Wolfgang Hagenauer: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Wolfgang Hagenauer''' (* [[16. Oktober]] [[1726]] in [[Straß (Ainring)|Straß]] bei [[Ainring]]; † [[16. Dezember]] [[1801]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein Salzburger Architekt, höfischer Hofbauverwalter, Architekt des [[Sigmundstor]]es, gemeinsam mit seinem Bruder Johann Baptist Hagenauer Schöpfer der [[Marienstatue]] auf dem [[Domplatz]] sowie etlicher Kirchen und Gebäude des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]]. Er entstammte der [[Hagenauer]]-Dynastie aus dem Paul'schen Zweig (Linie A), und war gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Baptist und Johann Georg ein führender Vertreter des Klassizismus in Salzburg.  
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'''Wolfgang Hagenauer''' (* [[16. Oktober]] [[1726]] in [[Straß (Ainring)|Straß]] bei [[Ainring]]; † [[16. Dezember]] [[1801]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein Salzburger Architekt, höfischer Hofbauverwalter und Architekt des [[Sigmundstor]]es.
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== Einleitung ==
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Gemeinsam mit seinem Bruder Johann Baptist Hagenauer schuf er die [[Mariensäule auf dem Domplatz|Mariensäule]] auf dem [[Domplatz]] sowie zahlreiche Kirchen und Gebäude des [[Erzbistum Salzburg|Erzbistums Salzburg]]. Er entstammte der [[Hagenauer]]-Dynastie aus dem Paul'schen Zweig (Linie A) und war gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Baptist und Johann Georg ein führender Vertreter des [[Klassizismus]] in Salzburg.
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Wolfgang (V.) Hagenauer wurde am 16. Oktober 1726 als ältestes von elf Kindern am [[Aman|Amangut]] in Straß im [[Rupertiwinkel]] als Sohn des Gutsbesitzers und Bauern Wolfgang (IV.) Hagenauer und dessen Ehefrau Maria, geborene Hasenerl, geboren. Wolfgang (V.) war außerdem der Bruder des Bildhauers [[Johann Baptist Hagenauer]], des Architekten [[Johann Georg Hagenauer]] und des Vikars [[Andreas Hagenauer]].
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Wolfgang (V.) Hagenauer wurde am [[16. Oktober]] [[1726]] als ältestes von elf Kindern am [[Aman|Amangut]] in Straß im [[Rupertiwinkel]] als Sohn des Gutsbesitzers und Bauern Wolfgang (IV.) Hagenauer und dessen Ehefrau Maria, geborene Hasenerl, geboren. Wolfgang (V.) war außerdem der Bruder des Bildhauers [[Johann Baptist Hagenauer]], des Architekten [[Johann Georg Hagenauer]] und des Vikars [[Andreas Hagenauer]].
 
 
In Salzburg wurde er von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer]], einem reichen Handelsmann, der auch Hausherr und Gönner [[Wolfgang Amadé Mozart]]s war, entdeckt und gefördert. Wolfgang Hagenauer sollte als erstgeborener Sohn eigentlich den väterlichen Hof in Straß bei Ainring übernehmen. Doch dazu sollte es nicht kommen. 1750 starb Wolfgangs Vater und da kein einziger seiner zahlreichen Brüder das väterliche Gut übernehmen wollte, trat eine Schwester mit ihrem Mann dieses Erbe an. Wolfgang absolvierte [[1751]] vorerst eine Zimmermannsausbildung in Salzburg und wohnte während dieser Zeit im Haus seines Onkels, dem heute bekannten [[Hagenauerhaus]] (Mozarts Geburtshaus) in der [[Getreidegasse]].
 
