Einstreu: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Gedenktafel, Maria Alm.jpg|thumb|[[Marterl]] für einen jungen Mann, der beim Streuziehen mit dem [[Ziachschlitten]] tödlich verunglückte]] | [[Datei:Gedenktafel, Maria Alm.jpg|thumb|[[Marterl]] für einen jungen Mann, der beim Streuziehen mit dem [[Ziachschlitten]] tödlich verunglückte]] | ||
[[Datei:Laubbenn.jpg|thumb|''Laubbenn'', Museum Bramberg. Sie diente, hier aufgesetzt auf einen sog. "Barfußschlitten", zum Transport des zusammengerechten Laubes (Einstreu für das Vieh)]] | |||
Unter '''Einstreu''' versteht man jene Materialien, die dem Nutzvieh auf dem Stallboden als Unterlage eingestreut werden. | Unter '''Einstreu''' versteht man jene Materialien, die dem Nutzvieh auf dem Stallboden als Unterlage eingestreut werden. | ||
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Vor der Verwendung von industriell hergestellten mineralischen Düngemitteln kam der Einstreu, die gekoppelt mit Urin und Kot der Tiere zum Mist wurde, eine entscheidende Rolle als Düngemittel zu. Mist wird auch heute noch im biologischen Landbau eingesetzt und auf den Bergwiesen im [[Bundesland Salzburg]], oft unter schwierigen und manchmal auch gefährlichen Bedingungen als Dünger aufgebracht. | Vor der Verwendung von industriell hergestellten mineralischen Düngemitteln kam der Einstreu, die gekoppelt mit Urin und Kot der Tiere zum Mist wurde, eine entscheidende Rolle als Düngemittel zu. Mist wird auch heute noch im biologischen Landbau eingesetzt und auf den Bergwiesen im [[Bundesland Salzburg]], oft unter schwierigen und manchmal auch gefährlichen Bedingungen als Dünger aufgebracht. | ||
Früher benötigte man Getreidestroh beispielsweise als Bettstroh für die Strohsäcke und hätte Stroh aus der hofeigenen Getreideernte, die ja nur dem Eigenbedarf diente, als Stalleinstreu nicht ausgereicht. Neben Stroh verwendete man in den Gebirgsbezirken daher auch Heuabfälle, Laub, Farnkraut und Taxach (Fichtenzweige). Farnkraut und Taxach wurden in rindenbedeckten Haufen gelagert und bei Bedarf im Winter mit Ziachschlitten zum [[Bauernhof]] transportiert. Das Laub wurde nach dem Zusammenrechen mit dem Laubkorb, ein großer Buckelkorb, heimgetragen. | Früher benötigte man Getreidestroh beispielsweise als Bettstroh für die Strohsäcke und hätte Stroh aus der hofeigenen Getreideernte, die ja nur dem Eigenbedarf diente, als Stalleinstreu nicht ausgereicht. Neben Stroh verwendete man in den Gebirgsbezirken daher auch Heuabfälle, Laub, Farnkraut und Taxach (Fichtenzweige). Farnkraut und Taxach wurden in rindenbedeckten Haufen gelagert und bei Bedarf im Winter mit Ziachschlitten zum [[Bauernhof]] transportiert. Das Laub wurde nach dem Zusammenrechen mit dem Laubkorb, ein großer Buckelkorb, heimgetragen, oder mit der ''Laubbenn'' auf einem Ziachschlitten zum Hof transportiert. | ||
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