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In einer Salzburger Urkunde aus dem Jahr 1617 wurden die Güter Seichtenberg (Seichterberg bei Radeck) zu Ritterlehen ernannt, wodurch Franz von Hagenauer mit dem Lehen auch das Recht erwarb, sich "Herr von Radeck" zu nennen. Mit den Gütern Seichterberg, Radeck und Strobl waren zuvor Margit Hochenfelderin und Hektor von Treubach, Maximilian [[Keutzl|Keuzl]] mit "2/3 Teile von Gut und Schloss Radekk" (1546), Paul Rottinger (1547), Stefan Schmerbl (1600) belehnt worden. Anna Eleonora Gräfin [[Fugger]]in (geb. Gräfin [[Königsegg]]) verkaufte am 7. August 1713 an Maria Plain das ritterlehenbare Gut und Schloss Radeck und die Güter Seichtenberg und Strobl samt dem Gut Reit. 1753 besaß Schloss Radeck J. Jos Crysog [[Paurnfeind]], danach Franz Anton (1772) und schließlich der Salzburger Prof. [[Philipp Gäng]] ab 1795, der es 1813 an die [[Universität Salzburg]] verkaufte. Es ist anzunehmen, dass die Hagenauer die seit den napoleonischen Kriegen in Mitleidenschaft gezogene Burg Radeck (Schloss Radekk) vorwiegend als sommerlichen Landsitz und zur Jagd genutzt hatten. Im Jahr [[1837]] wurde über diese Güter ein neuer Lehenbrief von Kaiser Ferdinand I. an Abt [[Albert IV. Nagnzaun]] ausgestellt, seither verfiel die Burg Radeck zunehmend. Die erste urkundliche Erwähnung Franz II. von Hagenauer in Linz war in der Geburtsurkunde seines zweitgeborenen Sohnes Eugen (1825). In einem Linzer Register aus dem Jahr 1828 tauchte Franz Hagenauer als k.k. Regierungs-Konzipist auf. Sein noch in Salzburg geborener Sohn Franz de Paula (III.), der später in den erblichen Freiherrenstand erhoben wurde, sollte der Stifter des [[Hagenauer - der Wiener Zweig|Wiener Zweiges]] der Hagenauer werden.
 
