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| | Der '''Mönchsbergaufzug''' ist ein Innenlift von der [[Stadtbus]] Haltestelle [[Mönchsbergaufzug (Haltestelle)|Mönchsbergaufzug]] auf den [[Mönchsberg]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. Seine Bergstation befindet sich Gebäude des [[Museum der Moderne|Museums der Moderne]]. | | Der '''Mönchsbergaufzug''' ist ein Innenlift von der [[Stadtbus]] Haltestelle [[Mönchsbergaufzug (Haltestelle)|Mönchsbergaufzug]] auf den [[Mönchsberg]] in der [[Altstadt]] von [[Salzburg]]. Seine Bergstation befindet sich Gebäude des [[Museum der Moderne|Museums der Moderne]]. |
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| − | ==Geschichte== | + | == Geschichte == |
| − | ====Elektrischer Aufzug an der Felsaußenwand==== | + | ==== Elektrischer Aufzug an der Felsaußenwand ==== |
| | Der Privatbankier [[Karl Leitner]] war auf der Suche nach einem Großabnehmer seines durch die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] erzeugten Stroms, den er am [[Makartplatz]] im [[Erste Salzburger Elektricitätswerk|ersten Salzburger Elektricitätswerk]] produzierte. Da kam er auf die Ideen, den herrlichen Blick vom Mönchsbergplateau auf die Stadt, die [[Festung Hohensalzburg]] und die Umgebung durch den Bau eines Panoramaaufzuges und eines Restaurants, der [[Restauration Elektrischer Aufzug]] dem Publikum leichter zugänglich zu machen. | | Der Privatbankier [[Karl Leitner]] war auf der Suche nach einem Großabnehmer seines durch die [[Salzburger Elektrizitäts-Aktiengesellschaft]] erzeugten Stroms, den er am [[Makartplatz]] im [[Erste Salzburger Elektricitätswerk|ersten Salzburger Elektricitätswerk]] produzierte. Da kam er auf die Ideen, den herrlichen Blick vom Mönchsbergplateau auf die Stadt, die [[Festung Hohensalzburg]] und die Umgebung durch den Bau eines Panoramaaufzuges und eines Restaurants, der [[Restauration Elektrischer Aufzug]] dem Publikum leichter zugänglich zu machen. |
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| | Der Elektrische Aufzug war 60 m hoch und zu seiner Zeit der höchste Aufzug in Europa und angeblich sogar als Vorbild für die Wolkenkratzer in New York, Vereinigte Staaten von Amerika, genommen wurde. Der Salzburger Mönchsberglift erwies sich als außerordentlich beliebtes Verkehrsmittel. Allein von der Eröffnung am [[9. August]] bis zum Jahresende [[1890]] wurden nicht weniger als 70 000 Personen befördert.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18900810&seite=8&zoom=33 anno.onb.ac.at/Dillinger's Reisezeitung, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18900815&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=5 anno.onb.ac.at/Neue Freie Presse, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900816&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=10 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 16. August 1890]</ref> | | Der Elektrische Aufzug war 60 m hoch und zu seiner Zeit der höchste Aufzug in Europa und angeblich sogar als Vorbild für die Wolkenkratzer in New York, Vereinigte Staaten von Amerika, genommen wurde. Der Salzburger Mönchsberglift erwies sich als außerordentlich beliebtes Verkehrsmittel. Allein von der Eröffnung am [[9. August]] bis zum Jahresende [[1890]] wurden nicht weniger als 70 000 Personen befördert.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=dil&datum=18900810&seite=8&zoom=33 anno.onb.ac.at/Dillinger's Reisezeitung, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nfp&datum=18900815&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=5 anno.onb.ac.at/Neue Freie Presse, 10. August 1890]</ref> <ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900816&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=10 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 16. August 1890]</ref> |
