Burgbach: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Burgbach1. | [[Datei:Burgbach1.jpg|miniatur|Burgbach, Steinschale.]] | ||
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Der '''Burgbach''' ist ein [[Wildbach]] in [[Thomatal]] im [[Lungau]]. | Der '''Burgbach''' ist ein [[Wildbach]] in [[Thomatal]] im [[Lungau]]. | ||
==Geografie== | ==Geografie== | ||
Der Burgbach entspringt nördlich der [[Thomatal (Ortschaft)|Ortschaft Thomatal]] in einem Einschnitt des [[Schwarzenberg (Lungau)|Schwarzenberg]]es auf einer Höhe von etwa 1 600 [[m ü. A.]]. Von dort fließt er in Richtung Südwesten und ab der Jagdhütte Kohlstatthütte nach Süden. Er weist eine Länge von vier Kilometern, an seinen Anfängen ein Gefälle von durchschnittlich 17 % und zur Einmündung in den [[ | Der Burgbach entspringt nördlich der [[Thomatal (Ortschaft)|Ortschaft Thomatal]] in einem Einschnitt des [[Schwarzenberg (Lungau)|Schwarzenberg]]es auf einer Höhe von etwa 1 600 [[m ü. A.]]. Von dort fließt er in Richtung Südwesten und ab der Jagdhütte Kohlstatthütte nach Süden. Er weist eine Länge von vier Kilometern, an seinen Anfängen ein Gefälle von durchschnittlich 17 % und zur Einmündung in den [[Thomataler Bach]] hin eine solche von 35 % auf. Er entwässert eine Niederschlagsfläche von 320 ha. | ||
==Name== | ==Name== | ||
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==Verbauung== | ==Verbauung== | ||
Da sich dieser Schuttkegel nach Süden nicht mehr weiter entwickeln konnte, war eine Ausbreitung zur Seite hin und damit eine Gefährdung des Ortskerns und der [[Wallfahrtskirche zum hl. Georg]] zu befürchten. Dies umso mehr, als sich die Bachausbrüche gegen Mitte des [[19. Jahrhundert]]s häuften. So wurden [[1879]], [[1892]], [[1897]] und vor allem am [[23. Juli]] [[1898]] besonders schwere Schäden nach den Unwettern verzeichnet. Die Ursache dafür ist darin zu finden, dass [[1841]] ein verheerender Waldbrand den Baumbestand im Einzugsgebiet vernichtet hatte, wodurch die Wasserhaltung beeinträchtigt wurde und als Folge eine schnellere Ableitung des Regenwassers bewirkt hatte. | Da sich dieser Schuttkegel nach Süden nicht mehr weiter entwickeln konnte, war eine Ausbreitung zur Seite hin und damit eine Gefährdung des Ortskerns und der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche zum hl. Georg]] zu befürchten. Dies umso mehr, als sich die Bachausbrüche gegen Mitte des [[19. Jahrhundert]]s häuften. So wurden [[1879]], [[1892]], [[1897]] und vor allem am [[23. Juli]] [[1898]] besonders schwere Schäden nach den Unwettern verzeichnet. Die Ursache dafür ist darin zu finden, dass [[1841]] ein verheerender Waldbrand den Baumbestand im Einzugsgebiet vernichtet hatte, wodurch die Wasserhaltung beeinträchtigt wurde und als Folge eine schnellere Ableitung des Regenwassers bewirkt hatte. | ||
So entschloss man sich, den Bach durch umfangreiche Maßnahmen zu entschärfen, welche in den Jahren [[1903]]–[[1905]] zur Durchführung kamen. Dabei wurde der Verlauf des Bachbettes von seinem Austritt aus einer Schlucht bis hin zu seiner Mündung verlegt. Es wurden eine größere Anzahl von Sperren, als hervorstechendes Merkmal über eine Strecke von 389,4 Meter eine Steinschale von mindestens 0,4 m Dicke in Zement- und Natursteinbauweise und am Talboden ein Materialablageplatz mit einem Fassungsvermögen von 2 000 m³ angelegt. Von diesem Ablageplatz wurde ein Abzugskanal bis zu Einmündung in den [[Thomataler Bach]] angelegt, wobei dieser im Mündungsbereich unter Einbeziehung des Madlgrabens auf eine Länge von 200 m reguliert wurde. | So entschloss man sich, den Bach durch umfangreiche Maßnahmen zu entschärfen, welche in den Jahren [[1903]]–[[1905]] zur Durchführung kamen. Dabei wurde der Verlauf des Bachbettes von seinem Austritt aus einer Schlucht bis hin zu seiner Mündung verlegt. Es wurden eine größere Anzahl von Sperren, als hervorstechendes Merkmal über eine Strecke von 389,4 Meter eine Steinschale von mindestens 0,4 m Dicke in Zement- und Natursteinbauweise und am Talboden ein Materialablageplatz mit einem Fassungsvermögen von 2 000 m³ angelegt. Von diesem Ablageplatz wurde ein Abzugskanal bis zu Einmündung in den [[Thomataler Bach]] angelegt, wobei dieser im Mündungsbereich unter Einbeziehung des Madlgrabens auf eine Länge von 200 m reguliert wurde. | ||