Gastegkapelle (Maria Alm): Unterschied zwischen den Versionen
→Quellen: + 2 Quellen |
+ {{Bildkat}} |
||
| (8 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 7: | Zeile 7: | ||
== Legende um die Quelle == | == Legende um die Quelle == | ||
[[Datei:Gastegkapelle Augenbründl.JPG|thumb|Gastegkapelle Augenbründl]] | [[Datei:Gastegkapelle Augenbründl.JPG|thumb|Gastegkapelle Augenbründl]] | ||
Einer Legende nach hatte die Gottesmutter eine Blinde auf die Quelle am Gasteg aufmerksam gemacht. Nach dem Gebrauch des Wassers konnte die Frau wieder sehen. Im [[18. Jahrhundert]] wurden die | Einer Legende nach hatte die Gottesmutter eine Blinde auf die Quelle am Gasteg aufmerksam gemacht. Nach dem Gebrauch des Wassers konnte die Frau wieder sehen. Im [[18. Jahrhundert]] wurden die [[Feldkapelle]] und der Brunnen von vielen Wallfahrern mit Augenleiden aufgesucht. [[Votiv]]gaben aus der Gastegkapelle sind heute im [[Museum Schloss Ritzen]] in Saalfelden ausgestellt. | ||
Das Gelände um die Kapelle ist als Quellschutzgebiet ausgewiesen, in dem sich drei Quellfassungen befinden. Unterhalb der Kapelle steht an der Straße das so genannte Augenbrünndl. Es ist ein hölzerner Brunnen, an dem eine Tafel auf die Ursprungslegende hinweist. | Das Gelände um die Kapelle ist als Quellschutzgebiet ausgewiesen, in dem sich drei Quellfassungen befinden. Unterhalb der Kapelle steht an der Straße das so genannte Augenbrünndl. Es ist ein hölzerner Brunnen, an dem eine Tafel auf die Ursprungslegende hinweist. | ||
| Zeile 15: | Zeile 15: | ||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
An der alten Straße von Maria Alm nach [[Saalfelden am Steinernen Meer]] steht bei einer Steigung - | An der alten Straße von Maria Alm nach [[Saalfelden am Steinernen Meer]] steht bei einer Steigung - "Gasteg" genannt - an einem Abhang die Gastegkapelle. Im Jahre [[1545]] erscheint sie erstmals in den Quellen. Die Ende des [[17. Jahrhundert]]s aus Stein erbaute Kapelle besitzt einen achteckigen Grundriss. An der Ostseite ist ein rechteckiger Chor angebaut, im Westen eine hölzerne Vorhalle mit spitzem Turm. | ||
Das Innere wird beherrscht von einem Altar im [[Rokoko]]stil. Im Zentrum des Altars steht das Gnadenbild, eine Pietá, auch Vesperbild genannt (Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß). Die Figur stammt aus der ersten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s und ist das früheste Beispiel für diesen Typus im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] und darüber hinaus. Es handelt sich um eine Kopie, das Original befindet sich im [[Dommuseum]] Salzburg. | Das Innere wird beherrscht von einem Altar im [[Rokoko]]stil. Im Zentrum des Altars steht das Gnadenbild, eine Pietá, auch Vesperbild genannt (Maria mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß). Die Figur stammt aus der ersten Hälfte des [[14. Jahrhundert]]s und ist das früheste Beispiel für diesen Typus im [[Salzburg (Bundesland)|Land Salzburg]] und darüber hinaus. Es handelt sich um eine Kopie, das Original befindet sich im [[Dommuseum]] Salzburg. | ||
| Zeile 22: | Zeile 22: | ||
==Bildergalerie== | ==Bildergalerie== | ||
<gallery> | <gallery mode="nolines" mode="packed-hover" heights="200"> | ||
Datei:Gastegkapelle von Osten.JPG|Gastegkapelle von Osten | Datei:Gastegkapelle von Osten.JPG|Gastegkapelle von Osten | ||
Datei:Gastegkapelle, Innenansicht.jpg|Gastegkapelle, Innenansicht | Datei:Gastegkapelle, Innenansicht.jpg|Gastegkapelle, Innenansicht | ||
Datei:Gastegkapelle Gnadenbild.JPG|Gastegkapelle Gnadenbild | Datei:Gastegkapelle Gnadenbild.JPG|Gastegkapelle Gnadenbild | ||
Maria Alm 1880er Turm der Herren von Alm.jpg|Zur Geschichte der Gastegkapelle: Karte aus Mapire ([[1880er]]-Jahre): Ein Anwesen "Burgstall" südlich des Ortes auf einer Hangkante oberhalb des Ortsteils Schlossberg. Heutige Adresse wohl Schattberg 21. Vielleicht war das mit dem Turm der Herren von Alm gemeint. | |||
</gallery> | |||
== Bilder == | |||
{{Bildkat}} | |||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
* [[Andreas Hirsch]] Textgestaltung | * [[Andreas Hirsch]] Textgestaltung | ||
* [[Johannes Neuhardt|Johannes, Neuhardt]]: ''Wallfahrten im [[Erzbistum Salzburg]]'', München 1982 | |||
* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schlegel, Walter]]: ''Burgen und Schlösser in Salzburg''. Birken-Verlag Wien [[1978]], S. 105; | |||
* [[Leopold Ziller|Ziller, Leopold]]: Die Salzburger Familiennamen, S. 93, HG Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1986; | |||
* [[Franz Hörburger|Hörburger, Franz]]: Salzburger Ortsnamenbuch, S. 172 – 173, HG Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1982; | |||
* [https://www.euregio-salzburg.info/objekt/gasteg-maria-alm/ www.euregio-salzburg.info] | * [https://www.euregio-salzburg.info/objekt/gasteg-maria-alm/ www.euregio-salzburg.info] | ||
[[Kategorie:Pinzgau]] | [[Kategorie:Pinzgau]] | ||
| Zeile 43: | Zeile 46: | ||
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]] | [[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]] | ||
[[Kategorie:Kultur und Bildung]] | [[Kategorie:Kultur und Bildung]] | ||
[[Kategorie:Architektur]] | [[Kategorie:Architektur]] | ||
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]] | [[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]] | ||