Wolfgang Roscher: Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
K Textersetzung - „u.a.“ durch „u. a.“ |
||
| (4 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt) | |||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
[[ | [[Prof]]. Dr. '''Wolfgang Roscher''' (* [[29. Mai]] [[1927]] in Komotau, tschechisch ''Chomutov'', [[Tschechien#Böhmen|Böhmen]]; † [[19. Februar]] [[2002]] in der [[Stadt Salzburg]]) war ein deutsch-österreichischer Musikpädagoge und Komponist, der lange Jahre am Salzburger [[Mozarteum]] tätig war. | ||
== Leben und Wirken == | == Leben und Wirken == | ||
Wolfgang Roscher war Sohn des Chormeisters und Komponisten Franz Roscher. | Wolfgang Roscher war Sohn des Chormeisters und Komponisten Franz Roscher. | ||
Klavierunterricht hatte er bei dem bekannten Pianisten Goll und Fräulein Bodenstein. Infolge Kriegsdienstes mußte er seine bei Dr. Komma betriebenen Tonsatzstudien unterbrechen. Nach Kriegsgefangenschaft und tschechoslowakischer Internierung konnte er in [[Deutschland]] seine Musikstudien fortsetzen. Er studierte Komposition (u.a. bei [[Carl Orff]]), Musik- und Erziehungswissenschaft, Literatur- und Kulturgeschichte, Philosophie und Theologie in Bamberg, Erlangen und München); er wurde im Jahr 1951 an der Universität Erlangen zum Doktor der Philosophie promoviert. | Klavierunterricht hatte er bei dem bekannten Pianisten Goll und Fräulein Bodenstein. Infolge Kriegsdienstes mußte er seine bei Dr. Komma betriebenen Tonsatzstudien unterbrechen. Nach Kriegsgefangenschaft und tschechoslowakischer Internierung konnte er in [[Deutschland]] seine Musikstudien fortsetzen. Er studierte Komposition (u. a. bei [[Carl Orff]]), Musik- und Erziehungswissenschaft, Literatur- und Kulturgeschichte, Philosophie und Theologie in Bamberg, Erlangen und München); er wurde im Jahr 1951 an der Universität Erlangen zum Doktor der Philosophie promoviert. | ||
Anläßlich der 1. Internationalen Festwoche der Abendländischen Akademie 1952 trat er mit einem geistlichen Chorwerk an die Öffentlichkeit. Nach kirchen- und schulmusikalischen Tätigkeiten übernahm er im Jahr 1960 den Lehrstuhl für Musikerziehung, später für Musik und Auditive Kommunikation in Alfeld/Hildesheim ([[Deutschland#Niedersachsen|Niedersachsen]]). | Anläßlich der 1. Internationalen Festwoche der Abendländischen Akademie 1952 trat er mit einem geistlichen Chorwerk an die Öffentlichkeit. Nach kirchen- und schulmusikalischen Tätigkeiten übernahm er im Jahr 1960 den Lehrstuhl für Musikerziehung, später für Musik und Auditive Kommunikation in Alfeld/Hildesheim ([[Deutschland#Niedersachsen|Niedersachsen]]). | ||
Im Jahr [[1981]] wurde er zum ordentlichen Professor für Musikpädagogik an der ''Hochschule für Musik und darstellende Kunst | Im Jahr [[1981]] wurde er zum ordentlichen Professor für Musikpädagogik an der ''Hochschule für Musik und darstellende Kunst "Mozarteum" in Salzburg'' ernannt. Deren Rektor war er von [[1991]] bis [[1995]]. | ||
Als Ordinarius für Musikpädagogik am Mozarteum begründete er das Institut für Integrative Musikpädagogik und Polyästhetische Erziehung. | Als Ordinarius für Musikpädagogik am Mozarteum begründete er das Institut für Integrative Musikpädagogik und Polyästhetische Erziehung. | ||
| Zeile 29: | Zeile 29: | ||
(Auswahl) | (Auswahl) | ||
* ''Polyästhetische Erziehung'', in: Musik und Bildung, 12 (1980) 5, S. 318-319 | * ''Polyästhetische Erziehung'', in: Musik und Bildung, 12 (1980) 5, S. 318-319 | ||
* (Hrsg.): ''Läuterungen, Klärungen. Zu Sinn und Widerspruch Polyästhetischer Erziehung. Ein Interview mit Wolfgang Roscher und Christoph Kittl'', in: ''Sinn und Widerspruch musikalischer Bildung; Beiträge zu | * (Hrsg.): ''Läuterungen, Klärungen. Zu Sinn und Widerspruch Polyästhetischer Erziehung. Ein Interview mit Wolfgang Roscher und Christoph Kittl'', in: ''Sinn und Widerspruch musikalischer Bildung; Beiträge zu "poesis" und "aisthesis" heute'', S. 16-17, Verlag Emil Katzbichler, 1993 München | ||
* ''Musik − unsere Chance?'', in: Musikforum 31 (1995) 8 | * ''Musik − unsere Chance?'', in: Musikforum 31 (1995) 8 | ||
* (Hrsg.): ''Bildungstheoretische Perspektiven Integrativer Musikpädagogik'', in: ''Integrative Musikpädagogik; Neue Beiträge zur Polyästhetischen Erziehung; Teil I: Theorie und Rezeption'', S. 13-21. Heinrichshofen Verlag, 1983 Wilhelmshaven | * (Hrsg.): ''Bildungstheoretische Perspektiven Integrativer Musikpädagogik'', in: ''Integrative Musikpädagogik; Neue Beiträge zur Polyästhetischen Erziehung; Teil I: Theorie und Rezeption'', S. 13-21. Heinrichshofen Verlag, 1983 Wilhelmshaven | ||