Schloss Fuschl: Unterschied zwischen den Versionen

überarbeitet und ergänzt, die Bilder für Mobilgeräte angeordnet
KKeine Bearbeitungszusammenfassung
 
(4 dazwischenliegende Versionen von einem anderen Benutzer werden nicht angezeigt)
Zeile 33: Zeile 33:
[[1910]] kommen neue Schlossbesitzer: der Hof-Fischmeister Fritz Steinbacher und seine Frau Babette aus [[München]] in [[Bayern]] kaufen mit [[19. Dezember]] das Schloss. Schließlich erwerben es mit [[29. April]] [[1918]] die Brüder Eduard Mayer, Postwirt in Hof, und Martin Mayer vom [[Gasthof Baderluck]] in Hof das Schloss, das [[1925]] in den alleinigen Besitz des Postwirtes übergeht.
[[1910]] kommen neue Schlossbesitzer: der Hof-Fischmeister Fritz Steinbacher und seine Frau Babette aus [[München]] in [[Bayern]] kaufen mit [[19. Dezember]] das Schloss. Schließlich erwerben es mit [[29. April]] [[1918]] die Brüder Eduard Mayer, Postwirt in Hof, und Martin Mayer vom [[Gasthof Baderluck]] in Hof das Schloss, das [[1925]] in den alleinigen Besitz des Postwirtes übergeht.


Der Besitzwechsel geht weiter. Die Brüder Mayer verkaufen mit [[13. Juni]] [[1929]] an [[Gustav Edler von Remiz]] und seine Frau Hedwig, geborene Baronin Neufforge (eine Enkelin des deutschen Großindustriellen August Thyssen), die es von Architekt Julius Kubick für ihre Wohnzwecke herrichten lassen.<ref>[https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&p=79&Daten=185347 Technische Universität Berlin, Architekturmuseum] Pläne vom Juli 1929.</ref> Es erfolgen umfassende Renovierungen und Ausbauten, die später auch das [[Jägerhaus (Hof bei Salzburg)|Jägerhaus]] und die Parkanlage betreffen. Der Schlossbesitzer von Remiz wird nach der [[Anschluss|deutschen Besetzung]] Österreichs wegen seines Einsatzes für die "[[Vaterländische Front|Vaterländischen Front]]" [[1938]] verhaftet und in das [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] überstellt, wo er im Jahr darauf umkommt. Sein gesamter Besitz ist da bereits beschlagnahmt.
Der Besitzwechsel geht weiter. Die Brüder Mayer verkaufen mit [[13. Juni]] [[1929]] an [[Gustav Edler von Remiz]] und seine Frau Hedwig, geborene Baronin Neufforge (eine Enkelin des deutschen Großindustriellen August Thyssen), die es von Architekt Julius Kubick für ihre Wohnzwecke herrichten lassen.<ref>[https://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&p=79&Daten=185347 Technische Universität Berlin, Architekturmuseum] Pläne vom Juli 1929.</ref> Es erfolgen umfassende Renovierungen und Ausbauten, die später auch das [[Jägerhaus (Hof bei Salzburg)|Jägerhaus]] und die Parkanlage betreffen. Der Schlossbesitzer von Remiz wird nach der [[Anschluss|deutschen Besetzung]] Österreichs wegen seines Einsatzes für die "[[Vaterländische Front|Vaterländische Front]]" [[1938]] verhaftet und in das [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] überstellt, wo er im Jahr darauf umkommt. Sein gesamter Besitz ist da bereits beschlagnahmt.


[[Datei:Schloss Fuschl 1930.jpg|thumb|Luftaufnahme um 1930.]]
[[Datei:Schloss Fuschl 1930.jpg|thumb|Luftaufnahme um 1930.]]
Zeile 49: Zeile 49:
[[Datei:Sissi Museum.jpg|thumb|[[Jägerhaus (Hof bei Salzburg)|Jägerhaus]] mit [[Sissi-Museum Hotel Schloss Fuschl|Sissi-Museum]].]]
[[Datei:Sissi Museum.jpg|thumb|[[Jägerhaus (Hof bei Salzburg)|Jägerhaus]] mit [[Sissi-Museum Hotel Schloss Fuschl|Sissi-Museum]].]]


