Schloss Söllheim: Unterschied zwischen den Versionen

K Textersetzung - „„“ durch „"“
Jmth (Diskussion | Beiträge)
K Korr.
 
(4 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 2: Zeile 2:
[[Datei:Barockschlössl DSC 0051 Söllheim.JPG|thumb|Schloss Söllheim]]
[[Datei:Barockschlössl DSC 0051 Söllheim.JPG|thumb|Schloss Söllheim]]
[[Datei:Söllheim DSC 0047.JPG|thumb|Söllheim, [[Wallfahrtskapelle hl. Antonius von Padua|Antoniuskapelle]] und Schloss mit [[Kapuzinerberg]] und [[Untersbergstock]] im Hintergrund.]]
[[Datei:Söllheim DSC 0047.JPG|thumb|Söllheim, [[Wallfahrtskapelle hl. Antonius von Padua|Antoniuskapelle]] und Schloss mit [[Kapuzinerberg]] und [[Untersbergstock]] im Hintergrund.]]
Das '''Barockschlössl Söllheim''' ist ein historisches Gebäude auf dem Gemeindegebiet von [[Hallwang]], das zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Hallwang|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde zählt.
Das '''Schloss Söllheim''' ist ein [[Barock]]schlössl auf dem Gemeindegebiet von [[Hallwang]], das zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Hallwang|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde zählt.


==Geschichte==
==Geschichte==
=== Der Ansitz Söllheim ===
=== Der Ansitz Söllheim ===
 
Die erste urkundliche Erwähnung eines "Ansitzes Söllheim" findet sich im [[12. Jahrhundert]]. Die damalige Besitzerin hieß [[Adelheid de Saldersheime]]. Am [[23. Februar]] [[1455]] verkaufte Friedrich Gauchsperger dem [[Hans Prätzl senior]] den Sitz "zu Selhaim".
Die erste urkundliche Erwähnung eines ''Ansitzes Söllheim'' findet sich im [[12. Jahrhundert]]. Die damalige Besitzerin hieß [[Adelheid de Saldersheime]]. [[1455]] erwarb Hans I Prätzl den Sitz ''zu Selhaim''


== Der Ansitz wird zum Schloss ==
== Der Ansitz wird zum Schloss ==
[[1684]] erwarb [[Johann Kaufmann]] den Ansitz (Gut) Söllheim. Neben Umbauten bestehender Gebäude ließ er auch Neubauten ausführen, sodass das noch heute bestehende Barockensembel Söllheim entstand. Kaufmann ließ den damaligen Wohnturm im [[Söllheimer Moor]] zum [[Barock]]<nowiki>schlössl</nowiki> Söllheim  umbauen, die die [[Wallfahrtskapelle hl. Antonius von Padua]] errichten, das [[Meierei Söllheim|Meierhaus]] renovieren und das ehemalige [[Altes Mesnerhaus Söllheim|Mesnerhaus]] sowie ein Wirtschaftsgebäude neben der Kapelle erbauen. Ersteres wurde um das Jahr [[1892]] grundlegend umgebaut und seit der Renovierung Mitte des [[20. Jahrhundert]]s trägt es den Namen ''[[Pfefferschiff]]''.  
[[1684]] erwarb [[Johann Kaufmann]] den Ansitz Söllheim. Neben Umbauten bestehender Gebäude ließ er auch Neubauten ausführen, sodass das noch heute bestehende Barockensembel Söllheim entstand. Kaufmann ließ den damaligen Wohnturm im [[Söllheimer Moor]] zum Barockschlössl Söllheim  umbauen, die die [[Wallfahrtskapelle hl. Antonius von Padua]] errichten, das [[Meierei Söllheim|Meierhaus]] renovieren und das ehemalige [[Altes Mesnerhaus Söllheim|Mesnerhaus]] sowie ein Wirtschaftsgebäude neben der Kapelle erbauen. Ersteres wurde um das Jahr [[1892]] grundlegend umgebaut und seit der Renovierung Mitte des [[20. Jahrhundert]]s trägt es den Namen "[[Pfefferschiff]]".  


