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== Geografie ==
== Geografie ==
Die Gehöft liegt etwa 4½ Kilometer südlich des Gemeindezentrums in der ersten größeren Talweitung des Stubachtals auf etwa 875 [[m ü. A.]] Die [[Stubachtal Straße]] (L 264) führt westlich vorbei, wo sich das das Wirtshaus Wiesen und etwas südlich die Bodenasten befindet.  
Die Gehöft liegt etwa 4½ Kilometer südlich des Gemeindezentrums in der ersten größeren Talweitung des Stubachtals auf etwa 875 [[m ü. A.]] Die [[Stubachtal Straße]] (L 264) führt westlich vorbei, wo sich das Wirtshaus Wiesen und etwas südlich die Bodenasten befindet.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Der ''Wiedrechtshauser'' ist der älteste der Uttendorfer Höfe und besteht schon seit [[1333]]. Er gehörte im [[Mittelalter]] dem Stift Millstatt in [[Kärnten]]. Er hatte so umfangreiche Gründe und war so reich, dass er im [[19. Jahrhundert]] zusammen mit dem Fellern und dem Enzinger ''die Pinzgauer drei Könige''genannt wurde. Karl von Sonklar berichtet [[1867]], von einer Bergtour, vom ''Wiedrechtshausener Bauernhofe […], der mit seinen Wirtschaftsgebäuden wie ein kleines Dorf aussah'', und dass er ''über 35 Knechte gebot, über ein halbes Dutzend Mägde, über 200 Kühe und 2 000 Schafe in runder Zahl.''Um [[1870]] wird noch die alte Pinzgauer Familie Deutinger als ansässig genannt. Um [[1890]] erwarb es der deutsche  Kunstdüngerfabrikant und Gutsherr auf [[Schloss Grubhof]] [[Hermann Schmidtmann]]. Heute ist das Anwesen Eigentum der Familie Renn, die dort einen Biobauernhof und ein Kleinkraftwerk betreibt.
Der ''Wiedrechtshauser'' ist der älteste der Uttendorfer Höfe und besteht schon seit [[1333]]. Er gehörte im [[Mittelalter]] dem Stift Millstatt in [[Kärnten]]. Er hatte so umfangreiche Gründe und war so reich, dass er im [[19. Jahrhundert]] zusammen mit dem Fellern und dem Enzinger "''die Pinzgauer drei Könige''" genannt wurde. Karl von Sonklar berichtet [[1867]], von einer Bergtour, vom "''Wiedrechtshausener Bauernhofe […], der mit seinen Wirtschaftsgebäuden wie ein kleines Dorf aussah''", und dass er "''über 35 Knechte gebot, über ein halbes Dutzend Mägde, über 200 Kühe und 2 000 Schafe in runder Zahl.''" Um [[1870]] wird noch die alte Pinzgauer Familie Deutinger als ansässig genannt. Um [[1890]] erwarb es der deutsche  Kunstdüngerfabrikant und Gutsherr auf [[Schloss Grubhof]] [[Hermann Schmidtmann]]. Heute ist das Anwesen Eigentum der Familie Renn, die dort einen Biobauernhof und ein Kleinkraftwerk betreibt.


Beim Wiedrechtshausener Anwesen steht eine [[barock]]e Kapelle. Sie ist nach dem Abbild der Gnadenkapelle von [[Altötting]] achteckig erbaut und wurde [[1722]] vom Bauern Adam Deutinger und Barbara Enzinger gestiftet und erbaut. Als weitere Besonderheit findet sich eine [[Sonnenuhr]], die auf [[1530]] datiert wird. Sie ist auf [[Holz]] gemalt und zeigt Uttendorfer Sonnenzeit, wie auch die Ortszeiten von Madrid, Paris, London, Wien, Konstantinopel (Byzanz) und Jerusalem.  
Beim Wiedrechtshausener Anwesen steht eine [[barock]]e Kapelle. Sie ist nach dem Abbild der Gnadenkapelle von [[Altötting]] achteckig erbaut und wurde [[1722]] vom Bauern Adam Deutinger und Barbara Enzinger gestiftet und erbaut. Als weitere Besonderheit findet sich eine [[Sonnenuhr]], die auf [[1530]] datiert wird. Sie ist auf [[Holz]] gemalt und zeigt Uttendorfer Sonnenzeit, wie auch die Ortszeiten von Madrid, Paris, London, Wien, Konstantinopel (Byzanz) und Jerusalem.