==== Brief vom 25. und 26. Mai 1861 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
==== Brief vom 25. und 26. Mai 1861 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
Brief von der Mutter [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] und Otto Spängler in Wien. Ein Bogen und ein Blatt ohne Umschlag; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [?] = unsichere Lesung; XX = unleserlich; Leseabsätze eingefügt:<br />
Brief von der Mutter [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] und Otto Spängler in Wien. Ein Bogen und ein Blatt ohne Umschlag; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [?] = unsichere Lesung; XX = unleserlich; Leseabsätze eingefügt:<br />
''Salzburg den 25/5 [18]61 // Meine inigst geliebten Theuren! // Gestern war ich bey Herrn Prälaten und brachte ihm das kleine Paketl mit Briefen und Thee, ich ging auch zu Frau von Dreßler es ihr zu sagen, allein sie bekamm einen Antrag von HeXX Sattler werden schreiben, sie bittet auch beiliegenden Brief an Hitzgeren'' [?] ''so bald als möglich in die Stadtpost zu übergeben weil am Dinstag sein Nammenstag ist. Eben so glaube ich auch das Herrn v Fenzl und Wilhelm Nammenstag ist, ich bitte mich freundlichst zu entrichten bey beiden für den Herrn werde ich ein'' [latein. Schrift:] ''Billet senden. Die Schaup welche sich ganz leidlich befindet, läßt Euch recht herzlich grüßen, sie freut sich schon auf Euch. Wißt Ihr schon, das der Kratochwill 2 ter Magißratsrath geworden ist, mit 1000 Gulden, ich meinte er dürfte schon zufrieden sein, er beantragte freulich die Erste. Der Herr Prälat, sagte zu mir das der Herr Prälat von Michlbeuern zu ihm gekommen, und hat ihn beredet, noch den selben Tag abzureisen, wo er dan / auch sogleich einwilligte, und sie fuhren dan sogleich um ½ 8 Uhr am Banhof<ref>Sie schreibt "Banhof"; an anderen Stellen füge ich [O. H.] zuweilen einen Buchstaben in eckigen Klammern ein, um zu verdeutlichen, dass es nicht mein Tippfehler ist.</ref>. Er sagte, ihr habt es nun einzubringen einmal nach Donner[s]bach zu gehen.''
''Salzburg den 25/5 [18]61 // Meine inigst geliebten Theuren! // Gestern war ich bey Herrn Prälaten und brachte ihm das kleine Paketl mit Briefen und Thee, ich ging auch zu Frau von Dreßler es ihr zu sagen, allein sie bekamm einen Antrag von HeXX Sattler werden schreiben, sie bittet auch beiliegenden Brief an Hitzgeren'' [?] ''so bald als möglich in die Stadtpost zu übergeben weil am Dinstag sein Nammenstag ist. Eben so glaube ich auch das Herrn v Fenzl und Wilhelm Nammenstag ist, ich bitte mich freundlichst zu entrichten bey beiden für den Herrn werde ich ein'' [latein. Schrift:] ''Billet senden. Die Schaup welche sich ganz leidlich befindet, läßt Euch recht herzlich grüßen, sie freut sich schon auf Euch. Wißt Ihr schon, das der Kratochwill 2 ter Magißratsrath geworden ist, mit 1000 Gulden, ich meinte er dürfte schon zufrieden sein, er beantragte freulich die Erste. Der Herr Prälat, sagte zu mir das der Herr Prälat von Michlbeuern zu ihm gekommen, und hat ihn beredet, noch den selben Tag abzureisen, wo er dan / auch sogleich einwilligte, und sie fuhren dan sogleich um ½ 8 Uhr am Banhof<ref>Sie schreibt "Banhof"; an anderen Stellen füge ich, [[Otto Holzapfel]], zuweilen einen Buchstaben in eckigen Klammern ein, um zu verdeutlichen, dass es nicht mein Tippfehler ist.</ref>. Er sagte, ihr habt es nun einzubringen einmal nach Donner[s]bach zu gehen.''


''Lieber Otto ich bitte dich vergeße es ja nicht dir Often im Lawonar'' [Lavoir] ''die Füße zu waschen, damit, durch die Unreinlichkeit kein übler geruch im Zimmer entsteht, und gieb ja die Sokl alle Wochen in die Wasch, damit selbe nicht durch das lange liegen im Schweiß mürbe werden. Gestern sagte mir die Frau von Dreßler das'' [latein. Schrift:] ''Cosserin sich den Thee bey Frau von Fenzl nehme welcher so gütig ist ihm immer 2 Loth zu geben, das Loth a 16 Xe[r]'' [Kreuzer] '', und ich muß selben hier 18 bezahlen, da werde ich wohl Euch bitten mir unten'' [in Wien] ''etwa vor den Herauf gehen ¼ M'' [Pfundzeichen] ''zu kaufen und herauf zu nehmen, den ich habe meinen fast allen hergegeben. Heute ist der 26 te wo ich diesen Brief beende Gestern war ich bey Schmelzing, wo er mir sagte das Franz Spängler<ref>unklar, wer damit gemeint ist</ref> ganz gute Noten bekam, ich glaube ich glaube'' [!] ''mit sehr guten Kentnißen. aber hier sind sie ihm alle nicht geneigt, durch sein unvorsichtiges vorlautes Urtheil, besonders hat es / sie alle sehr verdroßen das er sich zu Herrn v Kettenwandl'' [?] ''verlautete, es wird es von allen hiesigen keiner zum Oberlandesgerichtsrath bringen außer höchstens der Herr v Mathes, es ist doch grob etwas solches zu sagen der Herr Landes gerichts rath sagte ich möchte es Euch schreiben Ihr werdet Euch gewiß darüber entsetzen. Den Guttenberg lade ich am fronleich mans tag ein weil es mir heute mit den Leuthen nicht recht auß ging. O meine lieben Kinder ich denke höchstens noch 8 bis 9. Sontag und es ist doch wider einer'' [Otto] ''hier, wie werde ich mich freuen. Lebt recht wohl meine inigst geliebten ich bethe schon recht fleißig für Euch bethet auch Ihr für mich. // Für den Rock bekamm man nicht mehr als 2 fl'' [Gulden] ''und für die Schuhe 25 N xr'' [Kreuzer] '' – jener wenigstens ist es weg und es dürfen den Rock doch die Schaben nicht freßen. Bey Spängler geht es dem Onkl gut Mit iniger Liebe // Eure // treue Mutter // Spángler. /''  
''Lieber Otto ich bitte dich vergeße es ja nicht dir Often im Lawonar'' [Lavoir] ''die Füße zu waschen, damit, durch die Unreinlichkeit kein übler geruch im Zimmer entsteht, und gieb ja die Sokl alle Wochen in die Wasch, damit selbe nicht durch das lange liegen im Schweiß mürbe werden. Gestern sagte mir die Frau von Dreßler das'' [latein. Schrift:] ''Cosserin sich den Thee bey Frau von Fenzl nehme welcher so gütig ist ihm immer 2 Loth zu geben, das Loth a 16 Xe[r]'' [Kreuzer] '', und ich muß selben hier 18 bezahlen, da werde ich wohl Euch bitten mir unten'' [in Wien] ''etwa vor den Herauf gehen ¼ M'' [Pfundzeichen] ''zu kaufen und herauf zu nehmen, den ich habe meinen fast allen hergegeben. Heute ist der 26 te wo ich diesen Brief beende Gestern war ich bey Schmelzing, wo er mir sagte das Franz Spängler<ref>unklar, wer damit gemeint ist</ref> ganz gute Noten bekam, ich glaube ich glaube'' [!] ''mit sehr guten Kentnißen. aber hier sind sie ihm alle nicht geneigt, durch sein unvorsichtiges vorlautes Urtheil, besonders hat es / sie alle sehr verdroßen das er sich zu Herrn v Kettenwandl'' [?] ''verlautete, es wird es von allen hiesigen keiner zum Oberlandesgerichtsrath bringen außer höchstens der Herr v Mathes, es ist doch grob etwas solches zu sagen der Herr Landes gerichts rath sagte ich möchte es Euch schreiben Ihr werdet Euch gewiß darüber entsetzen. Den Guttenberg lade ich am fronleich mans tag ein weil es mir heute mit den Leuthen nicht recht auß ging. O meine lieben Kinder ich denke höchstens noch 8 bis 9. Sontag und es ist doch wider einer'' [Otto] ''hier, wie werde ich mich freuen. Lebt recht wohl meine inigst geliebten ich bethe schon recht fleißig für Euch bethet auch Ihr für mich. // Für den Rock bekamm man nicht mehr als 2 fl'' [Gulden] ''und für die Schuhe 25 N xr'' [Kreuzer] '' – jener wenigstens ist es weg und es dürfen den Rock doch die Schaben nicht freßen. Bey Spängler geht es dem Onkl gut Mit iniger Liebe // Eure // treue Mutter // Spángler. /''  
