Salzburger Festspiele 1928: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Leopoldine Wojtek|Poldi Wojtek]] entwarf für das Festspielplakat jenes Motiv, das noch heute das [[Logo der Salzburger Festspiele]] bildet: Poldi Wojteks Entwurf, der den Wettbewerb um das beste Signet gewann, zeigt eine Maske hinter der [[Festung Hohensalzburg]], kombiniert mit den Salzburger Fahnen. | [[Leopoldine Wojtek|Poldi Wojtek]] entwarf für das Festspielplakat jenes Motiv, das noch heute das [[Logo der Salzburger Festspiele]] bildet: Poldi Wojteks Entwurf, der den Wettbewerb um das beste Signet gewann, zeigt eine Maske hinter der [[Festung Hohensalzburg]], kombiniert mit den Salzburger Fahnen. | ||
Neben fünf Neuproduktionen wird das Leningrader Opernstudio zu einem Gastspiel eingeladen, was konservative Kritiker auf den Plan ruft, die einen "''Bolschewiken-Einbruch in die Festspiele'' | Neben fünf Neuproduktionen wird das Leningrader Opernstudio zu einem Gastspiel eingeladen, was konservative Kritiker auf den Plan ruft, die einen "''Bolschewiken-Einbruch in die Festspiele''" erkennen wollten. | ||
== Das Programm == | == Das Programm == | ||
Das Programm für 1928 war schon umfangreich und bot mehr als 50 Aufführungen. | Das Programm für 1928 war schon umfangreich und bot mehr als 50 Aufführungen. | ||
Mit der Uraufführung im [[ | Mit der Uraufführung im [[Salzburger Festspielhaus]] von [[Richard Billinger]] ''Das Perchtenspiel'', Regie Eduard Köck und Bühne Robert Kautsky, wurde am 26. Juli die Festspiele eröffnet. | ||
Hier die Beschreibung aus ''Das interessante Blatt'', Ausgabe vom 2. August 1928:<blockquote>''Das Perchtenspiel'' ist ein kühnes, tiefgründiges symbolisches Märchen aus der Gefühlswelt unserer Alpenbauern. Beileibe kein "Bauernstück"! Es ist fast ohne Vorbild; es sei denn, man erinnert sich der alten Volksbräuche und Volksschauspiele, die in der Überlieferung in manchen Gegenden noch lebendig sind. | Hier die Beschreibung aus ''Das interessante Blatt'', Ausgabe vom 2. August 1928:<blockquote>''Das Perchtenspiel'' ist ein kühnes, tiefgründiges symbolisches Märchen aus der Gefühlswelt unserer Alpenbauern. Beileibe kein "Bauernstück"! Es ist fast ohne Vorbild; es sei denn, man erinnert sich der alten Volksbräuche und Volksschauspiele, die in der Überlieferung in manchen Gegenden noch lebendig sind. | ||
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Wiederaufnahmen: ''[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]'' und ''Fidelio''; dazu kamen ein Ballettabend, ein Konzert des Leningrader Opernstudios, sechs Orchesterkonzerte, ein Kammerkonzert, ein Solistenkonzert, acht Serenaden und vier Konzerte geistlicher Musik; | Wiederaufnahmen: ''[[Jedermann (Salzburg)|Jedermann]]'' und ''Fidelio''; dazu kamen ein Ballettabend, ein Konzert des Leningrader Opernstudios, sechs Orchesterkonzerte, ein Kammerkonzert, ein Solistenkonzert, acht Serenaden und vier Konzerte geistlicher Musik; | ||
== Verkehrsordnung für die Festspiele == | |||
;Festspielhaus: | |||
Die Zufahrt für die Festvorstellungen zum neuen Festspielhaus hatte über den [[Rudolfskai]], [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]], [[Churfürststraße]], [[Ritzerbogen]], [[Universitätsplatz]] und [[Hofstallgasse]] zu erfolgen. | |||
Die Abfahrt über den [[Sigmundsplatz]] durch die [[Gstättengasse]], [[Griesgasse]] (es gab ja noch keinen [[Griesgassendurchbruch]], Anm.). Während der Dauer der Festvorstellungen waren die Hofstallgasse und die Gstättengasse für den Fahrzeugverkehr in der Gegenrichtung gesperrt. Die [[Sigmund-Haffner-Gasse|Marktgasse]] ist für jeden Fahrzeugverkehr gesperrt. | |||
; Aufstellungsplan für parkende Privat-Kraftfahrzeuge: | |||
1. Nach Maßgabe des Platzes im Hof der [[Hofmarstall|Hofstallkaserne]]; | |||
2. auf der kasernseitigen Straßenseite der Hofstallgasse vom Einfahrtstor in das Festspielhaus bis zum Sigmundsplatz (Fahrtrichtung gegen Griesgasse=. | |||
; Aufstellungsplah für nicht bestellte Platzfahrzeuge: | |||
Linke Seite der Hofstallgasse (längs des Studiengebäudes), in gleicher Länge wie oben. Privat- und Lohnfuhrwerke stellten sich auf: [[Franziskanergasse]] linke Seite, bis fünf Meter vor dem Künstlereingang. | |||
; [[Domplatz]] | |||
Auffahrt über Rudolfskai, [[Michaelitor]], Mozartplatz und [[Residenzplatz]]. Abfahrt über [[Alter Markt|Ludwig Viktorplatz]] und [[Klampferergasse]]. | |||
; Aufstellungsplan für wartende Privatfahrzeuge und und Lohnfahrzeuge: a) bewachter Parkplatz: am Residenzplatz zwischen [[Residenzbrunnen|Brunnen]] und ehemaliger Hauptwache; b) unbewachter Parkplatz: am Mozart-Platz. | |||
Fahrzeuge durften bei den Einlassstellen (im Festspielhaus-Einfahrtstor, am Domplatz Kassa) nicht länger als zum Aus- und Einsteigen unbedingt notwendig, stehen bleibend Lohnfahrzeuge hatten daher den Fahrlohn früher einzuziehen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19280803&seite=6&zoom=33 ANNO], "[[Salzburger Chronik]]", Ausgabe vom 3. August 1928, Seite 6</ref> | |||
== Weblinks == | == Weblinks == | ||
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* [https://archive.salzburgerfestspiele.at/geschichte/1928 archive.salzburgerfestspiele.at] mit einem [https://archive.salzburgerfestspiele.at/Portals/0/web_media/history/1928.jpg Bild von Neuproduktion der [[Die Zauberflöte|Zauberflöte]] mit [[Franz Schalk]] am Pult der [[Wiener Philharmoniker]].]] | * [https://archive.salzburgerfestspiele.at/geschichte/1928 archive.salzburgerfestspiele.at] mit einem [https://archive.salzburgerfestspiele.at/Portals/0/web_media/history/1928.jpg Bild von Neuproduktion der [[Die Zauberflöte|Zauberflöte]] mit [[Franz Schalk]] am Pult der [[Wiener Philharmoniker]].]] | ||
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dib&datum=19280802&seite=13&zoom=33 ANNO], "Das interessante Blatt", Ausgabe vom 2. August 1928 | * [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dib&datum=19280802&seite=13&zoom=33 ANNO], "Das interessante Blatt", Ausgabe vom 2. August 1928 | ||
== Einzelnachweis == | |||
<references/> | |||
{{Salzburger Festspiele}} | {{Salzburger Festspiele}} | ||