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==Einführung==
==Einführung==
In allen Bezirken des Landes kommen Mineralien vor. Eine besondere Häufung schöner Mineralienstufen findet sich aber in den Gebirgsbezirken und unter diesen ist eindeutig der [[Pinzgau]] mit den [[Hohe Tauern|Hohen Tauern]] und dem [[Tauernfenster]] die mineralienreichste Region. Erwähnenswert sind auch die von mehreren Fundstellen bekannten [[Radioaktive Mineralien]]. Mineralien sind nicht nur für Wisschenschaftler und Sammler interessant, sie haben in den letzten Jahren auch im Bereich der Esotherik Bedeutung erlangt.   
In allen Bezirken des Landes kommen Mineralien vor. Eine besondere Häufung schöner Mineralienstufen findet sich aber in den Gebirgsbezirken und unter diesen ist eindeutig der [[Pinzgau]] mit den [[Hohen Tauern]] und dem [[Tauernfenster]] die mineralienreichste Region. Erwähnenswert sind auch die von mehreren Fundstellen bekannten [[Radioaktive Mineralien]]. Mineralien sind nicht nur für Wisschenschaftler und Sammler interessant, sie haben in den letzten Jahren auch im Bereich der Esotherik Bedeutung erlangt.   
   
   
==Die wichtigsten Fundgebiete==
==Die wichtigsten Fundgebiete==
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Die Hohen Tauern, der höchste Gebirgskomplex der [[Ostalpen]], grenzen im Norden an das [[Salzachtal]], im Westen bildet die [[Birnlücke]] die Grenze und im Osten der [[Katschberg]]. Zusammen mit den [[Zillertaler Alpen]] und Teilen der [[Tuxer Alpen]] bildet dieses Gebiet ein geologisches Fenster, das sog. ''Tauernfenster''. Es ist das größte tektonische Vorkommen des Penninikums in den Ostalpen, weist eine Länge von ca. 120 km und eine Breite zwischen 40 und 60 km auf. Seine bemerkenswerte geologische Geschichte hat eine enorm große Vielfalt an Gesteinsvergesellschaftungen, an Erzen und an Mineralien geschaffen.  
Die Hohen Tauern, der höchste Gebirgskomplex der [[Ostalpen]], grenzen im Norden an das [[Salzachtal]], im Westen bildet die [[Birnlücke]] die Grenze und im Osten der [[Katschberg]]. Zusammen mit den [[Zillertaler Alpen]] und Teilen der [[Tuxer Alpen]] bildet dieses Gebiet ein geologisches Fenster, das sog. ''Tauernfenster''. Es ist das größte tektonische Vorkommen des Penninikums in den Ostalpen, weist eine Länge von ca. 120 km und eine Breite zwischen 40 und 60 km auf. Seine bemerkenswerte geologische Geschichte hat eine enorm große Vielfalt an Gesteinsvergesellschaftungen, an Erzen und an Mineralien geschaffen.  


Bereits in urgeschichtlicher Zeit ist davon auszugehen, dass Jäger und Sammler bei ihren Streifzügen auf Mineralien gestoßen sind. Wahrscheinlich schon in der [[Römer]]zeit, jedenfalls aber vom [[Mittelalter]] an bis in die Gegenwart wurde nach [[Goldbergbau|Gold]], [[Silbererzbergbau|Silber]], [[Kupfererzbergbau|Kupfer]], [[Eisenerz|Eisen]] und [[Arsenkies|Arsen]] gezielt geschürft. Erst seit dem [[18. Jahrhundert]] wird von Mineralienfunden schriftlich berichtet, von Sammlern ist seit dem [[19. Jahrhundert]] die Rede. Für Teile der einheimischen Bevölkerung wurde das Sammeln von Mineralien zu einer nicht unbeträchtlichen Einnahmequelle.
Bereits in urgeschichtlicher Zeit ist davon auszugehen, dass Jäger und Sammler bei ihren Streifzügen auf Mineralien gestoßen sind. Wahrscheinlich schon in der [[Römer]]zeit, jedenfalls aber vom [[Mittelalter]] an bis in die Gegenwart wurde nach [[Goldbergbau|Gold]], [[Silbererzbergbau|Silber]], [[Kupfererzbergbau|Kupfer]], [[Eisenerzbergbau|Eisen]] und [[Arsenkies|Arsen]] gezielt geschürft. Erst seit dem [[18. Jahrhundert]] wird von Mineralienfunden schriftlich berichtet, von Sammlern ist seit dem [[19. Jahrhundert]] die Rede. Für Teile der einheimischen Bevölkerung wurde das Sammeln von Mineralien zu einer nicht unbeträchtlichen Einnahmequelle.


=====Mineralienvorkommen im Bereich der HohenTauern =====
=====Mineralienvorkommen im Bereich der HohenTauern =====
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=====Die Smaragdfundstelle Leckbachrinne=====
=====Die Smaragdfundstelle Leckbachrinne=====
:''Hauptartikel: [[Smaragd]] und [[Smaragdbergbau]]''
:''Hauptartikel [[Smaragd]] und [[Smaragdbergbau]]
Die [[Leckbachrinne]] befindet sich im Habachtal im Gemeindegebiet von [[Bramberg]] und ist durch die dort vorkommenden Smaragde bekannt geworden. Zeitweise wurden die Smaragde auch bergmännisch abgebaut.
Die [[Leckbachrinne]] befindet sich im Habachtal im Gemeindegebiet von [[Bramberg am Wildkogel]] und ist durch die dort vorkommenden Smaragde bekannt geworden. Zeitweise wurden die Smaragde auch bergmännisch abgebaut.