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==== Brief vom 6. Juli 1861 von Franz Zeller ====
==== Brief vom 6. Juli 1861 von Franz Zeller ====
Brief von [[Franz Zeller (Kaufmann)]]; ein Bogen mit Prägedruck "Andre Hofer Salzburg"<ref>[[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik]]</ref>; Datierung unsicher, könnte auch 1867 sein; / = Seitenwechsel; X = unleserlich; // = Absatz<ref>Die Groß- und Kleinschreibung von b und B, d und D, f und F ist heutigen Regeln angepasst.</ref>:<br />
Brief von [[Franz Zeller (Kaufmann)]]; ein Bogen mit Prägedruck "Andre Hofer Salzburg"<ref>[[Andre-Hofer-Feigenkaffeefabrik]]</ref>; Datierung unsicher, könnte auch 1867 sein; / = Seitenwechsel; X = unleserlich; // = Absatz<ref>Die Groß- und Kleinschreibung von b und B, d und D, f und F ist heutigen Regeln angepasst.</ref>:<br />
''Salzburg d 6 July 186X // Euer Wohlgeboren. // Bisher hat mich die Sorge u. Unruhe um meine Frau nicht dazu kommen laßen, nun aber doch etwas beruhigendere Berichte einlaufen, sey es meine erste Pflicht, Ihnen für Ihre aufopfernde Freundlichkeit u. für Ihren Schutz meiner schwer kranken Frau u. unserer Kinder meinen wärmsten tiefgefühlten Dank auszusprechen. Möge der Himmel Ihnen lohnen, was Sie für meine Familie in dieser Bedrängnis gethan, und genehmigen Sie die Versicherung meiner / ausgezeichneten Hochachtung u. Wertschätzung // dero // ergebenster // Franz Zeller.''<ref>Die Familie Zeller taucht in dem Briefwechsel sehr häufig auf; vgl. Brief vom 24. September 1846 (Amalie Schlegel) und folgende Briefe, auch um 1861 (Otto Spängler) und ff. bis Ende der 1870er Jahre. Auf welche Situation sich der vorliegenden Brief bezieht, ist ungeklärt.</ref>
''Salzburg d 6 July 186X // Euer Wohlgeboren. // Bisher hat mich die Sorge u. Unruhe um meine Frau nicht dazu kommen laßen, nun aber doch etwas beruhigendere Berichte einlaufen, sey es meine erste Pflicht, Ihnen für Ihre aufopfernde Freundlichkeit u. für Ihren Schutz meiner schwer kranken Frau u. unserer Kinder meinen wärmsten tiefgefühlten Dank auszusprechen. Möge der Himmel Ihnen lohnen, was Sie für meine Familie in dieser Bedrängnis gethan, und genehmigen Sie die Versicherung meiner / ausgezeichneten Hochachtung u. Wertschätzung // dero // ergebenster // Franz Zeller.''<ref>Die [[Zeller (Familie)]] taucht in dem Briefwechsel sehr häufig auf; vgl. Brief vom 24. September 1846 (Amalie Schlegel) und folgende Briefe, auch um 1861 (Otto Spängler) und ff. bis Ende der 1870er Jahre. Auf welche Situation sich der vorliegenden Brief bezieht, ist ungeklärt.</ref>
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==== Planskizze zur Stadterweiterung 1861 ====
==== Planskizze zur Stadterweiterung 1861 ====
Plan-Skizze zur Erweiterung der Stadt Salzburg (Abbildungen siehe oben). Entworfen von Architekt Rud. Bayer; angenommen vom Stadterweiterungskomitee am 30. November 1861.<ref>Vgl. dazu den davorstehenden Sonderdruck "Randglossen" 30. November 1861; aus diesem Bericht ergeben sich auch manche Ergänzungen hier; vgl. dazu die [[Geschichte der Stadt Salzburg]] / Die Stadterweiterung der Günderzeit; vgl. auch [[Salzburger Stadtteil]] [[Neustadt]]</ref> Farbdruck: N. Kränzl, Salzburg; Format 34 x 27,5 cm. Aus dem Besitz von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]. Handschriftliche Anmerkungen am Rand; [Ergänzungen]; [?] fragliche Stelle, für mich [O. H.] unleserlich; {heutige Entsprechungen und Hinweise}; die handschriftliche Nummerierung beginnt am Ende der [[Linzergasse]] neben dem geplanten "Exercier- und Dult-Platz" D und setzt sich von dort nach Westen in Richtung Bahnhof fort:<br />
Plan-Skizze zur Erweiterung der Stadt Salzburg (Abbildungen siehe oben). Entworfen von Architekt Rud. Bayer; angenommen vom Stadterweiterungskomitee am 30. November 1861.<ref>Vgl. dazu den davorstehenden Sonderdruck "Randglossen" 30. November 1861; aus diesem Bericht ergeben sich auch manche Ergänzungen hier; vgl. dazu die [[Geschichte der Stadt Salzburg]] / Die Stadterweiterung der Günderzeit; vgl. auch [[Salzburger Stadtteil]] [[Neustadt]]</ref> Farbdruck: N. Kränzl, Salzburg; Format 34 x 27,5 cm. Aus dem Besitz von [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]. Handschriftliche Anmerkungen am Rand; [Ergänzungen]; [?] fragliche Stelle, für mich, [[Otto Holzapfel]], unleserlich; {heutige Entsprechungen und Hinweise}; die handschriftliche Nummerierung beginnt am Ende der [[Linzergasse]] neben dem geplanten "Exercier- und Dult-Platz" D und setzt sich von dort nach Westen in Richtung Bahnhof fort:<br />
''Plan-Skizze zur Erweiterung der Stadt Salzburg'' […] ''Nach Pezolts Randglossen sollen die neuen Straßen, Plä[t]ze und Höfe folgende Namen erhalten: 1 Rupertusstraße'' {Verlängerung der Linzergasse} ''/ 2 Museumsstraße'' {Wolf-Dietrich-Straße; vgl. 14} ''/ 3 XXXstr. [?]<ref>Für die bisher nicht lesbare Bezeichnung von Nr. 3 im Stadtplan gibt es jetzt einen interessanten Vorschlag. Die Zahl "3" steht (wie die anderen Eintragungen handschriftlich) oberhalb des "D" und der 1 "Rupertusstraße (Verlängerung der Linzergasse)" und weiter unten zweimal an den Parkanlagen als Allee weitergeführt bis Nr. "15". Ich [O. H.] versuche jetzt eine Lesung "Circusstr.", wobei das "c" über einem anderen Buchstaben korrigiert scheint. [[Walter Schlegel]] schreibt mir dazu im März 2025 u. a.: ''Auf älteren Stadtplänen von Salzburg, aus etwa der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ist der rund um den Basteiengürtel führende Weg öfters als "Circumvallations Straße" bezeichnet. Das könnte bedeuten, dass die uns unleserliche Nr. 3 in Pezolts Straßenliste am Rand neben dem neuen Stadtentwicklungsplan "Circonstr." heißen könnte […] Es ist ja zusätzlich auffallend, dass dieser gekurvte Fahrweg aus dem Altbestand exakt in den Neubauplan übernommen wird.''</ref> / 4 Bürgerspitalstr. / 5. [[Schrannengasse (Stadt Salzburg)|Schrannengasse]]. / 6 Schrannenpla[t]z'' {mit nahem Bahnanschluss; nicht ausgeführt, vgl. 28} ''/ 7 [[Bahnhofstraße (Stadt Salzburg)|Bahnhofstr]]. / 8 u. 9. [[Gurkerhof|Gurker]]- u. [[Lavanterhof|Lavanter.hof]].<ref>nicht ausgeführt und nicht identisch mit dem [[Gurkerhof]] und dem [[Lavanterhof]] in der Kaigasse</ref> / 10, 11, 12. Waginger- Teisendorfer- Windischmatreyer-Hof.'' {Pezolt malte um 1849 "Windischmatrey gegen den Tauern"} ''/ 13 Sekkauerhof. / 14 [[Wolf-Dietrich-Straße|Wolfdietrichstr]].'' {[[Schwarzstraße]], vgl. 2} ''/ 15 Kuen Belasy-straße.'' {Kuen-Belasy-; vgl. [[Johann Jakob Kuen von Belasy]]} ''/ 16. Schrannenprom.[enade] / 17 Sachsenb[ur]gerstr. / 18. Mühlstätterstr. / 19 Sausalerstr.<ref>vgl. [[Sausal]]</ref> / 20 Lodronhof.<ref>vgl. [[Lodron]]</ref> / 21 Sittichhof ? <ref>[[Markus Sittikus von Hohenems]]</ref> / 22 Kronprinz-Rudolph-Str.'' {[[Rainerstraße]]} ''/ 23 Landschaftsprom.