Johann Biringer: Unterschied zwischen den Versionen

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1951 trat Biringer in den Polizeidienst ein, ebenso in die [[SPÖ]]-Landesorganisation Salzburg und (1953) in die Vereinigung der Sozialistischen Juristen Österreichs, eine Teilorganisation des [[Bund Sozialistischer Akademiker|Bundes Sozialistischer Akademiker]] (BSA). Der solcherart politisch vernetzte Polizeijurist stieg von der Kriminalabteilung bis in das Amt des Direktors der Polizeidirektion Salzburg auf, das er von [[1972]] bis [[1985]] bekleidete. Mit [[1. Jänner]] [[1986]] trat er den Ruhestand.
1951 trat Biringer in den Polizeidienst ein, ebenso in die [[SPÖ]]-Landesorganisation Salzburg und (1953) in die Vereinigung der Sozialistischen Juristen Österreichs, eine Teilorganisation des [[Bund Sozialistischer Akademiker|Bundes Sozialistischer Akademiker]] (BSA). Der solcherart politisch vernetzte Polizeijurist stieg von der Kriminalabteilung bis in das Amt des Direktors der Polizeidirektion Salzburg auf, das er von [[1972]] bis [[1985]] bekleidete. Mit [[1. Jänner]] [[1986]] trat er den Ruhestand.


Als Salzburger Polizeichef fiel Biringer durch eine harte Linie etwa gegen linke Demonstranten auf. Viel Aufmerksamkeit erregte auch der Fall des Schriftstellers [[Peter Handke]], der im Februar 1985 von einer Polizeistreife festgenommen und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt wurde; als Biringer seine Beamten gegen öffentliche Kritik verteidigte, nannte ihn Handke einen "alpenländischen Folterknecht” und handelte sich damit eine Ehrenbeleidigungsklage Biringers ein.
Als Salzburger Polizeichef fiel Biringer durch eine harte Linie etwa gegen linke Demonstranten auf. Viel Aufmerksamkeit erregte auch der Fall des Schriftstellers [[Peter Handke]], der im Februar 1985 von einer Polizeistreife festgenommen und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angezeigt wurde; als Biringer seine Beamten gegen öffentliche Kritik verteidigte, nannte ihn Handke einen "alpenländischen Folterknecht" und handelte sich damit eine Ehrenbeleidigungsklage Biringers ein.


Keine Scheu hegte Biringer gegenüber der SS-Traditionspflege. Er war Mitglied der Kameradschaft IV, eines als rechtsextrem eingestuften SS-Veteranenvereins, und nahm an der alljährlichen Kranzniederlegung zu Ehren der gefallenen SS-Angehörigen auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] sogar in seiner Uniform als Polizeidirektor teil.
Keine Scheu hegte Biringer gegenüber der SS-Traditionspflege. Er war Mitglied der Kameradschaft IV, eines als rechtsextrem eingestuften SS-Veteranenvereins, und nahm an der alljährlichen Kranzniederlegung zu Ehren der gefallenen SS-Angehörigen auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] sogar in seiner Uniform als Polizeidirektor teil.