Gedenkzeichen Fuscher Törl: Unterschied zwischen den Versionen
K Namenskorrekturen lt. E-Mail Großglockner-Wallack-Archiv GROHAG am 6. März 2024 an Admin. Peter |
K Textersetzung - „Hochtor-Tunnel“ durch „Hochtor Tunnel“ |
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''sowie der verdienten Mitarbeit der Mitglieder der Bundesregierung, des Verwaltungsrates und der Geschäftsführung der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] und aller jener Männer, deren Namen eine in diesem Gedenkzeichen hinterlegte Urkunde aufzählt.'' | ''sowie der verdienten Mitarbeit der Mitglieder der Bundesregierung, des Verwaltungsrates und der Geschäftsführung der [[Großglockner Hochalpenstraßen AG]] und aller jener Männer, deren Namen eine in diesem Gedenkzeichen hinterlegte Urkunde aufzählt.'' | ||
Nach dem [[Anschluss]] wurden die lateinischen Inschriften am Gedenkzeichen und über den Portalen des [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor | Nach dem [[Anschluss]] wurden die lateinischen Inschriften am Gedenkzeichen und über den Portalen des [[Hochtor (Tunnel)|Hochtor Tunnels]] entfernt. Diese Entfernungen, ebenso wie jener Tafel, die an Dollfuß erinnerte, erfolgten auf Weisung des Gauleiters und Landeshauptmannes [[Friedrich Rainer]]. Nunmehr hieß das Gedenkzeichen "Anschluss-Denkmal" und eine neue Gedenktafel an der linken Innenseite trug folgende Inschrift: | ||
"Diese herrliche Bergwelt brachte ÖSTERREICH dem deutschen Vaterlande am 13. März 1938 als MORGENGABE mit'" | "Diese herrliche Bergwelt brachte ÖSTERREICH dem deutschen Vaterlande am 13. März 1938 als MORGENGABE mit'" | ||
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== Entstehung == | == Entstehung == | ||
An dem Wettbewerb für dieses Gedenkzeichen hatten sich 48 österreichische Künstler beteiligt. Sieger wurde Architekt Rudolf Perthen, der Zweitgereihte war Architekt Stefan Simony mit Bildhauer Edwin Grienauer und an dritter Stelle folgte der spätere Erbauer, Clemens Holzmeister. Holzmeister erhielt den Auftrag deshalb, weil er mit Bundeskanzler Dollfuß in persönlicher Beziehung gestanden hatte, was für Bundeskanzler [[Kurt Schuschnigg]], dem die endgültige Auswahl oblag, ausschlaggebend war. Zuvor hatte aber Holzmeister in seiner Funktion als Präsident der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs die Jury-Entscheidung erfolgreich angefochten. Am [[4. Mai]] [[1935]], also nur drei Monate vor der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, tagte das Preisgericht. Anschließend traf Schuschnigg die Entscheidung zur Errichtung des Gedenkzeichens. Es kam damals auch die Bezeichnung "Dollfußkapelle" auf. | An dem Wettbewerb für dieses Gedenkzeichen hatten sich 48 österreichische Künstler beteiligt. Sieger wurde Architekt Rudolf Perthen, der Zweitgereihte war Architekt Stefan Simony mit Bildhauer Edwin Grienauer und an dritter Stelle folgte der spätere Erbauer, Clemens Holzmeister. Holzmeister erhielt den Auftrag deshalb, weil er mit Bundeskanzler Dollfuß in persönlicher Beziehung gestanden hatte, was für Bundeskanzler [[Kurt Schuschnigg]], dem die endgültige Auswahl oblag, ausschlaggebend war. Zuvor hatte aber Holzmeister in seiner Funktion als Präsident der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs die Jury-Entscheidung erfolgreich angefochten. Am [[4. Mai]] [[1935]], also nur drei Monate vor der Eröffnung der Großglockner Hochalpenstraße, tagte das Preisgericht.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19350508&query=%22Wallack%22&ref=anno-search&seite=5 ANNO], "[[Salzburger Volksblatt]]", Ausgabe vom 8. Mai 1935, Seite 5</ref> Anschließend traf Schuschnigg die Entscheidung zur Errichtung des Gedenkzeichens. Es kam damals auch die Bezeichnung "Dollfußkapelle" auf. | ||
Die Errichtung war dann erst kurz vor Eröffnung der Straße am [[3. August]] [[1935]], wie aus einem Bild hervor geht, das [[Franz Wallack]], der Erbauer der Straße, am [[16. Juli]] 1935 machte.<ref>[[Georg Rigele]]: "[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]]", Seite 267</ref> | Die Errichtung war dann erst kurz vor Eröffnung der Straße am [[3. August]] [[1935]], wie aus einem Bild hervor geht, das [[Franz Wallack]], der Erbauer der Straße, am [[16. Juli]] 1935 machte.<ref>[[Georg Rigele]]: "[[Großglockner Hochalpenstraße: Zur Geschichte eines österreichischen Monuments]]", Seite 267</ref> | ||
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