| | [[Datei:Alte Residenz Bildergalerie Deckenfresko Johann Michael Rottmayr.jpg|thumb|Deckenfresko ''Glorie der Wissenschaften und Künste'' von Johann Michael Rottmayr]] | | [[Datei:Alte Residenz Bildergalerie Deckenfresko Johann Michael Rottmayr.jpg|thumb|Deckenfresko ''Glorie der Wissenschaften und Künste'' von Johann Michael Rottmayr]] |
| − | Dieser lang gestreckten Raum beherbergt eine Gemäldegalerie mit einem Kranzgesims aus marmorierten Stuck. In der Mitte in einer Nische zu sehen ist ein Abguss aus schwarzem Gips des Jünglings vom Magdalensberg in [[Kärnten]], dessen Original sich seit seiner Entdeckung von 1502 bis 1806 in der Stadt Salzburg befand. Die Österreicher nahmen die Statue dann nach Wien mit (Kunsthistorisches Museum). | + | Dieser lang gestreckten Raum beherbergt eine Gemäldegalerie. Etwa in der Mitte - in einer Rundbogen-Nische - ist der Jüngling vom Magdalensberg in [[Kärnten]] zu sehen, jedoch nur ein Abguss aus schwarzem Gips, dessen Original sich seit seiner Entdeckung von 1502 bis 1806 in der Stadt Salzburg befunden hatte. Die Österreicher nahmen die wertvolle römische Statue aus Bronze damals nach Wien mit. Er befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum. |
| − | Das Fresko im Gewölbe von Rottmayr zeigt eine Verherrlichung (Gloria) der Wissenschaften und Künste, geprägt von fürstlicher Größe und Stiftungsmacht, umgeben von Scheinarchitektur. Astronomie, Geometrie, Architektur (der Architekt hält einen Plan des Wiener Palais Trautson in Händen) und Bildhauerei stehen symbolisch unter dem Schutz des Grafengeschlechts Harrach, Dichtung und Geschichtsschreibung unter dem Schutz der ''felicitas publica'', Malerei und Musik unter jenem des ''buon governo'', der Guten Regentschaft. Das kleine anschließende Bibliothekszimmer besitzt ein Gemälde der Aurora gemalt von Altomonte. | + | Das Fresko im Gewölbe von Rottmayr zeigt eine Verherrlichung (Gloria) der Wissenschaften und Künste - ein Ausdruck für die fürstliche Größe und Stiftungsmacht - umgeben von barocker Scheinarchitektur und einem umlaufenden Kranzgesims aus marmorierten Stuck. Das Fresko zeigt insgesamt zwölf allegorische weibliche Figuren. In der Mitte im Himmel und in den Wolken schwebend zu sehen sind Astronomie, Geometrie, Architektur - sie hält einen Plan des Palais Trautson in Wien in den Händen - und Bildhauerei. Dichtung und Geschichtsschreibung, links davon zu sehen, stehen symbolisch unter dem Schutz der ''felicitas publica'', dem öffentlichen Glück. Malerei und Musik, links davon zu sehen, stehen symbolisch unter dem Schutz des ''buon governo'', der Guten Regentschaft. Der Auftrag gebende Fürst bringt damit die Ansprüche an seine Regierungszeit und sich selbst zum Ausdruck. Diese gilt in Bezug auf die damals bekannten vier Erdteile. Europa und Asien, sowie Amerika und Afrika, die auf einem Balkon der Scheinarchitektur sitzend, auf den Betrachter herabblicken. |