Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Für den Wallfahrtsbetrieb nicht unwichtig, dass der Mesner Josef Prantner [[1727]] das Recht zum Bierausschank bekam. | + | == Wallfahrt == |
| + | Wallfahrer können auch den im September [[1997]] eingeweihten Kreuzweg mit 14 Stationen von Marktschellenberg aus bis zur Wallfahrtskirche Ettenberg pilgern. Für den Wallfahrtsbetrieb ist nicht unwichtig, dass der Mesner Josef Prantner [[1727]] das Recht zum Bierausschank bekam. | ||
==Erreichbarkeit== | ==Erreichbarkeit== | ||
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| + | Datei:2008 07 26 Maria Heimsuchung Ettenberg Innenaufnahmen 5.jpg | ||
| + | Datei:2008 07 26 Maria Heimsuchung Ettenberg Innenaufnahmen 2.jpg|Altar, Detail. | ||
| + | Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Ettenberg Deckenfresko.jpg|Deckenfresko | ||
| + | Datei:Wallfahrtskirche Maria Ettenberg, rechter Seitenaltar.jpg|Rechter Seitenaltar. | ||
| + | Datei:2008 07 26 Maria Heimsuchung Ettenberg Innenaufnahmen 6.jpg|[[Votivtafel]]n hinter dem Altar. | ||
| + | Datei:Orgel-Empore in der Wallfahrtskirche Ettenberg mit der überlebensgroßen Christophorusstatue.jpg|Orgel-Empore mit der 4,3 m hohen, aus einem Stück geschnitzten Christophorusstatue. | ||
| + | Datei:Ettenberg Marktschellenberg am Kreuzweg.JPG|Kapelle am Kreuzweg zur Wallfahrtskirche. | ||
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| − | + | ; Drohnenaufnahmen von Franz Heger aus Marktschellenberg | |
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| − | + | Datei:Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Ettenberg Christophorustatue Drohnenaufnahme Franz Heger April 2021.jpg|Die Christophorustatue in der Wallfahrtskirche, 15. April 2021 | |
| − | + | Datei:Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Ettenberg Drohnenaufnahme Franz Heger Februar 2021.jpg|14. Februar 2021 | |
| − | Datei:Wallfahrtskirche | + | Datei:Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Ettenberg Drohnenaufnahme Franz Heger April 2021.jpg|15. April 2021 |
| − | + | Datei:Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg) Frühlingsbild.jpg| im Frühling 2021 | |
| − | Datei: | + | Datei:Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg) Sommerbild 02.jpg| im Sommer 2021 |
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* [http://www.ettenberg.de/FRAMESET_KIRCHE.HTM www.ettenberg.de] | * [http://www.ettenberg.de/FRAMESET_KIRCHE.HTM www.ettenberg.de] | ||
* ''Wallfahrtskirche Maria Ettenberg'', Prälat Dr. W. Brugger, 7. Auflage 1995 | * ''Wallfahrtskirche Maria Ettenberg'', Prälat Dr. W. Brugger, 7. Auflage 1995 | ||
| + | * {{wikipedia-de}} | ||
{{SORTIERUNG: Maria Ettenberg, Wallfahrtskirche}} | {{SORTIERUNG: Maria Ettenberg, Wallfahrtskirche}} | ||
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Aktuelle Version vom 17. Januar 2025, 18:08 Uhr
Die Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung befindet sich im Berchtesgadener Land an den südlichen Abhängen des Untersbergstocks im Ortsteil Ettenberg der Gemeinde Marktschellenberg.
Patrozinium
Das Patrozinium wird am 2. Juli begangen.
Geschichte
In einem Bericht vom 11. November 1695 informiert der damalige Pfarrer von Marktschellenberg, Martin Sartorius, das Konsistorium in Berchtesgaden über die beginnende Wallfahrt auf dem Ödenperg: ..ein liebreiches Mariae bildt an eine großen Lindten baumb angehenckht in aller früe erfundten wordten..., das Gnadenbild fand sich in der Nacht vom 11. auf 12. August 1695 an einem Lindenbaum.