  
[[1755]] folgte Wolfgang Hagenauer seinem jüngeren Bruder an die Wiener Akademie nach, um Architektur zu studieren. Sein Bruder [[Johann Baptist Hagenauer|Johann Baptist]] war bereits seit 1754 an die Wiener Akademie inskribiert, um dort Bildhauerei zu studieren. Die Studien der beiden Brüder wurden durch ein vom Salzburger [[Salzburger Erzbischof|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] gewährtes Stipendium und die finanzielle Unterstützung ihres Onkels Johann Lorenz Hagenauer ermöglicht. [[1759]] kehrte Wolfgang nach Salzburg zurück und wurde vom Fürsterzbischof am [[17. Jänner]] [[1760]] zum Hofbauverwalter bestellt und in den Rang eines hochfürstlichen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kammerdieners]] erhoben. Wolfgang erlangte jedoch nie die gleiche soziale Anerkennung wie seine beiden jüngeren Brüder Johann Baptist und [[Johann Georg Hagenauer|Johann Georg]], denen beiden das Recht zugestanden wurde, das Adelsprädikat "''von Hagenauer''" zu tragen. Gleichzeitig gründete Wolfgang eine private Zeichenschule in Salzburg, in der er auch seinen jüngsten Bruder Johann Georg, der später ebenfalls Architekt und Baumeister wurde, unterrichtete.  
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In Salzburg wurde er von seinem Onkel [[Johann Lorenz Hagenauer]], einem reichen Handelsmann, der auch Hausherr und Gönner [[Wolfgang Amadé Mozart]]s war, entdeckt und gefördert. Als erstgeborener Sohn sollte Wolfgang Hagenauer eigentlich den väterlichen Hof in Straß bei Ainring übernehmen, doch dazu kam es nicht. [[1750]] starb Wolfgangs Vater, und da keiner seiner zahlreichen Brüder das väterliche Gut übernehmen wollte, trat eine Schwester mit ihrem Mann dieses Erbe an. [[1751]] absolvierte Wolfgang zunächst eine Zimmermannsausbildung in Salzburg und wohnte während dieser Zeit im Haus seines Onkels, dem heute bekannten [[Hagenauerhaus]] (Mozarts Geburtshaus) in der [[Getreidegasse]].
  
Wolfgangs erste Bauten, die Kirche in [[Itter]] ([[1762]]) und die Kirche in Buchbach bei [[Mühldorf am Inn]] ([[1763]]), lassen bereits den neuen [[Klassizismus |klassizistischen]] Baustil erkennen. Zwischen [[1764]] und [[1771]] arbeitete Wolfgang Hagenauer eng mit seinem Bruder, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, welcher später Professor und Direktor der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde, zusammen. In dieser Zeit entstanden das [[Sigmundstor]] und die [[Marienstatue|Mariensäule]] auf dem [[Domplatz]] in der [[Stadt Salzburg]]. Wolfgang Hagenauer war zunächst von klassizistischer Formgebung geprägt, verbunden mit dem Willen zu monumentalem Ausdruck, später jedoch verstärkte sich in seinen Werken der Einfluss des Zopfstils.
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[[1755]] folgte Wolfgang Hagenauer seinem jüngeren Bruder an die Wiener Akademie, um Architektur zu studieren. Sein Bruder [[Johann Baptist Hagenauer|Johann Baptist]] war bereits seit [[1754]] an der Wiener Akademie inskribiert, um dort Bildhauerei zu studieren. Die Studien der beiden Brüder wurden durch ein vom Salzburger [[Salzburger Erzbischof|Fürsterzbischof]] [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] gewährtes Stipendium sowie durch die finanzielle Unterstützung ihres Onkels Johann Lorenz Hagenauer ermöglicht. [[1759]] kehrte Wolfgang nach Salzburg zurück und wurde vom Fürsterzbischof am [[17. Jänner]] [[1760]] zum Hofbauverwalter bestellt und in den Rang eines hochfürstlichen [[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#K|Kammerdieners]] erhoben. Wolfgang erlangte jedoch nie die gleiche soziale Anerkennung wie seine beiden jüngeren Brüder Johann Baptist und [[Johann Georg Hagenauer|Johann Georg]], denen das Recht zugestanden wurde, das Adelsprädikat "von Hagenauer" zu tragen. Gleichzeitig gründete Wolfgang eine private Zeichenschule in Salzburg, in der er auch seinen jüngsten Bruder Johann Georg, der später ebenfalls Architekt und Baumeister wurde, unterrichtete.
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Wolfgangs erste Bauten, die Kirche in [[Itter]] ([[1762]]) und die Kirche in Buchbach bei [[Mühldorf am Inn]] ([[1763]]), lassen bereits den neuen [[Klassizismus|klassizistischen]] Baustil erkennen. Zwischen [[1764]] und [[1771]] arbeitete Wolfgang Hagenauer eng mit seinem Bruder, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, der später Professor und Direktor der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde, zusammen. In dieser Zeit entstanden das [[Sigmundstor]] und die Mariensäule auf dem Domplatz in der [[Stadt Salzburg]]. Wolfgang Hagenauer war zunächst von klassizistischer Formgebung geprägt, verbunden mit dem Willen zum monumentalen Ausdruck; später jedoch verstärkte sich der Einfluss des Zopfstils in seinen Werken.
  
