Andreas Graser: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Andreas Graser''' (* ? in Heppburg, Bayern; † [[13. Dezember]] [[1609]] in Mariazell, [[Steiermark]]) war von 1577 bis 1584 [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[ | '''Andreas Graser''' (* ? in Heppburg, Bayern; † [[13. Dezember]] [[1609]] in Mariazell, [[Steiermark]]) war von 1577 bis 1584 [[Äbte von St. Peter|Abt]] von [[Benediktinererzabtei St. Peter|St. Peter]]. | ||
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[[1583]] wurde die Aufhebung des Petersfrauenkonvents dann vom Erzbischof und gegen den Widerstand der Mönche von St. Peter durchgesetzt.<ref>[[Heinz Dopsch]], [[Roswitha Juffinger]] (Hg.): ''St. Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum'', [[Druckhaus Nonntal]], Salzburg, 1982</ref> | [[1583]] wurde die Aufhebung des Petersfrauenkonvents dann vom Erzbischof und gegen den Widerstand der Mönche von St. Peter durchgesetzt.<ref>[[Heinz Dopsch]], [[Roswitha Juffinger]] (Hg.): ''St. Peter in Salzburg. Das älteste Kloster im deutschsprachigen Raum'', [[Druckhaus Nonntal]], Salzburg, 1982</ref> | ||
Andreas Graser wird in einem [[1842]] veröffentlichten Buch <ref>Samuel Sugenheim: ''Baierns Kirchen- und Volks- Zustände'' 1842</ref> | Andreas Graser wird in einem [[1842]] veröffentlichten Buch <ref>Samuel Sugenheim: ''Baierns Kirchen- und Volks- Zustände'' 1842, das etwas überzeichnet die Missstände des Bayrischen Klerus aufdecken will</ref> als ''argen Spieler und Wüstling'' bezeichnet, der ein Gut seines Klosters nach dem anderen verpfände oder verkaufe. Obwohl ihn der damalige Koadjutor [[Georg von Kuenburg]] mehrmals zur Mäßigung aufforderte, ließ sich Graser nicht von weiteren Verfehlungen abbringen. Kuenburg enthob ihn daraufhin am [[15. Jänner]] [[1584]] seines Amtes. Darauf kam er auf Anordnung der kirchlichen Obrigkeit in das Kloster Mariazell<ref>Samuel Sugenheim: ''Baierns Kirchen- und Volks- Zustände'' 1842</ref> Im Jahr 1590 scheint Andreas Graser als Pfarrer zu Scheifling auf. | ||
Graser starb in Mariazell am 13. Dezember (am Tag der heiligen Lucia) 1609 und wurde in Mariazell bestattet. Sein fähiger Nachfolger [[Martin Hattinger]] ließ nach Grasers Tod einen Gedenkstein in der [[Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle)|Marienkapelle]] setzen. Auch konnte der die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Klosters - auch durch besondere Sparsamkeit - bald wieder weitgehend beheben. | Graser starb in Mariazell am 13. Dezember (am Tag der heiligen Lucia) 1609 und wurde in Mariazell bestattet. Sein fähiger Nachfolger [[Martin Hattinger]] ließ nach Grasers Tod einen Gedenkstein in der [[Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle)|Marienkapelle]] setzen. Auch konnte der die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Klosters - auch durch besondere Sparsamkeit - bald wieder weitgehend beheben. | ||
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<references /> | <references /> | ||
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