Oberalm (Gewässer): Unterschied zwischen den Versionen
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{{Dieser Artikel|behandelt das '''Gewässer Oberalm''', allgemein bekannt unter '''Almbach'''. Einen Artikel über die gleichlautende Marktgemeinde findest du unter [[Oberalm]].}}<br /> | |||
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| Quellhöhe: || 688 [[m ü. A.]] | | Quellhöhe: || 688 [[m ü. A.]] | ||
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| Mündung: || in [[Hallein]] in die [[Salzach]] | | Mündung: || in [[Hallein]] in die [[Kleine Salzach]] | ||
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| Mündungshöhe: || 440 m | | Mündungshöhe: || 440 m | ||
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| Höhenunterschied: || 248 m | | Höhenunterschied: || 248 m | ||
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[[Datei:Almbachverlauf unterhalb der Vorderseewehr.jpg|thumb|Die Oberalm im Gemeindegebiet von [[Faistenau]] unterhalb des [[Strüblweiher-Stausee]]s.]] | |||
[[Datei:Almbach in Hallein.jpg|thumb|Die Oberalm in Hallein, bereits im Staubereich des dortigen [[Flusskraftwerk Sohlstufe Hallein|Flusskraftwerkes Sohlstufe Hallein]]]] | |||
Die '''Oberalm''', zulässiger (und gebräuchlicherer) Alternativname ist '' Almbach'', ist ein Gewässer im Nordosten des [[Tennengau]]s, der im [[Flachgau]] seinen Ursprung hat. | |||
[[ | == Begriffsgeschichte == | ||
Der ''' | Sie wurde urprünglich als "Obere Albe" bezeichnet, an derem Unterlauf [[Oberalm]] liegt, analog zur [[Königsseeache|"Niederen Albe" (= Königsseeache)]] in [[Niederalm]]. Der Name "Alm" bzw. historisch "Albe" dürfte eine Herleitung vom vordeutschen Begriff "Albina" (vgl. das lateinische "albus" = weiß), bzw. dem illyrischen "Albhanta" sein und stellt eine Anspielung auf das Weiß des kalkhaltigen Wassers, bzw. des weißen Bachbettes dar. In Quellen um 1900 wurde sie ''Hinterseealm'' genannt, der [[Franziszeischer Kataster|Franziszeische Kataster]] nennt das Gewässer ''Alm Bach''. Heute wird der Bach einerseits als ''Almbach'' bezeichnet (nach dem Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen), anderseits im [[Salzburger Geographisches Informationssystem|Salzburger Geographischen Informationssystem]] des [[Land Salzburg (Verwaltung)|Landes Salzburg]] als ''Oberalm''. | ||
[[Erich Seefeldner]] bezeichnet dieses Gewässer in seinem Buch [[Salzburg und seine Landschaften, eine geographische Landeskunde]] als ''Wiestalalm'' (Seite 452f). | |||
== Verlauf == | == Verlauf == | ||
Die Oberalm hatte ihren Ursprung im [[Hintersee (See)|Hintersee]] (688 [[m ü. A.]]) und war dessen einziger Abfluss. Aufgrund des gesunkenen Seespiegels - das Wasser wird durch einen Druckstollen zum [[Speicherkraftwerk Wiestal]] talwärts abgeleitet - bildet der ursprüngliche Abfluss Ende der [[2010er]]-Jahren einen Zufluss und nicht mehr Abfluss.<ref>Quelle Buch [[Das Dilemma und die Paradoxien der Raumplanung]], Seite 188 und 189</ref> | |||
