Tourengeher verboten: Unterschied zwischen den Versionen
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"'''Tourengeher verboten'''" heißt es besonders seit dem Dezember 2015 in manchen österreichischen Skigebieten, was bei Betrachtung der [[Zukunft des Winterfremdenverkehrs im 21. Jahrhunderts angesichts der schneearmen Winter]] zu Diskussionen führt. Die Online-Abstimmung der "[[Salzburger Nachrichten]]" im Dezember 2015 fiel dementsprechend knapp ''gegen'' eine Sperre aus. 57 Prozent der 1 800 Befragten wollen, dass die Pisten für Tourengeher frei bleiben. | |||
== Der Hintergrund == | == Der Hintergrund == | ||
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== Wie kann man den Konflikt um den Schnee lösen? == | == Wie kann man den Konflikt um den Schnee lösen? == | ||
In Salzburg gibt es einige Beispiele, wo Tourengeher und andere Skifahrer friedvoll nebeneinander ins Tal wedeln. "''Ein Verbot bringt nichts, wir müssen Anreize schaffen''", sagt etwa [[Peter Radacher | In Salzburg gibt es einige Beispiele, wo Tourengeher und andere Skifahrer friedvoll nebeneinander ins Tal wedeln. "''Ein Verbot bringt nichts, wir müssen Anreize schaffen''", sagt etwa [[Peter Radacher junior|Peter Radacher]]. Er hat den [[Skitourenlehrpfad]] in [[Mühlbach am Hochkönig]] errichtet. Der Pfad habe einen großen Vorteil: "''Die Tourengeher steigen dort auf, wo es niemanden stört.''" Auf 280 Höhenmetern erklären Tafeln im freien Gelände, wie der Sportler sein Material überprüft, wie er richtig geht und was eine Spitzkehre ist. "''Der Pfad hat einen Notausstieg. Die Piste ist gleich in der Nähe - aber gefühlt sehr weit weg''", sagt Radacher. Am Gipfel des [[Hochkeil]]s wartet eine alte Gondel auf die Sportler, an einem schönen Tag habe er schon 200 Leute dort gezählt. Die Tourengeher können dann zwischen der Abfahrt über die Piste und im freien Gelände wählen. Wenn die Lawinenwarnstufe drei erreicht ist, sollte man den Lehrpfad jedoch meiden. | ||
=== Zwei neue Routen und eine Punktekarte === | === Zwei neue Routen und eine Punktekarte === | ||
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== Die Naturfreunde Österreich == | == Die Naturfreunde Österreich == | ||
Tourengehern generell das Begehen der Skipisten zu verbieten ist das falsche Zeichen in Richtung Tourismus. Die Naturfreunde ersuchen vielmehr Pistenbetreiber, aber auch Tourengeher um ein faires Miteinander. | Tourengehern generell das Begehen der Skipisten zu verbieten ist das falsche Zeichen in Richtung Tourismus. Die Naturfreunde ersuchen vielmehr Pistenbetreiber, aber auch Tourengeher um ein faires Miteinander. "''Wir verstehen die zurzeit schwierige Situation auf den schmalen Kunstschneepisten. Doch ein generelles Verbot kann nicht die Lösung sein. Basis für ein faires und sicheres Miteinander auf der Piste sind die von den alpinen Vereinen gemeinsam mit dem Kuratorium für alpine Sicherheit ausgearbeiteten Fair-Play-Regeln für PistentourengeherInnen.''" so Martin Edlinger, staatl. geprüfter Berg- und Skiführer sowie Abteilungsleiter des Referates Skitouren der Naturfreunde Österreich. | ||
===Die 10 Fair-Play-Empfehlungen für Tourengeher auf der Piste === | ===Die 10 Fair-Play-Empfehlungen für Tourengeher auf der Piste === | ||