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| − | [[Bild:Hallein Kolpinghaus 06.jpg|thumb|250px]]Blick in die Eingangshalle des zentralen Gebäudes | + | [[Bild:Hallein Kolpinghaus 06.jpg|thumb|250px|Blick in die Eingangshalle des zentralen Gebäudes]] |
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| | Das '''Kolpinghaus Hallein''' ist ein Jugendwohnhaus in [[Hallein]] am [[Josef Schöndorfer-Platz|Schöndorfer-Platz]], das im September 2008 eröffnet wird. | | Das '''Kolpinghaus Hallein''' ist ein Jugendwohnhaus in [[Hallein]] am [[Josef Schöndorfer-Platz|Schöndorfer-Platz]], das im September 2008 eröffnet wird. |
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| | ==Das Kolpinghaus Hallein== | | ==Das Kolpinghaus Hallein== |
| − | Im historischen Zentrum der Stadt Hallein, am Schöndorfer-Platz im [[Keltenmuseum Hallein#Ausstellungsschwerpunkte#Stille-Nacht-Museum Hallein|Stille-Nacht-Bezirk]] wird ein denkmalgeschütztes Häuserensemble mit unverwechselbarem Ambiente revitalisiert. Es entsteht ein Jugendwohnhaus für Schülerinnen, Lehrlinge und Studierende. Neues Leben in historischem Mauerwerk durch junge Menschen, die hier an ihrer Ausbildung arbeiten und eine zeitgemäße, zentral gelegene Wohnmöglichkeit suchen. | + | Im historischen Zentrum der Stadt Hallein, am Schöndorfer-Platz im [[Keltenmuseum Hallein#Ausstellungsschwerpunkte#Stille-Nacht-Museum Hallein|Stille-Nacht-Bezirk]] wurdee in denkmalgeschütztes Häuserensemble mit unverwechselbarem Ambiente revitalisiert. Darin entsteht ein Jugendwohnhaus für Schülerinnen, Lehrlinge und Studierende. Neues Leben in historischem Mauerwerk durch junge Menschen, die hier an ihrer Ausbildung arbeiten und eine zeitgemäße, zentral gelegene Wohnmöglichkeit suchen. |
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| − | Bis zu 215 junge Menschen werden hier wohnen, die in der Ausbildung, ob Schule, Lehre, Universität, ihr Rüstzeug erhalten. Das Kolpinghaus möchte diesen Bildungsprozess unterstützen. Durch gute architektonische Voraussetzungen (für gemeinsames Leben, Essen, Lernen, Feste feiern, Freizeit gestalten). Nur wenige Minuten Entfernung vom Bahnhof, den unterschiedlichen mittleren und höheren Schulen, zum Kino oder zu öffentlichen Tiefgaragen. | + | Bis zu 215 junge Menschen werden hier wohnen, die in der Ausbildung, ob Schule, Lehre, Universität, sind. Das Kolpinghaus möchte diesen Bildungsprozess unterstützen. Durch gute architektonische Voraussetzungen und nur wenige Minuten Entfernung vom Bahnhof, den unterschiedlichen mittleren und höheren Schulen, zum Kino oder zu öffentlichen Tiefgaragen befindet es sich an einem zentralen Standort. |
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| − | Die Gesamtssumme der Finanzierung beträgt 14,179.000 Euro, das Direktdarlehen des Landes aus der Wohnbauförderung 7,870.898,40 Euro. Die Umbauabeiten werden von der Baugesellschaft | + | Die Gesamtssumme der Finanzierung betrug 14,179.000 Euro, das Direktdarlehen des Landes aus der Wohnbauförderung 7,870.898,40 Euro. Die Umbauabeiten wurden von der Baugesellschaft [[Heimat Österreich]] ausgeführt. Eine anhand von Bilanzen von vier vergleichbaren Kolpinghäusern erstellte Wirtschaftlichkeitsstudie ergebe eine Finanzkraft aus dem Wirtschaftsbetrieb des Heimes von zirka 242.000 Euro pro Jahr. |
| − | [[Heimat Österreich]] ausgeführt. Eine anhand von Bilanzen von vier vergleichbaren Kolpinghäusern erstellte Wirtschaftlichkeitsstudie ergebe eine Finanzkraft aus dem Wirtschaftsbetrieb des Heimes von zirka 242.000 Euro pro Jahr. | |
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| | ====Infrastruktur des Hauses==== | | ====Infrastruktur des Hauses==== |
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| | ====Sommerhotel==== | | ====Sommerhotel==== |
| − | In den Sommermonaten öffnet das Kolpinghaus Hallein seine Pforten als Sommerhotel. In den Monaten Juli und August wird man in den alten Gebäuden in den neu gestalteten Zimmern zu günstigen Preisen übernachten können. | + | In den Sommermonaten öffnet das Kolpinghaus Hallein seine Pforten auch als Sommerhotel. In den Monaten Juli und August wird man in den alten Gebäuden in den neu gestalteten Zimmern zu günstigen Preisen übernachten können. |
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| | + | ====Veranstaltungsräume==== |
| | + | Der ehemalige "Ballsaal" des "Scheicher-Bräu's", der so genannte "Scheicher-Saal", wurde ebenfalls liebevoll restauriert und bietet bestuhlt rund 200 Personen Platz. Eine komplett ausgestattete Küche für Catering ist ebenfalls neben der heimeigenen Küche vorhanden. |
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| | + | Daneben werden auch kleinere Räume, je nach Hausauslastung, für Seminare und andere Veranstaltungen vermietet werden. |
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| | ==Geschichte== | | ==Geschichte== |
| − | Die fünf alten Bürgerhäuser, in denen sich das Kolpinghaus befindet, liegen an der Westseite des Schöndorferplatzes. Dieser hieß bis zum [[17. Juli]] [[1900]] „Oberer Markt“ bzw. „Marktplatz“ genannt. Denn bei einem Teil dieses Platzes handelt es sich vermutlich um den ältesten Marktplatz der Salinenstadt, vormals als „die Lauben“ genannt. Die Bezeichnung des Platzes änderten sich mehrmals: so waren auch die Bezeichnungen „Richter-“ und zuletzt „Stadtrichterplatz“ gebräuchlich. Das Amt des Stadtrichters ist in Hallein seit [[1272]] nachgewiesen, Amtssitz war im Haus Schöndorferplatz 119.
