Georg von Kuenburg: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Wappen von Georg von Kuenburg Rosspforte Festung Hohensalzburg.jpg|thumb|Wappen in quadratischer Kartusche (Flachrelief) aus Marmor <br/> Symbole: 1. Löwe 2. Kugel 3. Türangel 4. Panther <br />  [[Rosspforte (Festung Hohensalzburg)|Rosspforte]] <br/> [[Festung Hohensalzburg]], ca. [[1586]] ]]
'''Georg von Kuenburg''' (* [[1530]]; † [[25. Jänner]] [[1587]]) war [[Fürsterzbischof von Salzburg]] aus dem Geschlecht der [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Kuenburger]].
[[Datei:Wappen von Georg von Kuenburg Arbeitshaus Festung Hohensalzburg.jpg|thumb|Wappen in rechteckiger Kartusche (Halbrelief) aus Marmor, Inschrift auf Tafel <br/> Symbole: 1. Löwe 2. Kugel 3. Türangel 4. Panther <br />  [[Arbeitshaus (Festung Hohensalzburg)|Arbeitshaus]] <br/> Festung Hohensalzburg, ca. [[1586]] ]]
'''Georg von Kuenburg''' (* [[1530]]; † [[25. Jänner]] [[1587]]) war [[Fürsterzbischof]] von Salzburg aus dem Geschlecht der [[Kuenburg (Adelsgeschlecht)|Kuenburger]].


== Leben ==
== Leben ==
Georg von Kuenburg wurde als Sohn der Eheleute [[Christoph von Kuenburg|Christoph (III.) von Kuenburg]] (* [[1. Juli]] [[1510]]; † [[26. Juli]] [[1584]]), [[Pfleger]] von [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] im [[Lungau]], und [[Anna von Schlintburg]] geboren. Erzogen wurde Georg am Hofe seines Onkels [[Michael von Kuenburg]], Fürsterzbischof von Salzburg. Georg wurde als gottesfürchtig, fromm, mildtätig, demütig, verständig, häuslich und nüchtern bezeichnet (laut der [[Salzburger Chronik]] von [[Franz Dückher]], [[1666]]).
Georg von Kuenburg wurde als Sohn der Eheleute [[Christoph von Kuenburg|Christoph (III.) von Kuenburg]] (* [[1. Juli]] [[1510]]; † [[26. Juli]] [[1584]]), [[Pfleger]] von [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] im [[Lungau]], und [[Anna von Schlintburg]] geboren. Erzogen wurde Georg am Hofe seines Onkels [[Michael von Kuenburg]], [[Erzbischof als Landesherr oder Grundherr|Fürsterzbischof von Salzburg]]. Georg wurde als gottesfürchtig, fromm, mildtätig, demütig, verständig, häuslich und nüchtern bezeichnet (laut der [[Salzburger Chronik]] von [[Franz Dückher]], [[1666]]).


== Berufliche Laufbahn ==
== Berufliche Laufbahn ==


Am [[26. April]] [[1555]] wurde Georg Salzburger [[Domherr]] und ging an die Hochschulen Freiburg im Breisgau (heute [[Deutschland#Baden-Württemberg|Baden-Württemberg]]) und Löwen (heute [[Belgien]]). Von [[1570]] bis [[1580]] war er Kammermeister und Kirchherr in [[St. Georgen bei Salzburg]], [[1578]] Probst in  [[Altötting]], am [[4. Mai]] [[1579]] wurde er [[Dompropst]] und am [[18. Juli]] [[1580]] (nachdem er eine führende Rolle beim Sturz des [[Domdechant]]s [[Wilhelm von Trauttmansdorff]] gespielt hatte) zum Koadjutor und Nachfolger des Salzburger Fürsterzbischofes [[Johann Jakob Kuen von Belasy]] erwählt, da dieser einen Schlaganfall erlitten hatte.
Am [[26. April]] [[1555]] wurde Georg Salzburger [[Domherr]] und ging an die Hochschulen [[Freiburg im Breisgau]] (heute [[Deutschland#Baden-Württemberg|Baden-Württemberg]]) und Löwen (heute [[Belgien]]). Von [[1570]] bis [[1580]] war er Kammermeister und Kirchherr in [[St. Georgen bei Salzburg]], [[1578]] Probst in  [[Altötting]], am [[4. Mai]] [[1579]] wurde er [[Dompropst]] und am [[18. Juli]] [[1580]] (nachdem er eine führende Rolle beim Sturz des [[Domdechant]]s [[Wilhelm von Trauttmansdorff]] gespielt hatte) zum Koadjutor und Nachfolger des Salzburger Fürsterzbischofes [[Johann Jakob Kuen von Belasy]] erwählt, da dieser einen Schlaganfall erlitten hatte.