[enade]'' {nicht ausgeführt; zwischen [[Hubert-Sattler-Gasse]] und [[Franz-Josef-Straße]]<ref>"Landschaft" bezieht sich auf die alte Bezeichnung der Salzburger Landesvertretung.</ref>} ''/ 24 Heinrichgasse / 25 Kasernenstr. / 26 u 27. Colloredo u Hemmahof. <ref>vgl.[[Hieronymus Graf Colloredo]] und [[Äbtissin der Benediktinerinnenabtei Nonnberg]]</ref> / 28 Fruchtpla[t]z.'' {heutige [[Schranne (Markt)]], vor der [[Andräkirche]], die in anderer Form und zurückgesetzt gebaut wurde; vgl. 6} ''/ 29 Parazelsusstr.'' {[[Faberstraße]]; [[Paracelsusstraße]]} ''/ 30 Klostergasse.'' {nicht ausgeführt: hier Verlauf der Stadtmauer} ''/ 31. Dultgasse / 32 Exerzierg. ? / 33 Schillerpl.[atz]'' {[[Makartplatz]]} ''/ 34. Vitalsstr. / 35 K.[aiserin] Elisabeth-Damm'' {[[Elisabethkai]]} ''/ 36. Virgil-Pl.[atz] / 37. Virgilstr.<ref>Der Name bezieht sich auf das frühere Virgiltor bzw. [[Mirabelltor]].</ref> / 38. Arnstraße. / 39. Friedrichstr. / 40. Thiemostraße.<ref>vgl. [[Thiemo]]</ref> / 41, 42, 43 Mühldorfer- Laufner- Friesacher-Hof<ref>vgl. [[Mühldorf am Inn]], [[Laufen an der Salzach]] und [[Friesach]]</ref> / 44. Harrach Promenade<ref>vgl. [[Franz Anton Fürst Harrach]]</ref> / 45, 46, 47, 48 Kleinmayrn-, Moll- u Vierthaler Hof, Herzog v. Salzburg. <ref>vgl. [[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn]], auch von Kleinmayr; [[Moll]]; vgl. [[Vierthalerstraße (Stadt Salzburg)|Vierthalerstraße]]</ref> / 49. Süddamm'' {[[Giselakai]]} ''/ 50 Oberer- [Mozartdamm]'' {Rudolfskai} ''/ 51 u. Unterer Mozartdamm'' {[[Rudolfskai]]} ''/ 52 Wellenburger Hof.<ref>vgl. [[Lang von Wellenburg]]</ref> / 53. Kajetanergasse'' {Kajetanerplatz} ''/ 54 Max Gandolph-Hof.<ref>vgl. [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]]</ref> / 55 Keutschachgasse ?'' {[[Landhausgasse]]} ''/ 56 Ehrentrudgasse.'' {in etwa: [[Sebastian-Stief-Gasse]]} ''/ 57 Sterngasse.'' {[[Sterngässchen]]}
''Plan-Skizze zur Erweiterung der Stadt Salzburg'' […] ''Nach Pezolts Randglossen sollen die neuen Straßen, Plä[t]ze und Höfe folgende Namen erhalten: 1 Rupertusstraße'' {Verlängerung der Linzergasse} ''/ 2 Museumsstraße'' {Wolf-Dietrich-Straße; vgl. 14} ''/ 3 XXXstr. [?]<ref>Für die bisher nicht lesbare Bezeichnung von Nr. 3 im Stadtplan gibt es jetzt einen interessanten Vorschlag. Die Zahl "3" steht (wie die anderen Eintragungen handschriftlich) oberhalb des "D" und der 1 "Rupertusstraße (Verlängerung der Linzergasse)" und weiter unten zweimal an den Parkanlagen als Allee weitergeführt bis Nr. "15". Ich, [[Otto Holzapfel]], versuche jetzt eine Lesung "Circusstr.", wobei das "c" über einem anderen Buchstaben korrigiert scheint. [[Walter Schlegel]] schreibt mir dazu im März 2025 u. a.: ''Auf älteren Stadtplänen von Salzburg, aus etwa der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, ist der rund um den Basteiengürtel führende Weg öfters als "Circumvallations Straße" bezeichnet. Das könnte bedeuten, dass die uns unleserliche Nr. 3 in Pezolts Straßenliste am Rand neben dem neuen Stadtentwicklungsplan "Circonstr." heißen könnte […] Es ist ja zusätzlich auffallend, dass dieser gekurvte Fahrweg aus dem Altbestand exakt in den Neubauplan übernommen wird.''</ref> / 4 Bürgerspitalstr. / 5. [[Schrannengasse (Stadt Salzburg)|Schrannengasse]]. / 6 Schrannenpla[t]z'' {mit nahem Bahnanschluss; nicht ausgeführt, vgl. 28} ''/ 7 [[Bahnhofstraße (Stadt Salzburg)|Bahnhofstr]]. / 8 u. 9. [[Gurkerhof|Gurker]]- u. [[Lavanterhof|Lavanter.hof]].<ref>nicht ausgeführt und nicht identisch mit dem [[Gurkerhof]] und dem [[Lavanterhof]] in der Kaigasse</ref> / 10, 11, 12. Waginger- Teisendorfer- Windischmatreyer-Hof.'' {Pezolt malte um 1849 "Windischmatrey gegen den Tauern"} ''/ 13 Sekkauerhof. / 14 [[Wolf-Dietrich-Straße|Wolfdietrichstr]].'' {[[Schwarzstraße]], vgl. 2} ''/ 15 Kuen Belasy-straße.'' {Kuen-Belasy-; vgl. [[Johann Jakob Kuen von Belasy]]} ''/ 16. Schrannenprom.[enade] / 17 Sachsenb[ur]gerstr. / 18. Mühlstätterstr. / 19 Sausalerstr.<ref>vgl. [[Sausal]]</ref> / 20 Lodronhof.<ref>vgl. [[Lodron]]</ref> / 21 Sittichhof ? <ref>[[Markus Sittikus von Hohenems]]</ref> / 22 Kronprinz-Rudolph-Str.'' {[[Rainerstraße]]} ''/ 23 Landschaftsprom.[enade]'' {nicht ausgeführt; zwischen [[Hubert-Sattler-Gasse]] und [[Franz-Josef-Straße]]<ref>"Landschaft" bezieht sich auf die alte Bezeichnung der Salzburger Landesvertretung.</ref>} ''/ 24 Heinrichgasse / 25 Kasernenstr. / 26 u 27. Colloredo u Hemmahof. <ref>vgl. [[Hieronymus Graf Colloredo]] und [[Äbtissin der Benediktinerinnenabtei Nonnberg]]</ref> / 28 Fruchtpla[t]z.'' {heutige [[Schranne (Markt)]], vor der [[Andräkirche]], die in anderer Form und zurückgesetzt gebaut wurde; vgl. 6} ''/ 29 Parazelsusstr.'' {[[Faberstraße]]; [[Paracelsusstraße]]} ''/ 30 Klostergasse.'' {nicht ausgeführt: hier Verlauf der Stadtmauer} ''/ 31. Dultgasse / 32 Exerzierg. ? / 33 Schillerpl.[atz]'' {[[Makartplatz]]} ''/ 34. Vitalsstr. / 35 K.[aiserin] Elisabeth-Damm'' {[[Elisabethkai]]} ''/ 36. Virgil-Pl.[atz] / 37. Virgilstr.<ref>Der Name bezieht sich auf das frühere Virgiltor bzw. [[Mirabelltor]].</ref> / 38. Arnstraße. / 39. Friedrichstr. / 40. Thiemostraße.<ref>vgl. [[Thiemo]]</ref> / 41, 42, 43 Mühldorfer- Laufner- Friesacher-Hof<ref>vgl. [[Mühldorf am Inn]], [[Laufen an der Salzach]] und [[Friesach]]</ref> / 44. Harrach Promenade<ref>vgl. [[Franz Anton Fürst Harrach]]</ref> / 45, 46, 47, 48 Kleinmayrn-, Moll- u Vierthaler Hof, Herzog v. Salzburg. <ref>vgl. [[Johann Franz Thaddäus von Kleimayrn]], auch von Kleinmayr; [[Moll]]; vgl. [[Vierthalerstraße (Stadt Salzburg)|Vierthalerstraße]]</ref> / 49. Süddamm'' {[[Giselakai]]} ''/ 50 Oberer- [Mozartdamm]'' {Rudolfskai} ''/ 51 u. Unterer Mozartdamm'' {[[Rudolfskai]]} ''/ 52 Wellenburger Hof.<ref>vgl. [[Lang von Wellenburg]]</ref> / 53. Kajetanergasse'' {Kajetanerplatz} ''/ 54 Max Gandolph-Hof.<ref>vgl. [[Maximilian Gandolf Graf von Kuenburg]]</ref> / 55 Keutschachgasse ?'' {[[Landhausgasse]]} ''/ 56 Ehrentrudgasse.'' {in etwa: [[Sebastian-Stief-Gasse]]} ''/ 57 Sterngasse.'' {[[Sterngässchen]]}


Auf dem "Grundriss" von 1789 (vgl. zur [[Geschichte der Stadt Salzburg]]) kann man gut erkennen, wie vor allem die weitgehend unregulierte Salzach ein breites Flussbett beansprucht. Das zeigt ebenfalls (an gleicher Stelle) der "Plan" von 1850. Voraussetzung für die Planung von 1861 war gleichfalls, dass die Festungsanlagen (umfangreich auf beiden Karten) vom "Mirabell Thor" bis zum "Linzer Thor" geschleift wurden und der neuen Bahnlinie und dem Bahnhof weichen mussten. Auf der Altstadtseite blieb der Charakter erhalten.
Auf dem "Grundriss" von 1789 (vgl. zur [[Geschichte der Stadt Salzburg]]) kann man gut erkennen, wie vor allem die weitgehend unregulierte Salzach ein breites Flussbett beansprucht. Das zeigt ebenfalls (an gleicher Stelle) der "Plan" von 1850. Voraussetzung für die Planung von 1861 war gleichfalls, dass die Festungsanlagen (umfangreich auf beiden Karten) vom "Mirabell Thor" bis zum "Linzer Thor" geschleift wurden und der neuen Bahnlinie und dem Bahnhof weichen mussten. Auf der Altstadtseite blieb der Charakter erhalten.
