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===Rittersaal===
 
===Rittersaal===
Der heute als beliebte Aufführungsort von Kammermusik, sowie für kleinere festliche Veranstaltungen und Festvorträge verwendete Saal diente im 17. und 18. Jahrhundert Vorraum zu den fürstlichen Empfangs- und Wohnräumen.   
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Der heute als Aufführungsort von Kammermusik, sowie für kleinere festliche Veranstaltungen und Festvorträge verwendete Saal diente im 17. und 18. Jahrhundert als Vorraum zu den fürstlichen Empfangs- und Wohnräumen.   
    
Das große Ölgemälde an der Decke ist von Johann Michael Rottmayr und zeigt in der Bildmitte Alexander den Großen, der seinem Vater Phillip von Mazedonien das von ihm gebändigte Pferd Bukephalos vorführt. Um dieses Bild sind weitere Stationen aus dem Leben Alexanders zu sehen. Der Deckenstuck stammt von [[Alberto Camesina]], der Wandstuck von [[Peter Pflauder]].  
 
Das große Ölgemälde an der Decke ist von Johann Michael Rottmayr und zeigt in der Bildmitte Alexander den Großen, der seinem Vater Phillip von Mazedonien das von ihm gebändigte Pferd Bukephalos vorführt. Um dieses Bild sind weitere Stationen aus dem Leben Alexanders zu sehen. Der Deckenstuck stammt von [[Alberto Camesina]], der Wandstuck von [[Peter Pflauder]].  
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Aus diesem Saal führt ein Gang über die [[Dombögen]] in den Salzburger [[Dom]], über den man über den südlichen Dombogen in die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]], in den [[Langer Gang|Langen Gang]] gelangt<ref>siehe [[DomQuartier]]</ref>.
 
Aus diesem Saal führt ein Gang über die [[Dombögen]] in den Salzburger [[Dom]], über den man über den südlichen Dombogen in die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]], in den [[Langer Gang|Langen Gang]] gelangt<ref>siehe [[DomQuartier]]</ref>.
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===Konferenzsaal===
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Ein Gemälde von [[Martino Altomonte]], das „Alexander in der Schlacht von Granicus“ darstellt, kann man in diesem Saal sehen. Vermutlich musizierte in diesem kleinen Saal auch die fürsterzbischofliche Hofkapelle zahlreiche kleine Hauskonzerte, bei den auch [[Leopold Mozart]] und sein Sohn Wolfgang Amadeus als Konzertmeister (Kapellmeister) mitwirkten.
    
===Audienzsaal===
 
===Audienzsaal===
Der an der Ecke zwischen [[Alter Markt]] und [[Residenzplatz]] gelegene, prächtige Audienzsaal, besitzt fünf in vergoldetem Stuck gerahmte Deckenbilder von Johann Michael Rottmayr. Das Bild in der Mitte zeigt die Huldigung Alexanders in der Stadt Byblos. Von Johann Anton Eismann stammen vermutlich die Landschaftsbilder über den Türen.
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Der an der Ecke von [[Residenzplatz]] und [[Alter Markt]] gelegene, prächtige Audienzsaal, besitzt fünf in vergoldetem Stuck gerahmte Deckenbilder von Johann Michael Rottmayr. Das Bild in der Mitte zeigt die Huldigung von Alexander dem Großen in der Stadt Byblos. Von Johann Anton Eismann stammen vermutlich die Landschaftsbilder über den Türen.  
 
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Die wertvollen frühklassizistischen Möbel wurden von H. Jacobs aus Paris gefertigt und 1775 für diesen Saal gekauft. Szenen aus der [[Römer|römischen]] Frühgeschichte und das eingewobene Wappen des Erzbischofs [[Wolf Dietrich von Raitenau]] zeigen die kostbaren Brüsseler Gobelins.  
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===Konferenzsaal===
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Die wertvollen früh klassizistischen Möbel wurden von H. Jacobs aus Paris gefertigt und 1775 für diesen Saal gekauft. Szenen aus der [[Römer|römischen]] Frühgeschichte und das eingewobene Wappen des Erzbischofs [[Wolf Dietrich von Raitenau]] zeigen die kostbaren Brüsseler Gobelins.  
Ein Gemälde von [[Martino Altomonte]], das „Alexander in der Schlacht von Granicus“ darstellt, kann man in diesem Saal sehen. In Vermutlich musizierte in diesem kleinen Saal auch die fürsterzbischöfliche Hofkapelle zahlreiche kleine Hauskonzerte, bei den auch [[Leopold Mozart]] und sein Sohn Wolfgang Amadeus als Konzertmeister (Kapellmeister) mitwirkten.
      
===Antecamera===
 
===Antecamera===
Im ''Antecamera'' (Vorzimmer) sieht man ein Deckengemälde von Martino Altomonte, das die Zerschlagung des Gordischen Knotens durch Alexander darstellt.
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In der ''Antecamera'' (Vorzimmer) sieht man ein Deckengemälde von Martino Altomonte, das die Zerschlagung des Gordischen Knotens durch Alexander darstellt.
    
