Der goldene Wagen (Sage): Unterschied zwischen den Versionen

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==Die Sage==
 
==Die Sage==
''Etwas unterhalb der [[Bürglalm]] in Dienten liegt das Bürglloch. Ein uralter Stollen führt weit in das Herz des Berges hinein. Und dort – irgendwo tief im Berg – sollen goldene Schätze von unschätzbarem Wert liegen. Die Menschen, die in der Nähe des Bürgllochs lebten, haben beobachtet wie manchmal, wenn der Vollmond hell und rund am Nachthimmel hing, kleine Berggeister erschienen. Unter Ächzen und Stöhnen zogen sie einen goldenen Wagen bis zum Stolleneingang. Das Mondlicht brach sich auf schönsten und teuersten Schätzen, die die Berggeister auf den Wagen gestapelt hatten. Wer von den Menschen diesen begehrenswerten Schatz ergreifen kann, so hieß es, wird sein ganzes Leben lang reich und glücklich sein.
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''Etwas unterhalb der [[Bürglalm]] in Dienten liegt das Bürglloch, in den ein uralter Stollen zu einem Schatz führt. In der Sage hatten zwei arme Hirtenbuben davon erfahren und gingen in einer Vollmondnacht zum Stollen. Denn in dieser Nacht würden die Berggeister mit ihrem goldenen Wagen und den Schätzen kommen. Aber eine unbedachte Bemerkung eines der beiden Hirterbuben ließ den soeben erschienenen Wagen wieder verschwinden. Weder die Berggeister noch den goldenen Wagen hatte seither nie wieder ein Mensch gesehen.
 
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Diese Legende kam zwei armen Hirtenbuben aus Dienten zu Ohren. Leise schlichen sie sich in einer Vollmondnacht vom Ort hinauf in Richtung Bürglloch. Die weichen Moospolster dämpften ihre Schritte, als sie zwischen den dunklen Tannen hervorschlüpften. Irgendwo krächzte eine Krähe. So legten sie sich auf die Lauer und warteten. Und tatsächlich – als der Vollmond direkt über ihnen stand, hörten sie es tief im Berg scheppern und rumoren. Als sie schließlich das Trappeln von vielen kleinen Füßen vernahmen und das Schleifgeräusch eines schweren Gefährts, da waren sie überzeugt: Heute würden die Berggeister mit ihrem goldenen Wagen kommen! Da sagte der eine Hirte zum anderen: „Wenn es Gottes Wille ist, dann bekommen wir diesen Schatz!“ Der zweite aber machte eine abfällige Geste und sagte lachend: „Egal, ob es Gottes Wille ist oder nicht – der Wagen gehört schon uns!“
 
 
 
Doch kaum hatte er zu Ende gesprochen, da tat es einen scharfen Knall. Und schneller als die Hirtenbuben reagieren konnten, brach die Deichsel des Wagens entzwei und er schepperte mitsamt dem Gold in die Tiefe des Berges zurück. Unter dem Quietschen und Scheppern meinten die Buben das hämische Gelächter der Berggeister zu hören. Noch lange standen die armen Hirtenbuben vor dem Bürglloch und blickten in die undurchdringliche Schwärze des Stollens. Die Berggeister mit ihrem goldenen Wagen, die hat jedoch nie wieder ein Mensch zu Gesicht bekommen.''
 
 
 
 
==Quelle==
 
==Quelle==
 
* [https://www.hochkoenig.at/de/blog/der-goldene-wagen.html www.hochkoenig.at], ''Der goldene Wagen''
 
* [https://www.hochkoenig.at/de/blog/der-goldene-wagen.html www.hochkoenig.at], ''Der goldene Wagen''

Aktuelle Version vom 29. Juli 2022, 09:19 Uhr

Die Sage vom Goldenen Wagen ist eine Salzburger Volkssage aus Dienten am Hochkönig.

Die Sage

Etwas unterhalb der Bürglalm in Dienten liegt das Bürglloch, in den ein uralter Stollen zu einem Schatz führt. In der Sage hatten zwei arme Hirtenbuben davon erfahren und gingen in einer Vollmondnacht zum Stollen. Denn in dieser Nacht würden die Berggeister mit ihrem goldenen Wagen und den Schätzen kommen. Aber eine unbedachte Bemerkung eines der beiden Hirterbuben ließ den soeben erschienenen Wagen wieder verschwinden. Weder die Berggeister noch den goldenen Wagen hatte seither nie wieder ein Mensch gesehen.

Quelle