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''Stefanitag''  [&nbsp;[[Stephanitag]], Anm.] '', Morgens 8 Uhr. Guten Morgen, meine lieben; Heute Morgens wenige Minuten nach 12 Uhr kam ich nach Hause, ich unterhielt mich gottvoll; wir hatten eine grandiose Jause zu Ende des Weihnachtstages; es war auch Lotti Partenau da. Die Frau von Lacroix läßt dich grüßen, lieber Franz und dir sagen, dß es ihr sehr leid war, uns damals nicht vorlassen zu können; sie war nicht angezogen. Im nach Hause gehen wollte mich Tante Guttenberg auf heute, also 2 Tage nacheinander zum Speisen wieder einladen, aber ich bin ja bei Alberti schon geladen. Sie lud mich für heute Abends ein, und für Sonntag oder Neujahrstag wieder zu Mittag. – Da ich vor Neujahr nimmer dazu kommen werde, Ihnen zu schreiben, so sende ich Ihnen dießenmal meine beßten Wünsche. Liebste Mutter seien Sie überzeugt, dß Dankbarkeit und Liebe für Sie lebendig in meinem Herzen wohnen, dß ich den unendlichen Werth einer so guten Mutter zu schätzen weiß, und dß täglich mein erstes Gebet für Sie, liebstes Mutterl, um auch langes und glückliches Leben zum Himmel steigt. Bewahren auch Sie mir diese zärtliche Mutterliebe, mit der Sie mich jezt umfangen halten, ich will nach Kräften mich derselben werth machen. Auch du, lieber Franz, wirst von meiner aufrichtigsten und innigsten Liebe zu dir überzeugt sein, und ich kann dich versichern, dß du trotz der vielen Vergnügen, die ich genieße, mir unendlich abgehst. Und sollten wir uns auch in bälde trennen müßen, bleibe mir auch dann der selbe liebende hilfreiche Bruder, der du mir während der vielen Jahre die wir jezt zusammen sind, warst. Auch meiner guten Therese alles Glück und herzliche Grüße zum neuen Jahr, und es begleite uns alle am Ende des alten und auch im neuen Jahre der Schutz des Allerhöchsten, er walte gütig über eine Familie, die wenn auch klein, doch durch Eintracht und Liebe glücklich ist. Dieß ist der Wunsch und das Gebet Ihres Sie beide innigliebenden Otto. 26/12 – An alle alles Schöne, so wie alle Bekannten dich lieber Franz vielmals grüßen. Deine Grüße an Rose Plachetka etc. soll ich alle erwiedern. Schreiben Sie mir bald, recht bald; noch vor Neujahr!''
''Stefanitag''  [&nbsp;[[Stephanitag]], Anm.] '', Morgens 8 Uhr. Guten Morgen, meine lieben; Heute Morgens wenige Minuten nach 12 Uhr kam ich nach Hause, ich unterhielt mich gottvoll; wir hatten eine grandiose Jause zu Ende des Weihnachtstages; es war auch Lotti Partenau da. Die Frau von Lacroix läßt dich grüßen, lieber Franz und dir sagen, dß es ihr sehr leid war, uns damals nicht vorlassen zu können; sie war nicht angezogen. Im nach Hause gehen wollte mich Tante Guttenberg auf heute, also 2 Tage nacheinander zum Speisen wieder einladen, aber ich bin ja bei Alberti schon geladen. Sie lud mich für heute Abends ein, und für Sonntag oder Neujahrstag wieder zu Mittag. – Da ich vor Neujahr nimmer dazu kommen werde, Ihnen zu schreiben, so sende ich Ihnen dießenmal meine beßten Wünsche. Liebste Mutter seien Sie überzeugt, dß Dankbarkeit und Liebe für Sie lebendig in meinem Herzen wohnen, dß ich den unendlichen Werth einer so guten Mutter zu schätzen weiß, und dß täglich mein erstes Gebet für Sie, liebstes Mutterl, um auch langes und glückliches Leben zum Himmel steigt. Bewahren auch Sie mir diese zärtliche Mutterliebe, mit der Sie mich jezt umfangen halten, ich will nach Kräften mich derselben werth machen. Auch du, lieber Franz, wirst von meiner aufrichtigsten und innigsten Liebe zu dir überzeugt sein, und ich kann dich versichern, dß du trotz der vielen Vergnügen, die ich genieße, mir unendlich abgehst. Und sollten wir uns auch in bälde trennen müßen, bleibe mir auch dann der selbe liebende hilfreiche Bruder, der du mir während der vielen Jahre die wir jezt zusammen sind, warst. Auch meiner guten Therese alles Glück und herzliche Grüße zum neuen Jahr, und es begleite uns alle am Ende des alten und auch im neuen Jahre der Schutz des Allerhöchsten, er walte gütig über eine Familie, die wenn auch klein, doch durch Eintracht und Liebe glücklich ist. Dieß ist der Wunsch und das Gebet Ihres Sie beide innigliebenden Otto. 26/12 – An alle alles Schöne, so wie alle Bekannten dich lieber Franz vielmals grüßen. Deine Grüße an Rose Plachetka etc. soll ich alle erwiedern. Schreiben Sie mir bald, recht bald; noch vor Neujahr!''


Mertens = [[Heinrich Ritter von Mertens]] (* [[1810]]; † [[1872]]), kaiserlicher Rat und [[1861]]–[[1872]] [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister von Salzburg]]; Familien Fenzl, Guttenberg und Plachetka mehrfach in den Briefen als enge Bekannte und Freunde in Salzburg genannt. Lida, geb. Plachetka, verh. Guttenberg, ist zudem eine enge Freundin von Fanni Schlegel, der späteren Frau des Bruders Franz Spängler; Therese ist hier wohl die Hausangestellte in Salzburg.  
Mertens = [[Heinrich Ritter von Mertens]] (* [[1811]]; † [[1872]]), kaiserlicher Rat und [[1861]]–[[1872]] [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeister von Salzburg]]; Familien Fenzl, Guttenberg und Plachetka mehrfach in den Briefen als enge Bekannte und Freunde in Salzburg genannt. Lida, geb. Plachetka, verh. Guttenberg, ist zudem eine enge Freundin von Fanni Schlegel, der späteren Frau des Bruders Franz Spängler; Therese ist hier wohl die Hausangestellte in Salzburg.  


Franz Spängler und Franz Plachetka schreiben 1862 zusammen an einer Schülerzeitung [Studenten- /Faschingszeitung?].
Franz Spängler und Franz Plachetka schreiben 1862 zusammen an einer Schülerzeitung [Studenten- /Faschingszeitung?].
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==== Brief vom 7. April 1862 von Otto Spängler und Antonia Spängler an Franz Spängler ====
==== Brief vom 7. April 1862 von Otto Spängler und Antonia Spängler an Franz Spängler ====
Brief von [[Otto Spängler]] an den Bruder [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; vierte Seite und beigelegtes Blatt von der Mutter [[Antonia Spängler]]. Ein Bogen mit Prägestempel „O S“ und ein Blatt, abgerissen von einem zweiten Bogen; ohne Umschlag; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsatz eingefügt; [?] = unsichere Lesung; XX unleserlich:<br />
Brief von [[Otto Spängler]] an den Bruder [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; vierte Seite und beigelegtes Blatt von der Mutter [[Antonia Spängler]]. Ein Bogen mit Prägestempel „O S“ und ein Blatt, abgerissen von einem zweiten Bogen; ohne Umschlag; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsatz eingefügt; [?] = unsichere Lesung; XX unleserlich:<br />
''Salzburg am 7 April [18]62 // Liebster Franz!<ref>F groß und klein wird gleich geschrieben; hier ist das heutiger Schreibung angeglichen. Gleiches gilt (in der Regel) für D und d. Insgesamt gibt es einige schwer lesbare bzw. für mich [O. H.] unlesbare Stellen.</ref> // Vor einer halben Stunde erhielt ich d[ur]ch die Güte der Frau von Dressler deinen lieben Brief, für den ich dir herzlich danke, und ich beeile mich, dir alsogleich zu antworten, um deinen Vorwürfen die Spitze brechen zu können. // In die eingehende Beantwortung deiner 12 Fragen kann ich mich heute nicht einlassen, denn der Brief'' [großes B]<ref>Sonst schreibt er B groß und klein gleich; auch das ist hier der heutigen Schreibung angeglichen.</ref> ''muß Abends noch zur Frau von Dressler. Also nur kurz! Der lezte<ref>kleine Anmerkung: Otto Spängler schreibt 1862 modern "lezte", währernd seine Mutter altmodisch "jetzt" schreibt.</ref> Tag, den ich beschrieb war Donnerstag.''<ref >ausnahmsweise großes D</ref> ''Am Freitag Abends war ich mit Köhm'' [Böhm?] ''wieder im Theater, wo man 3 kleine Stücke gab, ich lachte fürchterlich viel. Samstag ohne alles Bemerkenswerthe, außer der Eröffnung der Mission mit einer Predigt des Pater Ahmude;'' [?] ''sehr geläufig und gründlich wiede[r]legte er alle Einwürfe gegen Missionen[.] à la München hat man für die Zeit der Mission innerhalb der Presbyterien / Sessel aufgestellt, welche man um Geld miethen kann, um auf diese Art vor dem Gedränge gesichert und geschüzt zu sein. Sonntag Vormittag 9 Uhr XX hinter Maxglan. Sonntag Nachmittag Einladung von Zeller nach Nußdorf. Sehr angenehm. Die gesammte Familie Zeller, Prof. Webelsberg, Regierungsprakticant Eberle (beide Herrn durch die Frau von Pfandler aus Innsbruck.) empfehlen; es sind sehr liebe junge Leute.''
