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[[File:Petersfriedhof Grabmal Hagenauer 1.jpg|miniatur| Hagenauergruft 1682, Detail]]  [[File:Petersfriedhof Grabmal Hagenauer 2.jpg|miniatur| Hagenauergruft 1682, Detail]] Georg Hagenauer de Hagenau wurde [[1673]] [[Bürger der Stadt Salzburg]] und Handelsherr und heiratete [[1676]] Anna Maria Kaufmann von Meran, wobei ihr Bruder [[Johann Kaufmann|Johann Anton Kaufmann von Söllheim]] ("von Saalhamb") den Heiratsvertrag ausgehandelt hatte. Georg IV. erwarb im selben Jahr das Haus [[Getreidegasse]] Nr. 7 und wurde [[1677]] Stadtrat. [[1682]] erwarb er die Familiengruft zu St. Peter und im Jahr [[1686]] wurde ihm vom kaiserlichen Palatin Ferdinand Wilhelm Metzger von Meggenburg der untitulierte Adelstand bestätigt und eine Wappenbesserung verliehen (Adelswappen mit Kleinoth). Georgs Geschäfte gingen so gut, dass er zu seiner Haupthandlung in der Getreidegasse 7 noch vier weitere Verkaufsgewölbe anmieten musste. Von [[1704]] bis [[1725]], also über den ungewöhnlich langen Zeitraum von 21 Jahren, war Georg mit dem Amt des Stadtkämmerers Salzburgs betraut worden, wobei die durchschnittliche Dauer dieses Amtes bei neun Jahren lag. In zweiter Ehe war Georg mit der aus einer Salzburger Handelsfamilie stammenden Witwe Maria Mayr verheiratet. Nach deren Tod heiratete er seine dritte und letzte Frau, die Witwe Christine Stockhammer, die er auf Grund seines hohen Alters von 87 Jahren aber ebenfalls überlebte. Aus Georgs zwei ersten Ehen gingen 13 Kinder hervor, von denen über die Hälfte nicht das Erwachsenenalter erreichte. Auf der Familiengruft (Nr. XV.) zu St. Peter ist Georg mit seinen 13 Kindern und seinen 3 Frauen (die damals bereits verstorbenen mit Hut) dargestellt.  
 
[[File:Petersfriedhof Grabmal Hagenauer 1.jpg|miniatur| Hagenauergruft 1682, Detail]]  [[File:Petersfriedhof Grabmal Hagenauer 2.jpg|miniatur| Hagenauergruft 1682, Detail]] Georg Hagenauer de Hagenau wurde [[1673]] [[Bürger der Stadt Salzburg]] und Handelsherr und heiratete [[1676]] Anna Maria Kaufmann von Meran, wobei ihr Bruder [[Johann Kaufmann|Johann Anton Kaufmann von Söllheim]] ("von Saalhamb") den Heiratsvertrag ausgehandelt hatte. Georg IV. erwarb im selben Jahr das Haus [[Getreidegasse]] Nr. 7 und wurde [[1677]] Stadtrat. [[1682]] erwarb er die Familiengruft zu St. Peter und im Jahr [[1686]] wurde ihm vom kaiserlichen Palatin Ferdinand Wilhelm Metzger von Meggenburg der untitulierte Adelstand bestätigt und eine Wappenbesserung verliehen (Adelswappen mit Kleinoth). Georgs Geschäfte gingen so gut, dass er zu seiner Haupthandlung in der Getreidegasse 7 noch vier weitere Verkaufsgewölbe anmieten musste. Von [[1704]] bis [[1725]], also über den ungewöhnlich langen Zeitraum von 21 Jahren, war Georg mit dem Amt des Stadtkämmerers Salzburgs betraut worden, wobei die durchschnittliche Dauer dieses Amtes bei neun Jahren lag. In zweiter Ehe war Georg mit der aus einer Salzburger Handelsfamilie stammenden Witwe Maria Mayr verheiratet. Nach deren Tod heiratete er seine dritte und letzte Frau, die Witwe Christine Stockhammer, die er auf Grund seines hohen Alters von 87 Jahren aber ebenfalls überlebte. Aus Georgs zwei ersten Ehen gingen 13 Kinder hervor, von denen über die Hälfte nicht das Erwachsenenalter erreichte. Auf der Familiengruft (Nr. XV.) zu St. Peter ist Georg mit seinen 13 Kindern und seinen 3 Frauen (die damals bereits verstorbenen mit Hut) dargestellt.  