In einer Salzburger Urkunde aus dem Jahr 1617 wurden die Güter Seichtenberg (Seichterberg bei Radeck) zu Ritterlehen ernannt, wodurch Franz von Hagenauer mit dem Lehen auch das Recht erwarb, sich "Herr von Radeck" zu nennen. Mit den Gütern Seichterberg, Radeck und Strobl waren zuvor Margit Hochenfelderin und Hektor von Treubach, Maximilian [[Keutzl|Keuzl]] mit "2/3 Teile von Gut und Schloss Radekk" (1546), Paul Rottinger (1547), Stefan Schmerbl (1600) belehnt worden. Anna Eleonora Gräfin [[Fugger]]in (geb. Gräfin [[Königsegg]]) verkaufte am 7. August 1713 an Maria Plain das ritterlehenbare Gut und Schloss Radeck und die Güter Seichtenberg und Strobl samt dem Gut Reit. 1753 besaß Schloss Radeck J. Jos Crysog [[Paurnfeind]], danach Franz Anton (1772) und schließlich der Salzburger Prof. [[Philipp Gäng]] ab 1795, der es 1813 an die [[Universität Salzburg]] verkaufte. Es ist anzunehmen, dass die Hagenauer die seit den napoleonischen Kriegen in Mitleidenschaft gezogene Burg Radeck (Schloss Radekk) vorwiegend als sommerlichen Landsitz und zur Jagd genutzt hatten. Im Jahr [[1837]] wurde über diese Güter ein neuer Lehenbrief von Kaiser Ferdinand I. an Abt [[Albert IV. Nagnzaun]] ausgestellt, seither verfiel die Burg Radeck zunehmend. Die erste urkundliche Erwähnung Franz II. von Hagenauer in Linz war in der Geburtsurkunde seines zweitgeborenen Sohnes Eugen (1825). In einem Linzer Register aus dem Jahr 1828 tauchte Franz Hagenauer als k.k. Regierungs-Konzipist auf. Sein noch in Salzburg geborener Sohn Franz de Paula (III.), der später in den erblichen Freiherrenstand erhoben wurde, sollte der Stifter des [[Hagenauer - der Wiener Zweig|Wiener Zweiges]] der Hagenauer werden.
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[[File:Schloss Mönchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein, füher auch "Hagenauerschlössel"]] Der Salzburger Handelsherr [[Leopold Judas Thaddäus Hagenauer]] war Besitzer des Pauernfeindschen Handelshauses auf dem [[Kranzlmarkt]], dem sogenannten [[Hasenhaus]], und mit Anna Popp verheiratet. Ihr Vater [[Josef Virgil Popp]] war der Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Zum Besitz des Steinbräus gehörten der Gasthof "Zur goldenen Sonne" in der Kaigasse 31 und später noch der "Sauwinkel" in der Steingasse 12. Als Leopold Hagenauer im Jahr [[1828]] starb, wurde sein Sohn [[Josef Leopold Hagenauer|Josef Leopold]] Besitzer des Steinbräus und der zwei Gasthöfe. Im Jahr [[1834]] erwarb Joseph Leopold von dem Salzburger [[Josef Felner]], königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof, das Gut mit dem frisch renovierten [[Schloss Mönchstein]] am Mönchsberg, das er bisher auch verwaltet hatte. Seither wurde das Schloss auch "Hagenauer-Schlösschen" genannt. Josef Leopold war der vorläufig letzte in Salzburg lebende Hagenauer und starb im Jahr [[1850]] ohne Nachkommen. Um [[1870]] wurde das Steinbräu von seinen Erben stillgelegt und im Jahr [[1887]] das Schloss Mönchstein veräußert. Noch heute tauchen Teile seines Nachlasses in Salzburger Auktionshäusern auf.  
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[[File:Schloss Mönchstein.jpg|miniatur| Schloss Mönchstein, füher auch "Hagenauerschlössel"]] Der Salzburger Handelsherr [[Leopold Judas Thaddäus Hagenauer]] war Besitzer des Pauernfeindschen Handelshauses auf dem [[Kranzlmarkt]], dem sogenannten [[Hasenhaus]], und mit Anna Popp verheiratet. Ihr Vater [[Josef Virgil Popp]] war der Besitzer von Salzburgs größter Bier-Brauerei, dem [[Steinbräu]]. Zum Besitz des Steinbräus gehörten der Gasthof "Zur goldenen Sonne" in der Kaigasse 31 und später noch der "Sauwinkel" in der Steingasse 12. Als Leopold Hagenauer im Jahr [[1828]] starb, wurde sein Sohn [[Josef Leopold Hagenauer|Josef Leopold]] Besitzer des Steinbräus und der zwei Gasthöfe. Im Jahr [[1834]] erwarb Joseph Leopold von dem Salzburger [[Josef Felner]], königlich-bayerischer Rat am Obersten Gerichtshof, das Gut mit dem frisch renovierten [[Schloss Mönchstein]] am Mönchsberg, das er bisher auch verwaltet hatte. Seither wurde das Schloss auch "Hagenauer-Schlösschen" genannt. Josef Leopold war der letzte in Salzburg lebende Hagenauer und starb im Jahr [[1850]] ohne Nachkommen. Um [[1870]] wurde das Steinbräu von seinen Erben stillgelegt und im Jahr [[1887]] das Schloss Mönchstein veräußert. Noch heute tauchen Teile seines Nachlasses in Salzburger Auktionshäusern auf.  
    
Die heute im Bundesland oder in der Stadt Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit dem alten Geschlecht der Hagenauer verwandt. Die einzigen Nachkommen der Herren von Hagenau leben in Wien, in Italien hat sich der Namen durch Adoption ebenfalls erhalten.
 
Die heute im Bundesland oder in der Stadt Salzburg lebenden Hagenauer sind jedoch nicht mit dem alten Geschlecht der Hagenauer verwandt. Die einzigen Nachkommen der Herren von Hagenau leben in Wien, in Italien hat sich der Namen durch Adoption ebenfalls erhalten.
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