1696 wurde eine kleine Kapelle um das Gnadenbild und die Linde errichtet. Zunächst mit einem kleinen Altar, bald schon mit drei Altären, was auf eine bereits blühende Wallfahrt hinwies. Die Errichtung einer Kirche wurde dann zur Zeit des Berchtesgadener Fürstpropstes Julius Heinrich Freiherr von Rehlingen (1723−1732) nach einem Beschluss des Berchtesgadener Konsistoriums vom 14. Jänner 1723 beschlossen. Sie entstand damit etwa zur gleichen Zeit wie die Marienheiligtümer Wallfahrtskirche Maria Gern und Maria am Kunterweg in der Ramsau (Wallfahrt schon seit 1696).
Innenausstattung
Im Inneren der weißgetünchte, spätbarocke Kirche ist das große und farbenfrohe Deckengemälde auffallend. Es zeigt, zu Füßen des Gnadenthrons kniend, u. a. den Erbauer der Kirche, Fürstpropst von Rehlingen. Es stammt von Innozenz Anton Worath aus Burghausen, Rupertiwinkel, der auch das Altarbild malte.
Das Gnadenbild stand ursprünglich in einem Glaskasten mit Goldrahmen zwischen Tabernakel und Altarbild. Im 19. Jahrhundert setzte man es nach Entfernung des Bildes in den heutigen Schrein und umgab es mit Putten.
Die reichen Stuckarbeiten, weiß auf hellgrünem Grund, stammen vom Stukkateur Josef Höpp aus Burghausen, der auch in Großgmain und im Innviertel bedeutende Werke schuf. Neben weiteren Wandbilder und vielen Votivbilder, die hinter dem Altar zu sehen sind, ist noch die mit über vier Meter Höhe ungewöhnlich große Schnitzfigur deshHl. Christophorus aus dem 17. Jahrhundert auf der Orgelempore erwähnenswert. Die erste Orgel richtete 1746 vermutlich noch Johann Christoph Egedacher oder ein anderer aus dieser in Salzburg ansässigen Orgelbauerfamilie ein. Im Chorraum hängt auch eine Kopie des Gnadenbildes der Wallfahrtsbasilika Maria Plain.
Ein großer Bombensplitter an der Wand rechts neben dem Altar erinnert an den Bombenangriff der Amerikaner auf den nahen Obersalzberg am 25. April 1945, bei dem einige Irrläufer Ettenberg trafen.
Kulturelle Traditionen
Die erblindete Witwe Maria Euphrosina Knoblachin, geborne von Höfl, aus Salzburg, stiftete 1746 ein größeres Vermögen für ein auf "ewige Zeiten" alljährlich in der Wallfahrtskirche abzuhaltendes so genanntes "40-stündiges Gebet". Als sich die Stiftungssumme wegen diverser Wirtschaftskrisen verringert hatte, kürzte man das bis dahin drei Tage währende Beten auf einen Tag, nämlich den ersten Sonntag nach dem Annentag am 26. Juli. Das daraus resultierende "Ettenberger Annafest" entwickelte sich zum festen Bestandteil des Berchtesgadener Brauchtums.
Wallfahrt
Wallfahrer können auch den im September 1997 eingeweihten Kreuzweg mit 14 Stationen von Marktschellenberg aus bis zur Wallfahrtskirche Ettenberg pilgern. Für den Wallfahrtsbetrieb ist nicht unwichtig, dass der Mesner Josef Prantner 1727 das Recht zum Bierausschank bekam.
Erreichbarkeit
Man kann auf einer kleinen Straße von Marktschellenberg hinauffahren. Oder man durchwandert die Almbachklamm. Als dritte Möglichkeit bietet sich eine Wanderung von der Wallfahrtskirche Maria Gern aus an; Dauer etwa 90 min bis zwei Stunden (weil man trotz der kurzen Entfernung zunächst in die Almbachklamm absteigen muss, um am anderen Klammufer wieder steil aufzusteigen).
Bildergalerie
Votivtafeln hinter dem Altar.
- Drohnenaufnahmen von Franz Heger aus Marktschellenberg
weitere Bilder
- Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- www.ettenberg.de
- Wallfahrtskirche Maria Ettenberg, Prälat Dr. W. Brugger, 7. Auflage 1995
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung (Ettenberg)"