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Die erste Erwähnung von Mühldorf findet sich in einer Urkunde vom [[16. Mai]] [[935]], in einer weiteren dann [[1190]] , die der die Salzniederlage geregelt wird.  Mühldorf war schon vorher ein wichtiger Handelsstützpunkt und dürfte bereits seit dem [[8. Jahrhundert]] zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehört haben.
 
Die erste Erwähnung von Mühldorf findet sich in einer Urkunde vom [[16. Mai]] [[935]], in einer weiteren dann [[1190]] , die der die Salzniederlage geregelt wird.  Mühldorf war schon vorher ein wichtiger Handelsstützpunkt und dürfte bereits seit dem [[8. Jahrhundert]] zum [[Erzbistum (Überblick)|Erzbistum Salzburg]] gehört haben.
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Jedenfalls verlieh König Heinrich VI. seinem Vetter, dem [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] [[Adalbert III.]], am [[21. September]] [[1190]]  das Recht, in Mühldorf eine Salzniederlage zu errichten.
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Jedenfalls verlieh König Heinrich VI. seinem Vetter, dem [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Erzbischof]] [[Adalbert II. von Böhmen]], am [[21. September]] [[1190]]  das Recht, in Mühldorf eine Salzniederlage zu errichten.
    
Schon im [[12. Jahrhundert]] besaß der Ort einen befestigten Mauerring mit Wehranlagen. Das genaue Daten der Erhebung zur Stadt ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass es in der ersten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s geschah. Urkundlich erwähnt als Stadt ist Mühldorf dann erstmals [[1281]].
 
Schon im [[12. Jahrhundert]] besaß der Ort einen befestigten Mauerring mit Wehranlagen. Das genaue Daten der Erhebung zur Stadt ist nicht bekannt. Man nimmt an, dass es in der ersten Hälfte des [[13. Jahrhundert]]s geschah. Urkundlich erwähnt als Stadt ist Mühldorf dann erstmals [[1281]].
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Das 13. und [[14. Jahrhundert]] war in Mühldorf von zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen Königen und den Salzburger Erzbischöfen geprägt. [[1257]] war es der böhmische König Ottokar II. , der sich mit seinen Truppen in der Stadt vor dem bayerischen Herzog Heinrich XIII. verschanzte. Damals konnte auf Vermittlung des Salzburger Erzbischofs der Konflikt bereinigt werden.
 
Das 13. und [[14. Jahrhundert]] war in Mühldorf von zahlreichen Auseinandersetzungen zwischen Königen und den Salzburger Erzbischöfen geprägt. [[1257]] war es der böhmische König Ottokar II. , der sich mit seinen Truppen in der Stadt vor dem bayerischen Herzog Heinrich XIII. verschanzte. Damals konnte auf Vermittlung des Salzburger Erzbischofs der Konflikt bereinigt werden.
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[[1285]] geriet Mühldorf erneut in einen Konflikt, dieses Mal zwischen Erzbischof [[Rudolph von Salzburg]] und Herzog Heinrich von Niederbayern. Im Oktober des Jahres 1285 besetzte Heinrich nach kurzer Belagerung die Stadt. Doch bevor es zur militärischen Konfrontation zwischen Herzog und Erzbischof kommen konnte, griff König Rudolf von Habsburg in den Streit ein und sorgte dafür, dass die Stadt [[1286]] wieder an Salzburg ging.
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[[1285]] geriet Mühldorf erneut in einen Konflikt, dieses Mal zwischen Erzbischof [[Rudolf I. von Hohenegg]] und Herzog Heinrich von Niederbayern. Im Oktober des Jahres 1285 besetzte Heinrich nach kurzer Belagerung die Stadt. Doch bevor es zur militärischen Konfrontation zwischen Herzog und Erzbischof kommen konnte, griff König Rudolf von Habsburg in den Streit ein und sorgte dafür, dass die Stadt [[1286]] wieder an Salzburg ging.
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Doch schon [[1322]] kam es zu der in die Geschichte als [[Schlacht bei Mühldorf]] eingegangene Kriegshandlung.  Es stritten sich seit [[1314]] der Wittelsbacher Ludwig IV. und der Habsburger Friedrich der Schöne um das Amt des römisch-deutschen Königs. [[1319]] zogen sich die Soldaten von Friedrich nach Mühldorf zurück, folgte dann dem sich zurückziehenden Ludwig am [[29. November]]  bis Regensburg und  als die Lage immer schwieriger wurde, trafen die beiden Kontrahenden erneut  vor den Toren von Mühldorf erneut aufeinander.  
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Doch schon [[1322]] kam es zu der in die Geschichte als [[Schlacht bei Mühldorf]] eingegangene Kriegshandlung.  Es stritten sich seit [[1314]] der Wittelsbacher Ludwig IV. und der Habsburger Friedrich der Schöne um das Amt des römisch-deutschen Königs. [[1319]] zogen sich die Soldaten von Friedrich nach Mühldorf zurück, folgte dann dem sich zurück ziehenden Ludwig am [[29. November]]  bis Regensburg und  als die Lage immer schwieriger wurde, trafen die beiden Kontrahenden erneut  vor den Toren von Mühldorf erneut aufeinander.  
    
Am [[28. September]] [[1322]] kam es vor den Toren der Stadt zur letzten Ritterschlacht auf deutschem Boden, die als Schlacht bei Mühldorf in die Geschichte einging und aus der Ludwig als Sieger hervorging.
 
Am [[28. September]] [[1322]] kam es vor den Toren der Stadt zur letzten Ritterschlacht auf deutschem Boden, die als Schlacht bei Mühldorf in die Geschichte einging und aus der Ludwig als Sieger hervorging.
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1801 sollte die Stadt Mühldorf von Salzburg an Bayern übergehen werden. Durch einen Vorvertrag mit Frankreich war es den Bayern aber erlaubt, die ihnen zugewiesenen Gebiete früher in Besitz zu nehmen. So rückte am [[19. August]] [[1802]] eine Kompanie bayerischer Soldaten in der Stadt ein und besetzte diese.  Am [[2. Dezember]] [[1802]] wurde Mühldorf durch Johann Adam Freiherr von Aretin formell in Besitz genommen und die Zeit unter Salzburger Herrschaft war zu Ende.
 
1801 sollte die Stadt Mühldorf von Salzburg an Bayern übergehen werden. Durch einen Vorvertrag mit Frankreich war es den Bayern aber erlaubt, die ihnen zugewiesenen Gebiete früher in Besitz zu nehmen. So rückte am [[19. August]] [[1802]] eine Kompanie bayerischer Soldaten in der Stadt ein und besetzte diese.  Am [[2. Dezember]] [[1802]] wurde Mühldorf durch Johann Adam Freiherr von Aretin formell in Besitz genommen und die Zeit unter Salzburger Herrschaft war zu Ende.
      
==Mühldorf heute==
 
==Mühldorf heute==