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Georgs IV. Sohn Georg Christoph (Georg V.) hatte 1716 geheiratet und aus dieser Ehe eine einzige Tochter, die 1740 den Handelsmann [[Reiffenstuel#Johann_Christian_Reiffenstuel|Johann Christian Reifenstuel]] (Sohn des Georg Niklas Reiffenstuel und der Maria Barbara [[Paurnfeind|Pauernfeind]]) heiratete. Georgs älterer Sohn Joseph Martin wurde [[1678]] geboren, aus dieser Zeit hat sich auch ein Taufgeschenk erhalten, das "wahrhafte Abbild" des Gnadenbildes von Maria Plain aus dem Jahr 1678 (es wurde 1737 restauriert). Joseph Martin diente vorerst ein Jahr lang in der bayrischen Armee, studierte dann Theologie bei den Jesuiten in Innsbruck und gründete schließlich mit Hilfe seines Vaters ein eigenes Handelshaus in Salzburg. [[1706]] mietete der Spetzereiwarenhändler und Stadtrat Joseph (Josef) Martin die Geschäftsgewölbe im Nebenhaus seines Vaters und erwarb im Jahr [[1712]] schließlich das gesamte Haus Getreidegasse Nr. 9. In diesem Haus sollte später der bekannteste Salzburger, [[Wolfgang Amadè Mozart]], geboren werden und das Haus als [[Mozarts Geburtshaus]] Berühmtheit erlangen. Joseph Martin heiratete, bekam vier Kinder und setzte mit seinem Sohn Johann Lorenz I. (dem einzigen männlichen Enkelkind von Georg IV.) die Linie fort. Nachdem bei Josef Martins Handelshaus der gewünschte Erfolg ausgeblieben war und [[1725]] auch noch seine Frau starb, trat er in einem Akt der Verzweiflung im selben Jahr in ein Kavallerie-Regiment des kaiserlichen Heeres ein. Dort blieb er, trotz mehrmaliger Versuche seiner Verwandten ihn zur Rückkehr zu bewegen, bis er schließlich [[1732]] in Belgrad starb. Seine zurückgelassenen Kinder wurden inzwischen von seinem Vater Georg IV. aufgezogen und schließlich sollte Georgs einziges männliches Enkelkind, Johann Lorenz (I.), das blühende Handelshaus mit den Stadthäusern in der Getreidegasse und einem dazugehörigen Landgut übernehmen.
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Georgs IV. Sohn Georg Christoph (Georg V.) hatte 1716 geheiratet und aus dieser Ehe eine einzige Tochter, die 1740 den Handelsmann [[Reiffenstuel#Johann_Christian_Reiffenstuel|Johann Christian Reifenstuel]] (Sohn des Georg Niklas Reiffenstuel und der Maria Barbara [[Paurnfeind|Pauernfeind]]) heiratete. Georgs älterer Sohn Joseph Martin wurde [[1678]] geboren, aus dieser Zeit hat sich auch ein Taufgeschenk erhalten, das "wahrhafte Abbild" des Gnadenbildes von Maria Plain aus dem Jahr 1678 (es wurde 1737 restauriert). Joseph Martin diente vorerst ein Jahr lang in der bayrischen Armee, studierte dann Theologie bei den Jesuiten in Innsbruck und gründete schließlich mit Hilfe seines Vaters ein eigenes Handelshaus in Salzburg. [[1706]] mietete der Spetzereiwarenhändler und Stadtrat Joseph (Josef) Martin die Geschäftsgewölbe im Nebenhaus seines Vaters und erwarb im Jahr [[1712]] schließlich das gesamte Haus Getreidegasse Nr. 9. In diesem Haus sollte später der bekannteste Salzburger, [[Wolfgang Amadé Mozart]], geboren werden und das Haus als [[Mozarts Geburtshaus]] Berühmtheit erlangen. Joseph Martin heiratete, bekam vier Kinder und setzte mit seinem Sohn Johann Lorenz I. (dem einzigen männlichen Enkelkind von Georg IV.) die Linie fort. Nachdem bei Josef Martins Handelshaus der gewünschte Erfolg ausgeblieben war und [[1725]] auch noch seine Frau starb, trat er in einem Akt der Verzweiflung im selben Jahr in ein Kavallerie-Regiment des kaiserlichen Heeres ein. Dort blieb er, trotz mehrmaliger Versuche seiner Verwandten ihn zur Rückkehr zu bewegen, bis er schließlich [[1732]] in Belgrad starb. Seine zurückgelassenen Kinder wurden inzwischen von seinem Vater Georg IV. aufgezogen und schließlich sollte Georgs einziges männliches Enkelkind, Johann Lorenz (I.), das blühende Handelshaus mit den Stadthäusern in der Getreidegasse und einem dazugehörigen Landgut übernehmen.