''Salzburg am 7 April [18]62 // Liebster Franz!<ref>F groß und klein wird gleich geschrieben; hier ist das heutiger Schreibung angeglichen. Gleiches gilt (in der Regel) für D und d. Insgesamt gibt es einige schwer lesbare bzw. für mich, [[Otto Holzapfel]], unlesbare Stellen.</ref> // Vor einer halben Stunde erhielt ich d[ur]ch die Güte der Frau von Dressler deinen lieben Brief, für den ich dir herzlich danke, und ich beeile mich, dir alsogleich zu antworten, um deinen Vorwürfen die Spitze brechen zu können. // In die eingehende Beantwortung deiner 12 Fragen kann ich mich heute nicht einlassen, denn der Brief'' [großes B]<ref>Sonst schreibt er B groß und klein gleich; auch das ist hier der heutigen Schreibung angeglichen.</ref> ''muß Abends noch zur Frau von Dressler. Also nur kurz! Der lezte<ref>kleine Anmerkung: Otto Spängler schreibt 1862 modern "lezte", währernd seine Mutter altmodisch "jetzt" schreibt.</ref> Tag, den ich beschrieb war Donnerstag.''<ref >ausnahmsweise großes D</ref> ''Am Freitag Abends war ich mit Köhm'' [Böhm?] ''wieder im Theater, wo man 3 kleine Stücke gab, ich lachte fürchterlich viel. Samstag ohne alles Bemerkenswerthe, außer der Eröffnung der Mission mit einer Predigt des Pater Ahmude;'' [?] ''sehr geläufig und gründlich wiede[r]legte er alle Einwürfe gegen Missionen[.] à la München hat man für die Zeit der Mission innerhalb der Presbyterien / Sessel aufgestellt, welche man um Geld miethen kann, um auf diese Art vor dem Gedränge gesichert und geschüzt zu sein. Sonntag Vormittag 9 Uhr XX hinter Maxglan. Sonntag Nachmittag Einladung von Zeller nach Nußdorf. Sehr angenehm. Die gesammte Familie Zeller, Prof. Webelsberg, Regierungsprakticant Eberle (beide Herrn durch die Frau von Pfandler aus Innsbruck.) empfehlen; es sind sehr liebe junge Leute.''


''Beim Milch[k]affee kamen in gewohnter Weise mehrere Erstickungsanfälle vor. Nachdem ich mit Tirolerwein den Frau v Zeller mitschleppen ließ, mit Louis Bruderschaft getrunken hatte, gingen wir um 7 Uhr über Radek'' [?] ''einen superben Weg nach Hause wo wir um ½ 9 Uhr anlangten. Ich ging hinauf und zurück mit der Frau, mit der ich recht verständig, wenn gleich meist wirthschaftlich um Familien angelegentlich unterhielt. Heute Morgens 11 Uhr feierten wir beim Raith<ref>Gasthaus Raith in der Milchgasse, der heutigen [[Goldgasse (Stadt Salzburg)]]</ref> den Namenstag Hermanns Stiegers, er michhte'' [?] ''uns auf. Prof Webelsberg / und Walmschlag'' [?] '', Weber'' [?] ''Fidel und ich und Stieger. Er zahlte 2 fl 3 Xr.'' [Gulden, Kreuzer] ''Ich trank mit den 2 Professoren "Du". Heute Abends ½ 6 Uhr Soiree Obermüller. Auch N kömmt; mir schlagt das Herz bei den Gedanken. Um den ganzen gestrigen Tag zu beschreiben, muß ich doch noch sagen, d[a]ß es Abends 5 Uhr wieder brannte; man hört alle Augenblicke schießen. Und heute brennt seit 10 Uhr Vormittag Teisendorf.<ref>Der Artikel über [[Teisendorf]] berichtet von zwei Großbränden 1682 und 1815.</ref> Ich bitte, mein gesunkenes Ansehen b[e]i d[er] XX XX wegen meines seltenen Schreibens durch genaue Mittheilung dessen, was ich im lezten Briefe schrieb, wieder herzustellen. Morgen s[w]age'' [?] ''ich mich zur genauer Antwort auf deine Fragen, welchen Brief du Donnerstag bekommen sollst. Es grüßt und küßt XX dein Ott[o].''
''Beim Milch[k]affee kamen in gewohnter Weise mehrere Erstickungsanfälle vor. Nachdem ich mit Tirolerwein den Frau v Zeller mitschleppen ließ, mit Louis Bruderschaft getrunken hatte, gingen wir um 7 Uhr über Radek'' [?] ''einen superben Weg nach Hause wo wir um ½ 9 Uhr anlangten. Ich ging hinauf und zurück mit der Frau, mit der ich recht verständig, wenn gleich meist wirthschaftlich um Familien angelegentlich unterhielt. Heute Morgens 11 Uhr feierten wir beim Raith<ref>Gasthaus Raith in der Milchgasse, der heutigen [[Goldgasse (Stadt Salzburg)]]</ref> den Namenstag Hermanns Stiegers, er michhte'' [?] ''uns auf. Prof Webelsberg / und Walmschlag'' [?] '', Weber'' [?] ''Fidel und ich und Stieger. Er zahlte 2 fl 3 Xr.'' [Gulden, Kreuzer] ''Ich trank mit den 2 Professoren "Du". Heute Abends ½ 6 Uhr Soiree Obermüller. Auch N kömmt; mir schlagt das Herz bei den Gedanken. Um den ganzen gestrigen Tag zu beschreiben, muß ich doch noch sagen, d[a]ß es Abends 5 Uhr wieder brannte; man hört alle Augenblicke schießen. Und heute brennt seit 10 Uhr Vormittag Teisendorf.<ref>Der Artikel über [[Teisendorf]] berichtet von zwei Großbränden 1682 und 1815.</ref> Ich bitte, mein gesunkenes Ansehen b[e]i d[er] XX XX wegen meines seltenen Schreibens durch genaue Mittheilung dessen, was ich im lezten Briefe schrieb, wieder herzustellen. Morgen s[w]age'' [?] ''ich mich zur genauer Antwort auf deine Fragen, welchen Brief du Donnerstag bekommen sollst. Es grüßt und küßt XX dein Ott[o].''
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''Lieber Franz! zum 3 te[n] mahl bringe ich dir meine herzlichsten Wünsche zu deinen Geburtstag, es ist dieß mal traurig weil eben der Onkl begraben wird. O möge der liebe Gott seinen reichsten Segen über dich, und alle deine Unternehmungen außgießen – möge Er alle deine Wünsche in erfühlung gehen lassen, und alle deine Schritte und Handlungen zum guten für dich, und die Menschheit leiten, und endlich mö[c]htest du mir immer mit der gleichen Liebe zu gethan bleiben – – – dan lieber Franz wen du den lieben Gott von den alles Gute kömt nicht vergißt – dann kann, und wird es dir nie schlecht gehen – dann / wird'' [unterstrichen:] ''Gottes und der'' [unterstrichen:] ''Eltern Segen dich auf allen deinen Schritten begleiten, ich werde schon recht fleißig für dich bethen. // Roll geht es immer zimlich gut nur hörte ich heute er sey etwas schwach, wie es halt schon bey kranken geht das oft kleine Rückfälle eintretten. Die Witterung ist hier so schön das wir schon die Vorfenster wegnehmen mußten den es war von hitze nicht zum außhalten geweßen.''
''Lieber Franz! zum 3 te[n] mahl bringe ich dir meine herzlichsten Wünsche zu deinen Geburtstag, es ist dieß mal traurig weil eben der Onkl begraben wird. O möge der liebe Gott seinen reichsten Segen über dich, und alle deine Unternehmungen außgießen – möge Er alle deine Wünsche in erfühlung gehen lassen, und alle deine Schritte und Handlungen zum guten für dich, und die Menschheit leiten, und endlich mö[c]htest du mir immer mit der gleichen Liebe zu gethan bleiben – – – dan lieber Franz wen du den lieben Gott von den alles Gute kömt nicht vergißt – dann kann, und wird es dir nie schlecht gehen – dann / wird'' [unterstrichen:] ''Gottes und der'' [unterstrichen:] ''Eltern Segen dich auf allen deinen Schritten begleiten, ich werde schon recht fleißig für dich bethen. // Roll geht es immer zimlich gut nur hörte ich heute er sey etwas schwach, wie es halt schon bey kranken geht das oft kleine Rückfälle eintretten. Die Witterung ist hier so schön das wir schon die Vorfenster wegnehmen mußten den es war von hitze nicht zum außhalten geweßen.''


''Mit Pepi geht es halt entsetzlich langsamm mit Latein wie es auch im Deutschen recht schwer geht. Auch hat der arme Bube fast immer was zu leiden Zahnweh Geschwollens Gesicht und endlich wieder die geschwollenen Augen. Man darf im[m]er denken an ihm. Wie ich hoffe hast du nun ein'' [latein. Schrift:] ''Colloquium glüklich überstanden, wirst du das 2 te dan nach Ostern machen, wie Otto es wäre mir bey Otto freilich sehr / lieb geweßen wen er beide Zeugnüße mit gebracht hätte, aber es nützt nichts mehr. Otto läßt dir sagen das er sich bei Obermüller sehr gut unterhalten hat. Die Therese läßt dich wie Pepi recht herzlich grüßen. Bey Hofrichter<ref>Antonia Spängler nennt die Familie von Anton Spängler (* 1831; † 1913), verh. 1869 mit Karoline Leeb, und seine Schwestern Theresia Spängler (* 1823; † 1913) und Juliana Spängler (* 1826; † 1899) als Kinder des Salzburger Hofrichters (am Stift St. Peter) Peter Spängler (* 1792; † 1837) einfach "Hofrichter".</ref> waren wir einmal Otto und ich kammen aber nicht ganz hin weil es hieß sie sind nicht zu Hauße was auch zum theil wahr war die Frau und Anton waren in Thännberg'' [Tannberg?] ''. Die 2 Mädchen<ref>Theresia und Juliana Spängler</ref> wären wohl zu Hause geweßen, heute probieren wir es wieder wen wir die Franzischen bei Reichl abhollen. // Lebe recht wohl mein lieber Franz Gottes segen über dich mit imer gleicher liebe // deine // treue Mutter Spángler // Alle Bekanten bitte ich herzlich uns zu empfehlen wie ich auch vonn Hier dir alles Schöne entrichten soll.''  
