Bauernregel: Unterschied zwischen den Versionen
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== Jänner == | == Jänner == | ||
: [[2. Jänner]]: | : [[2. Jänner]]: Der Schnee, den die Sonne nimmt, kommt wieder. | ||
: [[3. Jänner]]: | : [[3. Jänner]]: Anfang und End vom Januar, zeigen das Wetter für's ganze Jahr. | ||
: [[5. Jänner]]: Sind die Heilig Drei König sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will. | : [[4. Jänner]]: Je frostiger der Jänner, desto freudiger das ganz Jahr. | ||
: [[12. Jänner]]: Ist der Winter warm, wird der Bauer arm. | : [[5. Jänner]]: Ein Jahr, das fängt mit Regen an, nicht viel Gutes auf den Plan. | ||
: [[13. Jänner]]: Je frostiger der Jänner, je freudiger das ganze Jahr. | : [[6. Jänner]]: | ||
:: Sind die Heilig Drei König sonnig und still, der Winter vor Ostern nicht weichen will. | |||
:: Ist Dreikönig hell und klar, gibt's viel [[Wein]] in diesem Jahr. | |||
: [[7. Jänner]]: Je frostiger der Jänner, je freudiger das ganze Jahr. | |||
: [[9. Jänner]]: Knarrt im Jänner Eis und Schnee, gibt's zur Ernt' viel Korn und Klee. | |||
: [[12. Jänner]]: | |||
:: Ist der Winter warm, wird der Bauer arm. | |||
:: So viel Tropfen im Jänner, so viel Schnee im Mai. | |||
: [[13. Jänner]]: | |||
:: Je frostiger der Jänner, je freudiger das ganze Jahr. | |||
:: Was der Jänner in die Samen treibt, in Halm und Ähren stecken bleibt. | |||
: [[14. Jänner]]: Werden die Tage länger, wird der Winter strenger. | |||
: [[16. Jänner]]: Gelinder Jänner bringt spätes Frühjahr. | |||
: [[20. Jänner]]: [[Sebastian]] | |||
::Haben Fabian und Sebastian nach Kälte Verlangen, musst du um deinen Vorrat an Brennholz bangen. | |||
::Schütten Fabian und Sebastian viel Schnee auf’s Dach, wird vor Matthias der Frühling nicht wach. | |||
::Können Fabian und Sebastian Schneemänner bau’n, türmt sich der Schnee bald mannshoch am Zaun. | |||
::Verschließt tiefer Schnee zu Sebastian die Saaten, wird unser täglich Brot gut geraten. | |||
::An Fabian und Sebastian fängt Baum und Tag zu wachsen an. | |||
::An Fabian und Sebastian soll der Saft in die Bäume gahn. | |||
::Fabian, Sebastian,da steigt der Saft den Baum hinan. | |||
::An Fabian und Sebastian fängt der rechte Winter an. | |||
::Sonnenschein um Fabian und Sebastian, lässt den Tieren das Futter ausgah'n. | |||
::Ist es um Fabian und Sebastian schon warm, wird das Jahr meist futterarm. | |||
::Um Fabian und Sebastian, da nimmt auch der Tauber die Taube an. | |||
: [[22. Jänner]]: | |||
: Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee. | |||
: Vincenzen Sonnenschein bringt viel Korn und Wein. | |||
: Wie zu Vinzenz das Wetter war, so wird's sein das ganze Jahr. | |||
: An St. Vinzent, da hat der Winter noch kein End'. | |||
: [[23. Jänner]]: Je frostiger der Januar, je freudiger das ganze Jahr. | |||
: [[25. Jänner]]: | |||
:: Pauli Bekehr dich, halb Winter scher dich. | |||
:: Hat Paulus weder Schnee noch Regen, bringt das Jahr gar manchen Segen; hat er Wind, regnet's g'schwind. | |||
: [[29. Jänner]]: Fehlt dem Jänner Schnee und Frost, gibt der März sehr wenig Trost. | : [[29. Jänner]]: Fehlt dem Jänner Schnee und Frost, gibt der März sehr wenig Trost. | ||
: [[30. Jänner]]: Braut der Jänner Nebel gar, wird das Frühjahr nass fürwahr! | : [[30. Jänner]]: Braut der Jänner Nebel gar, wird das Frühjahr nass fürwahr! | ||
