Schloss Seeburg: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geografie == | == Geografie == | ||
Das Schloss befindet sich im Nordosten des Stadtzentrums am Nordwestende des [[Wallersee]]s auf einer kleinen Anhöhe auf 523 [[m ü. A.]]. Westliche des Schlosses verläuft die [[Seeburgstraße (Seekirchen am Wallersee)|Seeburgstraße]]. Bis zur Tieferlegung des Wallersee und der damit einhergehenden Regulierung der [[Fischach]] ab [[1890]] stand das Schloss unmittelbar oberhalb des Seeufers. Heute verläuft wenige Meter unterhalb des Schlosses die [[ | Das Schloss befindet sich im Nordosten des Stadtzentrums am Nordwestende des [[Wallersee]]s auf einer kleinen Anhöhe auf 523 [[m ü. A.]]. Westliche des Schlosses verläuft die [[Seeburgstraße (Seekirchen am Wallersee)|Seeburgstraße]]. Bis zur Tieferlegung des Wallersee und der damit einhergehenden Regulierung der [[Fischach]] ab [[1890]] stand das Schloss unmittelbar oberhalb des Seeufers. Heute verläuft wenige Meter unterhalb des Schlosses die [[Westbahnstrecke]]. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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Die Tochter von Christoph, Juliane von Haunsperg, heiratete [[Levin von Mortaigne]], einen Salzburger Kammerherr, Gardehauptmann und Pfleger aus [[Golling]]. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Johann Dietrich, der [[1647]] die Seeburg in den Besitz der steirischen [[Freiherren von Prankh]] übergibt. Als Besitzer folgen [[1724]] Adam Franz-Xaver von Paumann, Pfleger in [[Zell am See]], [[1731]] Johann Adam [[Ainkhäs von Petershausen und Ainkhäshofen]] und [[1737]] Josef Rupert von Pfeiffersberg. Die folgenden Besitzer bauten die Seeburg im [[Rokoko]]stil um: [[1752]] Ernst Maria von [[Lodron]] und Antonia Gräfin von [[Arco]]. Dabei wurde die [[Schlosskapelle zum hl. Rupert in der Seeburg]] erbaut. | Die Tochter von Christoph, Juliane von Haunsperg, heiratete [[Levin von Mortaigne]], einen Salzburger Kammerherr, Gardehauptmann und Pfleger aus [[Golling]]. Nach seinem Tod übernahm sein Sohn Johann Dietrich, der [[1647]] die Seeburg in den Besitz der steirischen [[Freiherren von Prankh]] übergibt. Als Besitzer folgen [[1724]] Adam Franz-Xaver von Paumann, Pfleger in [[Zell am See]], [[1731]] Johann Adam [[Ainkhäs von Petershausen und Ainkhäshofen]] und [[1737]] Josef Rupert von Pfeiffersberg. Die folgenden Besitzer bauten die Seeburg im [[Rokoko]]stil um: [[1752]] Ernst Maria von [[Lodron]] und Antonia Gräfin von [[Arco]]. Dabei wurde die [[Schlosskapelle zum hl. Rupert in der Seeburg]] erbaut. | ||
Die folgenden Jahrzehnte stellten dann die wahrscheinlich glanzvollste Zeit von Schloss Seeburg dar. [[1779 | Die folgenden Jahrzehnte stellten dann die wahrscheinlich glanzvollste Zeit von Schloss Seeburg dar. [[1779]] kam [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] in den Besitz von Schloss Seeburg. Es wurde Treffpunkt seinerzeit berühmter Persönlichkeiten wie [[Wolfgang Amadé Mozart]]. [[1825]] erwarb der geadelte Südfrüchtehändler und Armeelieferant [[Dismas von Widerwald]]. Nach dessen Tod wurde das Anwesen versteigert. Damit endete die Zeit von Schloss Seeburg als Adelswohnsitz. | ||
[[Mathias Bayrhammer]], "der Seekirchner Geldhiesl", hatte mit seiner [[Bayrhammersche Stiftung|Bayrhammerschen Stiftung]] aus seinem riesigen Vermögen eine reich dotierte Armenstiftung verfügt. Lorenz Ibertsperger von Erlach, den noch Bayrhammer [[1848]] als Stiftspatron einsetzte, kümmerte sich nach dessen Tod [[1845]] um die Errichtung der Stiftung. Er erwarb [[1849]] die Seeburg und ließ sie gründlich umbauen ([[1850]] wurde sie um ein Stockwerk aufgestockt, einige Steinlagen der Ringmauer dafür abgetragen, die Zimmer- und Bettenanzahl wurde erhöht). [[1850]] starb von Erlach, Carl von Ernst wurde Betreuer des Schlosses und [[1878]] übernahm Amanda Hübsch, Tochter von Lorenz Ibertsperger, das Stiftspatronat bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. [[1919]] ging das Schloss in die Gemeindeverwaltung von Seekirchen über. | [[Mathias Bayrhammer]], "der Seekirchner Geldhiesl", hatte mit seiner [[Bayrhammersche Stiftung|Bayrhammerschen Stiftung]] aus seinem riesigen Vermögen eine reich dotierte Armenstiftung verfügt. Lorenz Ibertsperger von Erlach, den noch Bayrhammer [[1848]] als Stiftspatron einsetzte, kümmerte sich nach dessen Tod [[1845]] um die Errichtung der Stiftung. Er erwarb [[1849]] die Seeburg und ließ sie gründlich umbauen ([[1850]] wurde sie um ein Stockwerk aufgestockt, einige Steinlagen der Ringmauer dafür abgetragen, die Zimmer- und Bettenanzahl wurde erhöht). [[1850]] starb von Erlach, Carl von Ernst wurde Betreuer des Schlosses und [[1878]] übernahm Amanda Hübsch, Tochter von Lorenz Ibertsperger, das Stiftspatronat bis zum Ende des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. [[1919]] ging das Schloss in die Gemeindeverwaltung von Seekirchen über. | ||