Die Oberalm nimmt folglich heute erst nach einer Distanz, die nicht feststellbar ist, Wasser für ihren Abfluss auf. Sie fließt dann zunächst als Bach durch die [[Strubklamm]] in den [[Wiestalstausee]] (561 m ü. A.), nach dem darunterliegenden [[Speicherkraftwerk Wiestal]] durch das [[Ausgleichsbecken Wiestal]], nun als Fluss, weiter nach [[Hallein]] (461 m ü. A.), wo sie in die [[Kleine Salzach]] mündet. | |||
Unweit der Einmündung, in der Nähe des ehemaligen [[Schloss Altdorf|Schlosses von der Alben]],<ref>[[Franz Xaver Gruber (Autor)|Gruber, Franz]]: ''Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung''. Ein Beitrag zur Heimatkunde, Salzburg: Verlag von M. Glonner ([[Duyle'sche_Buchdruckerei#Ära_Duyle|Duyle’sche Buchhandlung]] am Mozartplatz) 1870, S. 67.</ref> befand sich einmal Halleins sog. "kleiner Holzrechen" (siehe [[Griesrechen (Hallein)|Griesrechen]]).<ref>Gruber: ''Chronologisch-statistische Beschreibung der Stadt Hallein und ihrer Umgebung'', S. 43.</ref> In ihm verfing sich damals [[Holztrift|getriftetes]] Rundholz, z. B. das aus [[Hintersee (Ort)#Erwerbstätigkeit|Hintersee]]. | |||
== Zuflüsse == | == Zuflüsse == | ||
Bereits kurz nach dem Ausfluss aus dem Hintersee mündet der [[Brunnbach (Faistenau)|Brunnbach]], der seinen Ursprung in [[Tiefbrunnau]], Gemeinde [[Faistenau]] hat, in den | Bereits kurz nach dem Ausfluss aus dem Hintersee mündet der [[Brunnbach (Faistenau)|Brunnbach]], der seinen Ursprung in [[Tiefbrunnau]], Gemeinde [[Faistenau]] hat, in die Oberalm. In den folgenden [[Strüblweiher-Stausee]] mündet der [[Weißenbach (Wildbach Hintersee)|Weißenbach]] sowie wenig später in den [[Strubklammspeicher]] der Stein- und der Schmiedbach. Kurz bevor die Oberalm den Wiestalstausee erreicht, mündet von Norden kommen der Schwarzaubach in die Oberalm. | ||
Von [[Gaißau]] kommen der [[Moertlbach]], im Bereich [[Adnet]]-[[Wimberg (Adnet)|Wimberg]] der Schmiedbach, bei Adnet-[[Seefeldmühle (Adnet)|Seefeldmühle]] der Steinmasslbach und der Aubach hinzu. | |||
== Kraftwerke == | == Kraftwerke == | ||
Entlang | Entlang ihres Verlaufs befinden sich folgende Wasserkraftwerke: | ||
* [[Kraftwerk Wiestal (historisch)]] | * [[Kraftwerk Wiestal (historisch)]] | ||
* [[Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch)]] | * [[Speicherkraftwerk Strubklamm (historisch)]] | ||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
* ''Salzburg und Umgebung'', Kompass-Karte 1:25.000 | * ''Salzburg und Umgebung'', Kompass-Karte 1:25.000 | ||
* [ | * [https://www.bergfex.at/sommer/oberalm-tennengau/ www.bergfex.at Karte] | ||
* [https://bufus.sbg.ac.at/PDF/FlussverlaufSalzach_2.pdf Bernhard Schmall: ''Historischer Flussverlauf der Salzach von den Salzachöfen bis zur Saalachmündung'' (Teil 2: Salzburg – Hallein), Universität Salzburg 2008.] | |||
* E-Mail von Dr. Stefan Mayer, Europa & Neue Medien, Land Salzburg, Landes-Medienzentrum, am 8. Jänner 2020 an Admin. [[Benutzer:Peter Krackowizer|Peter]] | |||
== Einzelnachweise == | |||
<references /> | <references /> | ||
{{Oberalm-Kraftwerke}} | |||
[[Kategorie:Tennengau]] | [[Kategorie:Tennengau]] | ||
[[Kategorie:Flachgau]] | [[Kategorie:Flachgau]] | ||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | |||
[[Kategorie:Geografie]] | [[Kategorie:Geografie]] | ||
[[Kategorie:Hydrogeografie]] | [[Kategorie:Hydrogeografie]] | ||