=====Die Epidotfundstelle Knappenwand=====
=====Die Epidotfundstelle Knappenwand=====
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==Interessante Mineralienvorkommen außerhalb der Hohen Tauern==
==Interessante Mineralienvorkommen außerhalb der Hohen Tauern==
* Bergbaugebiet[[ Leogang]]: Hier wurden über Jahrhunderte Erze wie [[Blei]], Kupfer, Silber, [[Quecksilber]], [[Kobalt]] und [[Nickel]] gewonnen, später auch Rohmagnesiterzbergbau betrieben. Es wurden bisher eine große Artenvielfalt an Mineralien nachgewiesen. Eine wunderbare Ausstellung befindet sich im [[Bergbaumuseum Leogang]] im Ortsteil [[Hütten]]. Einige Beispiele sind: Zölestin, Covellin, Strontianit, Aragonit, Lazulith, Zinnober und Kobaltblüte.
* Bergbaugebiet [[Leogang]]: Hier wurden über Jahrhunderte Erze wie [[Blei]], Kupfer, Silber, [[Quecksilber]], [[Kobalt]] und [[Nickel]] gewonnen, später auch Rohmagnesiterzbergbau betrieben. Es wurden bisher eine große Artenvielfalt an Mineralien nachgewiesen. Eine wunderbare Ausstellung befindet sich im [[Bergbaumuseum Leogang]] im Ortsteil [[Hütten]]. Einige Beispiele sind: Zölestin, Covellin, Strontianit, Aragonit, Lazulith, Zinnober und Kobaltblüte.
* siehe dazu auch: Hauptartikel [[Schwarzleo]], [[Nöckelberg]], [[Rohmagnesitbergbau Inschlagalpe]]
* siehe dazu auch [[Schwarzleo]], [[Nöckelberg]], [[Rohmagnesitbergbau Inschlagalpe]]
* Bergbaugebiet [[Mühlbach am Hochkönig]]: Über Jahrtausende war Mühlbach und Umgebung Schauplatz des wichtigsten [[Kupfererzbergbau]]s in den [[Alpen]]. Es lassen sich etwa 80 Mineralienarten nachweisen. Eine interessante Schau befindet sich im [[Bergbaumuseum und Schaustollen Mühlbach am Hochkönig]]. Einige Beispiele: Kupferkies, Nickelerz in Form von Gersdorffit, Uran und Gold.
* Bergbaugebiet [[Mühlbach am Hochkönig]]: Über Jahrtausende war Mühlbach und Umgebung Schauplatz des wichtigsten [[Kupfererzbergbau]]s in den [[Alpen]]. Es lassen sich etwa 80 Mineralienarten nachweisen. Eine interessante Schau befindet sich im [[Bergbaumuseum und Schaustollen Mühlbach am Hochkönig]]. Einige Beispiele: Kupferkies, Nickelerz in Form von Gersdorffit, Uran und Gold.
   
   
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Ohne Anspruch auf Vollständigkeit werden hier einige Museen mit anspruchsvollen Mineraliensammlungen erwähnt:
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit werden hier einige Museen mit anspruchsvollen Mineraliensammlungen erwähnt:
* [[Haus der Natur]], [[Stadt Salzburg]]  
* [[Haus der Natur]], [[Stadt Salzburg]]  
* [[Bergbaumuseum und Schaustollen Mühlbach am Hochkönig]], [[Mühlbach am Hochkönig]]
* [[Bergbaumuseum und Schaustollen Mühlbach am Hochkönig]], Mühlbach am Hochkönig  
* [[Bergbaumuseum Leogang]], [[Leogang]] - [[Hütten]]
* [[Bergbaumuseum Leogang]], Leogang-Hütten  
* [[Heimatmuseum Schloss Ritzen]] in [[Saalfelden]]
* [[Heimatmuseum Schloss Ritzen]] in [[Saalfelden am Steinernen Meer]]
* [[Felberturmmuseum]], [[Mittersill]]
* [[Felberturm Museum]], Mittersill  
* [[Museum Bramberg]], [[Bramberg]]
* [[Museum Bramberg]], Bramberg am Wildkogel
 
== Museen mit kleineren Sammlungen ==
Einige [[Mineralien in der Goldberggruppe]] kann man im [[Rauriser Talmuseum]] sowie in der Ausstellung [[Nationalpark Informationsstelle "Zimmererhütte"]] in [[Kolm-Saigurn]] sehen.


== Bilder ==
== Bilder ==
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* [[Albert Strasser]], ''Minerale Salzburgs'', Eigenverlag, Salzburg 1989
* [[Albert Strasser]], ''Minerale Salzburgs'', Eigenverlag, Salzburg 1989


[[Kategorie:Geografie]]
[[Kategorie:Wissenschaft]]
[[Kategorie:Geologie]]
[[Kategorie:Geografie]][[Kategorie:Geologie]]
[[Kategorie:Bergbau]]
[[Kategorie:Bergbau]]
[[Kategorie:Mineral|!]]
[[Kategorie:Mineral|!|]]