Salzburger Festspiele 1922: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 23. November 2023, 13:04 Uhr
Die dritten Salzburger Festspiele fanden vom 13. bis 29. August 1922 statt.
Das Programm
Hugo von Hofmannsthal inszenierte in der Kollegienkirche die Uraufführung Das Salzburger Große Welttheater, zu dem Alfred Roller das Bühnenbild schuf. Einar Nilson dirigierte, an der Orgel war Franz Sauer. Weitere Mitwirkende waren u. a. Raul Lange, Anna Bahr-Mildenburg, Otto Pflanzl, Luis Rainer, Helene Thimig und Alexander Moissi. Insgesamt gab es 14 Aufführungen.
Von Wolfgang Amadé Mozart standen mit vier Werken auch Opern auf dem Spielplan, die im Stadttheater präsentiert wurden: Don Juan, Così fan tutte, Die Hochzeit des Figaro und Die Entführung aus dem Serail. Die Inszenierungen wurden von der Wiener Staatsoper übernommen. Auch die Wiener Philharmoniker waren erstmals nach ihre Teilnahme an den Salzburger Mozartfesten mit zwei Orchesterkonzerten im Mozarteum wieder in der Stadt Salzburg. Sie wurden von Franz Schalk und Richard Strauss dirigiert, die Solisten waren Selma Kurz, Sopran, Elisabeth Schumann, Sopran und Joseph Szigetti, Violine.
Über die Festspiele
Wirtschaftlich waren die Festspiele wieder ein Erfolg. Man konnte Erzbischof Ignaz Rieder 23,6 Millionen Kronen für die Renovierung der Kollegienkirche. Allerdings hatte dazu Max Reinhardt mit seinem Honorar von vier Millionen Kronen beigetragen. Auch Hugo von Hofmannsthal gab die Hälfte seiner Tantiemen (9,6 Millionen Kronen) und über dessen Fürsprache kamen noch sechs Millionen Kronen von McCormick aus New York.
Den Salzburgern, die den Festspielen immer noch ablehnend gegenüberstanden - die Hungers- und Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg war noch lange nicht überwunden - rechnete die Salzburger Festspielhaus-Gemeinde vor, dass allein in der Stadt Salzburg an Mieten und Lustbarkeitsabgaben 70 Millionen Kronen ausgegeben wurden, bei Vermietern von Privatzimmern nochmals 29 Millionen Kronen.
Am 19. August kam es im Schlosspark Hellbrunn zu einer Grundsteinlegung für ein Festspielhaus gelegt, das nach Plänen von Hans Poelzig erbaut werden sollte, was jedoch nie realisiert wurde. Und im Herbst legte Alexander Prinz Thurn und Taxis legte sein Amt als Präsident der Salzburger Festspielhaus-Gemeinde zurück. Er war die ewigen Streitereien innerhalb der Festspielhaus-Gemeinde müde.
Quellen
- Kaut, Josef: Festspiele in Salzburg, Residenz Verlag Salzburg, 1965
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