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| − | ====Technik==== | + | ==== Technik ==== |
| | Die Höhendifferenz von 60 Metern überwand ein von [[Siemens|Siemens & Halske]] errichteter Aufzug, dessen mechanische Komponenten von Wiener Metallbaufirmen zugeliefert wurden. Ein schlankes Metallgerüst mit Gleitbahnen, außen an der Felswand montiert, trug zwei Kabinen welche durch sechs Drahtseile über Seilscheiben miteinander verbunden waren. Beide Kabinen fassten zwölf Personen (acht Sitz- und vier Stehplätze) und fuhren gegenläufig mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m in der Sekunde. Der Antrieb der Seilscheiben war im Maschinenraum im oberen Teil des Turmes untergebracht. Ein 15 PS-Gleichstrommotor trieb mittels Übersetzung durch Riemen, Schnecken- und Zahnräder das System an. Der Aufzug verfügte über eine 30-fache Sicherheit und kräftige Fangvorrichtungen. Hinter der unteren Station war in einer künstlichen Felskammer ein Batterieraum mit 126 Akkumulatoren, die tagsüber - wenn in der Stadt kein Lichtstrom verbraucht wurde – über eine Kabelverbindung vom städtischen Elektrizitätswerk am Makartplatz aufgeladen werden und ihrerseits dann die elektrische Energie für die Aufzüge lieferten.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900430&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 30. April 1890]</ref> | | Die Höhendifferenz von 60 Metern überwand ein von [[Siemens|Siemens & Halske]] errichteter Aufzug, dessen mechanische Komponenten von Wiener Metallbaufirmen zugeliefert wurden. Ein schlankes Metallgerüst mit Gleitbahnen, außen an der Felswand montiert, trug zwei Kabinen welche durch sechs Drahtseile über Seilscheiben miteinander verbunden waren. Beide Kabinen fassten zwölf Personen (acht Sitz- und vier Stehplätze) und fuhren gegenläufig mit einer Geschwindigkeit von 0,5 m in der Sekunde. Der Antrieb der Seilscheiben war im Maschinenraum im oberen Teil des Turmes untergebracht. Ein 15 PS-Gleichstrommotor trieb mittels Übersetzung durch Riemen, Schnecken- und Zahnräder das System an. Der Aufzug verfügte über eine 30-fache Sicherheit und kräftige Fangvorrichtungen. Hinter der unteren Station war in einer künstlichen Felskammer ein Batterieraum mit 126 Akkumulatoren, die tagsüber - wenn in der Stadt kein Lichtstrom verbraucht wurde – über eine Kabelverbindung vom städtischen Elektrizitätswerk am Makartplatz aufgeladen werden und ihrerseits dann die elektrische Energie für die Aufzüge lieferten.<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=18900430&query=%22elektrischer%22+%22aufzug%22+%22M%c3%b6nchsberg%22&ref=anno-search&seite=3 anno.onb.ac.at/Salzburger Volksblatt, 30. April 1890]</ref> |
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| − | ====Elektrischer Aufzug im Fels==== | + | ==== Elektrischer Aufzug im Fels ==== |
| | Im Zuge des Umbaus des Terrassenrestaurants bei der Bergstation zum [[Grand Café Winkler]] wurde der Lift [[1947]] ins Innere des Berges verlegt. Die Leistungsfähigkeit des Liftes war nicht mehr ausreichend. Nun standen drei Liftkabinen für je acht Fahrgäste bereit. | | Im Zuge des Umbaus des Terrassenrestaurants bei der Bergstation zum [[Grand Café Winkler]] wurde der Lift [[1947]] ins Innere des Berges verlegt. Die Leistungsfähigkeit des Liftes war nicht mehr ausreichend. Nun standen drei Liftkabinen für je acht Fahrgäste bereit. |