| + | Fünf der insgesamt sieben alten Bürgerhäuser, in denen sich das Kolpinghaus befindet, liegen an der Westseite des Schöndorferplatzes. Dieser hieß bis zum [[17. Juli]] [[1900]] „Oberer Markt“ bzw. „Marktplatz“ genannt. Denn bei einem Teil dieses Platzes handelt es sich vermutlich um den ältesten Marktplatz der Salinenstadt, vormals als „die Lauben“ genannt. Die Bezeichnung des Platzes änderten sich mehrmals: so waren auch die Bezeichnungen „Richter-“ und zuletzt „Stadtrichterplatz“ gebräuchlich. Das Amt des Stadtrichters ist in Hallein seit [[1272]] nachgewiesen, Amtssitz war im Haus Schöndorferplatz 119. |
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| | Bei den Renovierungsarbeiten wurden einige interessante Details wieder freigelegt. So zum Beispiel etwa eine bunte Spiegelschrift an einer Zimmerdecke im Haus Nr. 10. Experten versuchen das Rätsel dieser spiegelverkehrt geschriebenen Inschrift zu entziffern. Weiters fand man historisch wertvollen Decken, Dachstöcke und Türrahmen aus der Zeit des Barock. Bis zu 140 Schichten verschiedenen Materials wurde in den Räumen abgenommen um zum historischen Kern vorzustoßen. [[Adneter Marmor]] in Stiegen, Geländern und Verzierungen ist in allen Bürgerhäusern zu finden. | | Bei den Renovierungsarbeiten wurden einige interessante Details wieder freigelegt. So zum Beispiel etwa eine bunte Spiegelschrift an einer Zimmerdecke im Haus Nr. 10. Experten versuchen das Rätsel dieser spiegelverkehrt geschriebenen Inschrift zu entziffern. Weiters fand man historisch wertvollen Decken, Dachstöcke und Türrahmen aus der Zeit des Barock. Bis zu 140 Schichten verschiedenen Materials wurde in den Räumen abgenommen um zum historischen Kern vorzustoßen. [[Adneter Marmor]] in Stiegen, Geländern und Verzierungen ist in allen Bürgerhäusern zu finden. |
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| − | Auch der ehemalige ''Scheucher-Saal'' in den Räumen des ehemaligen ''Scheucher-Bräus'' Haus Nr. 3 wurde revitalisiert und wird als Veranstaltungssaal genutzt werden. | + | Auch der ehemalige ''Scheicher-Saal'' in den Räumen des ehemaligen ''Scheicher-Bräus'' Haus Nr. 3 wurde revitalisiert und wird als Veranstaltungssaal genutzt werden. Die so genannte ''Alt Deutsche Stubn'' im ehemaligen ''Scheicher Bräu'', die komplett holzvertäfelt ist, steht unter Denkmalschutz. |
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| | + | Im Haus Nr. 1 wurde ein Raum revitalisiert, der den Charakter einer Kapelle aufweist aufgrund seiner Marmorsäule in der Mitte und einer Wandeinbuchtung mit darüber befindlichen Kreuz. Im selben Gebäude konnte ein alter Kachelofen wieder hergestellt werden. In einem anderen Haus wiederum wurde eine jüngere, eingezogene Mauer abgetragen und eine Marmorsäule kam zum Vorschein. Ein anderer Saal erinnert durch seine Säulen und Bogengänge an die [[Max-Gandolf-Bibliothek]] in der Salzburger [[Altstadt]]. |
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| | + | Bei den Restaurierungsarbeiten musste teilweise 120 Farbschichten abgetragen werden. |
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| | ==Adresse== | | ==Adresse== |