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::Auf St. Valentin friert das Rad samt Mühlbach wieder ein. | ::Auf St. Valentin friert das Rad samt Mühlbach wieder ein. | ||
::Liegt an Valentin die Katz in der Sonn, kriecht sie im März hintern Ofen. | ::Liegt an Valentin die Katz in der Sonn, kriecht sie im März hintern Ofen. | ||
: [[15. Februar]]: Nordwinde im Februar melden an ein fruchtbares Jahr. | : [[15. Februar]]: | ||
:: Nordwinde im Februar melden an ein fruchtbares Jahr. | |||
:: Spielen die Mücken im Februar, frier'n Schaf' und Bien' das ganze Jahr. | |||
: [[16. Februar]]: Wenn's im Hornung nicht recht schneit, schneit es in der Osterzeit. | : [[16. Februar]]: Wenn's im Hornung nicht recht schneit, schneit es in der Osterzeit. | ||
: [[17. Februar]]: Wind in der Nacht am Tage Wasser macht. | : [[17. Februar]]: | ||
: [[18. Februar]]: Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind. | :: Wind in der Nacht am Tage Wasser macht. | ||
:: Lässt der Februar Wasser fallen, so lässt's der März gefrieren. | |||
: [[18. Februar]]: | |||
:: Februar mit Frost und Wind macht die Ostertage lind. | |||
:: Februar viel Schnee und Eis macht den ganzen Sommer heiß. | |||
: [[19. Februar]]: Wenn's im Februar nicht schneit, schneit es in der Osterzeit. | |||
: [[21. Februar]]: Je nasser ist der Februar, desto nasser wird das ganze Jahr. | |||
: [[22. Februar]]: Ist's an Petri Stuhlfeier kalt, weicht der Frost nocht nicht so bald! | |||
: [[27. Februar]]: Was der Hornung nicht will, das nimmt der April. | : [[27. Februar]]: Was der Hornung nicht will, das nimmt der April. | ||
: [[28. Februar]]: Früher Vogelsang macht Winter lang. | : [[28. Februar]]: Früher Vogelsang macht Winter lang. | ||
== März == | |||
: [[18. März]]: Lässt der März sich trocken an, bringt er Brot für jedermann. | |||
: [[20. März]]: Märzenstaub bringt Gras und Laub. | |||
: [[21. März]]: Säst du im März zu früh, ist's oft vergebene Müh'. | |||
: [[22. März]]: Ein grüner März erfreut kein Bauernherz. | |||
: [[26. März]]: Wie die letzten Tage im März wird die Herbstzeit allerwärts. | |||
== April == | == April == | ||
: [[13. April]]: Siehst im April du Falter tanzen, magst du getrost im Garten pflanzen. | |||
: [[14. April]]: Bauen im April schon die Schwalben, gibt's viel Futter, Korn und Kalben. | |||
: [[15. April]]: Wo kein Hahn ist, da kräht die älteste Henne. | : [[15. April]]: Wo kein Hahn ist, da kräht die älteste Henne. | ||
== Mai == | == Mai == | ||
: [[5. Mai]]: Vom Tau, der im Maienmond fällt, der Bauer viel Segen erhält. | : [[5. Mai]]: | ||
:: ''Vom Tau, der im Maienmond fällt, der Bauer viel Segen erhält. | |||
:: ''Wenn im Mai die Wachteln schlagen, künden sie von Regentagen. | |||
: [[6. Mai]]: Kommt im Mai der Wind aus Süden, ist uns Regen bald beschieden. | |||
: [[9. Mai]]: Feuchter Mai bringt Glück herbei, trockner Mai nur Wehgeschrei. | |||
: [[10. Mai]]: Mai mäßig feucht und kühl, setzt dem Juni ein warmes Ziel. | |||
: [[11. Mai]]: Abendtau und kühl im Mai bringt viel Wein und gutes Heu. | |||
: [[12. Mai]]: Kommt im Mai der Wind aus Süden, ist uns Regen bald beschieden. | |||
: [[13. Mai]]: Mai kühl und nass füllt Scheune und Fass. | |||
: [[14. Mai]]: Erst Mitte Mai ist der Winter vorbei. | |||
