Gerhard Zukriegel: Unterschied zwischen den Versionen
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[[ | [[Prof]]. Dr. iur. '''Gerhard Zukriegel''' (* [[25. Mai]] [[1928]] in [[Wien]]; † [[26. Dezember]] [[2015]]) war ein Salzburger Jurist und [[Domorganist]]. | ||
== Leben == | == Leben == | ||
Gerhard Zukriegel war der Sohn des Cellisten und Gründers und ehemaligen Direktors des [[Dorotheum|Salzburger Dorotheums]], [[Bruno Zukriegel]] (* <!--in Wien, [[19. März]] -->[[1905]]; † <!--in Salzburg, [[15. April]] -->[[1977]]) und seiner Frau, der Pianistin Valerie, geborene Lang (* <!--in Wien, [[14. September]] -->[[1901]]; † <!--in Salzburg, [[14. September]] -->[[1986]]). Ab [[1944]] erhielt er Orgelunterricht, maturierte [[1946]] am Wiener Piaristengymnasium und studierte an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst bei Karl Walter das Orgelspiel (Diplom [[1949]]) und Jus an der Universität Wien. Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften [[1951]] übersiedelte die Familie [[1952]] nach | Gerhard Zukriegel war der Sohn des Cellisten und Gründers und ehemaligen Direktors des [[Dorotheum|Salzburger Dorotheums]], [[Bruno Zukriegel]] (* <!--in Wien, [[19. März]] -->[[1905]]; † <!--in Salzburg, [[15. April]] -->[[1977]]) und seiner Frau, der Pianistin Valerie, geborene Lang (* <!--in Wien, [[14. September]] -->[[1901]]; † <!--in Salzburg, [[14. September]] -->[[1986]]). Ab [[1944]] erhielt er Orgelunterricht, maturierte [[1946]] am Wiener Piaristengymnasium und studierte an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst bei Karl Walter das Orgelspiel (Diplom [[1949]]) und Jus an der Universität Wien. Nach seiner Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften [[1951]] übersiedelte die Familie [[1952]] nach Salzburg, wo er bis [[1962]] als Organist in den Stadtpfarren [[Stadtpfarrkirche St. Andrä|St. Andrä]] und [[Stadtpfarrkirche St. Maximilian|Maxglan]] tätig war. Von [[1958]] bis [[1997]] führte er eine Rechtsanwaltskanzlei. | ||
Als Zukriegel [[1959]] beim Paul-Hofhaymer-Orgel-Wettbewerb in [[Radstadt]] einen ersten Preis errang, wurde [[Domkapellmeister]] [[Joseph Messner]] auf ihn aufmerksam. Am [[1. Mai]] [[1963]] trat er die Nachfolge von [[Franz Sauer]] als Organist im [[Salzburger Dom]] an, ein Amt, das er bis Ende August [[2005]] inne hatte. | Als Zukriegel [[1959]] beim Paul-Hofhaymer-Orgel-Wettbewerb in [[Radstadt]] einen ersten Preis errang, wurde [[Domkapellmeister]] [[Joseph Messner]] auf ihn aufmerksam. Am [[1. Mai]] [[1963]] trat er die Nachfolge von [[Franz Sauer]] als Organist im [[Salzburger Dom]] an, ein Amt, das er bis Ende August [[2005]] inne hatte. | ||
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Höhepunkt seiner Laufbahn waren die zwei [[Papstbesuch]]e in Salzburg, Bischofsweihen von [[Karl Berg]] und [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]], die Orgelweihen im Dom und in der [[Franziskanerkirche]]. Er war Mitglied des "Orgel-Ensembles [[Wolfgang von Karajan]]" und gab unzählige Orgelmatineen und Kirchenkonzerte. Gerhard Zukriegel war Initiator des Neubaus der großen [[Salzburger Domorgel|Domorgel]] und gründete nach der Errichtung der Vierungsorgeln die beliebten Improvisationskonzerte. | Höhepunkt seiner Laufbahn waren die zwei [[Papstbesuch]]e in Salzburg, Bischofsweihen von [[Karl Berg]] und [[Georg Eder (Erzbischof)|Georg Eder]], die Orgelweihen im Dom und in der [[Franziskanerkirche]]. Er war Mitglied des "Orgel-Ensembles [[Wolfgang von Karajan]]" und gab unzählige Orgelmatineen und Kirchenkonzerte. Gerhard Zukriegel war Initiator des Neubaus der großen [[Salzburger Domorgel|Domorgel]] und gründete nach der Errichtung der Vierungsorgeln die beliebten Improvisationskonzerte. | ||
Im Laufe seiner 40 Dienstjahre | Im Laufe seiner 40 Dienstjahre erlebte Zukriegel fünf [[Erzbischof|Erzbischöfe]] und vier Domkapellmeister. Eine besondere Freundschaft verband ihn mit [[Anton Dawidowicz]], der wie er beim Domorganisten von St. Stephan, Karl Walter, in Wien studiert hatte. | ||
Als Vorsitzender der | Als Vorsitzender der [[Orgelkommission der Erzdiözese Salzburg|diözesanen Orgelkommission]] beriet er an die 50 Gemeinden in der [[Erzdiözese Salzburg]] bei der Anschaffung einer neuen Kirchenorgel. | ||
== Auszeichnungen == | == Auszeichnungen == | ||
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* Salzburger Nachrichten | * Salzburger Nachrichten | ||
* [[Ernst Hintermaier|Hintermaier, Ernst]]: ''Die Organisten am Salzburger Dom von den Anfängen bis zur Gegenwart'', in: derselbe (Red.): ''Festschrift zur Weihe der neuen großen Orgel im Salzburger Dom.'' Salzburg 1988, S. 56. | * [[Ernst Hintermaier|Hintermaier, Ernst]]: ''Die Organisten am Salzburger Dom von den Anfängen bis zur Gegenwart'', in: derselbe (Red.): ''Festschrift zur Weihe der neuen großen Orgel im Salzburger Dom.'' Salzburg 1988, S. 56. | ||
* [https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_Z/Zukriegel_Gerhard.xml Praßl, Franz Karl: ''Zukriegel, Gerhard'', in: Oesterreichisches Musiklexikon online] ( | * [https://www.musiklexikon.ac.at/ml/musik_Z/Zukriegel_Gerhard.xml Praßl, Franz Karl: ''Zukriegel, Gerhard'', in: Oesterreichisches Musiklexikon online] (abgerufen am 30. April 2021) | ||
* | * ORF Salzburg (nicht mehr online) <!--https://salzburg.orf.at/studio/stories/51429--> | ||
* [[DrehPunktKultur]]: [http://www.drehpunktkultur.at/index.php/im-portraet/9265-42-jahre-lang-domorganist-in-salzburg 42 Jahre lang Domorganist in Salzburg] | * [[DrehPunktKultur]]: [http://www.drehpunktkultur.at/index.php/im-portraet/9265-42-jahre-lang-domorganist-in-salzburg 42 Jahre lang Domorganist in Salzburg] | ||
* Parte in den SN vom 16. Jänner 2016 | * Parte in den SN vom 16. Jänner 2016 | ||