''Mit Pepi geht es halt entsetzlich langsamm mit Latein wie es auch im Deutschen recht schwer geht. Auch hat der arme Bube fast immer was zu leiden Zahnweh Geschwollens Gesicht und endlich wieder die geschwollenen Augen. Man darf im[m]er denken an ihm. Wie ich hoffe hast du nun ein'' [latein. Schrift:] ''Colloquium glüklich überstanden, wirst du das 2 te dan nach Ostern machen, wie Otto es wäre mir bey Otto freilich sehr / lieb geweßen wen er beide Zeugnüße mit gebracht hätte, aber es nützt nichts mehr. Otto läßt dir sagen das er sich bei Obermüller sehr gut unterhalten hat. Die Therese läßt dich wie Pepi recht herzlich grüßen. Bey Hofrichter<ref>Antonia Spängler nennt die Familie von [[Anton Spängler]] (* 1831; † 1913), verh. 1869 mit Karoline Leeb, und seine Schwestern Theresia Spängler (* 1823; † 1913) und Juliana Spängler (* 1826; † 1899) als Kinder des Salzburger Hofrichters (am Stift St. Peter) [[Johann Peter Maria Spängler]] (* 1792; † 1837) einfach "Hofrichter".</ref> waren wir einmal Otto und ich kammen aber nicht ganz hin weil es hieß sie sind nicht zu Hauße was auch zum theil wahr war die Frau und Anton waren in Thännberg'' [Tannberg?] ''. Die 2 Mädchen<ref>Theresia und Juliana Spängler</ref> wären wohl zu Hause geweßen, heute probieren wir es wieder wen wir die Franzischen bei Reichl abhollen. // Lebe recht wohl mein lieber Franz Gottes segen über dich mit imer gleicher liebe // deine // treue Mutter Spángler // Alle Bekanten bitte ich herzlich uns zu empfehlen wie ich auch vonn Hier dir alles Schöne entrichten soll.''  
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==== Brief vom 16. Juli 1862 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
==== Brief vom 16. Juli 1862 von Antonia Spängler an Franz Spängler ====
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen und ein Blatt; gefaltet, mit gebrochenem roten Siegel [dadurch auf der Rückseite Textverlust], Adresse auf dem Blatt: ''An meinen lieben Franz Spángler in Wien // durch besondere Güte.''; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsätze eingefügt; [?] = unsichere Lesung; [Ergänzung]:<br />
Brief von [[Antonia Spängler]] an [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]] in Wien; ein Bogen und ein Blatt; gefaltet, mit gebrochenem roten Siegel [dadurch auf der Rückseite Textverlust], Adresse auf dem Blatt: ''An meinen lieben Franz Spángler in Wien // durch besondere Güte.''; / = Seitenwechsel; // = Absatz; Leseabsätze eingefügt; [?] = unsichere Lesung; [Ergänzung]:<br />
''Salzburg den 16/7 [18]62. // Mein inigst geliebter Franz! // Da morgen schon die Pepi geht so will ich nicht säumen, dir zu schreiben. Lieber Franz meinen und Franz Frenzls'' [Fenzls] ''Briefe wirst du erhalten haben, mein Brief war zimlich zerstreut geschrieben, die Freude, das du doch hieher kömmst, hat mich völig ganz zerstreut gemacht, weil ich mir es schon gar nicht mehr zu hoffen getraute; - Gott fügt alles wie es sein soll, darum will ich nie vorgreifen. Hast du wohl schon eingegeben um die 6 Wochen Probepraxis hier beim Landes gericht machen zu dürfen, Herr von Schmelzing<ref>Landesgerichtsrat Josef Ritter von Schmelzing (* 1807; † 1873); vgl. Brief vom 6. März 1873</ref> sagte, du solst ja sehen das du noch bevor du herauf gehst die erlaubniß erlangst, damit dir keiner vorkömmt, weil du jetzt, der erste zum Adiutum<ref>Adjutum: bezahltes Praktikum</ref> bist. Herr von Schmelzing glaubt es wird kein Jahr dauern, bis du es bekömmst. Der Herr Präsident setzt sehr viel Vertrauen auf dich, und freut sich au[c]h auf dich sagte er zu Herrn von Schmelzing. / Herr von Schmelzing und der Herr Präsident haben sogar nachgeschlagen wegen der Verwandtschaft<ref>Es ist mir [O. H.] unklar, was damit gemeint ist. Eine Verwandtschaft der Spängler etwa mit von Schmelzing ist mir unbekannt. Vielleicht ist enge Bekanntschaft gemeint.</ref>, haben aber gefunden, das hirin kein Hinderniß ist. Wen du die Prüfung gemacht hast so würde ich dan schon sehen bald zu kommen, damit dir keiner vorkömmt, oder hast du die Bewilligung erhalten, so würde ich es den Herrn Präsidenten melden. Wegen den Stipendium, sagten sie eben wird es keinen Anstand haben das du es bekömmst, es wird in einigen Tagen erledigt werden, was für dich recht gut sein würde, dann glaube ich bist du schon geborgen. Gott wird schon für dich Sorgen und deinen Fleiß Lohnen, bethe nur ja alle Tage recht fleißig.''
''Salzburg den 16/7 [18]62. // Mein inigst geliebter Franz! // Da morgen schon die Pepi geht so will ich nicht säumen, dir zu schreiben. Lieber Franz meinen und Franz Frenzls'' [Fenzls] ''Briefe wirst du erhalten haben, mein Brief war zimlich zerstreut geschrieben, die Freude, das du doch hieher kömmst, hat mich völig ganz zerstreut gemacht, weil ich mir es schon gar nicht mehr zu hoffen getraute; - Gott fügt alles wie es sein soll, darum will ich nie vorgreifen. Hast du wohl schon eingegeben um die 6 Wochen Probepraxis hier beim Landes gericht machen zu dürfen, Herr von Schmelzing<ref>Landesgerichtsrat Josef Ritter von Schmelzing (* 1807; † 1873); vgl. Brief vom 6. März 1873</ref> sagte, du solst ja sehen das du noch bevor du herauf gehst die erlaubniß erlangst, damit dir keiner vorkömmt, weil du jetzt, der erste zum Adiutum<ref>Adjutum: bezahltes Praktikum</ref> bist. Herr von Schmelzing glaubt es wird kein Jahr dauern, bis du es bekömmst. Der Herr Präsident setzt sehr viel Vertrauen auf dich, und freut sich au[c]h auf dich sagte er zu Herrn von Schmelzing. / Herr von Schmelzing und der Herr Präsident haben sogar nachgeschlagen wegen der Verwandtschaft<ref>Es ist mir, [[Otto Holzapfel]], unklar, was damit gemeint ist. Eine Verwandtschaft der Spängler etwa mit von Schmelzing ist mir unbekannt. Vielleicht ist enge Bekanntschaft gemeint.</ref>, haben aber gefunden, das hirin kein Hinderniß ist. Wen du die Prüfung gemacht hast so würde ich dan schon sehen bald zu kommen, damit dir keiner vorkömmt, oder hast du die Bewilligung erhalten, so würde ich es den Herrn Präsidenten melden. Wegen den Stipendium, sagten sie eben wird es keinen Anstand haben das du es bekömmst, es wird in einigen Tagen erledigt werden, was für dich recht gut sein würde, dann glaube ich bist du schon geborgen. Gott wird schon für dich Sorgen und deinen Fleiß Lohnen, bethe nur ja alle Tage recht fleißig.''


''Beyliegend sende ich dir das Geld für die Flasche von Lungenpalsam, du möchtest so gut sein und die Flasche von den Kaufman wo du sie gekauft hast verpacken lassen und sammt den noch zu habenden Spesen an die Tante Spángler Atresierenn'' [adressieren] ''damit es ja noch zu rechten'' [Zeit] ''kömmt, bis Otto hinein geht / Du sagtest neulich von einen Geld herauß nehmen von der Sparkasse ich sende dir durch die Pepi ein[st]weilen von mir 20 fl'' [Gulden] ''wir können es ja dan herauß nehmen wan du kömmst, und die kannst es mir dann zahlen so denke ich mir, darfst du bey Fenzl nichts entleihen nehmen. Gott gebe lieber Franz, das deine Prüffung auch noch glücklich vorüber geht, und du dabey gesund bleibst, wie werde ich mich freuen dich zu sehen. Stieger habe ich gesehen, er hat mir aber keinen Brief von dir gebracht, er sieht sehr gut auß. Wen du Briefe bey der Flasche beylegen kannst so thue es. Wegen den Linzer-Interesse'' [Dividende] ''macht mir August Spángler die Quitung. Das Silber hat die Beitner'' [?] ''schon im Juni zurück gezahlt, ich weiß nicht soll ich es einstweilen so auf behalten bis Ihr kömmt. In der Hammerau<ref>Wertpapiere aus dem [[Stahlwerk Annahütte]] in [[Ainring]]</ref> ist nichts zu verkaufen'' [kaufen] '', was mir das Liebste gewesen wäre, Otto glaubte einmal wir könten um 3 – bis 400 bekomm[en] aber sie gebens nicht herauß./ ich denke mir andres außwechseln und dann National Anleihe kauffen.''  