===Retirada===
 
===Retirada===
 
In monarchischer Zeit diente das kleine Wohn- und Arbeitszimmer (''Retirada'') des Fürsterzbischofs als als Schlafraum von Kaiser [[Franz Joseph I.]], der sich mehrmals in Salzburg aufgehalten hatte.
 
In monarchischer Zeit diente das kleine Wohn- und Arbeitszimmer (''Retirada'') des Fürsterzbischofs als als Schlafraum von Kaiser [[Franz Joseph I.]], der sich mehrmals in Salzburg aufgehalten hatte.
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Auch hie Deckenmalereien von Rottmayr, in der Mitte ist der opfernde Alexander in Jerusalem zu sehen. Eines der vier Trabantenbild schildert den Traum Alexanders, in dem ein Hohepriester dem großen Feldherren die Herrschaft über Persien verkündet.
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Auch hier Deckenmalereien von Rottmayr, in der Mitte ist der opfernde Alexander in Jerusalem zu sehen. Eines der vier Trabantenbilder schildert den Traum Alexanders, in dem ein Hohepriester dem großen Feldherren die Herrschaft über Persien verkündet.
    
===Schatullenkabinett===
 
===Schatullenkabinett===
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===Kapelle===
 
===Kapelle===
Rottmayr gestaltete auch die kleine Kapelle, einen kleinen, fast quadratischer Raum mit Kuppelgewölbe. Das Fresko stellt Gottvater dar. Vermutlich [[Antonio Beduzzi]]  schuf um 1710 den Altar, das Altarblatt, eine Rottmayr-Arbeit, zeigt die Vermählung der Heiligen Katharina.
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Rottmayr gestaltete auch die kleine Kapelle, einen kleinen, fast quadratischer Raum mit Kuppelgewölbe. Das Fresko stellt Gott Vater dar. Vermutlich [[Antonio Beduzzi]]  schuf um 1710 den Altar, das Altarblatt, eine Rottmayr-Arbeit, zeigt die Vermählung der Heiligen Katharina.
    
===Bildergalerie===
 
===Bildergalerie===
 
[[Datei:Alte Residenz Bildergalerie Deckenfresko Johann Michael Rottmayr.jpg|thumb|Deckenfresko ''Glorie der Wissenschaften und Künste'' von Johann Michael Rottmayr]]
 
[[Datei:Alte Residenz Bildergalerie Deckenfresko Johann Michael Rottmayr.jpg|thumb|Deckenfresko ''Glorie der Wissenschaften und Künste'' von Johann Michael Rottmayr]]
Dieser lang gestreckten Raum besitzt ein Spiegelgewölbe mit einem marmorierten Kranzsims. Zu sehen ist ein Abguss des Jünglings vom Magdalensberg in [[Kärnten]] in einer Nische, dessen Original sich zwischen seiner Entdeckung 1502 und 1806 in der Stadt Salzburg befand. Die Österreicher nahmen es dann nach Wien (Kunsthistorisches Museum).
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Dieser lang gestreckten Raum besitzt ein Spiegelgewölbe mit einem marmorierten Kranzgesims. Zu sehen ist ein Abguss des Jünglings vom Magdalensberg in [[Kärnten]] in einer Nische, dessen Original sich zwischen seiner Entdeckung 1502 und 1806 in der Stadt Salzburg befand. Die Österreicher nahmen es dann nach Wien (Kunsthistorisches Museum).
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Das Gewölbefresko von Rottmayr zeigt die Glorie der Wissenschaften und Künste, geprägt von fürstlicher Größe und Stiftungsmacht, umgeben von einer illusionistischen Architekturmalerei. Astronomie, Geometrie, Architektur (der Architekt hält einen Plan des Wiener Palais Trautson in Händen) und Bildhauerei stehen symbolisch unter dem Schutz des Grafengeschlechts Harrach, Dichtung und Geschichtsschreibung unter dem Schutz der ''felicitas publica'', Malerei und Musik unter jenem der des buon governo, der Guten Regentschaft. Das kleine anschließende Bibliothekszimmer besitzt ein Gemälde der Aurora gemalt von Altomonte.
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Das Fresko im Gewölbe von Rottmayr zeigt eine Verherrlichung (Gloria) der Wissenschaften und Künste, geprägt von fürstlicher Größe und Stiftungsmacht, umgeben von Scheinarchitektur. Astronomie, Geometrie, Architektur (der Architekt hält einen Plan des Wiener Palais Trautson in Händen) und Bildhauerei stehen symbolisch unter dem Schutz des Grafengeschlechts Harrach, Dichtung und Geschichtsschreibung unter dem Schutz der ''felicitas publica'', Malerei und Musik unter jenem des ''buon governo'', der Guten Regentschaft. Das kleine anschließende Bibliothekszimmer besitzt ein Gemälde der Aurora gemalt von Altomonte.
    
===Thronsaal===
 
===Thronsaal===