Im [[19. Jahrhundert]] wurde das Ensembel um eine Remise mit Pferdestall und eine Orangerie im Schlossgarten ergänzt. Die imposante [[Marmor]]tafel am Rand der ehemaligen Parkanlage stammt vom ehemaligen [[Äußeres Linzertor|Äußeren Linzertor]], dem ''Ravelintor'' in der [[Stadt Salzburg]]. Es kam nach dessen Abbruch [[1884]] zu Schloss Söllheim und erinnert an den Bauherrn des Ravelintores, [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]].
Im [[19. Jahrhundert]] wurde das Ensembel um eine Remise mit Pferdestall und eine Orangerie im Schlossgarten ergänzt. Die imposante [[Marmor]]tafel am Rand der ehemaligen Parkanlage stammt vom ehemaligen [[Äußerstes Linzertor|Äußersten Linzertor]], dem "Ravelintor" in der [[Stadt Salzburg]]. Es kam nach dessen Abbruch [[1866]] zu Schloss Söllheim und erinnert an den Bauherrn des Ravelintores, [[Fürsterzbischof]] [[Johann Ernst Graf von Thun und Hohenstein]].
   
   
Nach Kaufmann kaufte [[Johann Christoph Kajetan Pauernfeind]] [[1710]] das Schlösschen frei. Pauernfeind war mit der Tochter von Kaufmann verheiratet. Ihm folgten sein Sohn Johann Franz Christof Ignaz († 1782 in Schloss Söllheim) sowie weitere Familienmitglieder. Am [[18. Mai]] [[1832]] erwarb es Franz Schwarzenbachen, es folgten [[1839]] der [[Guggenthaler Bier|Guggenthaler Brauerei]]-Besitzer [[Georg Weickl]] und [[1843]] die Familie [[Thun-Hohenstein]], in deren Besitz es noch heute ist. Das Barockschlössl ist in Privatbesitz.
Nach Kaufmann kaufte [[Johann Christoph Kajetan Pauernfeind]] [[1710]] das Schlösschen frei. Pauernfeind war mit der Tochter von Kaufmann verheiratet. Ihm folgten sein Sohn Johann Franz Christof Ignaz († 1782 in Schloss Söllheim) sowie weitere Familienmitglieder. Am [[18. Mai]] [[1832]] erwarb es Franz Schwarzacher, es folgten [[1839]] der [[Guggenthaler Bier|Guggenthaler Brauerei]]-Besitzer [[Georg Weickl]] und [[1843]] die Familie [[Thun-Hohenstein]], in deren Besitz es noch heute ist. Das Barockschlössl ist in Privatbesitz.


== Heilbad ==
== Heilbad ==
Auch ein Heilbad für Frauen gab es in diesem Schloss. Unter der Besitzerin Anna Mayr, geborene von Eyß, war es in der ersten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s verpachtet. Nachdem der Geschäftsgang schlecht lief, wurde es um 1860 nur mehr mäßig besucht.  
Auch ein [[Bad Söllheim|Heilbad]] für Frauen gab es in diesem Schloss. Unter der Besitzerin Anna Mayr, geborene von Eyß, war es in der ersten Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s verpachtet. Nachdem der Geschäftsgang schlecht lief, wurde es um 1860 nur mehr mäßig besucht.  


==Quellen==
==Quellen==
* [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
* [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
* [[Peter Walder-Gottsbacher]]: "Gnigl in alten Ansichten“ Band 2, , 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande  
* [[Peter Walder-Gottsbacher]]: "Gnigl in alten Ansichten" Band 2, , 2002, Europäische Bibliothek, Zaltbommel, Niederlande  
* [[Burgen und Schlösser (Buch Euregio)]], Seite 119
* [[Burgen und Schlösser (Buch Euregio)]], Seite 119
* [[ Walter Schlegel]], [[Friederike Zaisberger]]: "[[Burgen und Schlösser in Salzburg (Zaisberger, Schlegel)|Burgen und Schlösser in Salzburg]], 1. Band, "Flachgau und Tennengau“, Birken-Verlag, Wien 1992, Seite 58f  
* [[ Walter Schlegel]], [[Friederike Zaisberger]]: "[[Burgen und Schlösser in Salzburg (Zaisberger, Schlegel)|Burgen und Schlösser in Salzburg]]", 1. Band, "Flachgau und Tennengau", Birken-Verlag, Wien 1992, Seite 58f  


{{SORTIERUNG: Söllheim, Schloss}}
{{SORTIERUNG: Söllheim, Schloss}}