Pfarrkirche zum heiligen Ulrich: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Unternberg - Kirche.JPG|mini|Die Pfarrkirche zum heiligen Ulrich.]]
Die '''Pfarrkirche zum heiligen Ulrich''' ist die Pfarrkirche der [[Katholische Kirche|katholischen]] [[Pfarre Unternberg]] im [[Lungau]].
Die '''Pfarrkirche zum heiligen Ulrich''' ist die Pfarrkirche der [[Katholische Kirche|katholischen]] [[Pfarre Unternberg]] im [[Lungau]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Unternberg|denkmalgeschützten Objekten]] in der Gemeinde.


==Geschichte==
==Geschichte==
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[[1681]] wurde das Bauwerk deutlich verlängert und die Mauern auf eine einheitliche Bauhöhe gebracht. Anstelle des baufälligen Holzturms trat ein gemauerter Turm, der an der Westseite angebaut wurde. [[1731]] wurde ein zweiter Seitenaltar errichtet, der dem heiligen [[Johannes Nepomuk]] gewidmet wurde. [[1738]] entstand der kleeblattförmige Drei-Konchen-Chor des Presbyteriums. Zusätzlich wurde der bislang bestehende Seitenaltar zu den 14 Nothelfern durch einen neuen Altar ersetzt, der der Gottesmutter Maria gewidmet wurde. Die unter einem Dach vereinten Bauteile der Sakristei, des Presbyteriums und des Kirchenschiffs ließen die Kirche in ihrem Erscheinungsbild auffallend lang werden.  
[[1681]] wurde das Bauwerk deutlich verlängert und die Mauern auf eine einheitliche Bauhöhe gebracht. Anstelle des baufälligen Holzturms trat ein gemauerter Turm, der an der Westseite angebaut wurde. [[1731]] wurde ein zweiter Seitenaltar errichtet, der dem heiligen [[Johannes Nepomuk]] gewidmet wurde. [[1738]] entstand der kleeblattförmige Drei-Konchen-Chor des Presbyteriums. Zusätzlich wurde der bislang bestehende Seitenaltar zu den 14 Nothelfern durch einen neuen Altar ersetzt, der der Gottesmutter Maria gewidmet wurde. Die unter einem Dach vereinten Bauteile der Sakristei, des Presbyteriums und des Kirchenschiffs ließen die Kirche in ihrem Erscheinungsbild auffallend lang werden.  


Die weiteren Veränderungen betrafen vor allem die Erneuerung und Renovierung der Innenausstattung. Aus dem [[17. Jahrhundert]] stammen die Figuren der beiden Diözesanpatrone [[Rupert]] und [[Virgil]], die sich heute an den Seitenwänden des ursprünglichen Presbyteriums befinden. Der Hochaltar erhielt seine Form im Jahr [[1746]], das Bild des heiligen Ulrich dürfte aber etwas jünger sein. Zwischen den Säulen des Hochaltars stehen innen die Figuren von vier Aposteln, innen Petrus und Paulus, außen Johannes und Philippus. Die beiden Seitenaltäre aus den Jahren [[1731]] und [[1738]] zeigen nördlich das [[Gnadenbild Maria Trost|Gnadenbild]] der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]], ein Werk des Salzburger Malers Joseph Jaud aus dem Jahr [[1861]], sowie im Auszug eine Darstellung der 14 Nothelfer, offensichtlich eine Anspielung auf den Vorgängeraltar. Der südliche Seitenaltar zeigt noch das ursprüngliche Altarbild des Salzburger Hofmalers [[Jakob Zanusi]] aus dem Jahr [[1731]] auf, es zeigt den Heiligen Johannes Nepomuk.
Die weiteren Veränderungen betrafen vor allem die Erneuerung und Renovierung der Innenausstattung. Aus dem [[17. Jahrhundert]] stammen die Figuren der beiden Diözesanpatrone [[Rupert von Salzburg]] und [[Virgil]], die sich heute an den Seitenwänden des ursprünglichen Presbyteriums befinden. Der Hochaltar erhielt seine Form im Jahr [[1746]], das Bild des heiligen Ulrich dürfte aber etwas jünger sein. Zwischen den Säulen des Hochaltars stehen innen die Figuren von vier Aposteln, innen Petrus und Paulus, außen Johannes und Philippus. Die beiden Seitenaltäre aus den Jahren [[1731]] und [[1738]] zeigen nördlich das [[Gnadenbild Maria Trost|Gnadenbild]] der [[Wallfahrtsbasilika Maria Plain]], ein Werk des Salzburger Malers Joseph Jaud aus dem Jahr [[1861]], sowie im Auszug eine Darstellung der 14 Nothelfer, offensichtlich eine Anspielung auf den Vorgängeraltar. Der südliche Seitenaltar zeigt noch das ursprüngliche Altarbild des Salzburger Hofmalers [[Jakob Zanusi]] aus dem Jahr [[1731]] auf, es zeigt den heiligen [[Johannes Nepomuk]].


