Sesselträger: Unterschied zwischen den Versionen

K Textersetzung - „Fußnoten“ durch „Einzelnachweise“
K Textersetzung - „Salzburgwiki“ durch „SALZBURGWIKI“
 
(7 dazwischenliegende Versionen von 2 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Sesselträger''' war ein Beruf, der Ende des [[19. Jahrhundert]]s verschwand. Er war im weitesten Sinne der Vorläufer des Taxi-Gewerbes.
'''Sesselträger''' war ein Beruf, der Ende des [[19. Jahrhundert]]s verschwand. Als konzessionierte gewerbliche Dienstleistung war es im weitesten Sinne der Vorläufer des Taxi-Gewerbes.


==In Salzburg==
== In Salzburg ==
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich höchste Herrschaften und noble Bürger auf den [[Schafberg]] noch tragen. Der Beruf des "Sesselträgers" war dies eine von der Bürgerschaft gebilligte Berufsvereinigung mit festen Tarifen, fixen Standplätzen und strengen Regeln für die Sicherheit der zu tragenden Personen. Die Anzahl der Sesselträger von [[St. Wolfgang]] belief sich auf ungefähr 30 Mann.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich höchste Herrschaften und noble Bürger auf den [[Schafberg]] noch tragen. Der Beruf des "Sesselträgers" war dies eine von der Bürgerschaft gebilligte Berufsvereinigung mit festen Tarifen, fixen Standplätzen und strengen Regeln für die Sicherheit der zu tragenden Personen. Die Anzahl der Sesselträger von [[St. Wolfgang]] belief sich auf ungefähr 30 Mann.


Als man Ende des [[18. Jahrhundert|18.]] - Anfang des [[19. Jahrhundert]]s begann, die Berge zu erobern, konnte man dies teilweise über [[Reitsteig]]e am Rücken eines Tragtieres bewältigen oder man wurde von Sesselträgern getragen.  
Als man Ende des [[18. Jahrhundert|18.]] - Anfang des [[19. Jahrhundert]]s begann, die Berge zu erobern, konnte man dies teilweise über [[Reitsteig]]e am Rücken eines Tragtieres bewältigen oder man wurde von Sesselträgern getragen.  


Auch in der Stadt Salzburg gab es bis zur Eröffnung der [[Gaisbergbahn]] [[1887]] Sesselträger, die ihren Standplatz beim [[Glockenspiel]] in der [[Altstadt]] hatten. Von hier trugen sie Gäste bis auf die [[Gaisbergspitze]], wobei auf Almen übernachtet wurden, um am nächsten Tag den Sonnenaufgang erleben zu können.
Auch in der [[Stadt Salzburg]] gab es bis zur Eröffnung der [[Gaisbergbahn]] [[1887]] Sesselträger, die ihren Standplatz beim [[Salzburger Glockenspiel]] in der [[Altstadt]] hatten. Von hier trugen sie Gäste bis auf die [[Gaisbergspitze]], wobei auf Almen übernachtet wurden, um am nächsten Tag den Sonnenaufgang erleben zu können.


==In Hallstatt==
Einen weiteren Standplatz gab es bei den [[Dombögen]]. Von dort aus konnte man sich auch auf alle [[Salzburger Stadtberge]] tragen lassen.


Im [[19. Jahrhundert]], als der [[Fremdenverkehr]] und der [[Alpinismus]] einsetzte, gab es in Hallstatt auch Sesselträger, die in einer eigenen Gilde zusammengefasst waren. Der letzte Aufzeichnung, wohl über den letzten Sesselträger, findet sich im Jahr [[1885]]. Beispielsweise kostete der Aufstieg durch Sesselträger von Hallstatt zum Rudolfsturm hinauf, am Eingang des Salztals, drei [[Gulden]], wer bis zum Bergwerk wollte zahlte sechs Gulden<ref>Quelle Buch: ''Das Salzkammergut'' von Kristian Sotriffer, mit Beiträgen von Franz Carl Lipp und Karl Lukan, erschienen 1969 im Oberösterreichischen Landesverlag</ref>.
Die Tarife für den Personentransport durch die Sesselträger waren durch den [[Salzburger Gemeinderat]] reglementiert.<ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18760610&query=text%253A%2522Sesseltr%25C3%25A4ger%2522+text%253A%2522tarif%2522&seite=2 ANNO], Salzburger Volksblatt, 10. Juni 1876, Seite 2</ref> <ref>[https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18760613&query=text%253A%2522gersberg%2522&ref=anno-search&seite=3 ANNO], Salzburger Volksblatt, 13. Juni 1876, Seite 3</ref>


==Quellen und Einzelnachweise==
== In Hallstatt ==
* Salzburgwiki Beitrag [[Schafbergbahn]]
 
{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
Im [[19. Jahrhundert]], als der [[Fremdenverkehr]] und der [[Alpinismus]] einsetzte, gab es in Hallstatt auch Sesselträger, die in einer eigenen Gilde zusammengefasst waren. Der letzte Aufzeichnung, wohl über den letzten Sesselträger, findet sich im Jahr [[1885]]. Beispielsweise kostete der Aufstieg durch Sesselträger von Hallstatt zum Rudolfsturm hinauf, am Eingang des Salztals, drei [[Gulden]]; wer bis zum Bergwerk wollte, zahlte sechs Gulden<ref>Quelle Buch: ''Das Salzkammergut'' von Kristian Sotriffer, mit Beiträgen von Franz Carl Lipp und Karl Lukan, erschienen 1969 im Oberösterreichischen Landesverlag</ref>.
 
== Quellen ==
* SALZBURGWIKI-Beitrag [[Schafbergbahn]]
*{{Quelle Heimatkunde Hübl}}
* [https://books.google.at/books?id=o8xhxj4RlIAC&printsec=frontcover#v=onepage&q&f=false books.google.at], Seite X in [[Salzburg. Zuverlässiger und praktischer Fremdenführer.]]
 
== Einzelnachweise ==
<references/>
<references/>


[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]
[[Kategorie:Tourismus (Geschichte)]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Verkehr]]
[[Kategorie:Wirtschaft]]
[[Kategorie:Wirtschaft (Geschichte)]]
[[Kategorie:Dienstleistung]]