Burgruine Pongowe: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Ruine Pongowe''' (''Bachsfall'') befindet sich im [[Pongau]] im Südwesten von [[Bischofshofen]] an der Landschaftskante zum [[Gainfeld]] am [[Gainfeldbach]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Bischofshofen|denkmalgeschützten Objekten]] in Bischofshofen.
  
 
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Wahrscheinlich war sie um 1200 Sitz der Herren von Pongowe. Heute kann man nur noch die Grundmauern der einst mächtigen Turmburg erkennen.
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Am strategisch günstig gelegenen Geländesporn oberhalb des [[Gainfeld-Wasserfall]]s fanden sich Siedlungsspuren aus der Frühbronze- und [[Eisenzeit]].
  
Unterhalb der Ruine befindet sich das Naturdenkmal [[Gainfeld-Wasserfall]].  
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Die mittelalterliche Burganlage bildete möglicherweise den Sitz der mächtigen Burggrafen von Pongau. Auf die besondere Stellung der [[Herren von Pongowe]] weist die Tatsache hin, dass sie bereits im frühen [[12. Jahrhundert]] mit einem Gefolge von ritterlichen Eigenleuten auftraten und einen außerordentlich weit gestreuten Besitz aufwiesen. Die [[Ministeriale]]nfamilie der Guetrater wurde um 1230 mit dem Landrichteramt im Pongau belehnt und dürfte auf dem Turm am Gainfeldbach gesessen sein. Pater Anselm Ebner schrieb um 1900 von einem "alten Schloß, Götschenschloß" in der Nähe der Georgskapelle. Diese Kapelle könnte die Burgkapelle gewesen sein. Er erwähnt auch einen Edelsitz "Griesberg" in der Nähe, der heute nicht mehr lokalisiert werden kann.
  
==Quelle==
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Früher wurde die nach Norden und Osten steil abfallende Anhöhe Burgstall bzw. "Burgberg" genannt, die Bezeichnung "Bachsfall" ist erst ab dem [[19. Jahrhundert]] gebräuchlich.
* [http://www.bischofshofen.sbg.at/sites/sehenswertes.php www.bischofshofen.sbg.at]
 
  
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==Burganlage==
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Die heute sichtbaren Mauerreste waren [[1982]] im Auftrag der Marktgemeinde Bischofshofen freigelegt worden. Der Grundriss zeigt die Form eines unregelmäßigen Viereckes, das im Nordwesten abgeschrägt ist. Die Außenmauern haben eine Länge von ca. 38 bis 40 Metern und umschließen eine Fläche von etwa 1&nbsp;400 m². Der südliche Teil der Turmburg war im Erdgeschoß gewölbt und hatte mit [[Nagelfluh]]<nowiki>steinen</nowiki> eingefasste Torbögen. Der Zugang erfolgte von Südosten, wo zwei wallartige, fast im Halbkreis aufgeworfene Erhöhungen mit einem Pfahlwerk, sogenannten "Zingeln", bewehrt und der Burg vorgelagert waren.
[[Kategorie:historische Gebäude|Pongowe, Ruine]]
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[[Kategorie:Pongau|Pongowe, Ruine]]
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Nicht unweit davon befindet sich das Kulinarik-Wirtshaus (frühere Jausenstation) Bürglhöh´mit dem Mühlenweg, einem schönen Wanderweg (Salzburger Kulinariksieger 2012).
[[Kategorie:Bischofshofen|Pongowe, Ruine]]
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* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.2096,47.4124/zoom/16 AMap], als Ruine Bachsfall eingezeichnet, aktualisierter Datenlink 18. Dezember 2023
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==Quellen==
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* Schautafel vor Ort
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* [[Burgen und Schlösser in Salzburg (Zaisberger, Schlegel)]], 1978, Seite 10
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[[Kategorie:Bischofshofen]]
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[[Kategorie:Ausflugsziel]]
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[[Kategorie:Kultur und Bildung]]
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[[Kategorie:Denkmalschutz (Bischofshofen)]]

Aktuelle Version vom 18. Dezember 2023, 13:28 Uhr

Mauerreste der Ruine von Pongowe
Mauerreste der Ruine von Pongowe

Die Ruine Pongowe (Bachsfall) befindet sich im Pongau im Südwesten von Bischofshofen an der Landschaftskante zum Gainfeld am Gainfeldbach. Sie zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in Bischofshofen.

Geschichte

Am strategisch günstig gelegenen Geländesporn oberhalb des Gainfeld-Wasserfalls fanden sich Siedlungsspuren aus der Frühbronze- und Eisenzeit.

Die mittelalterliche Burganlage bildete möglicherweise den Sitz der mächtigen Burggrafen von Pongau. Auf die besondere Stellung der Herren von Pongowe weist die Tatsache hin, dass sie bereits im frühen 12. Jahrhundert mit einem Gefolge von ritterlichen Eigenleuten auftraten und einen außerordentlich weit gestreuten Besitz aufwiesen. Die Ministerialenfamilie der Guetrater wurde um 1230 mit dem Landrichteramt im Pongau belehnt und dürfte auf dem Turm am Gainfeldbach gesessen sein. Pater Anselm Ebner schrieb um 1900 von einem "alten Schloß, Götschenschloß" in der Nähe der Georgskapelle. Diese Kapelle könnte die Burgkapelle gewesen sein. Er erwähnt auch einen Edelsitz "Griesberg" in der Nähe, der heute nicht mehr lokalisiert werden kann.

Früher wurde die nach Norden und Osten steil abfallende Anhöhe Burgstall bzw. "Burgberg" genannt, die Bezeichnung "Bachsfall" ist erst ab dem 19. Jahrhundert gebräuchlich.

Burganlage

Die heute sichtbaren Mauerreste waren 1982 im Auftrag der Marktgemeinde Bischofshofen freigelegt worden. Der Grundriss zeigt die Form eines unregelmäßigen Viereckes, das im Nordwesten abgeschrägt ist. Die Außenmauern haben eine Länge von ca. 38 bis 40 Metern und umschließen eine Fläche von etwa 1 400 m². Der südliche Teil der Turmburg war im Erdgeschoß gewölbt und hatte mit Nagelfluhsteinen eingefasste Torbögen. Der Zugang erfolgte von Südosten, wo zwei wallartige, fast im Halbkreis aufgeworfene Erhöhungen mit einem Pfahlwerk, sogenannten "Zingeln", bewehrt und der Burg vorgelagert waren.

Nicht unweit davon befindet sich das Kulinarik-Wirtshaus (frühere Jausenstation) Bürglhöh´mit dem Mühlenweg, einem schönen Wanderweg (Salzburger Kulinariksieger 2012).

Bilder

  Burgruine Pongowe – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Weblink

  • Lage auf AMap, als Ruine Bachsfall eingezeichnet, aktualisierter Datenlink 18. Dezember 2023

Quellen