Proutia betulina: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | *Embacher, | + | *{{Quelle Embacher et al. 2024}} |
| − | *Kurz, M. A. & M. E. Kurz | + | *Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp. |
| − | [[Kategorie: Biologie]] | + | *Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp. |
| − | [[Kategorie: | + | *Kurz, M. A. & [[Marion Kurz|M. E. Kurz]] 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.31]. |
| − | [[Kategorie: | + | *Kusdas, K. & E. R. Reichl 1974. Die Schmetterlinge Oberösterreichs. Teil 2. Schwärmer und Spinner. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-263. |
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Aktuelle Version vom 9. Mai 2025, 18:23 Uhr
Proutia betulina (Psyche betulina Zeller, 1839: 283) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera (Schmetterlinge), Familie Psychidae (Sackträger).
Volkstümlicher Name
Birken-Sackträger
Diagnose
Die Männchen sind von den verwandten Psyche-Arten ohne detaillierte Untersuchung kaum zu unterscheiden. Die Weibchen sind dunkler rotbraun. Die Säcke sind durch die Belegung mit Blattstückchen meist unverwechselbar.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
P. betulina ist in Zone I (Alpenvorland und Flyschzone) nach Embacher et al. (2024) weit verbreitet und nicht selten und wurde auch schon in der Stadt Salzburg (Zone Ia), den nördlichen Kalkalpen (Zone II) und den Schieferalpen (Zone III) in Salzburg nachgewiesen. Die Höhenverbreitung ist aber mit 390 bis 650 m ü. A. (vereinzelt bis 1 250 m ü. A.) gering (Kurz & Kurz 2024) und so fehlen Funde aus den höheren Gebirgslagen des Landes. Häufig wird die Art auf Hochmooren in Birkenbeständen gefunden, wo die Raupen bereits ab Februar, März an den Stämmen der Moorbirken in die Höhe klettern. Die Art lebt aber auch an sonnigen, laubdominierten Waldrändern, vereinzelt in Schneeheide-Kiefernwäldern sowie sogar in Gärten und Parks.
Die Imagines schlüpfen von Ende Mai bis Juli, die Raupen entwickeln sich von Juli, überwinternd bis Mai.
Nachbarfaunen
Nach Huemer (2013) fehlen in Österreich Nachweise aus Osttirol und dem Burgenland. In Oberösterreich (Kusdas & Reichl 1974) und Bayern (Haslberger & Segerer 2016) ist P. betulina aber jeweils in allen Naturräumen vertreten.
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Imagines ist praktisch nichts aus Salzburg bekannt. Sie werden in der Natur kaum jemals gefunden, sondern sind am besten durch Zucht zu erhalten.
Die Raupen wurden nicht nur an Birkenstämmen, sondern auch an Stämmen von Weißbuche, Buche, Eiche und Rotkiefer gefunden (Kurz & Kurz 2024). Sie ernähren sich vermutlich von Moosen und Flechten, dürften aber auch grüne Blättern verzehren (zumindest in der Zucht nach der Überwinterung). In diesem Fall konnte eine Beeinflussung durch Ressourcennutzung durch Coleophora milvipennis und Stigmella microtheriella festgestellt werden. Die Raupen werden zudem durch nicht näher bestimmte Ichneumonidae (Schlupfwespen) parasitiert.
Wegen der Beschränkung auf niedrige Lagen ist P. betulina in Salzburg als potentiell bedroht anzusehen, obwohl sie nicht an Hochmoore gebunden ist, sondern auch an sonnigen Rändern von laubdominierten Wäldern Lebensraum in Salzburg vorfindet (Einstufung NT nach Embacher et al. 2024).
Weiterführende Informationen
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Quellen
- Embacher, G., S. Flechtmann, P. Gros & M. A. Kurz 2024 [2025]. Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematische und revidierte Liste mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur. Sonderband. In Zusammenarbeit mit der Naturkundlichen Gesellschaft Salzburg. Haus der Natur, Salzburg: 3-176.
- Haslberger, A. & A.H. Segerer 2016. Systematische, revidierte und kommentierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen der Münchner Entomologischen Gesellschaft 106. Supplement: 336 pp.
- Huemer, P. 2013. Die Schmetterlinge Österreichs (Lepidoptera). Systematische und faunistische Checkliste. Studiohefte 12. Tiroler Landesmuseum Innsbruck: 304 pp.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2024. Naturkundliches Informationssystem. URL: http://www.nkis.info [online 2024.12.31].
- Kusdas, K. & E. R. Reichl 1974. Die Schmetterlinge Oberösterreichs. Teil 2. Schwärmer und Spinner. Entomologische Arbeitsgemeinschaft am O.Ö. Landesmuseum Linz: 1-263.
Einzelnachweis
- ↑ siehe Phänologie