: [[15. Mai]]: Vollmond mit Wind ist zu Regen gesinnt. | |||
: [[17. Mai]]: Maientau macht grüne Au. | |||
: [[18. Mai]]: | |||
:: Abendtau und kühler Mai bringen Wein und gutes Heu! | |||
:: Wenn der Gärtner schläft, pflanzt der Teufel Unkraut. | |||
: [[19. Mai]]: Der Morgen grau, der Abend rot, ist ein guter Wetterbot. | |||
: [[25. Mai]]: Weht im Mai der Wind aus Süden, ist uns Regen bald beschieden. | |||
: [[26. Mai]]: Vollmond mit Wind ist zu Regen gesinnt. | |||
: [[29. Mai]]: Mai ohne Regen, fehlt's allerwegen. | |||
== Juni == | |||
: [[1. Juni]]: Gibt's im Juni Donnerwetter, wird auch das Getreide fetter. | |||
: [[13. Juni]]: Juni viel Donner, verkündet trüben Sommer. | |||
: [[15. Juni]]: Der Wind dreht um St. Veit, da legt sich's Laub auf die andere Seit. | |||
: [[16. Juni]]: Wer auf Sankt Benno baut, der kriegt viel Kraut. | |||
: [[17. Juni]]: Was im Juni nicht wächst, gehört in den Ofen. | |||
: [[19. Juni]]: Juniregen reichster Segen. Lacht die Sonne, eitel Wonne. | |||
: [[24. Juni]]: Regnet's am [[Johannistag]], so hält noch weiter an die Plag. | |||
== Juli == | |||
: [[1. Juli]]: Im Juli muss braten, was im Herbst soll geraten. | |||
: [[2. Juli]]: Die Julisonne arbeitet für zwei. | |||
: [[3. Juli]]: Geht Maria übers Gebirge nass, bleiben leer Scheune und Fass. | |||
: [[5. Juli]]: Ein feuchter Julimond hat sich noch nie gelohnt. | |||
: [[6. Juli]]: Ein Gewitter wird gefährlich, wenn es auf trockenen Boden donnert. | |||
: [[7. Juli]]: Juliregen nimmt den Erntesegen | |||
: [[8. Juli]]: Fällt kein Tau im Julius, Regen man erwarten muss. | |||
: [[9. Juli]]: Im Juli warmer Sonnenschein macht alle Früchte reif und fein. | |||
: [[10. Juli]]: | |||
:: Morgens lauter Finkenschlag kündet Regen für den Tag. | |||
:: Blüh'n die Disteln reich und voll, ein schöner Herbst dir folgen soll | |||
: [[12. Juli]]: Wenn die Sonne scheint sehr bleich, ist die Luft an Regen reich. | |||
: [[16. Juli]]: Wenn gedeihen soll der Wein, muss der Juli trocken sein. | |||
: [[21. Juli]]: Im Juli muss vor Hitze braten, was im September soll geraten. | |||
: [[22. Juli]]: | |||
:: Nur in der Juliglut wird Obst und Wein dir gut. | |||
:: Zu Maria Magdalenen fehlt es selten uns an Tränen. (Wetterspruch) | |||
: [[26. Juli]]: | |||
::Wenn am Annatag die Ameisen aufwerfen, so soll ein strenger Winter folgen. | |||
::St. Anna klar und rein / wird bald das Korn geborgen sein. | |||
::Anna warm und trocken, / macht den Bauer frohlocken. | |||
::Um St. Ann / fangen die kühlen Morgen an. | |||
::Ist St. Anna erst vorbei / kommt der Morgen kühl herbei. | |||
: [[31. Juli]]: Fängt der August mit Donner an, er's bis zum End' nicht lassen kann. | |||
== August == | == August == | ||
: [[1. August]]: Fängt der August mit Donner an, er's bis zum End' nicht lassen kann | : [[1. August]]: Fängt der August mit Donner an, er's bis zum End' nicht lassen kann. | ||
: [[8. August]]: Ist der August ohne Feuer, macht er das Brot uns teuer. | : [[8. August]]: Ist der August ohne Feuer, macht er das Brot uns teuer. | ||
: [[18. August]]: Wettert es viel im Monat August, du nassen Winter erwarten musst. | |||
: [[19. August]]: Hohe Wolken - seichte Wasser. | : [[19. August]]: Hohe Wolken - seichte Wasser. | ||
: [[22. August]]: Augustnebel künden einen kalten Winter. | |||