''Beyliegend sende ich dir das Geld für die Flasche von Lungenpalsam, du möchtest so gut sein und die Flasche von den Kaufman wo du sie gekauft hast verpacken lassen und sammt den noch zu habenden Spesen an die Tante Spángler Atresierenn'' [adressieren] ''damit es ja noch zu rechten'' [Zeit] ''kömmt, bis Otto hinein geht / Du sagtest neulich von einen Geld herauß nehmen von der Sparkasse ich sende dir durch die Pepi ein[st]weilen von mir 20 fl'' [Gulden] ''wir können es ja dan herauß nehmen wan du kömmst, und die kannst es mir dann zahlen so denke ich mir, darfst du bey Fenzl nichts entleihen nehmen. Gott gebe lieber Franz, das deine Prüffung auch noch glücklich vorüber geht, und du dabey gesund bleibst, wie werde ich mich freuen dich zu sehen. Stieger habe ich gesehen, er hat mir aber keinen Brief von dir gebracht, er sieht sehr gut auß. Wen du Briefe bey der Flasche beylegen kannst so thue es. Wegen den Linzer-Interesse'' [Dividende] ''macht mir August Spángler die Quitung. Das Silber hat die Beitner'' [?] ''schon im Juni zurück gezahlt, ich weiß nicht soll ich es einstweilen so auf behalten bis Ihr kömmt. In der Hammerau<ref>Wertpapiere aus dem [[Stahlwerk Annahütte]] in [[Ainring]]</ref> ist nichts zu verkaufen'' [kaufen] '', was mir das Liebste gewesen wäre, Otto glaubte einmal wir könten um 3 – bis 400 bekomm[en] aber sie gebens nicht herauß./ ich denke mir andres außwechseln und dann National Anleihe kauffen.''  
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[eingeordnet unter 1862] bei den Kobler-Spängler-Briefen [grün verschnürt, doch nicht alles übertragen]: Reste einer Poesiesammlung, Gedichte u.ä. auf Einzelblättern, ohne Datum und ohne erkennbare Bezugsperson [siehe unten] in verschiedenen Handschriften = u. a. "Leben-Sterben-Wiedersehn!" [einzelne Verse]; Pater noster. Notre Pére [!], qui êtes… (auch: Salvatio angelica, Credo, Gloria Patris [französisch]); "Die Kindsmörderin": Horch – die Glocken hallen dumpf zusammen… 15 Str. [Strophe] [Horch, die Glocken hallen dumpf zusammen, und der Zeiger hat vollbracht den Lauf... Friedrich von Schiller, in: Anthologie auf das Jahr 1782; nach L.H. Wagners Drama, "Die Kindermörderin", 1776]; "Der Mann von einem Maedchen gezeichnet." Aus Starrsinn, Übermut, Stolz und Geschmeidikeit [!]… und: "Kleine Fabel". Hoch lebte Valentin…; "Wunderseltsame Klage eines Landmädchens in der Stadt". Dir lieber Gott bald dankt ich dir wohl nicht  für deine Gabe… 15 Str. [Johann Aloys] Blumauer [* 1755; † 1798]; "Nachklang". Wo bist du hin, du Traumbild schön von Zeiten… 7 Str. Carl Anton Hesse [nicht näher identifiziert]; "Lebensgeläute" von Elise von Hohenhausen [* 1789; † 1857]. Die Abendglocken in der Dämmerung Hülle…; Der Todtenkranz v. T[heodor] Körner [* 1791; † 1813]. Der Wächter rief die eilfte [!] Stunde…; Lied: 1. Ach! wenn ich nur kein Mädchen wär das ist doch recht vatal [!], so ging ich gleich zum Militär und würde Generall. rep. O ich wär gar ein tapfrer Mann bedeckte mich mit Ruhm doch ging die Kanonade an, so machte ich rechtsum… 4 Str. [Ach wenn ich nur kein Mädchen wär’, das ist doch recht fatal!... Aus der Oper "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund, 1828]; S‘ Bild. In alte Schloß bei unsern Herrn hängt in an‘ Gang a Bild… 7 Str.; "Der Gang um Mitternacht". Ich schreite mit dem Geist der Mitternacht… 7 Str. [Georg] Herwegh [gedichtet 1840]; "Der letzte Dichter" v. Anastasius Grün [* 1806; † 1876]. Wann werdet ihr Poeten des Dichtens einmal müd?... 14 Str.; Einzelblatt, datiert 1888; Druck einer gereimten "Geschichte des Studententhums", Wien 1862;  gedrucktes Gedicht von Achim v. Winterfeld über "das Blaue Glöcklein in Nürnberg; gedruckte Beschreibung der St. Lorenz-Kirche in Nürnberg; dito St. Sebald [gehört vielleicht zur Bayreuth-Reise von Nr. 18 Franz Spängler, 1889 [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]]; gedrucktes "Festlied der Salzburger Versammlung vom 7 Februar 1874" Brause Du Festgesang! Brause, wie Wogendrang! Aus froher Brust. Es gilt zu zeigen heut‘ ein Bild, o Seligkeit!... 4 Str., H. Blank, "Faschings-Chronik", 15 Str. zu wechselnden Melodien, I. Die Salzburger wollen öfters z’sammengeh’n… Autogr. v. Nusko; handschriftlich "Stimmen der Völker in Schnådahüpfln. Von Ernst Riss. Souffleurbuch. [Spielanleitung mit zahlreichen Versen]; "Herr Burgermoaster und ös Manner von Salzhausen. Grüß Gott, machts ma koane Flausen…" [Fastnachtsrede; Foto 1: Ausschnitt vom Anfang; keine Datierung]; handschriftlich, 4 Blätter "Aus der Heimath" I Jahrgang N. 1 Salzburg 3 Jänner 1862. Wochenblatt für Politik, Literatur, Öffentliches und Privatleben. Verantwortlicher Redacteur: Ezechiel Klampferer. [Studenten- bzw. Faschingszeitung?; F. X. G. Spängler ist 1862 29 Jahre alt; Foto 2: Ausschnitt vom Anfang; Fortschritt, Entwicklung ist… mehrere Texte in Kolumnen, Gedichte u.ä., eine "Erklärung" unterzeichnet "F. X. Sp." {Spängler}, ein "Inserat" unterzeichnet "Franz Plachetka" u.ä.]; dito I Jahrgang N 2 [vom] 10. Jänner 1862 [Foto 3: Ausschnitt vom Anfang, ähnlich 1 gefaltetes Blatt]; "Ansprache der vier Salzburgerinnen bei ihrem unverhofften Erscheinen am 2. März 1878 bei dem Faschingsabend der Salzburger Gesellschaft im Hotel zur Goldenen Ente in Wien… [genannt werden für die vier gereimten Teile "Frau Kamilla v. Mertens", das ist Fannis Freundin Camilla von Mertens, "Frau Gabriele Egghofer", "Fanni Spängler", das ist [[Franziska Schlegel]], * 1848; † 1905, verh. Spängler, und "Frau Maria Spängler"; Foto 4: Ausschnitt vom Anfang].
[eingeordnet unter 1862] bei den Kobler-Spängler-Briefen [grün verschnürt, doch nicht alles übertragen]: Reste einer Poesiesammlung, Gedichte u.ä. auf Einzelblättern, ohne Datum und ohne erkennbare Bezugsperson [siehe unten] in verschiedenen Handschriften = u. a. "Leben-Sterben-Wiedersehn!" [einzelne Verse]; Pater noster. Notre Pére [!], qui êtes… (auch: Salvatio angelica, Credo, Gloria Patris [französisch]); "Die Kindsmörderin": Horch – die Glocken hallen dumpf zusammen… 15 Str. [Strophe] [Horch, die Glocken hallen dumpf zusammen, und der Zeiger hat vollbracht den Lauf... Friedrich von Schiller, in: Anthologie auf das Jahr 1782; nach L.H. Wagners Drama, "Die Kindermörderin", 1776]; "Der Mann von einem Maedchen gezeichnet." Aus Starrsinn, Übermut, Stolz und Geschmeidikeit [!]… und: "Kleine Fabel". Hoch lebte Valentin…; "Wunderseltsame Klage eines Landmädchens in der Stadt". Dir lieber Gott bald dankt ich dir wohl nicht  für deine Gabe… 15 Str. [Johann Aloys] Blumauer [* 1755; † 1798]; "Nachklang". Wo bist du hin, du Traumbild schön von Zeiten… 7 Str. Carl Anton Hesse [nicht näher identifiziert]; "Lebensgeläute" von Elise von Hohenhausen [* 1789; † 1857]. Die Abendglocken in der Dämmerung Hülle…; Der Todtenkranz v. T[heodor] Körner [* 1791; † 1813]. Der Wächter rief die eilfte [!] Stunde…; Lied: 1. Ach! wenn ich nur kein Mädchen wär das ist doch recht vatal [!], so ging ich gleich zum Militär und würde Generall. rep. O ich wär gar ein tapfrer Mann bedeckte mich mit Ruhm doch ging die Kanonade an, so machte ich rechtsum… 4 Str. [Ach wenn ich nur kein Mädchen wär’, das ist doch recht fatal!... Aus der Oper "Der Alpenkönig und der Menschenfeind" von Ferdinand Raimund, 1828]; S‘ Bild. In alte Schloß bei unsern Herrn hängt in an‘ Gang a Bild… 7 Str.; "Der Gang um Mitternacht". Ich schreite mit dem Geist der Mitternacht… 7 Str. [Georg] Herwegh [gedichtet 1840]; "Der letzte Dichter" v. Anastasius Grün [* 1806; † 1876]. Wann werdet ihr Poeten des Dichtens einmal müd?... 14 Str.; Einzelblatt, datiert 1888; Druck einer gereimten "Geschichte des Studententhums", Wien 1862;  gedrucktes Gedicht von Achim v. Winterfeld über "das Blaue Glöcklein in Nürnberg; gedruckte Beschreibung der St. Lorenz-Kirche in Nürnberg; dito St. Sebald [gehört vielleicht zur Bayreuth-Reise von Nr. 18 Franz Spängler, 1889 [[Franz II. Xaver Gregor Spängler]]]; gedrucktes "Festlied der Salzburger Versammlung vom 7 Februar 1874" Brause Du Festgesang! Brause, wie Wogendrang! Aus froher Brust. Es gilt zu zeigen heut‘ ein Bild, o Seligkeit!... 4 Str., H. Blank, "Faschings-Chronik", 15 Str. zu wechselnden Melodien, I. Die Salzburger wollen öfters z’sammengeh’n… Autogr. v. Nusko; handschriftlich "Stimmen der Völker in Schnådahüpfln. Von Ernst Riss. Souffleurbuch. [Spielanleitung mit zahlreichen Versen]; "Herr Burgermoaster und ös Manner von Salzhausen. Grüß Gott, machts ma koane Flausen…" [Fastnachtsrede; Foto 1: Ausschnitt vom Anfang; keine Datierung]; handschriftlich, 4 Blätter "Aus der Heimath" I Jahrgang N. 1 Salzburg 3 Jänner 1862. Wochenblatt für Politik, Literatur, Öffentliches und Privatleben. Verantwortlicher Redacteur: Ezechiel Klampferer. [Studenten- bzw. Faschingszeitung?; F. X. G. Spängler ist 1862 29 Jahre alt; Foto 2: Ausschnitt vom Anfang; Fortschritt, Entwicklung ist… mehrere Texte in Kolumnen, Gedichte u.ä., eine "Erklärung" unterzeichnet "F. X. Sp." {Spängler}, ein "Inserat" unterzeichnet "Franz Plachetka" u.ä.]; dito I Jahrgang N 2 [vom] 10. Jänner 1862 [Foto 3: Ausschnitt vom Anfang, ähnlich 1 gefaltetes Blatt]; "Ansprache der vier Salzburgerinnen bei ihrem unverhofften Erscheinen am 2. März 1878 bei dem Faschingsabend der Salzburger Gesellschaft im Hotel zur Goldenen Ente in Wien… [genannt werden für die vier gereimten Teile "Frau Kamilla v. Mertens", das ist Fannis Freundin Camilla von Mertens, "Frau Gabriele Egghofer", "Fanni Spängler", das ist [[Franziska Schlegel]], * 1848; † 1905, verh. Spängler, und "Frau Maria Spängler"; Foto 4: Ausschnitt vom Anfang].


