AIR-Service Flugreisegesellschaft: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | == | + | Die Zentrale von AIR-Service befand sich in Villach in [[Kärnten]]. [[1977]] saßen in der Weihnachtszeit rund 160 Urlauber fest. Am Flughafen in Klagenfurt warteten Passagiere auf ihren Flug nach Teneriffa, auf Mallorca eine Gruppe auf den Heimflug. Grund war, dass die jugoslawische [[Charterflug]]gesellschaft Avio-Genex sich weigerte, die Passagiere zu transportieren, da AIR-Service Flugreisegesellschaft bei ihnen beträchtliche Schulden hatte. |
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| + | Der Vollständigkeit wegen sei noch erwähnt, dass im März [[1978]] der Chef der AIR-Service Flugreisegesellschaft, ein jugoslawischer Staatsangehöriger, verhaftet wurde. Er hatte 13 Millionen Schilling an Schulden angehäuft, bevor er im Jänner 1978 den Konkurs anmeldete.<ref>[https://www.sn.at/archivsn?img=zFExr48I%2F5RVMi6Dd92UyAb0imm3h3I5UwOs2lMHCEoresoMx7f0BWisuvck7Ni%2BzNTZJCUrd90258IYgnOQYtP5y7wKZ%2BjheIvOHXgLJ7MhdRslL970B7nqoVcG907Z&id1=19780317_04&q=%2522AIR-Service%2522#sn-archiv-4 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 17. März 1978, Seite 4</ref> | ||
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| + | * [https://www.sn.at/archivsn?img=KkC%2Be%2BZ6KpoxmyeFhxseM9KmON8f30lkrERx1bcxmcWb9LqVQM3SlI7QmhBg8%2BP6sfr967U0tpVWp0Yen5%2F5ZJJ%2FVf0HvlAx4%2Fo7PP2f2lBymWU7zn1b5PCDwkNX5GYx&id1=19760910_19&q=Salzburger%2520Cristallglas#sn-archiv-19 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 10. September 1976, Seite 19 | ||
| + | * [https://www.sn.at/archivsn?img=1RaZRc6RifuF8jQCJO9WznWICzKOWiHwvhvRfL869r5YoPfTRXrvnCE55yTw7KHC1GWLdkWZzARZ%2F9M%2FR1s0upz0aEpl%2BvSzIRk158U7WXjilZwFeRXrUf717ORLJQ88&id1=19771230_04&q=%2522AIR-Service%2522#sn-archiv-4 www.sn.at], Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 30. Dezember 1977, Seite 4: "160 Urlauber sitzen fest" | ||
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Aktuelle Version vom 13. November 2024, 16:43 Uhr
AIR-Service Flugreisegesellschaft ist ein nicht mehr bestehendes Reisebüro in der Stadt Salzburg.
Notizen
Das mit Adresse Wolf-Dietrich-Straße 4a ansässige Unternehmen bot Mitte der 1970er-Jahre Flugreisen an. Die 1976 angebotenen Flugreisen wurden mit Douglas DC-9-Flugzeugen ab und bis Laibach in Jugoslawien inkl. Busanreise von Salzburg durchgeführt. Im Programm gab es u. a. sechstägige Istanbul-Flüge um Schilling 2.300,--, sechstägige Ägypten-Flüge um öS 4.800,-- oder viertägige "Miniurlaube Griechenland" um ÖS 2.400,--.
Die Zentrale von AIR-Service befand sich in Villach in Kärnten. 1977 saßen in der Weihnachtszeit rund 160 Urlauber fest. Am Flughafen in Klagenfurt warteten Passagiere auf ihren Flug nach Teneriffa, auf Mallorca eine Gruppe auf den Heimflug. Grund war, dass die jugoslawische Charterfluggesellschaft Avio-Genex sich weigerte, die Passagiere zu transportieren, da AIR-Service Flugreisegesellschaft bei ihnen beträchtliche Schulden hatte.
In diesem Zusammenhang tauchte bereits in diesem Artikel der "Salzburger Nachrichten" Ende 1977 die Forderung auf, "dass bestimmte finanzielle Sicherungen von den Reiseveranstaltern verlangt werden, bevor sie mit ihren Maschinen auf Reisen gehen." Aber erst 1994 kam es dann zur Umsetzung dieser Forderung mit der Reisebürosicherungsverordnung[1] mit der Verpflichtung einer Insolvenzversicherung für Reiseveranstalter.[2]
Der Vollständigkeit wegen sei noch erwähnt, dass im März 1978 der Chef der AIR-Service Flugreisegesellschaft, ein jugoslawischer Staatsangehöriger, verhaftet wurde. Er hatte 13 Millionen Schilling an Schulden angehäuft, bevor er im Jänner 1978 den Konkurs anmeldete.[3]
Quellen
- www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 10. September 1976, Seite 19
- www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 30. Dezember 1977, Seite 4: "160 Urlauber sitzen fest"
Einzelnachweise
- ↑ BGBl 1994/881
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- Quelle(n) dieses Artikels sind persönliche Erinnerungen oder Kenntnisse von Peter Krackowizer, der die Entwicklung der Pauschalreiseverordnung im Reisebüro miterlebt hatte, die nicht mit Einzelnachweisen belegt sind
- ↑ www.sn.at, Archiv der "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 17. März 1978, Seite 4