    
== "Der wohledl und wohlfürnehme Herr" ==
 
== "Der wohledl und wohlfürnehme Herr" ==
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''"Der wohledl und wohlfürnehme Herr"'' [[Johann Lorenz Hagenauer|Johann Lorenz (I.) Hagenauer]] hatte [[1738]] die Tochter einer ebenfalls vermögenden Handelsfamilie aus Thalheim bei Wels geheiratet. Mit ihr hatte er 16 Kinder, wobei zwei der Kinder bereits bei der Geburt gestorben waren. Jedoch nur ein einziges Enkelkind von Johann Lorenz, Josef Paul, Sohn von Ignaz Joachim von Hagenauer (Ignaz II.), sollte später in Triest diese Linie der Hagenauer fortsetzen. Sein zweiter Enkel namens Josef Leopold (Sohn von Leopold), Besitzer des Steinbräus und des Schlosses Mönchstein, starb ohne Nachkommen. Johann Lorenz baute die internationalen Geschäfte des geerbten Handelshauses weiter aus und wurde mit dem Spezereiwarenhandel (Gewürzhandel) einer der reichsten Handelsherren in Salzburg. Er wurde als Hausherr, Förderer und Freund der Familie [[Wolfgang Amadè Mozart|Mozart]] bekannt, wobei in seinem Haus neben dem Klerus, dem Adel und dem Großbürgertum (Großkaufleute und Handelsherren) auch viele Künstler verkehrten. Unter anderem unterstützte und förderte der vermögende Handelsherr seine drei Neffen Wolfgang, Johann Baptist und Johann Georg Hagenauer, die alle an der Akademie in Wien studieren sollten. Johann Lorenz besaß neben einer Sammlung von Reliquien auch eine (teilweise geerbte sowie von ihm erweiterte) Kunstsammlung von Stichen, Ölgemälden und Skulpturen. In dieser Sammlung befanden sich viele Heiligendarstellungen, aber auch Veduten und Portraitmalereien. Von diesen sind ein zeitgenössisches Portrait von [[Paracelsus]], Portraits der Familie Mozart und Johann Michael Haydns erwähnenswert. Der Großteil dieser Sammlung (die in seinem Testament nicht mehr angeführt worden war) ging bereits vor seinem Tod an seinen Sohn Ignaz Joachim nach Triest und an seinen Sohn Leopold, den Besitzer der Pauernfeindschen Handlung auf dem Kranzlmarkt. Seine Bibliothek, die primär aus wissenschaftlichen und (auf Grund seiner Religiosität) theologischen Büchern bestand, war zu Lebzeiten bereits in den Besitz seines Sohnes Cajetanus Rupertus (Abt Dominicus) übergegangen.