== 1863 ==
== 1864 ==
siehe: "Verlobung" Sept. 1871 [Theaterzettel u.ä.]
==== Brief vom 6. Mai 1864 von Mina Lorinser an Fanni Schlegel ====
Ein Bogen mit Trauerrand; Absenderin und Empfängerin, [[Franziska Schlegel]], erschlossen<ref>Vgl. die Briefe vom 16. und 17. Juni 1851, vom 7. und 8. Juli 1851, vom 20. Juli 1851 und Auskunft Geneanet</ref>; / = Seitenwechsel; // = Absatz; [Ergänzung]:<br />
''6/5 64. // Liebe Freundin // Ich muß die traurige Pflicht erfüllen, Euch das Hinscheiden meines einzigen Bruders<ref>Friedrich Lorinser (* 1854; † 4. Mai 1864, begraben am 5. Mai 1864)</ref> anzuzeigen. Du wirst Dich viel[l]eicht wundern, daß'' [ich] ''gefaßt genug dazu bin; aber ich habe für die Lebenden zu sorgen und wenn ich schwach werde stärkt mich ein Blick auf meine Eltern, die ich beruhigen muß, auch bin ich viel ernster und fühle von Dingen wie Freude Aufregung ./. / sehr wenig fast nichts[.] ich'' [habe] ''nun genug Umschweife gemacht nun kann ich das traurige wieder berühren[.] Fritz legte sich Donnerstag den 28ten, nachdem'' [er] ''wegen U[i]blichkeit und aus der Schule nach Hause geführt worden war, zu Hause wiederholten sich die Anfälle, nachdem er kurze Zeit gelegen, kam schon der Scharlach sehr stark heraus und'' [er] ''wurde besinningslos endete eine mit wenigen Unterbrechungen der Hals schwoll zu das Gehirn wurde angegriffen und nach kurzen aber furchtbaren Leiden starb ./. / er den 4ten Mai um ¾ auf 7 Uhr nach langen schre[c]klichem Todeskampfe. Er wurde Donnerstag den fünften nach Kalksburg geführt und in der Kirchhofkapelle beigesetz, nach einigen Tagen wird der Sarg in unsere Gruft übertragen. Möge es lange dauern ehe der Platz an seiner Seite ausgefüllt wird. Meine bittre Pflicht, ich habe sie erfüllt // Deine Mina. // Sei so gut und zeige den Brief gleich deinem Vater<ref>[[Richard Franz Schlegel]]</ref>''
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== 1865 ==  
== 1865 ==  
[und ff. bis 1870] mehrere Briefe von Rudolf Handel [ein nicht näher identifizierter Freund] an Nr. 18 Franz II. Xaver Gregor Spängler = "Briefe 1860 ff. an Nr. 18 Franz Spängler"
[und ff. bis 1870] mehrere Briefe von Rudolf Handel [ein nicht näher identifizierter Freund] an Nr. 18 Franz II. Xaver Gregor Spängler = "Briefe 1860 ff. an Nr. 18 Franz Spängler"
== 1867 ==
Silvester, siehe: "Verlobung" Sept. 1871 [Theaterzettel u.ä.]


== 1868  ==
== 1868  ==
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II. "Passiva", Gläubiger [[Otto Spängler]], der Bruder, 1864/1865 70 fl / Mathias Pichler 1865 ff. Zumeist geringe Beträge / Otto Spängler 1866/1867 100 fl / Vorschuss der "Sparcassa Salzburg" 1865/1866 mit Beträgen zwischen 90 und 720 fl / Therese Lürzer, Otto Spängler 1869/1870 und so weiter.
II. "Passiva", Gläubiger [[Otto Spängler]], der Bruder, 1864/1865 70 fl / Mathias Pichler 1865 ff. Zumeist geringe Beträge / Otto Spängler 1866/1867 100 fl / Vorschuss der "Sparcassa Salzburg" 1865/1866 mit Beträgen zwischen 90 und 720 fl / Therese Lürzer, Otto Spängler 1869/1870 und so weiter.


"Vermögensstand" am 1. Juni 1865 1608 fl [Gulden] / 1 Jänner 1866 2537 fl / 1 Juli 1867 2419 fl / und so weiter / 1 Februar 1870 10932 fl / und so weiter / zuletzt: 31 Dez 1900 14170 Gulden = 28340 K[ronen]. - Lose Zettel beiliegend mit weiteren Berechnungen, u. a. Aufstellung der Salzburger Sparkasse mit Sparbeträgen für die sechs Spänglerkinder 1893 mit zusammen 5185 [Kronen]. - Beiliegend auch ein "Einschreibbüchel", begonnen 1911 mit jeweils geringfügigen Beträgen in Kronen und Heller, abgebrochen im Jänner 1912, z. B. "Sodium Pastillen" 1.25, Neujahrskarten 1.-, Medizin 3.50. - Diese laienhafte Skizze [O. H.] kann allerdings nur einen allgemeinen Eindruck vermitteln, wie intensiv und weitgestreut die Finanzanlagen waren und dass offenbar, trotz der erheblichen Zuschüsse, die [[Franziska Kobler]] als Schwiegeroma gerade in den ersten Jahren der jungen Spängler-Familie in Wien leistete,<ref>Vgl. [[Kobler-Spängler-Briefe von 1877|vom 3. und 4. Juli 1877]], vom [[Kobler-Spängler-Briefe von 1878 bis 1879|29. Oktober 1878]], vom [[Kobler-Spängler-Briefe von 1880|10. Februar 1880]] und öfter.</ref> Vermögen vorhanden war. Die Eintragungen könnten sicherlich noch genauer ausgewertet werden.
"Vermögensstand" am 1. Juni 1865 1608 fl [Gulden] / 1 Jänner 1866 2537 fl / 1 Juli 1867 2419 fl / und so weiter / 1 Februar 1870 10932 fl / und so weiter / zuletzt: 31 Dez 1900 14170 Gulden = 28340 K[ronen]. - Lose Zettel beiliegend mit weiteren Berechnungen, u. a. Aufstellung der Salzburger Sparkasse mit Sparbeträgen für die sechs Spänglerkinder 1893 mit zusammen 5185 [Kronen]. - Beiliegend auch ein "Einschreibbüchel", begonnen 1911 mit jeweils geringfügigen Beträgen in Kronen und Heller, abgebrochen im Jänner 1912, z. B. "Sodium Pastillen" 1.25, Neujahrskarten 1.-, Medizin 3.50. - Meine laienhafte Skizze[[Otto Holzapfel]], kann allerdings nur einen allgemeinen Eindruck vermitteln, wie intensiv und weitgestreut die Finanzanlagen waren und dass offenbar, trotz der erheblichen Zuschüsse, die [[Franziska Kobler]] als Schwiegeroma gerade in den ersten Jahren der jungen Spängler-Familie in Wien leistete,<ref>Vgl. [[Kobler-Spängler-Briefe von 1877|vom 3. und 4. Juli 1877]], vom [[Kobler-Spängler-Briefe von 1878 bis 1879|29. Oktober 1878]], vom [[Kobler-Spängler-Briefe von 1880|10. Februar 1880]] und öfter.</ref> Vermögen vorhanden war. Die Eintragungen könnten sicherlich noch genauer ausgewertet werden.
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[[Kategorie:Spängler]]
[[Kategorie:Spängler]]
[[Kategorie:Geschichte]]
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[[Kategorie:historisches Dokument]]