Da Georg bei seiner Wahl zum Koadjutor eine Kapitulationsurkunde unterzeichnen musste, in der das [[Domkapitel]] besondere Rechte hatte, brach bald ein Streit mit dem Domkapitel aus, in dem Georg wiederholt mit seinem Rücktritt drohte, so zuletzt im Jahre [[1585]].
Da Georg bei seiner Wahl zum Koadjutor eine Kapitulationsurkunde unterzeichnen musste, in der das [[Domkapitel]] besondere Rechte hatte, brach bald ein Streit mit dem Domkapitel aus, in dem Georg wiederholt mit seinem Rücktritt drohte, so zuletzt im Jahre [[1585]].
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== Fürsterzbischof Georg von Kuenburg und die Gegenreformation ==
== Fürsterzbischof Georg von Kuenburg und die Gegenreformation ==


Georg von Kuenburg setzte den Kampf gegen die [[Protestantenvertreibung|Protestanten]] in seinem Land, den sein Vorgänger [[Johann Jakob Kuen von Belasy]] ins Laufen brachte, fort und zwang viele protestantische Bürger der [[Stadt Salzburg]] zur Auswanderung. Zur Unterstützung dieses "Protestantenkampfes" holte Georg den [[Franziskanerorden]] in seine [[Erzdiözese Salzburg|Erzdiözese]] und wies ihm die ehemalige [[Franziskanerkirche|Stadtpfarrkirche]] zu. Die Franziskaner galten als volkstümliche Prediger und verstanden sich gut mit dem katholischen Erzbischof von Salzburg. Bereits als Koadjutor gestand Georg jedoch immer wieder, dass er unfähig war, mit den politischen, wirtschaftlichen und religiösen Problemen des Landes umzugehen.
Georg von Kuenburg setzte den Kampf gegen die [[Protestantenvertreibung|Protestanten]] in seinem Land, den sein Vorgänger [[Johann Jakob Kuen von Belasy]] ins Laufen brachte, fort und zwang viele protestantische Bürger der [[Stadt Salzburg]] zur Auswanderung. Zur Unterstützung dieses "Protestantenkampfes" holte Georg den [[Franziskanerorden]] in seine [[Erzdiözese Salzburg|Erzdiözese]] und wies ihm die ehemalige [[Franziskanerkirche|Stadtpfarrkirche]] zu. Die Franziskaner galten als volkstümliche Prediger und verstanden sich gut mit dem katholischen [[Erzbischof von Salzburg]]. Bereits als Koadjutor gestand Georg jedoch immer wieder, dass er unfähig war, mit den politischen, wirtschaftlichen und religiösen Problemen des Landes umzugehen.


== Tätigkeit und Anderes ==
== Tätigkeit und Anderes ==
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[[Kategorie:Priester]]
[[Kategorie:Priester]]
[[Kategorie:Erzbischof]]
[[Kategorie:Erzbischof]]
[[Kategorie:Geboren 1530]]
[[Kategorie:Gestorben 1587]]