Teufelskamp: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei: | [[Datei:Glocknergruppe Venedigergruppe Schlatenkees.jpg|thumb|Im Vordergrund links das [[Teufelskamp]] und rechts die [[Romariswandköpfe]].]] | ||
Der '''Teufelskamp''' ist ein 3 511 [[m ü. A.]] hohe Graterhebung im [[Glocknerkamm]] der [[Glocknergruppe]]. | Der '''Teufelskamp''' ist ein 3 511 [[m ü. A.]] hohe Graterhebung im [[Glocknerkamm]] der [[Glocknergruppe]]. | ||
== Geografie == | == Geografie == | ||
Der Teufelskamp befindet sich auf der Grenze zwischen den Bundesländern [[Tirol]] ([[Osttirol]]) und [[Kärnten]]. Der Teufelskamp ist eine völlig von [[Gletscher]]n umgebene Erhebung, dessen Gipfel sich unter Firn erhebt. Er ist der westliche Punkt des auslaufenden Nordwestgrat der [[Glocknerwand]] und des Großglockners. Nach Osten erstreckt sich ein ausgeprägter eisbedeckter Grat, die sogenannte Eisnase. Die Nordostwand des Teufelskamps fließt das [[Teufelskampkees]], ein steiler, äußerst gefährlicher Hängegletscher mit Séracs gefürchteten, aus Gletschereis gebildeten Türmen, die ein Durchkommen unmöglich machen. Die Südwestflanke dagegen ist nur schwach geneigt und leicht zu begehen. Nach Osten hin bietet der Berg eine, laut Literatur, atemberaubende Aussicht. | Der Teufelskamp befindet sich auf der Grenze zwischen den Bundesländern [[Tirol]] ([[Osttirol]]) und [[Kärnten]]. Der Teufelskamp ist eine völlig von [[Gletscher]]n umgebene Erhebung, dessen Gipfel sich unter Firn erhebt. Er ist der westliche Punkt des auslaufenden Nordwestgrat der [[Glocknerwand]] und des Großglockners. Nach Osten erstreckt sich ein ausgeprägter eisbedeckter Grat, die sogenannte Eisnase. Die Nordostwand des Teufelskamps fließt das [[Teufelskampkees]], ein steiler, äußerst gefährlicher Hängegletscher mit Séracs gefürchteten, aus Gletschereis gebildeten Türmen, die ein Durchkommen unmöglich machen. Die Südwestflanke dagegen ist nur schwach geneigt und leicht zu begehen. Nach Osten hin bietet der Berg eine, laut Literatur, atemberaubende Aussicht. | ||
[[Datei:Großglockner Glocknerkamm Gletscher mit Saharasand Mitte Juli 2022.jpg|thumb|Nummer 1 im Bild ist der Teufelskamp.]] | |||
Nach leicht Südwesten fällt das Fruschnitzkees ab. | Nach leicht Südwesten fällt das Fruschnitzkees ab. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
Erstmals bestiegen wurde der Teufelskamp am [[27. August]] [[1868]] von dem Prager Kaufmann und Alpinisten [[Johann Stüdl]] und den Bergführern Thomas und Peter Groder aus Kals am Großglockner. Den Namen "Teufelskamp" erhielt der Berg von Johann Stüdl und seinen Begleitern, weil sie hier vergeblich nach einem Übergang hinunter zur [[Pasterze]] suchten und an den Séracs scheiterten.<ref>[[Eduard Richter]]: Die Erschließung der Ostalpen, III. Band, Verlag des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]], Berlin 1894, S. 189</ref> Erst am [[26. Juli]] [[1926]] gelang es <span style="color:green">Hubert Peterka</span><ref>siehe | Erstmals bestiegen wurde der Teufelskamp am [[27. August]] [[1868]] von dem Prager Kaufmann und Alpinisten [[Johann Stüdl]] und den Bergführern Thomas und Peter Groder aus Kals am Großglockner. Den Namen "Teufelskamp" erhielt der Berg von Johann Stüdl und seinen Begleitern, weil sie hier vergeblich nach einem Übergang hinunter zur [[Pasterze]] suchten und an den Séracs scheiterten.<ref>[[Eduard Richter]]: Die Erschließung der Ostalpen, III. Band, Verlag des [[Deutscher und Oesterreichischer Alpenverein|Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins]], Berlin 1894, S. 189</ref> Erst am [[26. Juli]] [[1926]] gelang es <span style="color:green">Hubert Peterka</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Hubert Peterka|Hubert Peterka]]</ref><ref>{{ennswiki}}</ref> und <span style="color:green">Fritz Herrmann</span><ref>siehe EnnstalWiki → [[enns:Fritz Herrmann|Fritz Herrmann]]</ref> einen Übergang zu finden. Sie mussten allerdings ein Biwak auf dem Gipfel einlegen, bevor sie den Abstieg durch die Ostwand des Teufelskamps angehen konnten.<ref>[Willi End: Alpenvereinsführer Glocknergruppe, München 2003, S. 310, Rz 1110</ref> | ||
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