100-Mark-Steuer: Unterschied zwischen den Versionen

Die Seite wurde neu angelegt
 
K Textersetzung - „““ durch „"“
 
(4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Die '''100-Mark-Steuer''' war eine [[1931]] im Zuge einer Notverordnung vorübergehend eingeführte Steuer für die Bürger des Deutschen Reiches, die sie bei Ausreise nach [[Österreich]] zu bezahlen hatte.
Die '''100-Mark-Steuer''' war eine [[1931]] im Zuge einer Notverordnung vorübergehend eingeführte Steuer für die Bürger des Deutschen Reiches, die sie bei Ausreise in ein anderes Land zu bezahlen hatten.


== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Die mit [[22. Juli]] [[1931]] eingeführte deutsche 100-Mark-Steuer hatte dem Salzburger Sommer-[[Fremdenverkehr]] schweren Schaden zugefügt. Sie wurde Ende August aber wieder aufgehoben.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bzt&datum=19310905&query=%22100-Mark-Steuer%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Badener Zeitung, Ausgabe vom 5. September 1931, Seite 2</ref>
Die mit [[22. Juli]] [[1931]] eingeführte deutsche 100-Mark-Steuer hatte auch dem Salzburger Sommer-[[Fremdenverkehr]] schweren Schaden zugefügt. Sie wurde Ende August aber wieder aufgehoben.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=bzt&datum=19310905&query=%22100-Mark-Steuer%22&ref=anno-search&seite=2 ANNO], Badener Zeitung, Ausgabe vom 5. September 1931, Seite 2</ref>


== Auswirkungen im Pinzgau ==
== Auswirkungen im Pinzgau ==
Ein volles Drittel der üblichen Frequenz aus dem Deutschen Reich blieb aus. Hatte die Stadt [[Zell am See]] im Jahr [[1928]] noch 168&nbsp;000 Fremden-Nächtigungen erzielt, so sank diese Ziffer im Jahre 1931 auf 93&nbsp;000. Die Zimmerlosung eines bestimmten Zeller Hotels hatte 1928 64.000 [[Schilling]] betragen, 1931 ergab sie bloß 27.000. Der stärkere Zustrom österreichischen Publikums, beson­ders aus [[Wien]], vermochte den schweren Ausfall teilweise wettzumachen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19320510&query=%22B%c3%bcro+f%c3%bcr+Fremdenverkehr%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 10. Mai 1932, Seite 4</ref>
Ein volles Drittel der üblichen Frequenz aus dem Deutschen Reich blieb aus. Hatte die Stadt [[Zell am See]] im Jahr [[1928]] noch 168&nbsp;000 Fremden-Nächtigungen erzielt, so sank diese Ziffer im Jahre 1931 auf 93&nbsp;000. Die Zimmerlosung eines bestimmten Zeller Hotels hatte 1928 64.000 [[Schilling]] betragen, 1931 ergab sie bloß 27.000. Der stärkere Zustrom österreichischen Publikums, beson­ders aus [[Wien]], vermochte den schweren Ausfall teilweise wettzumachen.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sch&datum=19320510&query=%22B%c3%bcro+f%c3%bcr+Fremdenverkehr%22&ref=anno-search&seite=4 ANNO], [[Salzburger Chronik]], Ausgabe vom 10. Mai 1932, Seite 4</ref>


== Weblink ==
== Weblinks ==
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=knz&datum=19310722&query=%22100-Mark-Steuer%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Kärntner Zeitung, Ausgabe vom 22. Juli 1931, Seite 1, Details über die Notverordnung "100-Mark-Steuer"
* [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=knz&datum=19310722&query=%22100-Mark-Steuer%22&ref=anno-search&seite=1 ANNO], Kärntner Zeitung, Ausgabe vom 22. Juli 1931, Seite 1, Details über die Notverordnung "100-Mark-Steuer"
* [https://heimatkundeverein-reichenhall.de/fileadmin/PDFs/heimatblaetter/heimatblaetter_2019_6_c.pdf heimatkundeverein-reichenhall.de], pdf, "Von der Hundert- zur Tausend-Mark-Sperre" in: Heimatblätter, Beilage von "Reichenhaller Tagblatt" und "Freilassinger Anzeiger", 16. September 2019


== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==