: [[24. August]]: [[Bartholomäus]] | : [[24. August]]: [[Bartholomäus]] | ||
:: Es gibt | :: Es gibt viele Bauernregeln um Bartholomäus wie beispielsweise: | ||
:: Zu Bartholomä liegt 's [[Grummet]] auf dem Heu. | :: Zu Bartholomä liegt 's [[Grummet]] auf dem Heu. | ||
:: Gewitter um Bartholomä, bringen Hagel und Schnee. | :: Gewitter um Bartholomä, bringen Hagel und Schnee. | ||
:: Regen an St. Bartholomä, tut den Reben bitter weh. | :: Regen an St. Bartholomä, tut den Reben bitter weh. | ||
: [[31. August]]: St. Raimund treibt die Wetter aus! | : [[26. August]]: Bleiben die [[Storch|Störche]] noch nach [[Bartholomäus|Bartholomä]], kommt ein Winter, der tut nicht weh. | ||
: [[28. August]]: Ein Tag Regen tränkt sieben dürre Wochen. | |||
: [[29. August]]: Regen zu [[Johannis' Enthauptung]] verdirbt alle Nüsse. | |||
: [[30. August]]: Schäfchen, die hoch am Himmel steh'n, noch lange gutes Wetter seh'n. | |||
: [[31. August]]: | |||
:: St. Raimund treibt die Wetter aus! | |||
:: Was der August nicht vermocht, kein September mehr kocht! | |||
== September == | == September == | ||
: [[6. September]]: Wie das Wetter am Magnustag, so es vier Wochen bleiben mag. | |||
: [[8. September]]: | |||
:: Wenn Maria, die Jungfrau, geboren ist, so säe dein Korn, s’ist die rechte Frist. | |||
:: Mariä gebor’n – Bauer sä Weiz’n und Korn! | |||
:: Kommen die Raupen zu Mariä Geburt in den Kohl, so sterben sie gleich nachher wie toll. | |||
:: Wird Marien Geburt gesät, ist’s nicht zu früh und nicht zu spät. | |||
:: Wie sich’s Wetter an Mariä Geburt verhält, ist’s noch weitere vier Wochen bestellt. | |||
:: Um Mariä Geburt fliegen die Schwalben furt, bleiben sie noch da, ist der Winter noch nicht nah. | |||
: [[18. September]]: Wer Unkraut nur ein Jahr lässt steh'n, kann sieben Jahre jäten geh'n. | |||
: [[22. September]]: Septemberregen kommt der Saat entgegen. | |||
: [[25. September]]: Septemberwärme dann und wann zeigt einen strengen Winter an. | |||
: [[26. September]]: Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh. | |||
: [[29. September]]: [[Michael]] | : [[29. September]]: [[Michael]] | ||
::Ist die Nacht vor Michaelis hell, so soll ein strenger und langer Winter folgen; regnet es aber an Michaelis, so soll der nächste Winter sehr gelind sein. | ::Ist die Nacht vor Michaelis hell, so soll ein strenger und langer Winter folgen; regnet es aber an Michaelis, so soll der nächste Winter sehr gelind sein. | ||
::Regnet's an Michaelis ohne Gewitter, folgt meist ein milder Winter; ist es aber an Michaelis und an Gallus trocken, dann darf man auf gutes, trockenes Frühjahr hoffen. | ::Regnet's an Michaelis ohne Gewitter, folgt meist ein milder Winter; ist es aber an Michaelis und an Gallus trocken, dann darf man auf gutes, trockenes Frühjahr hoffen. | ||
::Wenn die Zugvögel nicht ziehen vor Michael, wird es nicht Winter vor Weihnachten. | ::Wenn die Zugvögel nicht ziehen vor Michael, wird es nicht Winter vor [[Weihnachten]]. | ||
::Sind um Michael die Vögel noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter wir. | ::Sind um Michael die Vögel noch hier, haben bis Weihnachten lind Wetter wir. | ||
::Von Michel und Hieronymus, mach' aufs Weihnachtswetter den Schluss. | ::Von Michel und Hieronymus, mach' aufs Weihnachtswetter den Schluss. | ||