Als hochfürstlicher Hofbaudirektor betreute Hagenauer das gesamte Bauwesen des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]] und war mit seinem Cousin [[Kajetan Rupert Hagenauer]], besser bekannt als späterer [[Äbte von St. Peter|Abt]] Dominikus von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]], eng befreundet. So schuf er Kirchenbauten und Altäre zum Beispiel in [[Hallein]], [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], [[Bergheim]], [[Elsbethen]], [[Matrei]] in [[Osttirol]] und in [[Brixen im Thale]].
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Als hochfürstlicher Hofbaudirektor betreute Hagenauer das gesamte Bauwesen des [[Fürsterzbistum Salzburg|Fürsterzbistums Salzburg]] und war mit seinem Cousin [[Kajetan Rupert Hagenauer]], besser bekannt als späterer [[Äbte von St. Peter|Abt]] Dominikus von [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|St. Peter]], eng befreundet. So schuf er unter anderem Kirchenbauten und Altäre in [[Hallein]], [[Mattsee (Ort)|Mattsee]], [[Bergheim]], [[Elsbethen]], [[Matrei]] in [[Osttirol]] und in [[Brixen im Thale]].
  
Am 16. Dezember 1801, im selben Jahr wie seine Frau, starb Wolfgang Hagenauer in Salzburg und wurde am [[Friedhof von St. Peter]] beerdigt. Abt Dominikus organisierte sowohl das Begräbnis als auch die Statue mit der von ihm verfassten Inschrift. Später wurde sein Sarg und die Grabskulptur in die [[Hagenauergruft]] (LII) überführt, wo auch einige seiner Brüder (z. B. Matthias und Johann Georg von Hagenauer) liegen.
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Am 16. Dezember 1801, im selben Jahr wie seine Frau, starb Wolfgang Hagenauer in Salzburg und wurde am [[Friedhof von St. Peter]] beerdigt. Abt Dominikus organisierte sowohl das Begräbnis als auch die Statue mit der von ihm verfassten Inschrift. Später wurden sein Sarg sowie die Grabskulptur in die [[Hagenauergruft]] (LII) überführt, wo auch einige seiner Brüder (z. B. Matthias und Johann Georg von Hagenauer) liegen.
  
 
== Familie ==
 
== Familie ==
Wolfgang Hagenauer heiratete am [[18. Mai]] [[1772]] im Salzburger [[Dom]] Elisabeth, die Tochter des Salzburger Kaufmannes [[Josef Gasser]], die ihm fünf Kinder schenkte:
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Wolfgang Hagenauer heiratete am [[18. Mai]] [[1772]] im Salzburger [[Dom]] Elisabeth, die Tochter des Salzburger Kaufmannes [[Josef Gasser]]. Gemeinsam hatten sie fünf Kinder:
* Maria Theresia Hagenauer (* [[1773]]; † [[1826]])
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* Maria Theresia (* [[1773]]; † [[1826]])
* Anna Aloisia Hagenauer (* [[1777]]; † [[1847]])
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* Anna Aloisia uer (* [[1777]]; † [[1847]])
* [[Johann Wolfgang Hagenauer]] (* [[1781]]; † [[1850]])
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* [[Johann Wolfgang Hagenauer|Johann Wolfgang]] (* [[1781]]; † [[1850]])
* Franz de Paula Hagenauer (* [[1784]]; † [[1792]])
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* Franz de Paula (* [[1784]]; † [[1792]])
* Elisabeth Hagenauer (* [[1790]]; † [[1869]])
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* Elisabeth (* [[1790]]; † [[1869]])
  
