Manfred Reiffenstein: Unterschied zwischen den Versionen
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Sein Vater, [[Leo Reiffenstein]] (* 1856; † 1924), war Landschaftsmaler und Schüler [[Hans Makart]]s. Die Vorfahren stammen ursprünglich aus Thüringen. Die Familie übersiedelte 1896 von Mondsee nach | Sein Vater, [[Leo Reiffenstein]] (* 1856; † 1924), war Landschaftsmaler und Schüler [[Hans Makart]]s. Die Vorfahren stammen ursprünglich aus Thüringen. Die Familie übersiedelte 1896 von Mondsee nach Salzburg und wohnte im [[Schloss Mirabell]] in jenen Räumen, wo sich heute die Amtsräume des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Bürgermeisters]] befinden. | ||
Manfred Reiffenstein maturierte [[1912]] an der [[Staatsrealschule Salzburg|k.k. Staatsrealschule]] in der Stadt Salzburg und studierte anschließend Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Wien mit Unterbrechungen durch den Kriegsdienst. [[1922]] promovierte er mit einer Arbeit über die Doppelregulierung von Peltonrädern zum Dr. techn. (später nostrifiziert zu Dr. Ing.). | Manfred Reiffenstein maturierte [[1912]] an der [[Staatsrealschule Salzburg|k.k. Staatsrealschule]] in der Stadt Salzburg und studierte anschließend Maschinenbau an der Technischen Hochschule in Wien mit Unterbrechungen durch den Kriegsdienst. [[1922]] promovierte er mit einer Arbeit über die Doppelregulierung von Peltonrädern zum Dr. techn. (später nostrifiziert zu Dr. Ing.). | ||
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Eine seiner Patentschriften, das Schweizer Patent Nr. 178.860, erteilt vom Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum und veröffentlicht am [[1. November]] [[1935]], befasst sich mit dem Ersatz des geregelten Leitapparates durch ein spezielles Spiralgehäuse. Dieses Spiralgehäuse (logarithmische Spirale) mit einem so genannten Sporn und einem Freiraum zwischen Sporn und Laufrad ermöglicht, im Gegensatz zu den üblichen Spiralgehäusen, auch bei verschiedenen Betriebszuständen eine verlustarme Zuströmung zum Laufrad (Kaplan- oder auch Francislaufrad). Die Verwendung dieses speziellen Spiralgehäuses ergibt durch die automatische Anpassung der Eintrittswinkel der Wasserströmung an die Stellung der Laufschaufeln bei Kaplanlaufrädern, eine ähnliche Wirkung wie ein konventionelles Spiralgehäuse in Verbindung mit einem beweglichen Leitapparat, und ist außerdem mit einer wesentlichen Senkung des Turbinenpreises verbunden. | Eine seiner Patentschriften, das Schweizer Patent Nr. 178.860, erteilt vom Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum und veröffentlicht am [[1. November]] [[1935]], befasst sich mit dem Ersatz des geregelten Leitapparates durch ein spezielles Spiralgehäuse. Dieses Spiralgehäuse (logarithmische Spirale) mit einem so genannten Sporn und einem Freiraum zwischen Sporn und Laufrad ermöglicht, im Gegensatz zu den üblichen Spiralgehäusen, auch bei verschiedenen Betriebszuständen eine verlustarme Zuströmung zum Laufrad (Kaplan- oder auch Francislaufrad). Die Verwendung dieses speziellen Spiralgehäuses ergibt durch die automatische Anpassung der Eintrittswinkel der Wasserströmung an die Stellung der Laufschaufeln bei Kaplanlaufrädern, eine ähnliche Wirkung wie ein konventionelles Spiralgehäuse in Verbindung mit einem beweglichen Leitapparat, und ist außerdem mit einer wesentlichen Senkung des Turbinenpreises verbunden. | ||
In Kleinkraftwerken am Salzburger [[Almkanal]] und an der [[Seeache]] − diese ist der Abfluss aus dem Mondsee in den Attersee − sind u.a. Reiffensteinturbinen (Kaplanturbinen - System Reiffenstein) eingebaut. | In Kleinkraftwerken am Salzburger [[Almkanal]] und an der [[Seeache]] − diese ist der Abfluss aus dem Mondsee in den Attersee − sind u. a. Reiffensteinturbinen (Kaplanturbinen - System Reiffenstein) eingebaut. | ||
Dr. Ing. Manfred Reiffenstein war ein Onkel des Germanisten und em. o. Universitätsprofessors an der [[Universität Salzburg]], Dr. [[Ingo Reiffenstein]] (* 1928). | Dr. Ing. Manfred Reiffenstein war ein Onkel des Germanisten und em. o. Universitätsprofessors an der [[Universität Salzburg]], Dr. [[Ingo Reiffenstein]] (* 1928). | ||