Änderungen

Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 15: Zeile 15:  
Salzburg hatte niemals jene Bedeutung bei Krippen, wie seine Nachbarländer [[Tirol]] und [[Oberösterreich]]. Im Spätmittelalter entwickelte sich in Frauenklöstern der verbotene Brauch des ''Kindlwiegens'', bei dem Puppen wie lebendige Säuglinge in Wiegen gelegt wurden. Dann kam das wachsbossierte [[Fatschenkindl]] mit Echthaar und eingesetzten Glasaugen in Mode. Schließlich kam es im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] zur Aufstellung richtiger Krippen, allerdings nur in Kirchen und Klöstern.  
 
Salzburg hatte niemals jene Bedeutung bei Krippen, wie seine Nachbarländer [[Tirol]] und [[Oberösterreich]]. Im Spätmittelalter entwickelte sich in Frauenklöstern der verbotene Brauch des ''Kindlwiegens'', bei dem Puppen wie lebendige Säuglinge in Wiegen gelegt wurden. Dann kam das wachsbossierte [[Fatschenkindl]] mit Echthaar und eingesetzten Glasaugen in Mode. Schließlich kam es im [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]] zur Aufstellung richtiger Krippen, allerdings nur in Kirchen und Klöstern.  
   −
Am [[22. November]] [[1784]]  erließ [[Fürserzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] das Verbot der öffentlichen Aufstellung von Weihnachtskrippen, also auch in Kirchen. Dies war der Beginn des Einzugs von Weihnachtskrippen im privaten Bereich.
+
Am [[22. November]] [[1784]]  erließ [[Fürsterzbischof]] [[Hieronymus Graf Colloredo]] das Verbot der öffentlichen Aufstellung von Weihnachtskrippen, also auch in Kirchen. Dies war der Beginn des Einzugs von Weihnachtskrippen im privaten Bereich.
   −
Eine Sonderform entwickelte sich im Wohnraum der [[Schöffleute]] (Salzachschiffer) um 1800 im Gebiet [[Oberndorf]], [[Laufen]] und [[Hallein]]: Tragstangenkrippen und -kästen sowie kleine Nähkastenkrippen. Da die Schiffsleute in den Wintermonaten keine Arbeit beim [[Salzhandel]] aufgrund der Witterungs- und Wasserverhältnisse fanden, war dies ihre "Ersatzbeschäftigung". In Umzügen zeigten sie die genannten Krippen im ganzen Land.
+
Eine Sonderform entwickelte sich im Wohnraum der [[Schöffleute]] (Salzachschiffer) um 1800 im Gebiet [[Oberndorf]], [[Laufen]] und [[Hallein]]: Tragstangenkrippen und -kästen sowie kleine Nähkastenkrippen. Da die Schiffsleute in den Wintermonaten keine Arbeit beim [[Salzhandel]] aufgrund der Witterungs- und Wasserverhältnisse fanden, war dies ihre "Ersatzbeschäftigung". In Umzügen zeigten sie die genannten Krippen im ganzen Land.
    
==Salzburger Krippenbauer==
 
==Salzburger Krippenbauer==

Navigationsmenü