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| | Mit der Eröffnung des ''[[Museum der Moderne Mönchsberg|Museums der Moderne]]'' hat der Lift wieder an Bedeutung gewonnen. | | Mit der Eröffnung des ''[[Museum der Moderne Mönchsberg|Museums der Moderne]]'' hat der Lift wieder an Bedeutung gewonnen. |
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| − | ==Erreichbarkeit== | + | == Erreichbarkeit == |
| | Die Talstation des Mönchsbergliftes wird von den Stadtbussen {{Symbol-Obuslinie|1}} {{Symbol-Obuslinie|4}} {{Symbol-Obuslinie|7}} {{Symbol-Obuslinie|8}} {{Symbol-Buslinie|20}} {{Symbol-Buslinie|22}} {{Symbol-Buslinie|24}} und {{Symbol-Buslinie|27}} angefahren. | | Die Talstation des Mönchsbergliftes wird von den Stadtbussen {{Symbol-Obuslinie|1}} {{Symbol-Obuslinie|4}} {{Symbol-Obuslinie|7}} {{Symbol-Obuslinie|8}} {{Symbol-Buslinie|20}} {{Symbol-Buslinie|22}} {{Symbol-Buslinie|24}} und {{Symbol-Buslinie|27}} angefahren. |
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| − | ==Betriebszeiten== | + | == Betriebszeiten == |
| | ;täglich außer Mittwoch. 08:00 bis 19:00 Uhr | | ;täglich außer Mittwoch. 08:00 bis 19:00 Uhr |
| | ;Mittwoch. 08:00 bis 22:00 Uhr | | ;Mittwoch. 08:00 bis 22:00 Uhr |
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| | Bei Restaurantbetrieb und Bedarf Verlängerung der Betriebszeiten. | | Bei Restaurantbetrieb und Bedarf Verlängerung der Betriebszeiten. |
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| − | ==Fahrpreis== | + | == Fahrpreis == |
| | Mit 1. Jänner 2011 wurden die Preise um elf Prozent erhöht: die einfache Fahrt kostet € 2.-- und eine Berg- und Talfahrt € 3,20. | | Mit 1. Jänner 2011 wurden die Preise um elf Prozent erhöht: die einfache Fahrt kostet € 2.-- und eine Berg- und Talfahrt € 3,20. |
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| − | ==Technische Daten== | + | == Technische Daten == |
| − | *Fassungsvermögen je Lift: 17 Personen | + | * Fassungsvermögen je Lift: 17 Personen |
| − | *Fahrtstrecke: 60 m | + | * Fahrtstrecke: 60 m |
| − | *Fahrtdauer: 30 sec | + | * Fahrtdauer: 30 sec |
| − | *Gesamtbeförderungskapazität: 1 260 Personen je Stunde und Richtung | + | * Gesamtbeförderungskapazität: 1 260 Personen je Stunde und Richtung |
| − | *ca 1,3 Mio Fahrgäste/Jahr | + | * ca 1,3 Mio Fahrgäste/Jahr |
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| − | ==Quelle== | + | == Sehenswert == |
| − | *Stadtbus Salzburg | + | [[Datei:Nikolaus Baron von Meyendorff Mosaik Salzburg anno 1553.jpg|thumb|Mosaik "Salzburg anno 1553" von Nikolaus Baron von Meyendorff]] |
| − | *[[Salzburger Nachrichten]] | + | In der Eingangshalle zum Mönchsbergaufzug befinden sich zwei Mosaike, "[[Historische Ansichten der Stadt Salzburg|Salzburg anno 1553]]", "[[Steingasse|Am Stein anno 1818]]", ca. 1947/1948 von [[Nikolaus Baron von Meyendorff]] |
| − | *Illustrierte Erinnerungsdaten 1890, Siemens-Museum, München (1990) | + | |
| | + | == Quelle == |
| | + | * Stadtbus Salzburg |
| | + | * [[Salzburger Nachrichten]] |
| | + | * Illustrierte Erinnerungsdaten 1890, Siemens-Museum, München (1990) |
| | * [[Karl Heinz Ritschel]]: ''[[Salzburger Miniaturen]]'', [[Otto Müller Verlag]], 1998, ISBN 3-7013-09579-5 | | * [[Karl Heinz Ritschel]]: ''[[Salzburger Miniaturen]]'', [[Otto Müller Verlag]], 1998, ISBN 3-7013-09579-5 |
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