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''"Der wohledl und wohlfürnehme Herr"'' [[Johann Lorenz Hagenauer|Johann Lorenz (I.) Hagenauer]] hatte [[1738]] die Tochter einer ebenfalls vermögenden Handelsfamilie aus Thalheim bei Wels geheiratet. Mit ihr hatte er 16 Kinder, wobei zwei der Kinder bereits bei der Geburt gestorben waren. Jedoch nur ein einziges Enkelkind von Johann Lorenz, Josef Paul, Sohn von Ignaz Joachim von Hagenauer (Ignaz II.), sollte später in Triest diese Linie der Hagenauer fortsetzen. Sein zweiter Enkel namens Josef Leopold (Sohn von Leopold), Besitzer des Steinbräus und des Schlosses Mönchstein, starb ohne Nachkommen. Johann Lorenz baute die internationalen Geschäfte des geerbten Handelshauses weiter aus und wurde mit dem Spezereiwarenhandel (Gewürzhandel) einer der reichsten Handelsherren in Salzburg. Er wurde als Hausherr, Förderer und Freund der Familie [[Wolfgang Amadé Mozart|Mozart]] bekannt, wobei in seinem Haus neben dem Klerus, dem Adel und dem Großbürgertum (Großkaufleute und Handelsherren) auch viele Künstler verkehrten. Unter anderem unterstützte und förderte der vermögende Handelsherr seine drei Neffen Wolfgang, Johann Baptist und Johann Georg Hagenauer, die alle an der Akademie in Wien studieren sollten. Johann Lorenz besaß neben einer Sammlung von Reliquien auch eine (teilweise geerbte sowie von ihm erweiterte) Kunstsammlung von Stichen, Ölgemälden und Skulpturen. In dieser Sammlung befanden sich viele Heiligendarstellungen, aber auch Veduten und Portraitmalereien. Von diesen sind ein zeitgenössisches Portrait von [[Paracelsus]], Portraits der Familie Mozart und Johann Michael Haydns erwähnenswert. Der Großteil dieser Sammlung (die in seinem Testament nicht mehr angeführt worden war) ging bereits vor seinem Tod an seinen Sohn Ignaz Joachim nach Triest und an seinen Sohn Leopold, den Besitzer der Pauernfeindschen Handlung auf dem Kranzlmarkt. Seine Bibliothek, die primär aus wissenschaftlichen und (auf Grund seiner Religiosität) theologischen Büchern bestand, war zu Lebzeiten bereits in den Besitz seines Sohnes Cajetanus Rupertus (Abt Dominicus) übergegangen.
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Cajetanus Rupertus (Taufname), für den Wolfgang Amadè Mozart und [[Johann Michael Haydn]] Messen komponiert hatten, wurde als Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] des Erzstiftes St. Peter bekannt. Ein anderer Sohn von Johann Lorenz, [[Ignaz Joachim Hagenauer|Ignatius Joachim]], erfuhr seine Ausbildung als Handelsherr unter anderem in Venedig und gründete [[1775]] mit Hilfe seines Vaters ein Handelshaus in Triest. Ignaz Joachim vermählte sich [[1785]] mit Elisabeth von Thys (Tochter des Jean de Thys und der Therese de Willcras) und wurde der Stifter des heute noch blühenden Triester Zweiges der Hagenauer (siehe [[Hagenauer - der Triester Zweig|Triester Zweig]]).
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Cajetanus Rupertus (Taufname), für den Wolfgang Amadé Mozart und [[Johann Michael Haydn]] Messen komponiert hatten, wurde als Abt [[Dominikus Hagenauer|Dominikus]] des Erzstiftes St. Peter bekannt. Ein anderer Sohn von Johann Lorenz, [[Ignaz Joachim Hagenauer|Ignatius Joachim]], erfuhr seine Ausbildung als Handelsherr unter anderem in Venedig und gründete [[1775]] mit Hilfe seines Vaters ein Handelshaus in Triest. Ignaz Joachim vermählte sich [[1785]] mit Elisabeth von Thys (Tochter des Jean de Thys und der Therese de Willcras) und wurde der Stifter des heute noch blühenden Triester Zweiges der Hagenauer (siehe [[Hagenauer - der Triester Zweig|Triester Zweig]]).
    
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