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== Oktober == | == Oktober == | ||
: [[3. Oktober]]: Oktoberhimmel voller Sterne haben warme Öfen gerne. | : [[2. Oktober]]: Kalter Oktober - milder Winter. | ||
: [[7. Oktober]]: Wenn der Tauber noch girrt, hat der Herbst sich geirrt. | : [[3. Oktober]]: | ||
:: Oktoberhimmel voller Sterne haben warme Öfen gerne. | |||
:: Laubfall an Leodegar kündigt an ein fruchtbar Jahr. | |||
: [[4. Oktober]]: Trägt der Has' sein Sommerkleid, ist der Winter wohl noch weit. | |||
: [[5. Oktober]]: Wie im Oktober die Regen hausen, so im Dezember die Winde sausen. | |||
: [[6. Oktober]]: Warmer Oktober bringt fürwahr einen sehr kalten Februar. | |||
: [[7. Oktober]]: | |||
:: Wenn der Tauber noch girrt, hat der Herbst sich geirrt. | |||
:: Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh! | |||
: [[8. Oktober]]: Wie im Oktober die Regen hausen, so im Dezember die Winde sausen. | : [[8. Oktober]]: Wie im Oktober die Regen hausen, so im Dezember die Winde sausen. | ||
: [[16. Oktober]]: Wenn's im Oktober schon friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit. | : [[9. Oktober]]: Regnet's an St. Dionys, so ist der Winter nass gewiss. | ||
: [[10. Oktober]]: Oktober Sonnenschein schüttet Zucker in den Wein. | |||
: [[12. Oktober]]: Im Oktober Frost und Wind, wird der Winter wie ein Kind. | |||
: [[15. Oktober]]: Schneit's im Oktober gleich, wird der Winter weich. | |||
: [[16. Oktober]]: | |||
:: Wenn's im Oktober schon friert und schneit, bringt der Jänner milde Zeit. | |||
:: Wenn zu Gallus Regen fällt, er meistens viele Tage hält. | |||
: [[19. Oktober]]: | : [[19. Oktober]]: | ||
:: Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang. | :: Hält der Baum die Blätter lang, macht ein später Winter bang. | ||
:: Läuft viel herum die Haselmaus, bleibt Schnee und Eis noch lange aus | :: Läuft viel herum die Haselmaus, bleibt Schnee und Eis noch lange aus | ||
: [[20. Oktober]]: | :: Wenn das Blatt am Baume bleibt, ist der Winter noch recht weit. | ||
: [[20. Oktober]]: | |||
:: ''Oktober kalt - tötet's Ungeziefer bald.'' | |||
:: ''Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh. | |||
: [[21. Oktober]]: Sankt Ursulas Beginn zeigt auf den Winter hin. | |||
: [[22. Oktober]]: Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter. | : [[22. Oktober]]: Viel Nebel im Oktober, viel Schnee im Winter. | ||
: [[23. Oktober]]: Was Sonntag soll für Wetter sein, das tritt des Freitagnachmittags ein. | : [[23. Oktober]]: Was Sonntag soll für Wetter sein, das tritt des Freitagnachmittags ein. | ||
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: [[17. November]]: Der Schnee ist ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit. | : [[17. November]]: Der Schnee ist ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit. | ||
: [[18. November]]: November nass, bringt jedem was. | : [[18. November]]: November nass, bringt jedem was. | ||
: [[19. November]]: Läuft viel herum die Haselmaus, bleibt Schnee und Eis noch lange aus. | : [[19. November]]: | ||
:: Läuft viel herum die Haselmaus, bleibt Schnee und Eis noch lange aus. | |||
:: Um Konrad und Kathrein wintert's gerne ein. | |||
:: St. Elisabeth sagt's an, was der Winter für ein Mann. | |||
