Leptopterix hirsutella: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Leptopterix hirsutella''' (''Tinea hirsutella'' [Denis & Schiffermüller], 1775) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Psychidae]] (Echte Sackträger).
'''Leptopterix hirsutella''' (''Tinea hirsutella'' [Denis & Schiffermüller], 1775: 318) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]] (Schmetterlinge), [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Psychidae]] (Echte Sackträger).
 
==Diagnose==
Die Männchen sind an ihren lang gekämmten Fühlern einfach zu erkennen. Der Sack weist eine gewisse Ähnlichkeit zu jenem von ''[[Sterrhopterix standfussi]]'' auf, ist aber unregelmäßiger und mehr in Längsrichtung belegt.


==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==


Von ''L. hirsutella'' gibt es aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nur zwei Meldungen. [[Erich Feichtenberger]] fand am 12.7.1952 ein Männchen im [[Stubachtal]] bei Wirtenbach in rund 800 m Höhe (Zone IV, [[Zentralalpen]], nach Embacher et al. 2011). Einen zweiten Nachweis meldet Mack (1985) aus der Nähe der [[Hofpürgelhütte]] bei [[Filzmoos]] aus rund 1760 m Höhe (Zone II, [[Nördliche Kalkalpen]]). Von beiden Funden ist kein Beleg vorhanden, das Vorkommen der Art im Land ist aber wahrscheinlich (siehe auch Kurz & Embacher 2018). Aus Salzburg liegen keine Angaben zum Lebensraum vor, die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines fliegen in einer Generation im Jahr ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2020).
Von ''L. hirsutella'' gibt es aus [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nur zwei Meldungen. [[Erich Feichtenberger]] fand am 12.7.1952 ein Männchen im [[Stubachtal]] bei Wirtenbach in rund 800 m Höhe (Zone IV, [[Zentralalpen]], nach Embacher et al. 2024). Die Angabe erscheint aber auf Grund der geringen Höhenlage und des späten Flugdatums zweifelhaft. Einen zweiten Nachweis meldet Mack (1985) aus der Nähe der [[Hofpürgelhütte]] bei [[Filzmoos]] aus rund 1760 m Höhe (Zone II, [[Nördliche Kalkalpen]]). Von beiden Funden ist kein Beleg vorhanden, das Vorkommen der Art im Land ist aber wahrscheinlich (siehe auch Kurz & Embacher 2018). Aus Salzburg liegen keine Angaben zum Lebensraum vor, die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines fliegen in einer Generation im Jahr ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] & [[Marion Kurz|Kurz]] 2025).
 
==Nachbarfaunen==
Nach Huemer (2013) kommt ''L. hirsutella'' in allen österreichischen Bundesländern mit Ausnahme von Wien und dem Burgenland vor. In den Kalkalpen [[Oberösterreich]]s und der angrenzenden [[Steiermark]] ist die Art auf hochalpinen Grasheiden verbreitet (Kusdas & Reichl 1974). In [[Bayern]] ist sie ebenfalls nur aus den Kalkhochalpen bekannt (Haslberger & Segerer 2016, Lepiforum 2025).


==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==


Zur Lebensweise von ''L. hirsutella'', wie auch zu den Entwicklungsstadien, liegen aus Salzburg keine Daten vor. Die Raupen sollen mit ihren Säcken bevorzugt in Silberwurz-Polstern leben (''[[Dryas octopetala]]''). Eine mehrmalige, allerdings unsystematische Suche danach verlief bisher aber ergebnislos, sodass die Art in Salzburg als verschollen gilt.
Zur Lebensweise von ''L. hirsutella'', wie auch zu den Entwicklungsstadien, liegen aus Salzburg keine Daten vor. Die Raupen sollen mit ihren Säcken bevorzugt in Silberwurz-Polstern (''[[Dryas octopetala]]'') leben. Eine mehrmalige, allerdings unsystematische Suche danach verlief bisher aber ergebnislos, sodass die Art in Salzburg als verschollen gilt (Einstufung RE nach Embacher et al 2024).


==Weiterführende Informationen==
==Weiterführende Informationen==


{{NKIS | taxonid=}}
{{NKIS | taxonid=757}}


[[SALZBURGWIKI:Projekt_Fauna_und_Flora|Projekt: Fauna und Flora von Salzburg]]
{{Fauna und Flora Projekt}}


== Bilder ==
== Bilder ==
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==Quellen==
==Quellen==
{{Quelle Embacher et al.}}
*{{Quelle Embacher et al. 2024}}
*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]]; [[Marion Kurz|Kurz, M. E.]] 2000–2020. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 06 Februar 2020].
*Haslberger, A. &amp; A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
*Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
*Kurz, M. A. & G. Embacher 2018. Die Psychidae (Lepidoptera) des Bundeslandes Salzburg, Österreich. Zeitschrift der Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Entomologen 70: 93-104.
*Kurz, M. A. &amp; [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2025. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2025.01.27].
*Kusdas, K. & E. R. Reichl 1974. Die Schmetterlinge Oberösterreichs. Teil 2. Schwärmer und Spinner. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-263.
*Lepiforum e.V. [Hrsg.] 2008-2025: <i>Leptopterix hirsutela</i> ([Denis & Schiffermüller], 1775). URL: https://lepiforum.org/wiki/ [online 2025.01.27].
 
== Einzelnachweis ==
<references />


[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]