Crambus ericella: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Crambus ericella''' (''Tinea ericella'' Hübner, [1813]) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Crambidae]] (Rüsselzünsler).
'''Crambus ericella''' (''Tinea ericella'' Hübner, [1813]) ist eine [[Glossar Biologie#A|Art]] aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Crambidae]] (Rüsselzünsler).


==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie==
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie<ref>siehe [[Glossar Biologie#P|Phänologie]]</ref>==


''C. ericella'' tritt in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nur sehr vereinzelt auf. Funde sind bekannt aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), II ([[Nördliche Kalkalpen]]), III ([[Schieferalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011), wobei letztere Nachweise bereits aus der Zeit vor 1970 datieren. Die Höhenverbreitung der Tiere umfasst aber einen weiten Bereich, der von rund 400 bis 2100 m dokumentiert ist (Kurz & Kurz 2018). Nach Slamka (1995) lebt die Art lokal auf trockenen bis halbfeuchten Stellen. In Salzburg sind Funde von Schlagfluren, Magerweiden, Zwergstrauchheiden, Sumpfwiesen höherer Lagen, lichten [[Lärche]]n- und [[Zirbe]]nwäldern, sowie aus Almrauschbeständen dokumentiert, die Art scheint also keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum zu stellen, obwohl sie geschlossenen Gebüschen und Wäldern wie auch dem Kulturland fehlt. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines fliegen in einer Generation pro Jahr von Juni bis August (alle Angaben nach Kurz & Kurz 2018).
''C. ericella'' tritt in [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] nur sehr vereinzelt auf. Funde sind bekannt aus den Zonen I ([[Alpenvorland]] und [[Flyschzone]]), II ([[Nördliche Kalkalpen]]), III ([[Schieferalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]], Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011), wobei letztere Nachweise bereits aus der Zeit vor 1970 datieren. Die Höhenverbreitung der Tiere umfasst aber einen weiten Bereich, der von rund 400 bis 2100 m dokumentiert ist ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] &amp; [[Marion Kurz|Kurz]] 2018). Nach Slamka (1995) lebt die Art lokal auf trockenen bis halbfeuchten Stellen. In Salzburg sind Funde von Schlagfluren, Magerweiden, Zwergstrauchheiden, Sumpfwiesen höherer Lagen, lichten [[Lärche]]n- und [[Zirbe]]nwäldern, sowie aus Almrauschbeständen dokumentiert, die Art scheint also keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum zu stellen, obwohl sie geschlossenen Gebüschen und Wäldern wie auch dem Kulturland fehlt. Die [[Glossar Biologie#I|Imag]]ines fliegen in einer Generation pro Jahr von Juni bis August (alle Angaben nach [[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] &amp; [[Marion Kurz|Kurz]] 2018).


==Biologie und Gefährdung==
==Biologie und Gefährdung==


Die Imagines fliegen, wie bei den verwandten Arten, sowohl tagsüber, als auch in der ersten Nachthälfte, wobei aber nur wenige dokumentierte Funde vorliegen (Kurz & Kurz 2018). Weitere Informationen zur Biologie der Tiere oder den Entwicklungsstadien sind aus Salzburg nicht verfügbar. Nach Slamka (1995) leben die Raupen von August, überwinternd bis Mai, im Bodenbereich an Besenheide (''[[Calluna vulgaris]]''), Erika (''[[Erica carnea]]'') oder Haferschmielen (''Aira''-Arten). Die Art stellt zwar keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum, abgesehen vom Vorkommen der Nahrungspflanzen der Raupen, auf Grund ihrer Seltenheit sollte sie aber vorerst als potentiell bedroht angesehen werden.
Die Imagines fliegen, wie bei den verwandten Arten, sowohl tagsüber, als auch in der ersten Nachthälfte, wobei aber nur wenige dokumentierte Funde vorliegen ([[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz]] &amp; [[Marion Kurz|Kurz]] 2018). Weitere Informationen zur Biologie der Tiere oder den Entwicklungsstadien sind aus Salzburg nicht verfügbar. Nach Slamka (1995) leben die Raupen von August, überwinternd bis Mai, im Bodenbereich an Besenheide (''[[Calluna vulgaris]]''), Erika (''[[Erica carnea]]'') oder Haferschmielen (''Aira''-Arten). Die Art stellt zwar keine besonderen Ansprüche an den Lebensraum, abgesehen vom Vorkommen der Nahrungspflanzen der Raupen, auf Grund ihrer Seltenheit sollte sie aber vorerst als potentiell bedroht angesehen werden.


==Weiterführende Informationen==
==Weiterführende Informationen==


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{{NKIS | taxonid=4411}}{{Fauna und Flora Projekt}}


[[Salzburgwiki:Projekt_Fauna_und_Flora|Projekt: Fauna und Flora von Salzburg]]
== Bilder ==
 
== Weitere Bilder ==
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{{Commonscat|Crambus ericella}}


==Quellen==
==Quellen==
{{Quelle Embacher et al.}}
{{Quelle Embacher et al.}}
*[[Marion Kurz|Kurz, Marion A.]] &amp; [[Michael Kurz|Kurz, M. E.]] 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 12 November 2018].
*[[Michael Kurz (Wissenschafter)|Kurz, M. A.]]; [[Marion Kurz|Kurz, M. E.]] 2000–2018. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 12 November 2018].
*Slamka, F. 1995. Die Zünslerfalter (Pyraloidea) Mitteleuropas. Bestimmen – Verbreitung – Fluggebiet – Lebensweise der Raupen. Verlag Prunella, Bratislava, 1-30, 108-112, 53 + XII Taf.
*Slamka, F. 1995. Die Zünslerfalter (Pyraloidea) Mitteleuropas. Bestimmen – Verbreitung – Fluggebiet – Lebensweise der Raupen. Verlag Prunella, Bratislava, 1-30, 108-112, 53 + XII Taf.