 
== Bauwerke ==
 
== Bauwerke ==
* [[1762]] Kirche in Itter   
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* [[1762]] Kirche St. Josef in Itter   
 
* 1763 Kirche in Buchbach bei Mühldorf am Inn
 
* 1763 Kirche in Buchbach bei Mühldorf am Inn
* 1764–1766 Kirche Maria vom Guten Rat in [[Böckstein]], Bad Gastein
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* 1764–1766 Kirche Maria vom Guten Rat in [[Böckstein]], [[Bad Gastein]]
* 1766–1767 Turm der [[Stiftskirche Mattsee]]  
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* 1766–1767 Turm der [[Stiftskirche Mattsee]]
 
* 1767 Priesterhaus Capeln, Klagenfurt (Kärnten); Entwurf Wolfgang, Ausführung sein Bruder Johann Georg Hagenauer
 
* 1767 Priesterhaus Capeln, Klagenfurt (Kärnten); Entwurf Wolfgang, Ausführung sein Bruder Johann Georg Hagenauer
* 1768 Altar für Priesterhaus Capeln, Klagenfurt; Entwurf Wolfgang Hagenauer, Ausführung Johann Georg Hagenauer  
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* 1768 Altar für Priesterhaus Capeln, Klagenfurt; Entwurf Wolfgang Hagenauer, Ausführung Johann Georg Hagenauer
 
* 1769–1775 [[Stadtpfarrkirche zum hl. Antonius Einsiedler|Dekanatskirche]] in [[Hallein]]
 
* 1769–1775 [[Stadtpfarrkirche zum hl. Antonius Einsiedler|Dekanatskirche]] in [[Hallein]]
 
* 1769 Hochaltar der Dekanatskirche in Hallein
 
* 1769 Hochaltar der Dekanatskirche in Hallein
* 1777 Plan, 1781–1782 Turm, 1785 Sanierung: [[Pfarrkirche zur hl. Elisabeth]] in [[Elsbethen]]  
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* 1777 Plan, 1781–1782 Turm, 1785 Sanierung: [[Pfarrkirche zur hl. Elisabeth]] in [[Elsbethen]]
 
* 1766–1771 Sigmundstor in Salzburg, mit seinem Bruder Johann Baptist Hagenauer
 
* 1766–1771 Sigmundstor in Salzburg, mit seinem Bruder Johann Baptist Hagenauer
* 1766–1771 Mariensäule am Domplatz mit Johann Baptist Hagenauer
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* 1766–1771 Mariensäule am Domplatz mit Johann Baptist Hagenauer
* 1777–1783 Pfarrkirche Matrei in Osttirol  
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* 1777–1783 Pfarrkirche Matrei in Osttirol
 
* 1783–1785 [[Dekanats- und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt]] in [[Stuhlfelden]], Hochaltar, einziger [[Marmor]]<nowiki>altar</nowiki> im [[Oberpinzgau]]
 
* 1783–1785 [[Dekanats- und Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt]] in [[Stuhlfelden]], Hochaltar, einziger [[Marmor]]<nowiki>altar</nowiki> im [[Oberpinzgau]]
 
* 1785 Erweiterung der Pfarrkirche von [[Embach]]
 
* 1785 Erweiterung der Pfarrkirche von [[Embach]]
 
* 1788 [[Pfarrhof Eugendorf]]
 