[[1955]] wird das Hotel Schloss Fuschl Schauplatz des ersten Sissi-Films mit [[Romy Schneider]] in der Hauptrolle. Es steht für das ähnlich malerisch gelegene Schloss Possenhofen, das sich am Starnberger See in [[Bayern]] befindet. Während der Dreharbeiten wohnte Romy Schneider im Schlosshotel, woran die luxuriöse Sissi-Suite mit ihrem atemberaubenden Ausblick auf den Fuschlsee noch heute erinnert. Durch den anhaltenden Erfolg des Films ist das Hotel Schloss Fuschl für ein weltweites Millionenpublikum untrennbar mit dem Sissi-Mythos verbunden, woran noch heute ein kleines Museum erinnert. Heute gibt es im Jägerhaus ein [[Sissi-Museum Hotel Schloss Fuschl|Sissi-Museum]].
[[1955]] wird das Hotel Schloss Fuschl Schauplatz des [[Sissi (Film)|ersten Sissi-Films]] mit [[Romy Schneider]] in der Hauptrolle. Es steht für das ähnlich malerisch gelegene Schloss Possenhofen, das sich am Starnberger See in [[Bayern]] befindet. Während der Dreharbeiten wohnte Romy Schneider im Schlosshotel, woran die luxuriöse Sissi-Suite mit ihrem atemberaubenden Ausblick auf den Fuschlsee noch heute erinnert. Durch den anhaltenden Erfolg des Films ist das Hotel Schloss Fuschl für ein weltweites Millionenpublikum untrennbar mit dem Sissi-Mythos verbunden, woran noch heute ein kleines Museum erinnert. Heute gibt es im Jägerhaus ein [[Sissi-Museum Hotel Schloss Fuschl|Sissi-Museum]].


== Sehenswürdigkeiten ==
== Sehenswürdigkeiten ==
* [[Die künstliche Insel im Fuschlsee- eine archäologische Rarität!|Die künstliche Fuschlsee-Insel der Romanen (um 540 n. Chr.)]]
* [[Die künstliche Insel im Fuschlsee- eine archäologische Rarität!|Die künstliche Fuschlsee-Insel der Romanen (um 540 n. Chr.)]]
* eine [[Hubertuskapelle (Hof)|Hubertuskapelle]]
* eine [[Hubertuskapelle Schloss Fuschl|Hubertuskapelle]]


==Bildergalerie==
==Bildergalerie==
<gallery>
<gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200">
Datei:Schloss fuschl ostseitig.JPG|Schloss Fuschl, ostseitig
Datei:2025 09 10 Hof Schloss Fuschl 07.jpg|Schloss Fuschl im September 2025.
Datei:Schloss Fuschl Nahaufnahme.jpg|Schloss Fuschl,  Nahaufnahme
Datei:Schloss Fuschl Nahaufnahme.jpg|Schloss Fuschl,  Nahaufnahme
Datei:Eingang zum Schloss Fuschl.jpg|Eingang zum Schloss Fuschl.
Datei:Eingang zum Schloss Fuschl.jpg|Eingang zum Schloss Fuschl.
Zeile 66: Zeile 66:
{{Bildkat}}
{{Bildkat}}
* {{Commonscat|Schloss Fuschl}}
* {{Commonscat|Schloss Fuschl}}
==Quellen==
==Quellen==
* [https://www.sn.at/archivsn?img=A0tU26DCYSOasgtO%2F5XY2nMFM6%2BQmrIASopTtjKGJ2oH%2BCQ5xAksEQrc3K95AO7ZuhvA%2Ffxy%2BM5j06vVnxlKonffjOHKf3SX0%2FEixcYF5kRKJRTTbdW8NJTapbBeNlR6&id1=19760605_09&q=Harriet%2520Gr%25C3%25A4fin%2520Walderdorff#slide9 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 5. Juni 1976, Seite 9, "Der neue Glanz war nicht von Dauer"
* [https://www.sn.at/archivsn?img=A0tU26DCYSOasgtO%2F5XY2nMFM6%2BQmrIASopTtjKGJ2oH%2BCQ5xAksEQrc3K95AO7ZuhvA%2Ffxy%2BM5j06vVnxlKonffjOHKf3SX0%2FEixcYF5kRKJRTTbdW8NJTapbBeNlR6&id1=19760605_09&q=Harriet%2520Gr%25C3%25A4fin%2520Walderdorff#slide9 www.sn.at], Archiv der "[[Salzburger Nachrichten]]", Ausgabe vom 5. Juni 1976, Seite 9, "Der neue Glanz war nicht von Dauer"