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| | Der Name des Schlosses wurde gebildet aus „Leopold“, dem Vornamen des Fürsterzbischof als Erbauer und aus „Mezzocorona“ ([[Trentino]]), dem Geburtsort seines Neffen [[Franz Laktanz Graf von Firmian]], also „-corona“ = Krone<ref>Quelle: [http://www.schloss-leopoldskron.com www.schloss-leopoldskron.com]</ref>. | | Der Name des Schlosses wurde gebildet aus „Leopold“, dem Vornamen des Fürsterzbischof als Erbauer und aus „Mezzocorona“ ([[Trentino]]), dem Geburtsort seines Neffen [[Franz Laktanz Graf von Firmian]], also „-corona“ = Krone<ref>Quelle: [http://www.schloss-leopoldskron.com www.schloss-leopoldskron.com]</ref>. |
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| − | [[1744]] starb der Fürsterzbischofs und vermachte das Schloss seinem Neffen [[Franz Laktanz Graf von Firmian]]. Laktanz bewohnte das Schloss mehr als vierzig Jahre. Laktanz war ein großer Kunstkenner und Kunstsammler. Schloss Leopoldskron war ursprünglich dreigeschossig und besaß ein hohes Mansarddach mit einem achteckigen Turm in der Mitte. Nach 1760 wurde das Schloss im Stil des [[Klassizismus]] umgebaut, der Turm samt Mansarddach abgerissen und durch ein Attikageschoss ersetzt. Mit dem Ende des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts]] und nach Aufhebung der Primogenitur im Jahr 1816 bot [[Leopold Anton Graf Firmian]], Laktanz' Sohn, die Kunstwerke seines Vaters zum Verkauf an. Das Schloss blieb bis [[1824]] im Besitz der Grafen von [[Firmian]]. | + | [[1744]] starb der Fürsterzbischofs und vermachte das Schloss seinem Neffen [[Franz Laktanz Graf von Firmian]]. Laktanz bewohnte das Schloss mehr als vierzig Jahre. Laktanz war ein großer Kunstkenner und Kunstsammler. Schloss Leopoldskron war ursprünglich dreigeschossig und besaß ein hohes Mansarddach mit einem achteckigen Turm in der Mitte. Nach 1760 wurde das Schloss im Stil des [[Klassizismus]] umgebaut, der Turm samt Mansarddach abgerissen und durch ein niedriges Attikageschoss ersetzt. Mit dem Ende des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts]] und nach Aufhebung der Primogenitur im Jahr 1816 bot [[Leopold Anton Graf Firmian]], Laktanz' Sohn, die Kunstwerke seines Vaters zum Verkauf an. Das Schloss blieb bis [[1824]] im Besitz der Grafen von [[Firmian]]. |
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| | [[1824]] verkaufte Firmian den Besitz an [[Karl Graf von Wolkenstein]], der es [[1837]] an den Bäckermeister und Schießstättenwirt [[Georg Zierer]] verkaufte. Dieser überließ Schloss Leopoldskron [[1845]] einem gewissen Dietz. Dieser baute das Schloss zu einem Hotel um, musste es aber bereits drei Jahre später an seine Gläubiger abtreten. | | [[1824]] verkaufte Firmian den Besitz an [[Karl Graf von Wolkenstein]], der es [[1837]] an den Bäckermeister und Schießstättenwirt [[Georg Zierer]] verkaufte. Dieser überließ Schloss Leopoldskron [[1845]] einem gewissen Dietz. Dieser baute das Schloss zu einem Hotel um, musste es aber bereits drei Jahre später an seine Gläubiger abtreten. |
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| | : ein Prunksaal mit 172,5 m2 und zwei Kaminen, sowie Gemälden an Wänden und Decke, sowie aufwändigen Stuckarbeiten. Zwei Balkone eröffnen beeindruckende Ausblicke, einerseits zur [[Festung Hohensalzburg]] und andererseits zum berühmten Panorama auf [[Untersberg]] und [[Leopoldskroner Weiher]]. | | : ein Prunksaal mit 172,5 m2 und zwei Kaminen, sowie Gemälden an Wänden und Decke, sowie aufwändigen Stuckarbeiten. Zwei Balkone eröffnen beeindruckende Ausblicke, einerseits zur [[Festung Hohensalzburg]] und andererseits zum berühmten Panorama auf [[Untersberg]] und [[Leopoldskroner Weiher]]. |
| | : Das große Deckengemälde zeigt die ''Hochzeit der Atalante'' und stammt von [[Franz Anton Ebner]], etwa um 1740. | | : Das große Deckengemälde zeigt die ''Hochzeit der Atalante'' und stammt von [[Franz Anton Ebner]], etwa um 1740. |
| − | : Die beiden Bilder, die Übergabe des Fideikommiss von Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian an seinen Neffen Franz Laktanz Graf von Firmian, gegengezeichnet durch Pallas Athene und überbracht durch Hermes, mit dem Schloss im Bildhintergrund, sowie von Franz Laktanz Graf von Firmian mit Familie, stammen von [[Andreas Rensi]], etwa 1740. | + | : Die beiden Bilder, die Übergabe des Fideikommiss von Fürsterzbischof Leopold Anton Freiherr von Firmian an seinen Neffen Franz Laktanz Graf von Firmian, gegengezeichnet durch Pallas Athene und überbracht durch Hermes, mit dem ursprünglich barocken Schloss im Bildhintergrund, sowie von Franz Laktanz Graf von Firmian mit Familie, stammen von [[Andreas Rensi]], etwa 1740. |
| − | : Links und rechts der Bilder befinden sich edle Stuckmedaillons in weiß, die die vier Elemente (Wasser, Erde, Feuer, Luft) darstellen. In den Ecken zu sehen sind vier farbige Stuckmedaillons, die vier Künste (Musik, Dichtung, Malerei und Baukunst) darstellen. Die Stuckarbeiten wurden von Johann Kleber gefertigt. | + | : Links und rechts der Bilder befinden sich edle Stuckmedaillons in weiß, die die vier Elemente (Wasser, Erde, Feuer, Luft) darstellen. In den Ecken zu sehen sind vier farbige Stuckmedaillons, die die vier Künste (Musik, Dichtung, Malerei und Baukunst) darstellen. Die Stuckarbeiten wurden von Johann Kleber gefertigt. |
| | * Max Reinhardt Bibliothek | | * Max Reinhardt Bibliothek |
| | : die große Bibliothek von Max Reinhardt mit 96 m<sup>2</sup> ist ein verkleinerter Nachbau der Klosterbibliothek St. Gallen. Über eine verborgene Stiege gelangt man auf ihre Galerie. | | : die große Bibliothek von Max Reinhardt mit 96 m<sup>2</sup> ist ein verkleinerter Nachbau der Klosterbibliothek St. Gallen. Über eine verborgene Stiege gelangt man auf ihre Galerie. |