[[1912]] gründete sich ein Kirchenbauverein, der auf einen Um- und Neubau der Kirche hinarbeiten sollte. [[1922]] wurden von der Firma Ulrich & Weule in Apolda in Thüringen vier neue Eisenhartgussglocken gegossen, die aber aus statischen Gründen nicht im Turm aufgehängt wurden, sondern 1923 auf einer Behelfskonstruktion im im Bereich des Friedhofes.
[[1912]] gründete sich ein Kirchenbauverein, der auf einen Um- und Neubau der Kirche hinarbeiten sollte. [[1922]] wurden von der Firma Ulrich & Weule in Apolda in Thüringen vier neue Eisenhartgussglocken gegossen, die aber aus statischen Gründen nicht im Turm aufgehängt wurden, sondern 1923 auf einer Behelfskonstruktion im im Bereich des Friedhofes.


Als nächster Schritt erfolgte 1930 die Wiederaufnahme der Pläne für einen Neubau der Kirche. Das von kirchlichen und staatlichen Stellen 1932 letztlich favorisierte Konzept Strohmayers sah daher vor, das Presbyterium und die Sakristei zu erhalten. Das Kirchenschiff sollte neu errichtet werden und dabei durch die Halbierung der Mauerstärke zusätzlicher Innenraum gewonnen werden. An der Südseite der Kirche war die Errichtung eines neuen Kirchturmes vorgesehen.
Als nächster Schritt erfolgte 1930 die Wiederaufnahme der Pläne für einen Neubau der Kirche. Das von kirchlichen und staatlichen Stellen 1932 letztlich favorisierte Konzept Strohmayers sah daher vor, das Presbyterium und die Sakristei zu erhalten. Das Kirchenschiff sollte neu errichtet werden und dabei durch die Halbierung der Mauerstärke zusätzlicher Innenraum gewonnen werden. An der Südseite der Kirche war die Errichtung eines neuen Kirchturmes vorgesehen.
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Nach Plänen des Architekten [[Otto Prossinger]] kam es daher in den Jahren 1949 bis 1951 an der Nordseite des Presbyteriums zum Bau eines neuen Turms. Die Kirche hatte jetzt zwei Türme, da der alte Westturm erst [[1964]] abgetragen wurde.
Nach Plänen des Architekten [[Otto Prossinger]] kam es daher in den Jahren 1949 bis 1951 an der Nordseite des Presbyteriums zum Bau eines neuen Turms. Die Kirche hatte jetzt zwei Türme, da der alte Westturm erst [[1964]] abgetragen wurde.


1975 fiel die endgültige Entscheidung für einen weitgehenden Neubau der Kirche. Das Bundesdenkmalamt bestand auf den Erhalt des Presbyteriums und der Sakristei.  1978–1979 wurde die Kirche umgebaut. Als künstlerische Ausgestaltung des Neubaus war ursprünglich ein großflächiges, aber abstraktes Bild des Künstlers Wolfgang Hollegha mit dem Titel „Freude, Licht und Hoffnung“ vorgesehen. Die negativen Reaktionen der Bevölkerung führten jedoch dazu, dass das Bild bereits kurz nach der Einweihung der Kirche wieder abgenommen und in die [[Stadt Salzburg]] abgegeben wurde. 1984 trat ein ein aus dem [[12. Jahrhundert]] stammendes [[Romanik|romanisches]] Kreuz an seine Stelle, eine Leihgabe des Prodingerbauern in [[Tamsweg]].  
1975 fiel die endgültige Entscheidung für einen weitgehenden Neubau der Kirche. Das Bundesdenkmalamt bestand auf den Erhalt des Presbyteriums und der Sakristei.  1978–1979 wurde die Kirche umgebaut. Als künstlerische Ausgestaltung des Neubaus war ursprünglich ein großflächiges, aber abstraktes Bild des Künstlers Wolfgang Hollegha mit dem Titel "Freude, Licht und Hoffnung" vorgesehen. Die negativen Reaktionen der Bevölkerung führten jedoch dazu, dass das Bild bereits kurz nach der Einweihung der Kirche wieder abgenommen und in die [[Stadt Salzburg]] abgegeben wurde. 1984 trat ein ein aus dem [[12. Jahrhundert]] stammendes [[Romanik|romanisches]] Kreuz an seine Stelle, eine Leihgabe des Prodingerbauern in [[Tamsweg]].  


Die umgebaute Kirche wurde am [[1. Juli]] [[1979]] von [[Erzbischof]] [[Karl Berg]] eingeweiht.
Die umgebaute Kirche wurde am [[1. Juli]] [[1979]] von [[Erzbischof]] [[Karl Berg]] eingeweiht.
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[[Kategorie:Erzdiözese]]
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[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz]]
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[[Kategorie:Religion]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche]]
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[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
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[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
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