Hans Stadelmann: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Unglück nahm in der siebten Runde des Einleitungsrennens der 350-cm³-Klasse seinen Beginn. Der [[Italien]]er Franco Uncini, hinter dem Führenden John Ekerold (Südafrika) an zweiter Stelle liegend, fuhr zu schnell in die Fahrerlagerkurve ein und wurde mit rund 190 km/h gegen die Leitplanken, die mit Strohballen gesichert waren, geschleudert. Das Motorrad schleuderte zurück auf die Strecke, die unmittelbar nachfolgenden Fahrer Johnny Cecotto, Dieter Braun und Patrick Fernandez konnten nicht mehr ausweichen. Ein Massensturz, in dem Menschen, Motorräder und Strohballen durch die Luft geschleudert wurden, war die Folge. Rund zehn Sekunden danach krachte es neuerlich. Der Schweizer Hans Stadelmann raste, ausgerutscht auf einem Öl- und Benzinfleck, mit seiner Yamaha direkt in die Unfallstelle. | Das Unglück nahm in der siebten Runde des Einleitungsrennens der 350-cm³-Klasse seinen Beginn. Der [[Italien]]er Franco Uncini, hinter dem Führenden John Ekerold (Südafrika) an zweiter Stelle liegend, fuhr zu schnell in die Fahrerlagerkurve ein und wurde mit rund 190 km/h gegen die Leitplanken, die mit Strohballen gesichert waren, geschleudert. Das Motorrad schleuderte zurück auf die Strecke, die unmittelbar nachfolgenden Fahrer Johnny Cecotto, Dieter Braun und Patrick Fernandez konnten nicht mehr ausweichen. Ein Massensturz, in dem Menschen, Motorräder und Strohballen durch die Luft geschleudert wurden, war die Folge. Rund zehn Sekunden danach krachte es neuerlich. Der Schweizer Hans Stadelmann raste, ausgerutscht auf einem Öl- und Benzinfleck, mit seiner Yamaha direkt in die Unfallstelle. | ||
Die Bilanz der Katastrophe: der 35-jährige Stadelmann erlag noch auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen, der [[Frankreich|Franzose]] Fernandez musste bis in die Abendstunden operiert werden, der Deutsche Braun, der nach seinen Knochenbrüchen ein Comeback feiern wollte, erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Stauchung der Halswirbelsäule, der Venezolaner Cecotto brach sich die linke Hand, Uncini trug Prellungen davon und ein [[ | Die Bilanz der Katastrophe: der 35-jährige Stadelmann erlag noch auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen, der [[Frankreich|Franzose]] Fernandez musste bis in die Abendstunden operiert werden, der Deutsche Braun, der nach seinen Knochenbrüchen ein Comeback feiern wollte, erlitt eine Gehirnerschütterung und eine Stauchung der Halswirbelsäule, der Venezolaner Cecotto brach sich die linke Hand, Uncini trug Prellungen davon und ein [[Club der Streckenfunktionäre|Streckenposten]] wurde am Arm verletzt. | ||
Die Rennleitung brach den Lauf in der 15. Runde ab. Und nun begannen an diesem traurigen Nachmittag die Diskussionen. "Zu spät abgewunken, die Fahrer hielten sich nicht an die gelbe Flagge - Gefahr, Tempo reduzieren - der Rettungsdienst funktionierte nicht", so die allgemeinen Kommentare. Fest steht, dass viele Fahrer ihr Tempo nicht reduzierten. Pilot Max Wiener beschrieb das so: "Wenn ich bremse, fahren mir fünf vor, was soll's?" | Die Rennleitung brach den Lauf in der 15. Runde ab. Und nun begannen an diesem traurigen Nachmittag die Diskussionen. "Zu spät abgewunken, die Fahrer hielten sich nicht an die gelbe Flagge - Gefahr, Tempo reduzieren - der Rettungsdienst funktionierte nicht", so die allgemeinen Kommentare. Fest steht, dass viele Fahrer ihr Tempo nicht reduzierten. Pilot Max Wiener beschrieb das so: "Wenn ich bremse, fahren mir fünf vor, was soll's?" | ||