Josef Ritter von Rußegger: Unterschied zwischen den Versionen

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Ministerialrat '''Josef Ritter von Rußegger''' (* [[18. November]] [[1802]] in [[Salzburg]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBIX%252F2/?pg=590 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band IX/2, S. 598.]</ref>; † [[20. Juni]] [[1862]] in Schemnitz, slowakisch ''Banská Štiavnica'') war ein österreichischer Geologe und Montanist.
Ministerialrat '''Josef Ritter von Rußegger''' (* [[18. November]] [[1802]] in der [[Stadt Salzburg]]<ref>[https://data.matricula-online.eu/de/oesterreich/salzburg/salzburg-dompfarre/TFBIX%252F2/?pg=590 Taufbuch der Dompfarre Salzburg, Band IX/2, S. 598.]</ref>; † [[20. Juni]] [[1862]] in Schemnitz, slowakisch ''Banská Štiavnica'') war ein österreichischer Geologe und Montanist.


== Leben ==
== Leben ==
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[[1831]] wurde er zum Werksverwalter und Amtsvorstand in Böckstein befördert sowie zum Leiter des [[Tauerngold|Goldbergbaus]] im [[Raurisertal]].
[[1831]] wurde er zum Werksverwalter und Amtsvorstand in Böckstein befördert sowie zum Leiter des [[Tauerngold|Goldbergbaus]] im [[Raurisertal]].


Vom [[20. Dezember]] [[1835]] bis zum [[21. Februar]] [[1841]] war Josef Rußegger Leiter der österreichisch-ägyptischen Bergwerks-Expedition, die im Auftrag des ägyptischen Vizekönigs Mehmed Ali die geognostische Struktur seines Herrschaftsbereiches untersuchen sollte. Dabei bereiste er die Libysche Wüste, Syrien, das Taurus-Gebirge, den Sudan, den Sinai und Palästina. Anschließend erforschte er [[1939]] [[Griechenland]] im Auftrag seines Königs [[Otto von Griechenland|Otto]], sowie [[Italien]], Südwest[[deutschland]], [[Belgien]], [[Frankreich]], [[England]], Schottland und Skandinavien. Seine Begleiter wurden von der Wiener k.k. Hofkammer für Münz- und Bergwesen bestimmt.
Vom [[20. Dezember]] [[1835]] bis zum [[21. Februar]] [[1841]] war Josef Rußegger Leiter der österreichisch-ägyptischen Bergwerks-Expedition, die im Auftrag des ägyptischen Vizekönigs Mehmed Ali die geognostische Struktur seines Herrschaftsbereiches untersuchen sollte. Dabei bereiste er die Libysche Wüste, [[Syrien]], das Taurus-Gebirge, den Sudan, den Sinai und Palästina. Anschließend erforschte er [[1939]] [[Griechenland]] im Auftrag seines Königs [[Otto von Griechenland|Otto]], sowie [[Italien]], Südwest[[deutschland]], [[Belgien]], [[Frankreich]], [[England]], Schottland und Skandinavien. Seine Begleiter wurden von der Wiener k.k. Hofkammer für Münz- und Bergwesen bestimmt.


Nach seiner Rückkehr wurde er als Bergrat (seit [[1840]]) dem montanistischen Departement für Salzburg und [[Tirol]] zugeteilt. Als solcher bereiste er mit einer Kommission das [[Banat]] und [[Siebenbürgen]], bevor ihn Herzog Franz IV. von Modena [[1843]] mit einer geognostische Begutachtung seines Herzogtums beauftragte. Noch im Juni 1843 wurde er zum Vizedirektor der k.k. Berg- und Salinen-Direktion in Hall in Tirol ernannt und blieb dort bis [[1846]]. Am [[2. Mai]] 1846 wurde er zum k.k. Gubernialrat, Salinenadministrator und zum Distrikts-Bergrichter von Wieliczka in [[Galizien]] ernannt. Seit [[1. Februar]] [[1848]] war er korrespondierendes Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien.
Nach seiner Rückkehr wurde er als Bergrat (seit [[1840]]) dem montanistischen Departement für Salzburg und [[Tirol]] zugeteilt. Als solcher bereiste er mit einer Kommission das [[Banat]] und [[Siebenbürgen]], bevor ihn Herzog Franz IV. von Modena [[1843]] mit einer geognostische Begutachtung seines Herzogtums beauftragte. Noch im Juni 1843 wurde er zum Vizedirektor der k.k. Berg- und Salinen-Direktion in Hall in Tirol ernannt und blieb dort bis [[1846]]. Am [[2. Mai]] 1846 wurde er zum k.k. Gubernialrat, Salinenadministrator und zum Distrikts-Bergrichter von Wieliczka in [[Galizien]] ernannt. Seit [[1. Februar]] [[1848]] war er korrespondierendes Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien.
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== Quellen ==
== Quellen ==
* [[Michael Kelb|Kelb, Michael]]: ''Josef Ritter von Rußegger, [[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]] Ministerialrat'', in: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19030003&zoom=2&seite=00000033 MGSLK 43, 1903, S. 33-92]
* [[Michael Kelb|Kelb, Michael]]: ''Josef Ritter von Rußegger, [[Reich#k._k.|k.&nbsp;k.]] Ministerialrat'', in: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19030003&zoom=2&seite=00000033 MGSLK 43, 1903, S. 33-92]
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz77440.html#top Gümbel, Wilhelm von: ''Russeger, Joseph Ritter von'', in: Allgemeine Deutsche Biographie 30 (1890), S. 14–15.]
* [https://www.deutsche-biographie.de/sfz77440.html#top Gümbel, Wilhelm von: ''Russeger, Joseph Ritter von'', in: Allgemeine Deutsche Biographie 30 (1890), S. 14–15.]
==== Einzelverweise ====
== Einzelverweise ==
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[[Kategorie:Direktor]]
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[[Kategorie:Beamter]]
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[[Kategorie:Montanist]]
[[Kategorie:Bergbau]]
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[[Kategorie:Goldbergbau]]
[[Kategorie:Goldbergbau]]
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[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Pinzgau]]
[[Kategorie:Geboren 1802]]
[[Kategorie:Geboren 1802]]
[[Kategorie:Gestorben 1862]]