Völkerwanderung: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''Völkerwanderung''' ist eine Zeit am Ende der Antike, für uns in Salzburg der [[Römer|Römerzeit]], und dem Beginn des [[Mittelalter]]s. Sie war durch die Wanderungsbewegungen der germanischer Völker gekennzeichnet, begann mit dem Einbruch der Hunnen (375/376) und endete mit der Landnahme der Langobarden in Italien (568).
Die '''Völkerwanderungszeit''' stellt die Epoche zwischen dem Ende der Antike, für uns in Salzburg der [[Römer|Römerzeit]], und dem Beginn des [[Mittelalter]], als der [[Romanik]], dar.
 
  
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Das römische Reich war untergegangen, die damalige Welt begann sich neu zu ordnen. Volksgruppen und -stämme verließen ihre angestammten Siedlungsräume und begannen kreuz und quer durch Europa zu ziehen, auf der Suche nach neuen Siedlungsräumen. Im Osten wurde Europa durch die Einbrüche der Hunnen, einem asiatischen Steppenvolk, bedroht. Langobarden wanderten aus dem Norden Germaniens über die [[Alpen]], um in Oberitalien ihr langobardisches Reich zu gründen (der Name der norditalienischen Region ''Lombardei'' verweist auf diese alten Wurzeln).  
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Das Römische Reich war untergegangen, die damalige Welt begann sich neu zu ordnen. Volksgruppen und -stämme verließen ihre angestammten Siedlungsräume und begannen kreuz und quer durch Europa zu ziehen, auf der Suche nach neuen Siedlungsräumen. Im Osten wurde Europa durch die Einbrüche der Hunnen, eines asiatischen Steppenvolks, bedroht. Langobarden wanderten aus dem Norden Germaniens nach [[Ungarn|Pannonien]] und schließlich über die [[Alpen]], um in [[Italien]] ihr langobardisches Reich zu gründen (der Name der norditalienischen Region ''Lombardei'' verweist auf diese alten Wurzeln).
  
Salzburg, [[Iuvavum]], ging unter, war ein Trümmerhaufen. Bis mit [[Rupert von Worms]] im [[8. Jahrhundert]] ein Neubeginn von Salzburg, von [[Salzpurch]], begann.
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Salzburg, [[Iuvavum]], ging unter und war ein Trümmerhaufen. Im Markomannenkrieg um [[170]] n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem [[3. Jahrhundert]] bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im [[5. Jahrhundert]] verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. [[Severin]] um [[470]] an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis ([[Kuchl]]) wieder auf die befestigte Höhe des [[Georgenberg]]es zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am [[Salzach]]ufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die "Iuvavenser", zogen sich auf die befestigten Höhen des [[Festungsberg]]s und des [[Nonnberg]]s zurück, wo sie die beiden "dunklen Jahrhunderte" der Völkerwanderung überdauerten.
  
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Noch länger dauerte es, bis mit [[Rupert von Salzburg]] im [[8. Jahrhundert]] ein Neubeginn von Salzburg, von [[Salzpurch]], begann.
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Aktuelle Version vom 26. März 2025, 20:26 Uhr

Die Völkerwanderung ist eine Zeit am Ende der Antike, für uns in Salzburg der Römerzeit, und dem Beginn des Mittelalters. Sie war durch die Wanderungsbewegungen der germanischer Völker gekennzeichnet, begann mit dem Einbruch der Hunnen (375/376) und endete mit der Landnahme der Langobarden in Italien (568).

Allgemeines

Das Römische Reich war untergegangen, die damalige Welt begann sich neu zu ordnen. Volksgruppen und -stämme verließen ihre angestammten Siedlungsräume und begannen kreuz und quer durch Europa zu ziehen, auf der Suche nach neuen Siedlungsräumen. Im Osten wurde Europa durch die Einbrüche der Hunnen, eines asiatischen Steppenvolks, bedroht. Langobarden wanderten aus dem Norden Germaniens nach Pannonien und schließlich über die Alpen, um in Italien ihr langobardisches Reich zu gründen (der Name der norditalienischen Region Lombardei verweist auf diese alten Wurzeln).

Salzburg, Iuvavum, ging unter und war ein Trümmerhaufen. Im Markomannenkrieg um 170 n. Chr. war Iuvavum völlig zerstört und anschließend nur in verkleinertem Umfang wieder aufgebaut worden. Seit dem 3. Jahrhundert bildeten germanische Stämme, besonders die Alamannen, eine ständige Bedrohung. Zunächst wurden die Villen auf dem Lande aufgegeben, im 5. Jahrhundert verödeten auch Teile von Iuvavum. Als der hl. Severin um 470 an die Salzach kam, hatte sich die Bevölkerung von Cucullis (Kuchl) wieder auf die befestigte Höhe des Georgenberges zurückgezogen, die sie am Beginn der römischen Herrschaft verlassen musste. In Iuvavum fand Severin zwar eine blühende Christengemeinde und ein Kloster, bald darauf aber wurde die Stadt am Salzachufer aufgegeben. Die Reste der romanischen Bevölkerung, die "Iuvavenser", zogen sich auf die befestigten Höhen des Festungsbergs und des Nonnbergs zurück, wo sie die beiden "dunklen Jahrhunderte" der Völkerwanderung überdauerten.

Noch länger dauerte es, bis mit Rupert von Salzburg im 8. Jahrhundert ein Neubeginn von Salzburg, von Salzpurch, begann.

Weiterführend

Für Informationen zum Thema Völkerwanderung, die über den Bezug zu Salzburg hinausgehen, siehe zum Beispiel den Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum selben Thema.

Quellen