Heinrich Schönberg: Unterschied zwischen den Versionen
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Heinrich Schönberg war der Sohn von Samuel Schönberg (* 20. Dezember]] [[1838]] in Szécsény, [[Ungarn]]; † [[31. Dezember]] [[1889]] in Wien) und seiner Frau Pauline, geborene Nachod (* [[7. April]] [[1848]] in Prag, [[Böhmen]]; † [[12. Oktober]] [[1921]] in Berlin, [[Deutschland]]). Der Komponist [[Arnold Schönberg]] (* 1874; † 1951) ist sein Bruder. | Heinrich Schönberg war der Sohn von Samuel Schönberg (* [[20. Dezember]] [[1838]] in Szécsény, [[Ungarn]]; † [[31. Dezember]] [[1889]] in Wien) und seiner Frau Pauline, geborene Nachod (* [[7. April]] [[1848]] in Prag, [[Böhmen]]; † [[12. Oktober]] [[1921]] in Berlin, [[Deutschland]]). Der Komponist [[Arnold Schönberg]] (* [[1874]]; † [[1951]]) ist sein Bruder. | ||
Er war ausgebildeter Opernsänger und | Er war ausgebildeter Opernsänger und an den Opernhäusern in Koblenz und Prag engagiert. Am [[Ersten Weltkrieg]] nahm er als Corporal des Infanterieregiments Nr. 72 teil. | ||
Am [[6. Jänner]] [[1917]] nahm er den [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Evangelischen]] Glauben an<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien-evang-dioezese-AB/wien-innere-stadt-lutherische-stadtkirche/TFB74/?pg=3 Taufbuch der Lutherischen Stadtkirche Wien-Innere Stadt, Band 74, S. 1.]</ref> und heiratete in Wien<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien-evang-dioezese-AB/wien-innere-stadt-lutherische-stadtkirche/TRB41/?pg=3 Trauungsbuch der Lutherischen Stadtkirche Wien-Innere Stadt, Band 41, S. 1.]</ref> Rupertine ''Berta'', geborene Ott (* [[23. September]] [[1884]] in Salzburg; † [[5. August]] [[1978]] ebenda), die Tochter des | Am [[6. Jänner]] [[1917]] nahm er den [[Evangelische Kirche (Gemeinschaft)|Evangelischen]] Glauben an<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien-evang-dioezese-AB/wien-innere-stadt-lutherische-stadtkirche/TFB74/?pg=3 Taufbuch der Lutherischen Stadtkirche Wien-Innere Stadt, Band 74, S. 1.]</ref> und heiratete in Wien<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/wien-evang-dioezese-AB/wien-innere-stadt-lutherische-stadtkirche/TRB41/?pg=3 Trauungsbuch der Lutherischen Stadtkirche Wien-Innere Stadt, Band 41, S. 1.]</ref> Rupertine ''Berta'', geborene Ott (* [[23. September]] [[1884]] in der Stadt Salzburg; † [[5. August]] [[1978]] ebenda), die Tochter des [[Bürgermeister der Stadt Salzburg|Salzburger]] Bürgermeisters [[Max Ott]]. Sie bekamen eine Tochter Margit Eleonore (* [[3. Mai]] [[1918]] in der Stadt Salzburg; † [[17. September]] [[1976]] ebenda). | ||
Er sang am [[Salzburger Landestheater]] und sie lebten im ''Bürgermeisterhaus'' in der [[Chiemseegasse]] 6, gegenüber dem [[Chiemseehof]], der nach dem ''[[Anschluss]]'' Sitz der [[NSDAP]]-Gauleitung wurde. Im Mai [[1938]] musste die Familie nach [[Parsch]] übersiedeln. | Er sang am [[Salzburger Landestheater]] und sie lebten im ''Bürgermeisterhaus'' in der [[Chiemseegasse]] 6, gegenüber dem [[Chiemseehof]], der nach dem ''[[Anschluss]]'' Sitz der [[NSDAP]]-Gauleitung wurde. Im Mai [[1938]] musste die Familie nach [[Parsch]] übersiedeln. | ||
Am [[10. März]] 1941 wurde Heinrich Schönberg ''wegen des Verdachtes des Besitzes falscher Urkunden'' von der [[Gestapo]] verhaftet. Am 23. April 1941 starb Altbürgermeister Max Ott 85-jährig. Am folgenden Tag wurde Heinrich Schönberg, der sich im [[Polizeigefängnis Salzburg]] eine Infektion (Sepsis) zugezogen hatte (laut offizieller Darstellung ''ohne Fremdeinwirkung''), in das Inquisitenspital des | Am [[10. März]] 1941 wurde Heinrich Schönberg ''wegen des Verdachtes des Besitzes falscher Urkunden'' von der [[Gestapo]] verhaftet. Am [[23. April]] 1941 starb Altbürgermeister Max Ott 85-jährig. Am folgenden Tag wurde Heinrich Schönberg, der sich im [[Polizeigefängnis Salzburg]] eine Infektion (Sepsis) zugezogen hatte (laut offizieller Darstellung ''ohne Fremdeinwirkung''), in das Inquisitenspital des [[Landesgericht]]s eingeliefert, wo der Gestapo-Häftling zu lange unbehandelt blieb. Im [[Landeskrankenhaus Salzburg|Landeskrankenhaus]] kam der chirurgische Eingriff, die Amputation des vergifteten Armes, zu spät und Schönberg starb. Er wurde auf dem [[Salzburger Kommunalfriedhof]] zur letzten Ruhe gebettet. | ||
Am [[22. August]] [[2008]] wurde zum Andenken an Heinrich Schönberg in der Chiemseegasse 6 ein [[Stolperstein]] verlegt. | Am [[22. August]] [[2008]] wurde zum Andenken an Heinrich Schönberg in der Chiemseegasse 6 ein [[Stolperstein]] verlegt. | ||
== Quellen == | == Quellen == | ||
* [[Gert Kerschbaumer|Kerschbaumer, Gert]]: ''Heinrich Schönberg'' auf [ | * [[Gert Kerschbaumer|Kerschbaumer, Gert]]: ''Heinrich Schönberg'' auf [https://www.stolpersteine-salzburg.at/stolperstein/Schoenberg,Heinrich www.stolpersteine-salzburg.at] | ||
* [http://www.hohenemsgenealogie.at/en/genealogy/getperson.php?personID=I7616&tree=Hohenems ''Hohenems Genealogy'' des Jüdischen Museums Hohenems] | * [http://www.hohenemsgenealogie.at/en/genealogy/getperson.php?personID=I7616&tree=Hohenems ''Hohenems Genealogy'' des Jüdischen Museums Hohenems] | ||
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