Ruine des Ansitzes Gröbendorf: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Ruine des Ansitzes Gröbendorf''' ist ein [[Denkmalgeschützte Objekte in Mariapfarr|denkmalgeschütztes Objekt]] in der [[Lungau]]er Gemeinde [[Mariapfarr]]. | Die '''Ruine des Ansitzes Gröbendorf''' ist ein [[Denkmalgeschützte Objekte in Mariapfarr|denkmalgeschütztes Objekt]] in der [[Lungau]]er Gemeinde [[Mariapfarr]]. | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Gröbendorf wird erstmals [[1074]] im Stiftungsbrief des [[ | Gröbendorf wird erstmals [[1074]] im Stiftungsbrief des [[Erzbischof]]s [[Gebhard]] für das [[Benediktinerstift Admont]] genannt, wobei das Gravindorf erwähnt wird. Wicpoto v. Gravindorf ([[1314]]) und die Gebrüder Gregor und Otto v. Grebendorf (um [[1320]]) sind namentlich bekannte Mitglieder der Herren von Gröbendorf. Seit [[1344]] wird Gröbendorf als Sitz ("gesäzz"). [[1359]] erlauben Ulrich v. Gröbendorf und seine Hausfrau ihrem Sohn Otto, dass er seiner Hausfrau Kunigunde als Morgengabe einen Geldbetrag auf den Sitz Gröbendorf, das sie zu Lehen haben, ausweise. | ||
Um [[1400]] geht der Ansitz von den Herren von Gröbendorf an die Familie [[Grimming]] über. In dieser Zeit erfolgt ein Anbau an den hoch[[mittelalter]]lichen Turm. [[1433]] wird Hans Grimming Hausherr. [[1553]] tauscht Balthasar Grimming von seinem Schwager Gröbendorf ein. Es war Christoph Horner, gewesener [[Pfleger]] von [[Mauterndorf]], verehelicht mit Anna, geborene Grimming. Am [[31. Oktober]] [[1685]] wird der Ansitz zur Grundherrschaft der gräflichen Familie [[Firmian]]. Nach [[1779]] geht der Besitz in bäuerliche Hände über und wird dem benachbarten Pilzgut zugeschlagen. | |||
Vom mittelalterlichen Turm ist | Nach dem [[Brände (Geschichte)|Brand]] eines benachbarten Hofes wurde wurde das bereits zur Ruine gewordene Gebäude nach dem [[Ersten Weltkrieg]] nochmals beschädigt. Der rückwärtige östliche Mauerteil wurde abgebrochen und das Gebäude nur mehr provisorisch gedeckt. Die geräumigen Keller des Ansitzes sind eingestürzt. [[2011]] ist auch ein Teil der Außenmauer eingestürzt, eine archäologische Rettungsaktion zur Sicherung des Gebäudes wurde [[2012]] durchgeführt. | ||
Vom mittelalterlichen Turm ist nur mehr die Westmauer als Rückseite des heutigen Gebäudes vorhanden. Das nicht besonders große Gebäude ist durch ein Pultdach abgedeckt. Im Inneren ist ein kleiner tonnengewölbter Raum mit Stichkappen vorhanden, ein in Ost-West-Richtung verlaufenden Gang mit Kreuzgratgewölbe und ein Stiegenhaus. Im ersten Stock sind noch Reste einer getäfelten (allerdings verkohlten) Holzkassettendecke zu sehen. | |||
== Bilder == | |||
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==Quelle== | ==Quelle== | ||
{{ | * "[[Burgen und Schlösser in Salzburg (Zaisberger, Schlegel)]]", 1978: "Pongau, Pinzgau, Lungau", Birken-Verlag, Wien, Seite 55f | ||
{{SORTIERUNG: Gröbendorf, Ruine des Ansitzes}} | |||
[[Kategorie:Lungau]] | [[Kategorie:Lungau]] | ||
[[Kategorie:Mariapfarr]] | [[Kategorie:Mariapfarr]] | ||
[[Kategorie:Architektur]] | |||
[[Kategorie:Denkmalschutz]] | [[Kategorie:Denkmalschutz]] | ||
[[Kategorie:Denkmalschutz (Mariapfarr)]] | [[Kategorie:Denkmalschutz (Mariapfarr)]] | ||
[[Kategorie:Gebäude]] | |||
[[Kategorie:Ruine]] | |||