: [[20. November]]: Bleibt der Vorwinter fern, kommt der Nachwinter gern. | : [[20. November]]: Bleibt der Vorwinter fern, kommt der Nachwinter gern. | ||
: [[21. November]]: Mariä Opferung klar und hell macht den Winter streng und ohne Fehl. | : [[21. November]]: | ||
:: Mariä Opferung klar und hell macht den Winter streng und ohne Fehl. | |||
:: Mariä Opferung klar und hell, gibt's im Winter Wolfsgebell. | |||
:: Ist Mariä Opfer' das Wetter schön bestellt, so dass die Biene Ausflug hält, dann ist das nächste Jahr fürwahr ein böses, teures Hungerjahr. | |||
: [[22. November]]: | |||
:: War an Simon und Juda kein Wind und Regen da, dann bringt ihn die Cäcilia. | |||
:: Wenn es an Cäcilia schneit, dann ist der Winter nicht mehr weit. | |||
:: Cäcilia im weißen Kleid, erinnert an die Winterszeit. | |||
: [[24. November]]: Fängt der Winter früh an zu toben, ist er im Dezember nicht mehr zu loben. | : [[24. November]]: Fängt der Winter früh an zu toben, ist er im Dezember nicht mehr zu loben. | ||
: [[25. November]]: Wie's Wetter um Kathrein, wird es auch zu [[Neujahr]] sein. | : [[25. November]]: Wie's Wetter um Kathrein, wird es auch zu [[Neujahr]] sein. | ||
: [[26. November]]: Um Konrad und Kathrein wintert's gerne ein. | : [[26. November]]: Um Konrad und Kathrein wintert's gerne ein. | ||
: [[28. November]]: Haben die Hasen ein dickes Fell, wird der Winter ein harter Gesell. | : [[28. November]]: | ||
:: Haben die Hasen ein dickes Fell, wird der Winter ein harter Gesell. | |||
:: Wenn im November die Sterne leuchten, wollen sie auf Kälte deuten. | |||
: [[30. November]]: | : [[30. November]]: | ||
: Strenger Nebel, Nieselregen bringen Frost und Kält' zuwegen. | :: Strenger Nebel, Nieselregen bringen Frost und Kält' zuwegen. | ||
: Andreas kalt und klar, bringt führwahr ein gutes Jahr. | :: Andreas kalt und klar, bringt führwahr ein gutes Jahr. | ||
: Wirft herab Andreas Schnee, tut's dem Korn und Weizen weh! | :: Wirft herab Andreas Schnee, tut's dem Korn und Weizen weh! | ||
== Dezember == | == Dezember == | ||
: [[3. Dezember]]: Fällt der erste Schnee in den Dreck, wird der Winter keck. | : [[1. Dezember]]: | ||
: [[4. Dezember]]: Geht Barbara im Grünen, kommt's Christkind im Schnee. | :: Fällt zu Eligius ein kalter Wintertag, die Kält' vier Monat' dauern mag. | ||
:: Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni. | |||
: [[2. Dezember]]: | |||
:: Kalter Dezember und fruchtbar Jahr sind vereint immerdar. | |||
:: Winterschnee ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit. | |||
: [[3. Dezember]]: | |||
:: Fällt der erste Schnee in den Dreck, wird der Winter keck. | |||
:: Herrscht im Advent schon strenge Kält, sie oftmals viele Wochen hält. | |||
: [[4. Dezember]]: | |||
:: Zweige schneiden zu St. Barbara, Blüten sind bis Weihnachten da. | |||
:: Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da. | |||
:: Geht Barbara im Grünen, kommt's Christkind im Schnee. | |||
:: Geht Barbara im Klee, kommt's Christkind im Schnee. | |||
:: St. Barbara mit Schnee, im nächsten Jahr viel Klee. | |||
:: Barbara im weißen Kleid, verkündet gute Sommerzeit. | |||
:: Sankt Barbara kalt und mit Schnee, verspricht viel Korn auf jeder Höh'. | |||
: [[5. Dezember]]: Regnet's um St. Nikolaus, wird der Winter streng, o Graus. | : [[5. Dezember]]: Regnet's um St. Nikolaus, wird der Winter streng, o Graus. | ||