* 1788 [[Pfarrhof Eugendorf]]
* 1790–1797 [[Dekanatspfarrkirche Brixen im Thale|Dekanatspfarrkirche]] [[Brixen im Thale]] in Nordtirol  
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* 1790–1797 [[Dekanatspfarrkirche Brixen im Thale|Dekanatspfarrkirche]] [[Brixen im Thale]] in Nordtirol
* [[1791]] Pläne für die [[Saalach]]-Verbauung bei Hammerau
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* [[1791]] Pläne für die [[Saalach]]-Verbauung bei [[Hammerau]]
* [[1791]]–[[1794]] [[Badeschloss]] in [[Bad Gastein]]
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* [[1791]]–[[1794]] [[Badeschloss]] in Bad Gastein
* 1797–1798 [[Pfarr- und Dekanatskirche zum hl. Georg|Dekanatskirche Bergheim]], Glockengeschoß  
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* 1797–1798 [[Pfarr- und Dekanatskirche zum hl. Georg|Dekanatskirche Bergheim]], Glockengeschoß
 
* 1797–1798 [[Pfarrkirche zum hl. Martin (Hallwang)|Pfarrkirche zum hl. Martin]] in [[Hallwang]], Renovierung des Turmes mit neuem Glockengeschoß
 
* 1797–1798 [[Pfarrkirche zum hl. Martin (Hallwang)|Pfarrkirche zum hl. Martin]] in [[Hallwang]], Renovierung des Turmes mit neuem Glockengeschoß
  
== Ehrung ==
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== Gedenkstein ==
Am [[8. Mai]] [[2016]] wurde vor der Filialkirche St. Nikolaus in [[Straß (Ainring)|Straß]] bei [[Ainring]] ein Gedenkstein an Wolfgang Hagenauer enthüllt.<ref>[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56471 Salzburger Landeskorrespondenz vom 6.05.2016: ''Bayerischer Beitrag zu Salzburg 20.16'']</ref>
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Am [[8. Mai]] [[2016]] wurde vor der Filialkirche St. Nikolaus in [[Straß (Ainring)|Straß]] in [[Ainring]] ein [[Gedenkstein]] für Wolfgang Hagenauer enthüllt.<ref>[https://service.salzburg.gv.at/lkorrj/detail?nachrid=56471 Salzburger Landeskorrespondenz vom 6.05.2016: ''Bayerischer Beitrag zu Salzburg 20.16'']</ref>
  
 
== Bildergalerie ==
 
== Bildergalerie ==
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File:Böcksteiner Kirche.jpg| Böcksteiner Kirche 1764–1767, Wolfgang Hagenauer
 
File:Böcksteiner Kirche.jpg| Böcksteiner Kirche 1764–1767, Wolfgang Hagenauer
 
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Datei:Sigmundstor, westliche Seite.JPG| Sigmundstor 1766–1767, Wolfgang und Johann Baptist von Hagenauer
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[[Kategorie:Geboren 1726]]
 
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[[Kategorie:Gestorben 1801]]
 
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Aktuelle Version vom 26. Januar 2026, 09:29 Uhr

Wolfgang Hagenauer (* 16. Oktober 1726 in Straß bei Ainring; † 16. Dezember 1801 in der Stadt Salzburg) war ein Salzburger Architekt, höfischer Hofbauverwalter und Architekt des Sigmundstores.

Einleitung

Gemeinsam mit seinem Bruder Johann Baptist Hagenauer schuf er die Mariensäule auf dem Domplatz sowie zahlreiche Kirchen und Gebäude des Erzbistums Salzburg. Er entstammte der Hagenauer-Dynastie aus dem Paul'schen Zweig (Linie A) und war gemeinsam mit seinen Brüdern Johann Baptist und Johann Georg ein führender Vertreter des Klassizismus in Salzburg.

Leben

Wolfgang (V.) Hagenauer wurde am 16. Oktober 1726 als ältestes von elf Kindern am Amangut in Straß im Rupertiwinkel als Sohn des Gutsbesitzers und Bauern Wolfgang (IV.) Hagenauer und dessen Ehefrau Maria, geborene Hasenerl, geboren. Wolfgang (V.) war außerdem der Bruder des Bildhauers Johann Baptist Hagenauer, des Architekten Johann Georg Hagenauer und des Vikars Andreas Hagenauer.

