Benediktineruniversität Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Kernstück der neuen Universität bildeten die [[Philosophische Fakultät der Benediktineruniversität Salzburg|Philosophische]] und die [[Theologische Fakultät der Benediktineruniversität Salzburg|Theologische Fakultät]], deren Professuren ausschließlich mit Angehörigen des Benediktinerordens besetzt wurden. Die [[Juridische Fakultät der Benediktineruniversität Salzburg|Juridische Fakultät]] hatte insofern eine Sonderstellung inne, als deren Professoren dem weltlichen Stand angehörten. Nur der Vertreter des Kanonischen Rechts war ein Benediktiner. Vom Bestehen einer Medizinischen Fakultät kann eigentlich nicht gesprochen werden, da – wenn überhaupt – meist nur eine Professur besetzt war. Bei der alten Salzburger Universität handelt es sich um eine bedeutende und eigenständige Erscheinung der damaligen Zeit, die sich in der katholischen Bildungslandschaft dadurch als Unikat erwies, dass sie im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] die einzige unter den deutschen Universitäten war, an der auf weite Strecken eine streng thomistische Philosophie und Theologie in Reinkultur gelehrt wurde. | Das Kernstück der neuen Universität bildeten die [[Philosophische Fakultät der Benediktineruniversität Salzburg|Philosophische]] und die [[Theologische Fakultät der Benediktineruniversität Salzburg|Theologische Fakultät]], deren Professuren ausschließlich mit Angehörigen des Benediktinerordens besetzt wurden. Die [[Juridische Fakultät der Benediktineruniversität Salzburg|Juridische Fakultät]] hatte insofern eine Sonderstellung inne, als deren Professoren dem weltlichen Stand angehörten. Nur der Vertreter des Kanonischen Rechts war ein Benediktiner. Vom Bestehen einer Medizinischen Fakultät kann eigentlich nicht gesprochen werden, da – wenn überhaupt – meist nur eine Professur besetzt war. Bei der alten Salzburger Universität handelt es sich um eine bedeutende und eigenständige Erscheinung der damaligen Zeit, die sich in der katholischen Bildungslandschaft dadurch als Unikat erwies, dass sie im [[17. Jahrhundert|17.]] und [[18. Jahrhundert]] die einzige unter den deutschen Universitäten war, an der auf weite Strecken eine streng thomistische Philosophie und Theologie in Reinkultur gelehrt wurde. | ||
Vor allem an der Philosophischen und Theologischen Fakultät wirkten bedeutende Lehrer- und Forscherpersönlichkeiten, deren klingende Namen bis heute eine Vorstellung von der einstigen Bedeutung der Alma Mater Paridiana vermitteln. Genannt seien hier nur [[Ludwig Babenstuber]], [[Placidus Boeckhn]], [[Rupert Gutrath]], [[Franz Mezger|Franz]] sowie [[Joseph Mezger|Joseph]] und [[Paul Mezger]], [[Augustin Reding]], [[Beda Schallhammer]], [[Augustin Schelle]], [[ | Vor allem an der Philosophischen und Theologischen Fakultät wirkten bedeutende Lehrer- und Forscherpersönlichkeiten, deren klingende Namen bis heute eine Vorstellung von der einstigen Bedeutung der Alma Mater Paridiana vermitteln. Genannt seien hier nur [[Ludwig Babenstuber]], [[Placidus Boeckhn]], [[Rupert Gutrath]], [[Franz Mezger|Franz]] sowie [[Joseph Mezger|Joseph]] und [[Paul Mezger]], [[Augustin Reding]], [[Beda Schallhammer]], [[Augustin Schelle]], [[Benedikt Schmier]], [[Sympert Schwarzhuber]], [[Beda Seeauer]] und [[Gregor Wibmperger|Gregorius Wimperger]]. | ||
Aber auch unter den Salzburger Juristen gab es zahlreiche bekannte Vertreter, wie [[Josef Adam Aiblinger]], [[Ludwig Engel]], [[Corbinian Gärtner]], [[Hermann Hermes]], [[Johann Anton von Schallhammer]], [[Franz Schmier]], [[Johann Philipp Stainhauser]] und [[Judas Thaddäus Zauner]], die sich nicht nur durch ihre Kompetenz in Lehre und Forschung, sondern auch durch ihre gutachterliche Tätigkeit auszeichneten. So wurde die Salzburger Juristenfakultät vor allem im südwestdeutschen Raum (bis nach Münster, Paderborn und Osnabrück) als Spruchkollegium außerordentlich geschätzt, große und schwierige Rechtsfälle wurden mithilfe von Gutachten der Salzburger Juristenfakultät entschieden. | Aber auch unter den Salzburger Juristen gab es zahlreiche bekannte Vertreter, wie [[Josef Adam Aiblinger]], [[Ludwig Engel]], [[Corbinian Gärtner]], [[Hermann Hermes]], [[Johann Anton von Schallhammer]], [[Franz Schmier]], [[Johann Philipp Stainhauser]] und [[Judas Thaddäus Zauner]], die sich nicht nur durch ihre Kompetenz in Lehre und Forschung, sondern auch durch ihre gutachterliche Tätigkeit auszeichneten. So wurde die Salzburger Juristenfakultät vor allem im südwestdeutschen Raum (bis nach Münster, Paderborn und Osnabrück) als Spruchkollegium außerordentlich geschätzt, große und schwierige Rechtsfälle wurden mithilfe von Gutachten der Salzburger Juristenfakultät entschieden. | ||