: [[7. Dezember]]: Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni. | : [[6. Dezember]]: | ||
:: Trockener St. Nikolaus, milder Winter rund um's Haus. | |||
:: Fließt zu Nikolaus noch Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft. | |||
:: St. Nikolaus spült die Ufer aus. | |||
: [[7. Dezember]]: | |||
:: Wie der Dezember pfeift, so tanzt der Juni. | |||
:: Weht der Dezemberwind aus Ost, bringt er den Kranken schlechten Trost. | |||
: [[9. Dezember]]: | : [[9. Dezember]]: | ||
:: Will man den Winter loben, muss er frieren und toben. | :: Will man den Winter loben, muss er frieren und toben. | ||
| Zeile 148: | Zeile 323: | ||
:: Wenn zu St. Luzia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. | :: Wenn zu St. Luzia die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. | ||
:: Der Schnee ist ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit. | :: Der Schnee ist ein gutes Kleid, wenn er kommt zur rechten Zeit. | ||
: [[13. Dezember]]: Wintermist ist Sommerpfeffer | : [[13. Dezember]]: Wintermist ist Sommerpfeffer. | ||
: [[14. Dezember]]: Weißer Dezember, viel Kälte darein, bedeutet, das Jahr soll fruchtbar sein. | : [[14. Dezember]]: Weißer Dezember, viel Kälte darein, bedeutet, das Jahr soll fruchtbar sein. | ||
: [[15. Dezember]]: | : [[15. Dezember]]: | ||
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:: Ist St. Lazarus nackt und bar, wird ein gelinder Februar. | :: Ist St. Lazarus nackt und bar, wird ein gelinder Februar. | ||
: [[18. Dezember]]: Dezemberwärme hat Eis dahinter. | : [[18. Dezember]]: Dezemberwärme hat Eis dahinter. | ||
: [[22. Dezember]]: Die Erde muss ein Betttuch haben, soll sie der Winterschlummer laben. | : [[19. Dezember]]: Was der Herr für Wetter macht, hat der Kalender nicht bedacht. | ||
: [[20. Dezember]]: | |||
:: Gewitter überm kahlen Baum bedeutet langen Wintertraum. | |||
:: Je stärker die Bäume im Walde knacken, je härter wird uns der Winter packen. | |||
: [[21. Dezember]]: | |||
:: Wenn St. Thomas dunkel war, gibt's ein schönes neues Jahr. | |||
:: Werden die Tage länger, wird der Winter strenger. | |||
: [[22. Dezember]]: | |||
:: Die Erde muss ein Betttuch haben, soll sie der Winterschlummer laben. | |||
:: Im Advent den Donnerschlag das Korn gar gut vertragen mag. | |||
:: Ist's frostig in den Weihnachtstagen, werden die Bäum' viel Früchte tragen. | |||
: [[23. Dezember]]: Donnert's ins leere Holz, schneit's in Laub! | : [[23. Dezember]]: Donnert's ins leere Holz, schneit's in Laub! | ||
: [[ | : [[24. Dezember]]: | ||
: [[27. Dezember]]: Dezember mild, mit Regen drein, wird für die Saat kein Segen sein. | |||
: [[28. Dezember]]: | |||
: [[29. Dezember]]: Wenn's jetzt nicht wintert, sommert's auch auch nicht! | : [[29. Dezember]]: Wenn's jetzt nicht wintert, sommert's auch auch nicht! | ||
: [[30. Dezember]]: So kalt wie der Dezember, so heiß wird's im Juni. | : [[30. Dezember]]: So kalt wie der Dezember, so heiß wird's im Juni. | ||
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* [[Andreas Hirsch]], Bad Reichenhall. Wetterregeln 14. Februar: Valentin | * [[Andreas Hirsch]], Bad Reichenhall. Wetterregeln 14. Februar: Valentin | ||
== Einzelnachweise == | |||
<references/> | <references/> | ||