In Salzburg wurde er von seinem Onkel Johann Lorenz Hagenauer, einem reichen Handelsmann, der auch Hausherr und Gönner Wolfgang Amadé Mozarts war, entdeckt und gefördert. Als erstgeborener Sohn sollte Wolfgang Hagenauer eigentlich den väterlichen Hof in Straß bei Ainring übernehmen, doch dazu kam es nicht. 1750 starb Wolfgangs Vater, und da keiner seiner zahlreichen Brüder das väterliche Gut übernehmen wollte, trat eine Schwester mit ihrem Mann dieses Erbe an. 1751 absolvierte Wolfgang zunächst eine Zimmermannsausbildung in Salzburg und wohnte während dieser Zeit im Haus seines Onkels, dem heute bekannten Hagenauerhaus (Mozarts Geburtshaus) in der Getreidegasse.

1755 folgte Wolfgang Hagenauer seinem jüngeren Bruder an die Wiener Akademie, um Architektur zu studieren. Sein Bruder Johann Baptist war bereits seit 1754 an der Wiener Akademie inskribiert, um dort Bildhauerei zu studieren. Die Studien der beiden Brüder wurden durch ein vom Salzburger Fürsterzbischof Schrattenbach gewährtes Stipendium sowie durch die finanzielle Unterstützung ihres Onkels Johann Lorenz Hagenauer ermöglicht. 1759 kehrte Wolfgang nach Salzburg zurück und wurde vom Fürsterzbischof am 17. Jänner 1760 zum Hofbauverwalter bestellt und in den Rang eines hochfürstlichen Kammerdieners erhoben. Wolfgang erlangte jedoch nie die gleiche soziale Anerkennung wie seine beiden jüngeren Brüder Johann Baptist und Johann Georg, denen das Recht zugestanden wurde, das Adelsprädikat "von Hagenauer" zu tragen. Gleichzeitig gründete Wolfgang eine private Zeichenschule in Salzburg, in der er auch seinen jüngsten Bruder Johann Georg, der später ebenfalls Architekt und Baumeister wurde, unterrichtete. Wolfgangs erste Bauten, die Kirche in Itter (1762) und die Kirche in Buchbach bei Mühldorf am Inn (1763), lassen bereits den neuen klassizistischen Baustil erkennen. Zwischen 1764 und 1771 arbeitete Wolfgang Hagenauer eng mit seinem Bruder, dem Bildhauer Johann Baptist von Hagenauer, der später Professor und Direktor der Graveurschule der Akademie der bildenden Künste in Wien wurde, zusammen. In dieser Zeit entstanden das Sigmundstor und die Mariensäule auf dem Domplatz in der Stadt Salzburg. Wolfgang Hagenauer war zunächst von klassizistischer Formgebung geprägt, verbunden mit dem Willen zum monumentalen Ausdruck; später jedoch verstärkte sich der Einfluss des Zopfstils in seinen Werken.

Als hochfürstlicher Hofbaudirektor betreute Hagenauer das gesamte Bauwesen des Fürsterzbistums Salzburg und war mit seinem Cousin Kajetan Rupert Hagenauer, besser bekannt als späterer Abt Dominikus von St. Peter, eng befreundet. So schuf er unter anderem Kirchenbauten und Altäre in Hallein, Mattsee, Bergheim, Elsbethen, Matrei in Osttirol und in Brixen im Thale.

Am 16. Dezember 1801, im selben Jahr wie seine Frau, starb Wolfgang Hagenauer in Salzburg und wurde am Friedhof von St. Peter beerdigt. Abt Dominikus organisierte sowohl das Begräbnis als auch die Statue mit der von ihm verfassten Inschrift. Später wurden sein Sarg sowie die Grabskulptur in die Hagenauergruft (LII) überführt, wo auch einige seiner Brüder (z. B. Matthias und Johann Georg von Hagenauer) liegen.

Familie

Wolfgang Hagenauer heiratete am 18. Mai 1772 im Salzburger Dom Elisabeth, die Tochter des Salzburger Kaufmannes Josef Gasser. Gemeinsam hatten sie fünf Kinder:

Bauwerke

Gedenkstein

Am 8. Mai 2016 wurde vor der Filialkirche St. Nikolaus in Straß in Ainring ein Gedenkstein für Wolfgang Hagenauer enthüllt.[1]

Bildergalerie

Quellen

Einzelverweise